Barbara Wendelken – Nur wer die Hölle kennt (Martinsfehn-Krimi 4)

Beschreibung
Die fünfzehnjährige Melody schleicht sich heimlich fort, um den Geburtstag ihrer Freundin Simone zu feiern. Als sie heimkommt, steht der Reiterhof ihrer Mutter in Flammen. Ihre Mutter, ihr kleiner Bruder und eine Pferdewirtin kommen ums Leben. Der Brandstifter wird nicht gefasst. Zwanzig Jahre später kehrt sie nach Martinsfehn zurück und ist erneut auf Simones Geburtstag eingeladen. Simone verkündet auf der Feier, dass sie den Brandstifter kennt. Am nächsten Tag ist sie tot. Die Kommissare Nola von Heerden und Renke Nordmann müssen tief in der Vergangenheit graben, um den Täter zu finden.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
13 h 09 m

Meine Meinung in Kürze
Bisher haben mir die Krimis von Barbara Wendelken immer sehr gut gefallen. Doch bei diesem hier brauchte ich wirklich sehr viel Geduld. Denn lange passiert einfach nichts. Die Charaktere fand ich so ziemlich alle äußerst unsympathisch, wenig Spannung – nun, das machte es mir wirklich schwer, dabei zu bleiben.

Das Ende fand ich dann zwar doch recht gut, so dass ich es letztendlich nicht bereut habe, so lange durchgehalten zu haben. Doch so wirklich vom Hocker gerissen, hat mich der 4. Teil der Martinsfehn-Reihe leider nicht.

Jürgen Holdorf fand ich wieder klasse.

Weitere Informationen
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Elisabeth Herrmann – Die Mühle

Die MühleBeschreibung
Wahrheit, Lüge, Tod

„The Court“ – das waren die Coolen. Die Angesagten, die Unerreichbaren, die Helden von Lanas Schulzeit. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique kommt? Jahre, nachdem sie alle ihre alte Schule verlassen haben? Der Trip führt die Clique in eine alte Mühle, umgeben von wilder Natur. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als dann der erste der Freunde verschwindet, wird Lana klar, dass sie in der Falle sitzt. Denn es geht um Leben und Tod…

Laura Maire, beim Deutschen Hörbuchpreis 2011 und 2014 als Beste Interpretin ausgezeichnet, hat bisher sämtlichen Jugendromanen von Elisabeth Herrmann ihre Stimme geliehen.

Sprecher
Laura Maire

Länge
10 h 56 m

Meine Meinung
Warnung! Dieses Hörbuch ist nicht geeignet für Leute mit einem schwachen Herz!

Von Elisabeth Herrmann kenne ich bisher nur „Das Dorf der Mörder“. Das ist nun schon länger her, dass ich das Hörbuch hörte, jedoch blieb mir dieses sehr gut in Erinnerung.

Das Thema des neuesten Werks von ihr interessierte mich. Das Cover fand ich ebenfalls sehr gelungen, der Erscheinungstermin ward sofort notiert. Am selben Tag kam es auf meinen Player. Heute morgen habe ich es fertig gehört. Und ich kann nur sagen: Wow!

Zunächst fängt die Story harmlos an. Die Ich-Erzählerin Lana wird durch Zufall die siebte Teilnehmerin eines Kurzurlaubs. Die Clique, die früher „The Court“ genannt wurde und aus sieben Personen bestand, wollten dieses Wochenende in einem Luxushotel in Tschechien verbringen.  Einer dieser sieben liegt durch einen dummen Zufall im Krankenhaus und gibt seine Einladung an Lana weiter. Sie soll doch bitte für ihn dort hin fahren. Kaum ist sie dort, lernt sie die anderen kennen. Schnell merkt sie, zu wem sie einen Draht hat und zu wem nicht. Die Personen werden clever in die Geschichte eingeführt, schnell hat man selbst einen Eindruck von den verschiedenen Persönlichkeiten. Der Abend verläuft etwas angespannt, da sich alle Beteiligten schon lange nicht mehr gesehen hatten. Und immer steht das Rätsel im Raum: Wer von ihnen hat sie eigentlich alle zu diesem Event eingeladen? Alle bestreiten, der großzügige Gastgeber zu sein. Die Frage lässt sich an diesem Abend jedenfalls nicht mehr klären.

Am nächsten Tag steht ein Ausflug an. Sie versammeln sich alle, eine riesen große Limousine fährt vor und holt sie ab.  Dann geht es ab in die Berge. Irgendwo hält die Limousine an, die Clique samt Lana steigen aus. Dann braust die Limousine davon. Keiner von ihnen hatte bei diesem Ausflug damit gerechnet, dass es eine Bergtour werden würde. Dementsprechend ungeeignet ist die Kleidung, vor allem das Schuhwerk. Was tun? Sie laufen los in die Richtung, die ihnen gezeigt wird. Bald stehen sie vor einem enormen Abgrund der nur über eine Hängebrücke zu überwinden ist. Auf der anderen Seite steht eine reich gedeckte Tafel. Und hier braucht ein herzkranker Zuhörer zum ersten Mal seine Tropfen…

Für mich als ein von Höhenangst geplagter Mensch war diese Szene das pure Horrorszenario. Doch das war erst der Anfang. Weiter führt der Weg zu einer alten stillgelegten Mühle. Und hier beginnt die Story erst so richtig, Fahrt aufzunehmen. Über die nachfolgenden Geschehnisse will ich nichts, aber auch gar nichts verraten. Denn was dann kommt, ist fast nicht mehr an Spannung und Dramatik zu überbieten.

Die psychologischen Aspekte kamen hier auch nicht zu kurz. Lange Zeit kann nicht erklärt werden, wer denn zu dieser apokalyptischen Reise eingeladen hat. Und immer wieder steht die Glaubwürdigkeit von Lana, die ja eigentlich gar nicht zu der Clique gehört, im Vordergrund.

Ich fand dieses Hörbuch äußerst clever aufgebaut. Der Spannungsbogen wurde ab dem Zeitpunkt des Ausflugs konstant straff gehalten, man konnte kaum durchschnaufen. Aber warum sollte man das können, wenn es die Protagonisten aufgrund der ständig lauernden Gefahren auch nicht konnten. Ist doch nur fair.  😉

Das i-Tüpfelchen der Spannung setzte Laura Maire mit ihrem äußerst engagierten Vortrag. Sie durchlebte die Geschichte körperlich, kämpfte mit den Worten, Schrie, als würde sie gerade persönlich angegriffen, verlor sich in tiefster Verzweiflung. Sie versank förmlich in der Geschichte und – so kam es einem vor – in der Person Lana. Einfach klasse.

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Owen Sheers – I saw a man

I saw a manBeschreibung
Der Moment, der dein Leben verändert.

Nach dem Verlust seiner Frau Caroline zieht Michael Turner nach London, in den idyllischen Stadtteil Hampstead Heath, wo er sich bald mit den Nachbarn anfreundet. Die Nelsons und ihre beiden Töchter repräsentieren ein Leben voller Geborgenheit, Stabilität und Nähe, genau das, was Michael verloren hat.

Aber ein Samstagnachmittag verändert schlagartig alles: Als Michael unangekündigt das Haus der Nelsons betritt, scheint niemand zu Hause. Ein fataler Irrtum…

Ein Drama, das zeigt, was mit einer Freundschaft passiert, wenn Geheimnisse und Lügen ihre heimtückische Natur entfalten.

Sprecher
Devid Striesow

Länge
9 h 25 m

Meine Meinung
„I saw a man“ ist ein Roman, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Angelockt von dem wirklich sehr ansprechend gestalteten Cover und dann verführt durch die Rezension von Astrolibrium spielte ich mir das Hörbuch sofort auf meinen Player. Und los ging es.

Michael leidet sehr unter dem Tod seiner geliebten Frau Caroline. Sie war Kriegsjournalistin und somit immer am Ort des Geschehens. Bei einem ihrer Einsätze wurde sie getötet. Michael arbeitet als Schriftsteller. Jedoch ist er nicht so gut im Geschichten erfinden, er hört anderen Menschen viel lieber zu und schreibt dann deren Geschichte nieder. Mit dieser Methode hatte er bislang einmal richtig guten Erfolg. Doch der Tod seiner Frau macht ihm sehr schwer zu schaffen.

Von einem Freund bekommt er das Angebot, doch aus dem Haus auszuziehen, um nicht ständig an die nicht mehr vorhandene Zweisamkeit erinnert zu werden. Ihm wird eine Wohnung in London angeboten. Michael nimmt dieses Angebot an, sieht es jedoch nur als Interimslösung an. Kaum angekommen, lernt er seinen neuen Nachbarn Josh kennen. Schnell entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen Michael und Joshs Familie. Bald ist er ständig zu Gast bei Josh,  Samantha und den beiden Töchtern, die Michael auch sehr ins Herz geschlossen haben.

Fortan gehen Michael und Josh täglich zusammen joggen. Viele Gemeinsamkeiten haben sie eigentlich nicht, trotzdem verbringen sie derart viel Zeit miteinander, so dass man meinen könnte, sie würden sich bereits Jahre kennen und nicht erst ein paar Monate.

Michael tut die Nähe der Familie sehr gut. Hilft sie ihm doch, über den Verlust von Caroline besser hinweg zu kommen – nicht mehr länger an den Verlust zu denken, als vielmehr an die schönen Zeiten mit Caroline zusammen. Dies alles wird in vielen Rückblenden erzählt.

Ein zweiter Erzählstrang ist die des Soldaten, der in den USA den Knopf zum Abschuss der Drohne betätigte, die letztendlich Caroline tötete. Als dieser Soldat von der Armee deshalb entlassen wird, fühlt er sich betrogen und ausgenutzt. Er zieht sich immer mehr in sich zurück und beschließt dann, Michael einen Brief zu schreiben, in dem er erklärt, wie es dazu gekommen ist.

Michael ist zunächst sprachlos ob des Briefes, zeigt ihn Josh. Dieser ist sofort aufgebracht, was dieser Kerl sich nur denkt, er würde ihn… Michael beginnt einen Briefwechsel mit dem Soldaten.

Dann kommt es zu der Szene, die auf dem Cover sehr schön in Szene gesetzt wurde. Michael will sich bei Josh nur kurz seinen Schraubenzieher zurückholen, den er ihm ein paar Tage zuvor ausgeliehen hat, doch es scheint niemand da zu sein. Doch seltsam, die Hintertür steht offen. Ob da jemand eingebrochen ist? Michael geht ins Haus und weiter werde ich hier nicht erzählen.

Dieser Roman ist so spannend wie ein Thriller. Ich verfluchte den Abend, da es immer später wurde und ich leider das Hörbuch ausschalten musste. Dann am nächsten Tag auch noch arbeiten! Endlich war der Feierabend da, sofort hörte ich weiter.

Jedoch ist dieses Buch in keinster Weise reißerisch, ganz im Gegenteil. Es ist eine sehr ruhige Geschichte, in dem die Gefühle und Gefühlsregungen, die Gedanken und alle Beschreibungen sehr sorgfältig ausgearbeitet sind. Sehr schnell fühlte ich mich den Protagonisten sehr nahe. Ich hatte auch sehr viel Verständnis für Michaels Handeln als er in Joshs Haus war. Als Zuhörer ist es ja immer leicht zu sagen: Oh Michael, ob das nun so clever war? Doch dann hält man gleich inne und denkt: Wie hättest du in dieser Situation gehandelt? Urteile nicht zu voreilig!

Owen Sheers hat hier sehr detailliert die Zerrissenheit beschrieben, in die man ungewollt hinein geraten kann. Was ist die richtige Entscheidung? Eine Entscheidung muss getroffen werden und wie lebt es sich danach damit weiter? Ich finde, das hat er wirklich ganz hervorragend beschrieben. Wahrheit, Lüge, was ist besser für alle Beteiligten und kann man mit der getroffenen Entscheidung gut weiter leben?

Am Ende gab es noch eine kleine Verwirrung in meinem Kopf und ich musste die Stelle sage und schreibe dreimal hören, um diesen einen Satz endlich richtig zu verstehen. Und als diese Hürde gepackt war, war ich vollkommen verzückt und begeistert von diesem Buch.

Die Geschichte geht einem tief unter die Haut und bleibt da auch eine ganze Weile haften.

Devid Striesow als Sprecher hat mir wieder sehr gut gefallen. Jedoch hätte ich eine Winzigkeit anzumerken, die mir auch schon bei „Der Sündenfall von Wilmslow“ aufgefallen ist. Er neigt etwas dazu, wenn er verschiedene Stimmen sprechen soll, diese dann ein wenig zu schreien. Also nicht wirklich laut, aber es wirkt so. Das finde ich nicht ganz so gelungen. Aber davon abgesehen – es ist ja auch wirklich nur eine Winzigkeit – hat er einen ganz prima Job gemacht.

Ja, und da ich nun so voller Begeisterung bin, kommt dieses Hörbuch natürlich auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
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John Katzenbach – Der Psychiater

Der PsychiaterBeschreibung
Timothy Warner, Spitzname „Moth“, 24 Jahre alt, studiert Geschichte an der University of Miami – und hat ein Problem. Genauer gesagt: ein Alkoholproblem. Jetzt ist er seit hundert Tagen „clean“, doch das hat er nur mit Hilfe seines Onkels Ed geschafft, eines prominenten Psychiaters, der so etwas wie Moths Rettungsanker ist. Als Ed tot in seiner Praxis aufgefunden wird, stürzt Moth ins Bodenlose. Doch eines ist ihm klar: Niemals war dies ein Suizid, auch wenn die Polizei noch so sehr davon überzeugt ist. Moths neuer Halt im Leben wird es, den Mörder zu stellen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
14 h 39 m

Meine Meinung
Diese Geschichte fängt eigentlich recht gemütlich an. Ok, mal abgesehen davon, dass Moths Onkel Ed tot in seiner Praxis aufgefunden wird. Moth glaubt keine Sekunde, dass sein Onkel sich umgebracht hat. Doch die Polizei kann er nicht davon überzeugen, dass es ein Mord gewesen sein muss. Also versucht er selbst, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und bald befindet er sich mitten drin in einer spannenden Mörderjagd.

Im ersten Teil brauchte ich noch viel Geduld, denn es passierte eigentlich recht wenig. Hier wurde sehr viel Augenmerk auf die Personenbeschreibung gelegt, was natürlich nicht uninteressant war, aber eben auch keinen mächtigen Spannungsbogen erzeugte. Ab der zweiten Hälfte wurde es dann schon „actionreicher“. Obwohl Action hier wohl eher der falsche Begriff ist. Doch das Tempo zog gnadenlos an, bis zum fulminanten Ende, welches ich wirklich grandios fand.

Katzenbach versteht es sehr gut, zu erzählen und zu erzählen und man selbst hört einfach zu und nimmt alles in sich auf. An die hervorragende Leistung von „Der Sumpf“ oder „Das Tribunal“ reicht es zwar meiner Meinung nach nicht heran. Doch trotzdem ist es ein absolut empfehlenswerter Thriller.

Uve Teschner als Sprecher, na, was soll ich zu ihm noch sagen? Er ist einfach große Klasse.

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Andreas Gruber – Todesfrist

TodesfristBeschreibung
Kurz vor Beginn ihres Nachtdienstes nimmt der Abend für die Münchner Kriminalkommissarin Sabine Nemez eine schreckliche Wendung: Ihr Vater paßt sie ab und berichtet unter Tränen, dass ihre Mutter seit zwei Tagen verschwunden ist. Entführt! Für Sabine werden die nächsten Stunden zum Albtraum – doch sie gibt nicht auf und beginnt zu ermitteln. Zusammen mit dem Wiesbadener BKA-Beamten Maarten S. Sneijder heftet sie sich an die Fersen des Entführers.

Sprecher
Doris Wolter

Länge
7 h 02 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch ist der Vorgänger von „Todesurteil„, welches ich zuerst gehört habe. Somit waren mir die Protagonisten Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder bereits aus dem ersten Band bekannt. Hier erfährt man jedoch, wie sich die beiden kennen lernen. Man kann nicht sagen, dass es glückliche Umstände wären. Denn Nemez` Mutter wurde entführt, wie ihr Vater ihr viel zu spät beichtet. Der Leser/Hörer bekommt hier gleich seinen ersten Schock verpasst. Der Nächste lässt auch nicht lange auf sich warten. Schnell wird klar, dass sie es hier mit einem äußerst perfiden Serienmörder zu tun haben. In den kurzweiligen 7 Stunden müssen einige Menschen ihr Leben lassen, bis Nemez und Sneijder den Mörder endlich dingfest machen können. Denn der Fall ist mehr als knifflig.

Zimperlich sollte man bei dieser Story nicht sein. Denn es geht schon ziemlich brutal zu. Aber mal ehrlich, wer hat schon von einem sanftmütigen Serienkiller gehört? Vielleicht bin ich mittlerweile schon etwas abgestumpft, aber für meinen Geschmack war es erträglich.

Die Protagonisten agierten menschlich nachvollziehbar, besonders Sabine Nemez fand ich äußerst sympathisch und lebensecht beschrieben. Der Spannungsbogen blieb konstant auf hohem Niveau, so dass keine Minute Langeweile aufkam, was bei einem 7-Stunden-Hörbuch auch leicht fatal wäre.

Die Sprecherin hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, aber den Part von Maarten S. Sneijder hat sie meines Erachtens gänzlich in den Sand gesetzt. Statt einen holländischen Akzent in die Stimme zu legen, hat sie meiner Meinung nach seine Rolle einfach nur genuschelt. Das hat dem charismatischen Sneijder sehr viel genommen. Dafür gibt es ganz klar einen Punkt Abzug.

Insgesamt ist „Todesfrist“ eine kurzweilige, spannende und abwechslungsreiche Unterhaltung, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann. Die nächsten Bücher aber bitte mit Achim Buch als Sprecher. Denn dann ist die Sache wirklich rund.

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Catherine Chanter – Die Quelle

Die QuelleBeschreibung
In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen „die Quelle“, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle. Als dort auch noch ihr Enkelkind ums Leben kommt, kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.

Ein aufwühlender Roman von zwingender Spannung: eine Frau, ein Mann und ihre Familie in einer Extremsituation, die beängstigend nah an der Realität ist.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
15 h 23 m

Meine Meinung
Diese Geschichte wird aus der Sicht von Ruth erzählt, die gerade zur „Quelle“ zurückgekehrt ist. Jedoch ist sie nicht frei, nein, sie steht unter Hausarrest, trägt Fußfesseln und wird von 3 Militärs bewacht, damit sie sich auch ja an die Regeln hält und kein Gebiet betritt, welches ihr untersagt ist. Ruth steht unter Verdacht, ihren Enkelsohn ermordet zu haben. Ruth ist sich selbst nicht sicher, ob sie den kleinen Lucien im Teich ertränkt hat, oder nicht. Denn zum Zeitpunkt des Geschehens stand sie völlig neben sich, eingelullt in den Sog der Rose von Jericho. Die Glaubensgemeinschaft der Rose sind 4 Frauen, die eines Tages auf ihrem Grundstück aufgetaucht sind und sich mit Erlaubnis und ihren 4 Wohnwagen in „der Quelle“ eingerichtet haben. Erst nach und nach dämmert einem, dass „Die Rose von Jericho“ eine nicht zu unterschätzende Sekte ist, die Ruth immer tiefer ins Verderben zieht. Männer sind hier verpöhnt und gelten als bedrohlich. So kommt es nach und nach immer öfter zu heftigen Auseinandersetzungen mit ihrem Mann Mark, der zunächst in die ausgebaute Scheune ausweicht und dann „die Quelle“ ganz verlässt.

Während dessen leidet England unter einer unvorstellbaren Wasserknappheit, denn nirgends regnet es mehr. Außer über der Quelle. Hier ist alles grün und wächst und gedeiht, während in England das normale Leben immer unmöglicher wird. Kein Wunder also, dass die Presse und das Land sehr skeptisch gegenüber „der Quelle“ wird. Für die einen ist Ruth die Verkörperung des Teufels, für viele Frauen jedoch gilt sie als Erlöserin und Auserwählte. Vielmehr möchte ich aber vom Inhalt dieser faszinierenden Geschichte gar nicht erzählen.

Mich hat diese Geschichte ziemlich gleich in ihren Bann gezogen. Man will unbedingt wissen, was denn passiert ist, wie es dazu kam, dass der kleine Lucien ums Leben kam, und warum Ruth dafür verantwortlich gemacht wird. War sie es wirklich? Oder vlt. ihr Mann? Oder gar eine der Schwestern der Glaubensgemeinschaft? Da Ruth es lange Zeit selbst nicht weiß, ob sie schuldig ist oder nicht und die Geschichte ja aus ihrer Sicht erzählt wird, bleibt die Story die ganze Zeit spannend und rätselhaft. Mir kamen die fünfzehneinhalb Stunden jedenfalls äußerst kurzweilig vor, da Catherine Chanter wunderbar erzählen kann. Und obwohl Ruth mir nicht besonders sympathisch war, fieberte ich doch mit ihr mit. Das passiert mir nicht so oft. Mir ist es normalerweise lieber, wenn ich die Charaktere auch sehr gerne mag. Ok, Ruth ist nun nicht gänzlich unsympathisch, nur wollte ich nicht unbedingt eine Freundschaft mit ihr im normalen Leben eingehen.

Die Sprecherin Gabriele Blum hat mir sehr gut gefallen in diesem Hörbuch. Sie hat die Story sehr unaufgeregt aber äußerst intensiv vorgetragen. Sehr gut hat mir auch ihre etwas eigentümliche Betonungsart hier und da gefallen. Hierdurch hat sie ganz ungezwungen manchen Sätzen eine ganz besondere Wichtigkeit gegeben. Ihre Leistung hat mich sehr beeindruckt und hat somit zum Hörvergnügen deutlich beigetragen.

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Louise Doughty – Ein Schritt zu weit

Ein Schritt zu weitBeschreibung
Die angesehene Wissenschaftlerin Yvonne Carmichael führt ein gutes Leben mit ihrem Mann. Ihre Kinder sind groß, sie weiß, was sie kann, sie fühlt sich sicher. Aber eines Tages begegnet sie einem Fremden, der sie unwiderstehlich anzieht, und sie lässt sich mit ihm auf eine leidenschaftliche Affäre ein. Bis ein Verbrechen ihr sorgsam konstruiertes Doppelleben zerstört und sie des Mordes angeklagt wird.
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Sprecher
Gabriele Blum

Länge
12 h 18 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch war für mich eine echte Überraschung. Rein von der Beschreibung her hätte ich es mir wohl eher nicht geholt. Doch ich las eine Rezension bei Amazon, die mich auf das Hörbuch neugierig machte.

Kaum hatte ich es auf dem Player, war ich auch schon gefesselt von der Story. Und zwar dermaßen, dass ich nur noch weiter hören wollte und mir die bevorstehende Nachtruhe absolut störend vorkam. Nun, zum Frühstück ging es also gleich weiter mit dem Hören und ich zog die Ohrstöpsel erst wieder aus den Ohren, als ich das Hörbuch beendet hatte (es war ein Glück ein Sonntag).

Yvonne ist eine selbstbewusste Frau, 52 Jahre, glücklich verheiratet und die Kinder sind auch schon groß. Sie ist Wissenschaftlerin und arbeitet in London. Nicht täglich aber regelmäßig fährt sie aus ihrem Vorort in die Stadt. Eines Tages trifft sie einen Mann, der sie magisch anzieht. Völlig unüberlegt lässt sie sich auf eine Affäre mit ihm ein. Mr. X ist jedoch sehr darauf bedacht, dass niemand etwas von ihrer Affäre herausbekommt. Yvonne findet seine Vorsichtsmaßnahmen ziemlich übertrieben, aber sie lässt sich auch darauf ein. Schließlich arbeitete Mr. X früher als Polizist – er wird schon wissen, auf was man achten sollte. Ihre Treffen sind nie sonderlich lange, aber meist sehr intensiv.

Als sie auf einer Party von einem ihrer Kollegen jedoch vergewaltigt wird, ändert sich schlagartig alles. Yvonne ist ein Nervenbündel, hat Verfolgungsängste und bekommt ihr Leben nicht mehr so locker geregelt, wie sonst. Und dann wird ihr Peiniger tot aufgefunden. Mr. X und Yvonne werden des Mordes angeklagt.

Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt. Sprich alles wird aus ihrer Sichtweise erzählt. Stellenweise, wenn Sie Mr. X z. B. Briefe schreibt, die sie ihm nie schicken wird, wird auch in der Art von „Du“ von Zoran Drvenkar erzählt. Du machst dies, du tatest das etc. Das alleine fand ich schon mal sehr gut – es war mal wieder etwas anderes.

Auch die Sprache an sich fand ich schnörkellos, präzise und immer genau passend. Yvonne redet nicht lange um den heißen Brei herum. Sie sagt genau das, was sie meint. Auch das fand ich klasse.

Von Yvonne bekam ich Stück für Stück ein ganzes klares Bild vor  Augen. Auch ihr Mann Guy war toll beschrieben und die wenigen anderen Mitwirkenden ebenso. Einzig Mr. X blieb einem immer ein kleines Rätsel. Man wusste zwar, wie er aussah, was er sagte, aber er machte ja immer ein großes Geheimnis aus sich und seiner Arbeit. So blieb der wahre Charakter nicht nur Yvonne lange verborgen, auch dem Hörer war Mr. X immer ein kleines Rätsel.

Die Geschichte insgesamt ist – bis auf das letzte Viertel – vielleicht nicht die spannendste. Aber sie fesselte mich trotzdem ungemein und zog mich direkt in ihren Bann. Ich konnte mich ihr wie oben bereits erwähnt nicht entziehen, bis ich das Ende gehört hatte. Und das hörte ich mir dann gleich nochmals an.

Gabriele Blum als Sprecherin fand ich äußerst passend für diese Geschichte. Sie hat den Text in einer Perfektion vorgetragen, die es einem wirklich leicht machte, Stunde um Stunde zu hören.

Insgesamt gesehen war dieses Hörbuch mal wieder ein Psycho-Thriller genau nach meinem Geschmack. Man bekam sehr viel geboten! Zum Einen eine Liebesgeschichte, einen Mordfall, eine Gerichtsverhandlung, verständliche menschliche Verhaltensweisen, die vielleicht nicht ganz so ok im Sinne der Moral sind und insgesamt gesehen einen Thriller, der einen tief in seinen Bann zieht. Was will man mehr?

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
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Hannah Kent – Das Seelenhaus

Das SeelenhausBeschreibung
Nordisland 1828. Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Angeklagt und zum Tode verurteilt wird Agnes Magnúsdóttir, eine Magd von Mitte 30. Die letzten Monate vor ihrer Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten und seiner Familie verbringen. Entsetzt darüber, eine verurteilte Mörderin in ihrem Haus zu haben, meidet die Familie jeglichen Kontakt. Nur der junge Dekan Tóti, der die Verurteilte auf den Pfad der Wahrheit und der Buße führen soll, spricht mit ihr.

Als dann der Winter naht und die Gemeinschaft in der schroffen Landschaft zusammenrücken muss, enthüllt sich Agnes‘ Geschichte vollständig und die Familie muss feststellen, dass das, was sie für wahr hielt, vielleicht nicht stimmt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz, Tobias Kluckert

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch ist nicht geeignet, um es nebenbei zu hören. Sehr schnell wird einem klar, dass man es hier mit einer außergewöhnlichen Geschichte zu tun hat, die einem sehr an die Nieren geht. Zu wenn man weiß, dass sich diese Geschichte tatsächlich in Nordisland im Jahr 1828 so zutrug. Um was es geht, wird oben schon grob beschrieben. Das besondere an diesem Buch ist die Erzählweise. Teils werden Fakten nüchtern dargestellt, dann wieder wechselt es in den Modus eines Erlebnisberichts von Agnes, teils werden Begebenheiten erzählt. Das gibt Abwechslung und sorgt für verschiedene Blickwinkel.

Die Geschichte kommt ohne Schnickschnack daher. Es werden keine blutrünstigen Beschreibungen benötigt um das Grauen im Kopf ganz klar entstehen zu lassen. Und es graust einem wirklich ob der Behandlung, die Agnes widerfährt.

„Das Seelenhaus“ ist kein Buch, bei dem ich sagen würde: Das musst du unbedingt lesen/hören! Es ist vielmehr ein Buch, das schockiert, das entsetzt, das aber gerade durch seine außergewöhnlich düstere Atmosphäre tief bewegt und entsetzt. Wer sich darauf einlassen mag wird es nicht bereuen. Denn solche Juwelen findet man selten.

Die beiden Sprecher passten sehr gut zu ihren jeweiligen Rollen. Somit kann ich an diesem Buch absolut nichts finden, was ich „bemängeln“ könnte.

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Siehe auch:

Susan Wilkins – Bruderherz

BruderherzBeschreibung
Joey Phelps, das „Bruderherz“ aus dem Titel, Anfang zwanzig, mit unschuldigem Engelsgesicht, stammt aus einem berühmt-berüchtigten Londoner Gangsterclan und ist ein Mörder und Drogendealer im großen Stil – doch die Polizei kann ihn einfach nicht dingfest machen. Seine Schwester Karen („Kaz“) kommt nach sechs Jahren aus dem Knast – in dem sie für ein Verbrechen saß, das Joey begangen hat – und will nur noch eines: Raus, weg, Joeys Klauen entkommen. Doch das ist ein geradezu selbstmörderisches Unterfangen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
13 h 14 m

Meine Meinung
Bei dieser Geschichte musste ich einige Unterbrechungen einlegen, da sie unheimlich düster und tragisch ist.

Eine Frau – sie heißt Kaz – verbüßt eine Gefängnisstrafe für eine Tat, die nicht sie sondern ihn Bruder verübt hat. Kaz hat nur einen Wunsch: sie will ihr eigenes Leben führen und nichts mehr mit ihrer Familie zu tun haben. Sie möchte Kunst studieren. Doch leider ist das bei dieser Familie, insbesondere dem skrupellosen Bruder, nicht so einfach. Kaum ist sie auf Bewährung wieder draußen, will er sie wieder in seine skrupellosen Drogengeschäfte einbinden. Sie wehrt sich mit Händen und Füßen. Doch wer solch eine Familie hat, braucht keine Feinde mehr.

Den Plot fand ich durchaus gut und auch sehr spannend. Doch die Atmosphäre war derart düster, dass ich mir dieses Hörbuch nicht am Stück anhören konnte. Sonst wäre ich wohl in tiefste Depressionen verfallen. Aber mit Unterbrechungen und dem Hören von anderen Hörbüchern zwischendurch, konnte ich mich Stück für Stück durch diese Gänsehautgeschichte hören.

Die Protagonisten empfand ich als ziemlich gut beschrieben. Auch die Schilderung von Kaz` Gefühlswelt hat mir sehr gut gefallen. Die Dramatik hielt über die gesamte Länge der Geschichte an, so dass man – kaum hatte man etwas Hoffnung geschöpft – wieder eines Besseren belehrt wurde und um Kaz zittern musste.

Die Sprecherin Vera Teltz hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat diesen harten Text sehr einfühlsam und betont gesprochen. Mir hat der Kontrast ihrer weichen Art und der knallharten Story gut gefallen. Das gab eine interessante Mixtur.

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Weitere Informationen
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Paula Daly – Die Schuld einer Mutter

Die Schuld einer MutterBeschreibung
Lisa Kallisto, heillos überforderte Mutter dreier Kinder, ist verzweifelt: Lucinda, eine Freundin ihrer Tochter, ist spurlos verschwunden – dabei hätte sie in Lisas Obhut sein sollen, denn es war geplant, dass sie die Nacht bei den Kallistos verbringt. Die Polizei vermutet, dass Lucinda bereits am Vortag entführt wurde. Um ihr Versagen wiedergutzumachen, macht sich Lisa selbst auf die Suche nach dem Mädchen. Ohne zu ahnen, welchen gut gehüteten Geheimnissen ihrer englischen Kleinstadtidylle und ihrer engsten Vertrauten sie dabei auf die Spur kommt.

Sprecher
Bibiana Beglau, Nina Petri,Thomas M. Meinhardt

Länge
9 h 34 m

Meine Meinung
Bei diesem Hörbuch verführte mich die Beschreibung zum Kauf. Denn wenn ein Kind verschwindet, auf das man eigentlich hätte aufpassen sollen, dann ist das für mich die pure Horrorvorstellung.

Lisa Kallisto ist im Dauerstress. Sie ist die Leiterin des Tierheims im Ort und hat damit natürlich alle Hände voll zu tun. Sie hat einen lieben Mann, der Taxi fährt und drei Kinder. Die Familie Kallisto gehört nicht zu den Reichen dieser Gegend, doch ihre beste Freundin ist sehr wohl sehr gut betucht. Die Töchter der beiden sind ebenfalls miteinander befreundet und eben genau diese Freundin verschwindet spurlos. Lisa war überhaupt nicht aufgefallen, dass die Freundin nicht bei ihnen übernachtet hatte. Sie hatte ihrer Tochter wohl nur mit halben Ohr zugehört, als sie von den Übernachtungsplänen sprach – wie so oft.

Doch nun war das „Kind in den Brunnen gefallen“. Lisa ist natürlich völlig erschüttert, plagt sich mit Selbstvorwürfen und will ihre Freundin natürlich unterstützen wo sie nur kann, ihre Tochter wiederzufinden. Doch in ihrem Haus angekommen, erfährt sie nur blinde Wut und Schuldzuweisungen. Völlig verzweifelt macht sie sich selbst auf die Suche nach dem verschwundenen Mädchen. Doch es gibt keine Spur von ihr. Nichts, nicht der kleinste Hinweis.

Natürlich kann sie aber auch ihren Job nicht vernachlässigen. Denn viele Tiere befinden sich in höchster Not und müssen aus diversen schlimmen Verhältnissen gerettet werden. Mehr der Zufall als irgendwelche Spuren bringen sie letztendlich der Wahrheit ein Stück näher. Und die hätte entsetzlicher wohl kaum sein können.

Die Geschichte fand ich sehr interessant. Sie war klasse aufgebaut und mir schnürte sich im Verlauf der Geschichte immer mehr der Hals zu. Diesen Spannungsaufbau fand ich toll gemacht und oft dachte ich: Oh oh! – Ich ahnte schlimmes, doch es kam schlimmer. Es war ein durchaus äußerst überraschendes Ende, mit dem ich ganz und gar nicht gerechnet hätte. Und es war einmal etwas ganz anderes.

Sehr interessant fand ich auch die Informationen, die man bezüglich Tierhaltung, Tierpflege und Tierschutz bekam. Diese wurden nicht belehrend erzählt, vielmehr wurden sie im Laufe der Arbeit von Lisa in die Story eingeflochten.

Ich fand dieses Hörbuch keine Sekunde langweilig – ganz im Gegenteil. Ein Glück hörte ich das Hörbuch an einem Wochenende, denn ich konnte meinen iPod erst wieder abstellen, als ich die Geschichte komplett gehört hatte. Man kann nicht sagen, dass hier ständig etwas passiert und dass die Geschichte rasend schnell voranschreitet, es ist vielmehr das unterschwellige Gefühl, dass einem hier den Atem raubt.

Die Sprecher fand ich sehr gut. Nur die eine Sprecherin (ich weiß leider nicht, welche das war) nervte mich etwas mit ihrem Geschnaufe. Das fand ich wirklich extrem gewöhnungsbedürftig. Aber auch daran konnte ich mich gewöhnen und sie sprach das Hörbuch ja auch nicht alleine. Es waren insgesamt drei Sprecher, die verschiedene Rollen übernahmen. Es ist jedoch kein Hörspiel.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieses Hörbuch sehr lebensecht daherkam. Der Spannungsbogen wurde sehr gut aufgebaut und man konnte auch selbst mit raten, wer denn nun der Bösewicht war. Ich hatte diverse Verdächtige. Wer also gut durchdachte aber nicht reißerische Thriller mag, der ist mit diesem Hörbuch bestimmt gut bedient.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Paula Daly – Die Schuld einer Mutter