Alex Michaelidis – Die stumme Patientin

Beschreibung
Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?

Sprecher
Uve Teschner

Länge
9 h 42 m

Meine Meinung
Dieser Thriller braucht einige Zeit, um in Schwung zu kommen. Ich fand die Story wirklich sehr lange ein wenig belanglos, da einfach nichts voran ging. Als ich schon fast die Lust verloren hatte, wurde dann doch etwas erwähnt, das mich aufhorchen ließ. Gebannt lauschte ich also weiter, ob sich noch weitere kleinere Begebenheiten ergeben würden, die allem einen Sinn verleihen würden.

Sie kamen, die Begebenheiten. Und ich war wirklich von der Auflösung überrascht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man für diesen Thriller wirklich sehr viel Geduld braucht. Es sind keine großartig spannenden Episoden darin, dafür umso mehr Rätselhaftes, das sich erst ziemlich spät entwirren und zu einem Gesamtbild zusammensetzen lässt. Wer also Geduld hat und selbst einem Thriller seine „Entwicklungszeit“ gönnt, dem wird diese Story sicherlich gefallen. Wer es lieber rasant und mit viel Action mag, sollte besser die Finger davon lassen.

Uve Teschner als Sprecher hat mir hier sehr gut gefallen. Er hatte hier auch kaum Möglichkeiten, laut zu werden – ein Glück. Ruhiger mag ich nämlich seine Stimme viel lieber.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Alex Michaelidis – Die stumme Patientin

James Siegel – Derailed

DerailedBeschreibung
Every day Charles Schine rides the 8:43 to do the job he has done for over a decade in a New York advertising agency. With a wife and an ill child who depend on him, Charles is not a man who likes changes or takes risks…until he is later for his regular train, and sits down across from the woman of his dreams.

Her name is Lucinda. Like Charles, she is married. Like Charles, she takes the train every day to work in New York City. Her train is the 9:05, and tomorrow she will be on it again, and so will Charles. For there is something about Lucinda, the flash of thigh beneath her short skirt, the way every man on the train is eyeing her, something about this time of the morning that will make Charles take a chance he shouldn’t take, break a vow he shouldn’t break, and enter a room he should never enter.

In a matter of days, a flirtation turns to a passion, and Charles and Lucinda are drawn into the dark side of the American Dream. In a matter of weeks, Charles’s life is in shambles. A man is dead. A small fortune is stolen. Charles’s home is violated and everything violently spirals out of control.

But Charles is about to discover that once you leave the straight and narrow, getting back on track is the most perilous journey of all. And for Charles, that journey – of lies, terror, and deception – has just begun.

Sprecher
Gregory Harrison

Länge
6 h 11 m

Meine Meinung
Gerade habe ich diesen schon etwas älteren Thriller fertig gehört und bin begeistert!

Die Story beginnt völlig harmlos. Charlie vergisst vor lauter Eile, Geld zu holen und kann so sein Bahnticket nicht bezahlen. Eine sehr schöne Frau hilft ihm aus der Patsche und zahlt für ihn. Er besteht darauf, ihr das Geld wiederzugeben. Als sie sich im Zug wiedertreffen, prickelt es schon allgewaltig. Schnell landen sie in einem Hotelzimmer, was Charlie noch nie getan hatte. Doch dieses Techtelmechtel im Hotelzimmer endet fatal! Denn sie werden überfallen, die Frau mehrfach vor seinen Augen vergewaltigt und er kann nichts dagegen tun. Doch als sei dies nicht schon schlimm genug, so werden beide anschließend auch noch erpresst. Denn sowohl Charlie als auch Lucinda, so der Name der  Frau, sind verheiratet und haben je ein Kind. Damit nicht alles an Licht kommt, zahlt Charlie. Doch damit endet die Erpressung nicht. Fortan nehmen die Geschehnisse derart rasant Fahrt auf, dass man das Hörbuch kaum noch ausschalten kann.

Bis zum Schluss gibt es sehr viele überraschende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Jedoch waren diese alle durchaus nachvollziehbar und auch glaubhaft. Sehr gut gefallen hat mir, wie es Charlie langsam aber sicher dämmerte, in welches perfide Spiel er hier geraten war. Stück für Stück setzt er die Einzelheiten zusammen und wächst dann über sich selbst hinaus. Seine persönliche Entwicklung hat mir sehr gut gefallen.

Die Idee des Buches fand ich auch außergewöhnlich gut. So etwas muss einem erst einmal einfallen.

Den Sprecher Gregory Harrison kannte ich bisher noch nicht. Wie auch, war dieses Buch doch mein erster Thriller, den ich in Originalsprache gehört habe. Harrison fand ich grandios. Denn er hat jede Stimmung und jeder Person eine eigene unverkennbare Klangfarbe verliehen. Es war somit nicht schwer zu erkennen, wer denn nun gerade sprach.

Klare Sache, dass dieses Hörbuch auf meine Bestenliste gesetzt wird.

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Weitere Informationen
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Nathaniel Hawthorne – Der scharlachrote Buchstabe

Der scharlachrote BuchstabeBeschreibung
Neu-England, zur Zeit der Puritaner: Hester Prynne, Mutter eines unehelichen Kindes, will den Namen des Vaters nicht verraten. Zur Strafe muss sie den scharlachroten Buchstaben „A“ auf der Brust tragen. Hester bleibt standhaft, nimmt ihre Bestrafung an – und beschämt damit ihre Bestrafer…

Ein meisterhafter Roman um Schuld, Liebe und Vergebung.

Sprecher
Jürgen Fritsche

Länge
9 h

Meine Meinung
Lange habe ich überlegt, was ich zu diesem Hörbuch schreiben könnte. Mir fällt aber nichts ein, was es wirklich treffend beschreiben würde. Nur so viel vielleicht:

Ich fand dieses Hörbuch gnadenlos gut. Es ist nicht heiter, keine leichte Kost. Es ist düster und doch es zeigt auf, wie es einer jungen Frau trotz aller Widrigkeiten gelingt, ihr Ehrgefühl und ihre Würde zu behalten. Großartig!

Jürgen Fritsche hat dieses Hörbuch sehr ruhig gesprochen, was zu dem Text sehr gut passte. Er betonte etwas merkwürdig, was aber doch an die Zeit erinnerte, in der diese Geschichte ihren Lauf nahm. Was mir nicht so gut gefiel war, wie er die Stimme des Kindes umsetzte. Dies war mir dann doch ein bisschen zu boshaft für ein Kind.

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Weitere Informationen
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Zoran Drvenkar – Still

StillBeschreibung
Ein Mann, der seine Tochter sucht und dabei seine Identität verliert. Ein Mädchen, das seit sechs Jahren reglos aus dem Fenster schaut und darauf wartet, dass ihr jemand den Schlüssel zu ihrer Erinnerung bringt. Vier Männer und eine Mission, die aus Hunger und Disziplin besteht und keine Opfer scheut. Ein Winter in Deutschland, ein See im Wald und Schatten, die sich unter dem Eis bewegen.

Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden Mädchen und Jungen auf mysteriöse Weise. Kein Kind wird je wiedergesehen. Nur ein Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, seine Lippen sind seitdem verschlossen. Erst als ein verzweifelter Vater auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, bricht es sein Schweigen. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller.

Ein brillanter und verstörender neuer Thriller des Bestsellerautors Zoran Drvenkar.

Sprecher
Christoph Maria Herbst

Länge
7 h 36 m

Meine Meinung
Eines vorneweg: Dieses Hörbuch ist nichts für zart Besaitete! Zu unvorstellbar grausam ist das Thema, das hier behandelt wird. Nicht selten musste ich schlucken ob des Gesprochenen. Die Story ist düster und beklemmend und sie wird immer düsterer und beklemmender, je weiter die Geschichte voranschreitet. Unterbrechen konnte ich das Hörbuch nicht, wurde ich doch immer fassungsloser, was da passierte. Ich hörte also immer weiter und hoffte auf eine positive Wende, doch ob diese auch kam, werde ich hier natürlich nicht verraten. Finde es selbst heraus.

Dass Zoran Drvenkar einem keine leichte Kost vorsetzt, wusste ich bereits aus „Sorry“ und „Du“. Doch was er mit „Still“ präsentiert, topt die beiden Geschichten noch.

Christoph Maria Herbst als Sprecher fand ich zunächst – nun, sagen wir – seltsam. Doch wie sich sehr schnell herausstellte, passte er einfach hervorragend zur Story und zum Stil von Drvenkar. Im Nachhinein denke ich, war C. M. Herbst wirklich die beste Wahl für diese Story.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei D>A<V. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Zoran Drvenkar – Still

Danke!
Mein herzliches Dankeschön geht an den Verlag „Eder & Bach“ und an „D>A<V – Der Audio-Verlag“ für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch:

Petra Hammesfahr – An einem Tag im November

An einem Tag im NovemberBeschreibung
Am Nachmittag des 17. November verschwindet die fünfjährige Emilie Brenner. Spurlos, denn obwohl die Nachbarn sie noch mit ihrem neuen Fahrrad sahen, scheint sie wenig später wie vom Erdboden verschluckt. Ein Albtraum für die Eltern, die eine Vermisstenanzeige allerdings viel zu spät aufgeben, und auch für Kommissar Klinkhammer, der aus bitterer Erfahrung weiß, dass bei verschwundenen Kindern jede Minute zählt. Noch ahnt er nicht, dass seit Monaten in der Nachbarschaft Dinge geschehen, die an jenem Tag im November unweigerlich zur Katastrophe führen…

Sprecher
Regina Lemnitz

Länge
7 h 34 m

Meine Meinung
Auf dieses Hörbuch war ich sehr gespannt, mag ich doch die Geschichten von Petra Hammesfahr meist sehr gerne. Hier wurde ich etwas enttäuscht. Mir kam die ganze Geschichte ein wenig zu konstruiert daher. Der eine Handlungsstrang hatte meiner Meinung nach nicht so sehr viel mit dem anderen zu tun, zumindest nicht auf „natürliche“ Weise.

Es kommen hier sehr viele Personen vor. Besonders bei den Ermittlungen war ich leicht verwirrt, wer denn nun wer noch gleich ist? Es erschließt sich einem zwar irgendwann, aber dennoch bleiben die meisten Personen nicht im Gedächtnis haften, sie sind einfach zu farblos.

Verdächtige hatte ich auch einige. Doch das Ende überraschte mich dann völlig. Da zeigt sich, wie kleine Details, die etwas anders erzählt werden, große Veränderungen bewirken können. Und gerade dieses Ende macht das ganze Hörbuch dann doch wieder zu einer tollen Geschichte.

Die Sprecherin war mir eine Spur zu schrill und zu langsam. Aber im Großen und Ganzen ganz ok.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Petra Hammesfahr – An einem Tag im November

Siehe auch:

Jean-Philippe Blondel – 6 Uhr 41

6 Uhr 41Beschreibung
Cécile sitzt im Zug, der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc – vor fast dreißig Jahren war sie mit ihm zusammen. Und auch Philippe hat Cécile sofort erkannt. Doch sie schweigen – beide. Soll er sie ansprechen? Was könnte sie – nach all den Jahren – zu ihm sagen? Was wäre gewesen, wenn… Wer hat sich diese Frage nicht schon gestellt?

Jean-Philippe Blondel hat daraus eine wunderbare Komödie gemacht, in der wir uns alle wiederfinden.

Sprecher
Andrea Sawatzki, Christian Berkel

Länge
3 h 49 m

Meine Meinung
Cécile und Philippe sitzen im Zug zufällig nebeneinander. Sie kennen sich von früher, hatten einmal eine Beziehung, die übel zu Ende ging. Erzählt werden hier die Erinnerungen der beiden – jede für sich. Jeder aus seiner Sicht der Dinge. Stück für Stück setzt sich so also zusammen, was damals passiert ist. Und auch die Gegenwart, sprich, in welches Leben es sie verschlagen hat, wird erzählt.

Man sitzt nun also mit den Stöpseln im Ohr da, lauscht der Story und stellt sich die Situation vor. Schon skurril. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen fand ich auch sehr interessant. Hier und da gab es auch durchaus witzige Szenen und Formulierungen, ich musste öfters schmunzeln. Nicht zuletzt wegen der genialen Leistung des Paares Andrea Sawatzki und Christian Berkel.

Mich hat diese kurze Reise in die Vergangenheit von Cécile und Philippe ziemlich gut unterhalten. Und auch den Schluss fand ich stimmig und passend.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jean-Philippe Blondel – 6 Uhr 41

Edgar Allan Poe – Schweigen

Folge 13

Beschreibung
Zunächst sieht es so aus, als hätte sich Poe von Leonie getrennt. Aber die Wahrheit ist eine ganz andere und bohrt sich tief in beider Seelen. Und dann taucht der verhüllte Reiter auf, der an Poes und Leonies Feinden grausam Rache nimmt. Nach und nach können Poe und Leonie erste Geheimnisse lüften – der Rest jedoch versinkt in tiefstem Schweigen.

Nach langer Wartezeit – immerhin vier Folgen nachdem Folge 13 hätte erscheinen müssen – lösen wir die ersten Rätsel der mysteriösen Serie um Edgar Allan Poe und seiner Suche nach sich selbst. Wieder eine Wanderung zwischen Alptraum und Verzweiflung und dem Mut zweier Menschen, die dagegen ankämpfen.

Sprecher
Diverse (-> Hörspiel)

Länge
1 CD

Meine Meinung
Die ganze Serie ist der absolute Hammer! Spannender kann man es nicht machen!

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

Gehört vor dem 31.12.2008

Siehe auch: