Andreas Brandhorst – Ewiges Leben

Beschreibung
Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat.

Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen…

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
20 h 04 m

Meine Meinung in Kürze
Es ist sicherlich eine gute Idee, mit dem sich das Buch befasst, doch so wirklich gepackt hat mich die Story leider nicht. Ich kann gar nicht genau beschreiben, woran das lag, was mir gefehlt hat, aber irgendwie hat hier bei vielem einfach das Quentchen gefehlt, dass mich in Begeisterung versetzt hätte.

Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Geschichte, die zwar auch einige Länge aufweist, aber insgesamt doch recht unterhaltsam ist.

Richard Barenberg fand ich wieder sehr gut. Ich habe ihn mittlerweile als sehr guten Sprecher zu schätzen gelernt.

Weitere Informationen
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Brandon Q. Morris – Mars Nation 1

Beschreibung
Endlich hat es die NASA geschafft: Der erste Mensch hat soeben seinen Fuß auf die Oberfläche unseres Nachbarplaneten gesetzt. Doch die vier Astronauten der Mars-Expedition scheinen von unverschuldetem Unheil verfolgt: das Raumschiff einer privaten Organisation, das kurz nach ihnen eintrifft, havariert im Orbit. Nur sie können jetzt noch helfen und versuchen, zwanzig Leben zu retten. Dabei ahnen sie nichts von der unvorstellbaren Katastrophe, die sich hinter ihrem Rücken anbahnt – und die ihre Existenz grundlegend in Frage stellt.

Sprecher
Mark Bremer

Länge
8 h 56 m

Meine Meinung
Eigentlich ist es eine echt interessante Idee. Kaum hat es die NASA endlich geschafft, auf dem Mars zu landen, kommt auch schon ein Raumschiff einer privaten Organisation mit 20 Personen an Bord in die Nähe vom Mars. Diese wollen allerdings nicht mehr zurück zur Erde, wie die vier Astronauten der NASA. Sie sind auf den Mars gereist, um dort eine neue Welt aufzubauen. Doch kurz vor ihrer Landung haben sie extreme Probleme und können nicht aus eigener Kraft landen. Nur die NASA-Leute können sie noch retten, was diese natürlich tun. Und damit fangen ihre Probleme an.

Was nun folgt ist eine nette Geschichte voller Intrigen und Machtspielchen – ergo nichts anderes, als es auch schon immer auf der Welt passiert. Hm, das fand ich nun nicht sonderlich einfallsreich. Es gab sehr interessante Szenen, doch es gab auch Szenen, bei denen ich wirklich nur noch an das Wort hanebüchen dachte.

Die Charakterzeichnungen fand ich sehr gut, auch haben mir die Schilderungen der Behinderungen durch die Raumanzüge sehr gut gefallen. Lästig,  lästig, wenn man immer nur in voller Montur vor die Tür kann.

Insgesamt hat mich Mars Nation 1 nur mäßig beeindruckt. Es ist sicherlich eine nette Unterhaltung, aber eine unbedingte Hörempfehlung kann ich hier nicht mit gutem Gewissen aussprechen. Dafür ist die Story einfach zu lapidar und gewöhnlich. (Außer dem Handlungsort natürlich.)

Mark Bremer als Sprecher hat sicherlich alles gegeben, doch auch er hat in meinen Ohren hier oftmals wirklich etwas steif geklungen. Habe ihn schon anders erlebt.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Brandon Q. Morris – Mars Nation 1

Frank Schätzing – Die Tyrannei des Schmetterlings

Beschreibung
Füllhorn der Wünsche? Oder Büchse der Pandora?

Frank Schätzing – der neue Thriller als Hörbuch.

Kalifornien, County Sierra, Goldgräberprovinz: Sheriff Luther Opoku hat mit Kleindelikten und illegalem Drogenanbau zu kämpfen. 300 Meilen westlich davon, im Silicon Valley, wetteifern IT Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als eine Biologin in Sierra unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein verschlafenes Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Bald beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen… der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
23 h 49 m

Meine Meinung
Am 23.04.2018 schaute ich per Livestream die Buchvorstellung von Frank Schätzing. Ich war begeistert! Ich fand diese Buchpräsentation wirklich klasse und freute mich wie Bolle auf das neue Buch. Doch… ich hätte es besser bei der Präsentation belassen. Denn eigentlich wurde hier schon alles gesagt.

Zwei Tage später begann ich also voller Vorfreude das neueste Werk von Schätzing. Insgesamt finde ich dieses Hörbuch ja wirklich interessant. Denn es sind viele spannende Gedankenspiele darin enthalten. Und natürlich ist nicht alles komplett abwegig, was sich Schätzing in seinem neuesten Buch erdacht hat.

Doch die Umsetzung muss ich leider sehr bemängeln. Den Anfang fand ich ja noch sehr spannend, doch spätestens ab der Brücke (der Insider weiß, wovon ich rede) wurde die Story zunehmend wirrer und unverständlicher. Ich konnte mir die meisten Ortsbeschreibungen leider fast gar nicht vorstellen. Da halfen auch nicht seine mit Adjektiven überbordenden Endlossätze. Die Szenerie wurde mir persönlich dadurch nicht verständlicher. Somit blieben für mich dann nur vereinzelte Brocken, die ich durchaus sehr bemerkenswert fand. Denn ab und an hat er tatsächlich einen deutlichen Satz zu Papier gebracht, der die stundenlangen vorherigen wirren Sätze ganz einfach erklärte. Doch hauptsächlich fand ich es anstrengend und verwirrend, der Story weiter zu lauschen. Zwischendurch dachte ich sogar an Abbruch.

Insgesamt habe ich zwar kapiert, was der Plot der Story war, doch die Feinheiten, die er so ausgetüftelt zu erklären versuchte, blieben mir leider weitgehend verborgen. Vielleicht ging es ja nur mir so, doch ich möchte bezweifeln, dass sich jemand die Welt, die Schätzing hier beschreibt, wirklich in allen Details vorstellen konnte.

Auch hatte ich so meine liebe Mühe mit den ganzen Personen. Ich konnte – außer zu Luther – keinerlei Beziehungen aufbauen. Manchmal dachte ich sogar, ob er denn nun seine eigenen Protagonisten verwechselt hat? Doch vermutlich habe ich das nur in dem Chaos einfach nicht richtig verstanden.

Was mir persönlich sehr half, überhaupt durchzuhalten, war der Sprecher Sascha Rotermund. Man muss ihn hier wirklich sehr loben, wie er sich gekonnt durch dieses Weltenchaos manövrierte und diesem Werk wenigstens noch ein bisschen Verstand abringen konnte. Ohne ihn hätte ich wohl wirklich frühzeitig abgebrochen.

Tja, so bin ich nun ein weiteres Mal zu dem Schluss gekommen, dass mir „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing bisher am besten gefallen hat. Den „Schwarm“ und „Limit“ fand ich zwar auch sehr gut, doch „Tod und Teufel“ ist mein persönlicher „Long-time-favorit“.

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Phillip P. Peterson – Flug 39

Beschreibung
Pilot Gregor Wilder wird einem Forschungsprojekt zugeteilt, bei dem ein Flugzeug mit einer Zeitmaschine ausgestattet wird. Beim Jungfernflug wird die Maschine in das Jahr 1939 entführt, wo es den Entführern – politischen Aktivisten – gelingt, Adolf Hitler zu töten. Die Crew des Flugzeugs kann in die Zukunft zurückkehren, kommt aber in einer Gegenwart heraus, die von einem Atomkrieg verwüstet wurde. Verzweifelt versucht Gregor mit seinen Kollegen herauszufinden, was geschehen ist.

Ein spannender Roman zwischen Science-Fiction und Thriller im Stil von Michael Crichton.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Heiko Grauel

Länge
7 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Wow, was für eine Idee – klar, sie ist nicht neu, aber ich finde, Peterson hat die Idee mit dem Zeitparadoxon sehr gut aufgebaut. Er hat eine sehr interessante Grundidee in einen spannenden Science Fiction-Thriller verpackt. Er hat hier nicht sonderlich viel Schnick Schnack eingebaut, vielmehr hat er sich fast nur auf die nötigen Informationen beschränkt. Ich war jedenfalls sehr begeistert. Aufgrund der Kürze kann man es auch schnell durchhören. Kurzweilig, interessant und stellenweise sehr spannend – was will man mehr?

Unser Protagonist, der Pilot Gregor Wilder, hat sehr viel Haltung bewiesen und hat meinen vollsten Respekt verdient. Man wächst eben mit seinen Aufgaben.

Heiko Grauel fand ich auch sehr gut für diese Geschichte. Seine Stimme mag ich sehr gerne.

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Margaret Atwood – Das Jahr der Flut (Die MaddAddam-Trilogie 2)

Beschreibung
In einer am Abgrund stehenden Welt versuchen die „Gärtner Gottes“ eine Parallelgesellschaft aufzubauen und ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Sie leben auf den Dachgärten der Stadt und folgen Adam One, der das Ende der Menschheit voraussagt. Die junge Toby findet Zuflucht bei den „Gärtnern Gottes“ und steigt mit der Zeit zur Anführerin auf. Ren gehört seit ihrer Kindheit zu der Sekte. Als ein unkontrollierbares Virus in wenigen Tagen den Großteil der Menschheit auslöscht, müssen beide Frauen in einer zukunftslosen Welt ihren Weg finden.

Größtenteils aus Tobys Perspektive erzählt Margaret Atwood von einer Welt, in der die globalisierte Wirtschaft die Kontrolle übernommen, die Forschung jegliche Ethik verworfen hat und in der die Menschheit am Rande ihres Unterganges steht.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 01 m

Meine Meinung
Der zweite Teil der Trilogie war mir persönlich etwas zu religiös angehaucht. Die Beschreibungen des Sektenlebens der „Gärtner Gottes“ und die ständigen Gebete waren nicht so ganz mein Fall. Doch trotzdem wurde die Story natürlich immer interessanter und rätselhafter, wie sich das am Ende alles zusammenfügen und wie es ausgehen würde.

Äußerst interessant fand ich hier, was man mit einzelnen Pflanzen und Stoffen so alles tun kann. Man lernt hier so einiges über die Botanik und auch einiges über die Wiederverwertbarkeit oder Artentfremdung von künstlich hergestellten Materialien.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Namensgebungen. Vielen alten Helden begegnet man hier, zumindest vom Namen her. Ob die Charaktere ähnlich den Namensgebern sind, möchte ich hier nicht verraten.

Uve Teschner als Sprecher hat auch hier wieder eine sehr gute Leistung hingelegt.

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Margaret Atwood – Oryx und Crake (Die MaddAddam-Trilogie 1)

Beschreibung
Crake und Jimmy waren Freunde, und sie liebten dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie lebten in einer ständig von Klimakatastrophen bedrohten Welt. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, war Wissenschaftler und arbeitete für das Projekt „Paradice“ in einem Elite-Labor eines biogenetisch-pharmazeutischen Konzerns. Jimmy sorgte als Werbefachmann für die Bekanntmachung der Produkte, die Crake entwickelte.

Nun sitzt Jimmy, mittlerweile „Schneemensch“ genannt, versehrt, gebrochen und als womöglich letzter Vertreter der Gattung „Homo sapiens“ auf einem Baum, dem einzig verbliebenen sicheren Ort, und blickt zurück. Auf die Überflutung der bewohnten Gebiete durch den Klimawandel, auf das Verschwinden der überlebenswichtigen Ressourcen, auf das Artensterben, auf den Zusammenbruch der Ökosysteme und auf die Vernichtung der Menschheit durch eine fatale Seuche. Und natürlich auf Oryx. Und Crake.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
11 h 15 m

Meine Meinung
Per Zufall bin ich auf diese Trilogie gestoßen. Biogenetisch-pharmazeutischer Konzern – das klingt ja schon mal sehr interessant. Klimakatastrophe und letzter Homo sapiens? Äußerst verlockend. Kaum hatte ich also die Beschreibung gelesen, schon war der erste Teil der Trilogie auf meinem iPod. 12 Stunden später hatte ich es schon fertig gehört, so spannend fand ich das.

Okay anfangs brauchte ich etwas, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch spätestens als Crake von seinen neuesten Entwicklungen erzählte, hatte mich die Story gepackt. Hier werden fantastische Fähigkeiten beschrieben, die alle aus der Vielzahl der Tierwelt übernommen wurden. Für was? Um den Homo sapiens zu „optimieren“.

Die Liebesgeschichte zwischen Crake, Oryx und Jimmy fand ich auch okay. Auch wenn ich nicht so der Fan von Liebesgeschichten bin. Aber hier ging es ja hauptsächlich um die Zukunft, wie sie sein könnte, wie fatal und faszinierend zugleich. Doch mehr erschreckend als wünschenswert. Somit war für mich die Liebesgeschichte nur ein würziges Beiwerk, dass dem ganzen natürlich nochmals mehr Emotionen verlieh.

Uve Teschner war auch hier wieder absolut ok.

Teil 2 wartet schon auf meinem Player auf mich. Ich bin dann also mal weg.

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Siehe auch:

 

 

Blake Crouch – Dark Matter: Der Zeitenläufer

Beschreibung
Liebe durch alle Dimensionen des Universums.

„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern eines, das hätte sein können. Seine Frau hat er nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Und was will er wirklich vom Leben: Liebe oder Erfolg? Auf der Suche nach einer Antwort begibt sich Jason auf eine gefährliche Reise durch Zeit und Raum, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Florian Lukas, Karoline Schuch

Länge
9 h 59 m

Meine Meinung
Wow. Endlich mal wieder ein Hörbuch für meine Bestenliste. Diese Geschichte fesselte mich wirklich von Anfang bis Ende und ich wollte gar nicht mehr aufhören, zu hören. Da kam es gelegen, dass ich es zu Beginn eines Wochenendes angefangen hatte.

Jason ist ein glücklicher Mann, er hat eine tolle Frau und einen klasse Sohn. Alles läuft gut, auch mit seiner Stelle als Physikprofessor am College ist er zufrieden. Klar, er hätte auch eine Laufbahn als Wissenschaftler einschlagen können und somit viel Ruhm und Ehre ernten könnten, doch er entschied sich für Frau und Kind. Er ist zufrieden mit seiner Entscheidung.

Doch eines Abends wird er gekidnappt und in eine Welt katapultiert, die nicht seine ist. Es ist die Welt, in der er gelandet wäre, wenn er sich damals gegen Frau und Kind entschieden hätte und als Wissenschaftler gearbeitet hätte. Doch er will nichts sehnlicher, als seine Familie zurück.

Und hier wird es dann so richtig herrlich abgedreht. Denn der Wissenschaftler Jason hat einen Cubus entwickelt, mit dessen Hilfe man in verschiedene Welten reisen kann. Also quasi ein Multiversum. Und es ist gar nicht so einfach, seine eigene Welt wiederzufinden. Zu wenn mit jeder Entscheidung, die man in seinem Leben trifft, weitere Jasons entstehen, die sich anders entschieden haben. Ich fand diese Vorstellung sehr genial und ich dachte daraufhin auf so einige Entscheidungen in meinem Leben zurück und was daraus hätte entstehen können.

Eigentlich würde der Titel Weltenläufer oder Dimensionenläufer besser passen, als Zeitenläufer. Aber ich will ja nicht kleinlich sein 😉

Den Sprecher fand ich anfangs etwas ungeübt. Doch das legt sich ganz schnell während der Geschichte. Am Ende dachte ich sogar, dass er sehr gut die Person Jason Dessen vertonte. Auch Karoline Schuch hat mir in der Rolle von Daniela sehr gut gefallen.

Kurz, ich bin rundum begeistert von diesem Hörbuch, weshalb es auch ab jetzt meine Bestenliste bereichert.

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Siehe auch:

Don DeLillo – Null K

Beschreibung
Jeffrey Lockharts Vater Ross, ein Milliardär in seinen Sechzigern, versucht das Leben seiner jüngeren, schwerkranken Frau Artis zu retten. Er bringt sie in ein Forschungszentrum, in dem menschliches Leben durch Einfrieren verlängert werden soll, bis eines Tages biomedizinische Fortschritte es erlauben, unrettbare Fälle von heute doch noch zu heilen und ihnen neue Möglichkeiten zu schenken.

„Wir wurden ohne Freiheit der Wahl geboren. Sollen wir etwa genauso sterben? Das nicht zu akzeptieren – wäre das nicht eine grandiose Errungenschaft?“ Ross sucht neue Welten, andere Dimensionen, sein Sohn Jeffrey lässt nur das Leben im Hier und Jetzt gelten.

Sprecher
Christian Brückner

Länge
8 h 49 m

Meine Meinung
Oh dieser Fusselroller! Ich fürchte, dass wenn ich in meinem zukünftigen Leben einen Fusselroller sehe, ich immer an Null K werde denken müssen. Das nenne ich die Höchststrafe!

Eigentlich ist das oben beschriebene Thema ja durchaus sehr interessant. Aber ich glaube, man kann es kaum langweiliger präsentieren, als es Don DeLillo in Null K getan hat. Er verliert sich in endlosen Beschreibungen von Nichtigkeiten, die einen wirklich derart einlullen, dass man sofort müde wird und die Lust am Weiterhören verliert. So ging es mir jedenfalls bei diesem Buch.

Ich konnte dieser Geschichte nichts abgewinnen, da es um das eigentliche Thema nur selten ging. Hätte er die Gewichtung anders gelegt, sprich nur nebenbei über Fusselroller und Geldbeutel sinniert und sich ausführlicher mit dem Einfrieren und den daraus resultierenden Vorteilen in der Zukunft und was es für unser heutiges Leben bedeutet beschäftigt,  wäre das Buch der Knüller geworden. Aber so… leider nicht. Zumindest nicht für mich. Doch es bilde sich bitte jeder selbst seine Meinung.

Christian Brückner war als Sprecher zwar sehr gut und hat auch wirklich versucht, alles aus der Geschichte herauszuholen. Doch wenn das Material derart langweilig ist, dann kann auch der beste Sprecher kein mitreißendes Hörbuch daraus machen.

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Karl Olsberg – Das System

das-systemBeschreibung
Eben noch Chef einer aufstrebenden Firma, steht Mark Helius plötzlich unter dringendem Mordverdacht. Was als ein harmloser Systemfehler begann, entwickelt sich schnell zu einer akuten Bedrohung, die sich nicht mehr aufhalten lässt.

Hans-Werner Meyer präsentiert diesen packend realistischen Thriller mit Hollywood-Qualität.

Sprecher
Hans-Werner Meyer

Länge
6 h 13 m

Meine Meinung
Klasse! Karl Olsberg beherrscht sein Handwerk, ein interessantes Thema in einen spannenden Plot zu packen und damit seine Hörer/Leser in seinen Bann zu ziehen.

Da die obige Beschreibung doch recht kurz ist, möchte ich kurz schildern, um was es geht. Mark hat mit seiner Firma ein System entwickelt, das selbstständig lernen kann. Eine sogenannte KI. Das Thema ist als Science-Fiction zwar nicht neu, aber hier wird sehr schön geschildert, was geschehen könnte, wenn diese KI sich selbst in Gefahr sieht und welche Möglichkeiten sie hat, sich selbst zu verteidigen. Spannend, spannend kann ich da nur sagen. Und – wie ich finde – gar nicht so weit hergeholt. So könnte unsere Zukunft tatsächlich aussehen. Besonders wenn man kurz zuvor das Hörbuch von Yuval Noah Harari – „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ gehört hat. (Die Rezension dazu folgt in Kürze auf diesem Blog).

Ich finde dieses leider gekürzte Hörbuch trotz der Kürzungen äußerst interessant und spannend. Vermutlich wird es allen gefallen, die sich gerne Gedanken um unsere Zukunft machen und wie diese aussehen könnte. Die technische Entwicklung – in diesem Hörbuch mit Evolution beschrieben (und auch schön erklärt, warum) –  ist jedenfalls nicht mehr zu stoppen. Eine der Möglichkeiten zeigt diese Story auf.

Auch Hans-Werner Meyer als Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Er hat sie Story spannend und kurzweilig mit einer angenehm anzuhörenden Stimme gesprochen.

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Siehe auch:

Karl Olsberg – Mirror

mirrorBeschreibung
Dein Mirror kennt dich besser als du selbst. Er tut alles, um dich glücklich zu machen. Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen. Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
10 h 36 m

Meine Meinung
Karl Olsberg versteht es sehr gut, die gegebenen technischen Entwicklungen etwas auf die Spitze zu treiben und daraus eine durchaus vorstellbare Dystopie zu kreieren. Was er mit Mirror beschreibt, finde ich keineswegs abwegig, sondern durchaus vorstellbar. Leider.

Ursprünglich wurde der Mirror entwickelt, um den Menschen zu helfen, um ihr bester Freund zu sein und ihnen mit Rat beiseite zu stehen. Der Grundgedanke ist also durchaus löblich und hat natürlich auch sehr viele positive Aspekte. So hilft der Mirror z. B. Andy, der ein Autist ist und sich ohne seinen Mirror nur schwer in der Welt zurechtfindet. Auch der blinden Narnie hilft er, sich aufgrund von Geräuschen in ihrer Umgebung sicher bewegen zu können. So lange der Mirror einzig das Wohlergehen seines Besitzers im Blick hat, ist die Erfindung geradezu genial.

Doch was ist, wenn sich die Mirrors vernetzen und ihre eigene Theorie von hilfreich entwickeln? Wieviel bleibt dann noch übrig von dem einst so hehren Ziel, dem einzelnen Menschen zu helfen? Das Thema künstliche Intelligenz wurde hier geschickt mit der Psychologie der Massen verknüpft. Denn kaum gibt es das Mirrornet, beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen.

Sehr gut gefiel mir der dichte Bezug zu unserer heutigen bereits komplett vernetzten Welt. Es gibt sehr viele Aspekte die heute schon zutreffen und auf aktuelle Verhaltensweisen hindeuten.  Somit ist dieses Buch keineswegs abwegig. Im Gegenteil, eigentlich… na, ich will nicht zu viel verraten.

Mir haben die Figuren sehr gut gefallen, sie waren sehr glaubhaft beschrieben und handelten auch entsprechend. Durch die verschiedenen Blickwinkel bekam man einen guten Eindruck dessen, wie die verschiedenen Personen die aktuelle Situation gerade einschätzten.

Für mich vergingen die über zehneinhalb Stunden wie im Flug, da die Story äußerst kurzweilig und interessant erzählt wurde. Auch steigerte sich die Spannung konstant bis zum fulminanten Schluss. Dieses Ende kam zwar nicht sonderlich überraschend, wenn man sich den Verlauf der Geschichte vorher anschaute, und trotzdem war es sehr gut beschrieben. Ebenso den anschließenden Epilog fand ich (leider) eine zutreffende und vorstellbare Vision. Oder ist es gar keine Vision mehr, sondern längst Realität?

Wolfgang Wagner, den ich als Sprecher von Marco Polo her bereits kannte, passte auch hier wieder sehr gut. Er hat einfach eine super Stimme und versteht sein Handwerk. Ich konnte ihm über Stunden begeistert zuhören. Er schiebt sich nicht in den Vordergrund und doch merkt man in jedem Satz sein großes Engagement für die Story.

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Siehe auch: