Brandon Q. Morris – Mars Nation 1

Beschreibung
Endlich hat es die NASA geschafft: Der erste Mensch hat soeben seinen Fuß auf die Oberfläche unseres Nachbarplaneten gesetzt. Doch die vier Astronauten der Mars-Expedition scheinen von unverschuldetem Unheil verfolgt: das Raumschiff einer privaten Organisation, das kurz nach ihnen eintrifft, havariert im Orbit. Nur sie können jetzt noch helfen und versuchen, zwanzig Leben zu retten. Dabei ahnen sie nichts von der unvorstellbaren Katastrophe, die sich hinter ihrem Rücken anbahnt – und die ihre Existenz grundlegend in Frage stellt.

Sprecher
Mark Bremer

Länge
8 h 56 m

Meine Meinung
Eigentlich ist es eine echt interessante Idee. Kaum hat es die NASA endlich geschafft, auf dem Mars zu landen, kommt auch schon ein Raumschiff einer privaten Organisation mit 20 Personen an Bord in die Nähe vom Mars. Diese wollen allerdings nicht mehr zurück zur Erde, wie die vier Astronauten der NASA. Sie sind auf den Mars gereist, um dort eine neue Welt aufzubauen. Doch kurz vor ihrer Landung haben sie extreme Probleme und können nicht aus eigener Kraft landen. Nur die NASA-Leute können sie noch retten, was diese natürlich tun. Und damit fangen ihre Probleme an.

Was nun folgt ist eine nette Geschichte voller Intrigen und Machtspielchen – ergo nichts anderes, als es auch schon immer auf der Welt passiert. Hm, das fand ich nun nicht sonderlich einfallsreich. Es gab sehr interessante Szenen, doch es gab auch Szenen, bei denen ich wirklich nur noch an das Wort hanebüchen dachte.

Die Charakterzeichnungen fand ich sehr gut, auch haben mir die Schilderungen der Behinderungen durch die Raumanzüge sehr gut gefallen. Lästig,  lästig, wenn man immer nur in voller Montur vor die Tür kann.

Insgesamt hat mich Mars Nation 1 nur mäßig beeindruckt. Es ist sicherlich eine nette Unterhaltung, aber eine unbedingte Hörempfehlung kann ich hier nicht mit gutem Gewissen aussprechen. Dafür ist die Story einfach zu lapidar und gewöhnlich. (Außer dem Handlungsort natürlich.)

Mark Bremer als Sprecher hat sicherlich alles gegeben, doch auch er hat in meinen Ohren hier oftmals wirklich etwas steif geklungen. Habe ihn schon anders erlebt.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Brandon Q. Morris – Mars Nation 1

Timo Leibig – Nanos

Beschreibung
Deutschland 2028: Die Bevölkerung ist hörig. Dank Nanoteilchen in Lebensmitteln und im Trinkwasser glauben die Menschen alles, was ihnen die Regierungspartei weismacht. Nur wenige sind „free“, also resistent gegen die manipulativen Nanos – und sammeln sich im Untergrund zu einer Rebellion. Unter ihnen befindet sich der entflohene Sträfling Malek, ein Mann, der nur ein Ziel hat: überleben. Und wer wie er nichts zu verlieren hat, den kümmert auch kein Freiheitskampf – wäre da nicht jenes Versprechen, das er seinem besten Freund auf dem Totenbett gab…

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 26 m

Meine Meinung
Die Geschichte „Nanos“ fand ich eine gute Idee. Eine erschreckende Idee! Denn dank der Nanos, die alle Menschen über die Nahrung zu sich nehmen, werden sie zu hirnlosen Robotern, die der Regierungspartei bedingungslos hörig sind. Selbst vor Denunziation in der eigenen Familie scheuen sie sich nicht. Denn ihre Gefühle sind durch die Nanos gänzlich außer Kraft gesetzt.

Jetzt gibt es aber ein paar vereinzelte Menschen, die gegen die Nanos resistent sind und denen dadurch natürlich extrem auffällt, was im Land alles schief läuft. Schnell ist also eine Untergrundorganisation gebildet, die die Regierung stürzen will.

Und schon ist man mittendrin in einem Kampf zwischen David gegen Goliath. Und dieser Kampf ist zwar ziemlich kurzweilig anzuhören und hat auch sehr spannende Elemente. Doch so wirklich begeistern konnten mich die Schilderungen nicht. Für mich war die Story nach wenigen Tagen schon wieder fast in Vergessenheit geraten, so dass ich eben zum Verfassen dieser Rezension große Teile erneut hören musste, um mich überhaupt genauer erinnern zu können.

Ich kann gar nicht genauer definieren, warum mich die Story nicht so wirklich gepackt hat. Vielleicht waren es die vielen „eiskalten“ Menschen, von denen mir einfach kein einziger wirklich ans Herz gewachsen ist. Ich hatte hier niemanden, mit dem ich richtig mitfiebern konnte, mit dem ich Angst hatte.

Somit bleibt Nanos für mich zwar eine gute Idee für eine Story, doch leider ohne Funkensprung zu meinem Innersten.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Timo Leibig – Nanos

Karl Olsberg – Boy in a white room

Beschreibung
Ein packender Thriller, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint. Auf spannendste Weise spielt Spiegel-Bestsellerautor Karl Olsberg in diesem Jugendbuch mit den Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz und wirft fundamentale philosophische Fragen nach Realität und Identität auf. Spannung bis zum Schluss, mit einem Twist, der den Atem raubt!

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Björn Beermann

Länge
6 h 38 m

Meine Meinung
Hm, da wacht man auf, befindet sich in einem komplett weißen Raum und weiß nicht, wie man dorthin gekommen ist und warum. Gruselige Vorstellung.  So ergeht es unserem Protagonisten Manuel, der in eben solch einem weißen Raum eingesperrt ist.

Zunächst hat er „nur“ Zugriff auf das Internet. Anhand dessen versucht er herauszufinden, was passiert ist und warum er hier ist. Was ganz zu Beginn etwas schnöde wirkt, entwickelt sich schnell zu einer rasanten Story, der es an überraschenden Wendungen nicht mangelt. Das macht das Ganze natürlich irre spannend und kurzweilig. Und vor allem bleibt es über die ganze Story hinweg sehr rätselhaft, was denn mit ihm wirklich passiert ist.

Sehr interessant hat Olsberg hier auch die Themen Identität und künstliche Intelligenz ausgearbeitet. Wem kann Manuel vertrauen? Auf was kann er sich wirklich verlassen? Was ist echt und was nicht?

Das Ende passt zwar irgendwie, aber mir persönlich hat es nicht so gut gefallen. Ich fand es etwas arg übertrieben, aber wenn man es recht bedenkt, irgendwie auch wieder logisch. Da bin ich mir selbst noch nicht einig 😉

Doch wenn man das Ende mal außer Acht lässt, so fand ich „Boy in a white room“ eine sehr spannende Geschichte, die nicht selten zum Nachdenken anregt.

Björn Beermann als Sprecher fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch mit zunehmendem Verlauf der Story immer passender.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Tom Hillenbrand – Hologrammatica

Beschreibung
Wenn künstliche Intelligenz die Probleme der Welt lösen kann – sind wir dazu bereit, die Kontrolle abzugeben?

Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor. Sein Job ist es, verschwundene Personen wiederzufinden. Davon gibt es viele, denn der Klimawandel hat eine Völkerwanderung ausgelöst, neuartige Techniken wie Holonet und Mind Uploading ermöglichen es, die eigene Identität zu wechseln wie ein paar Schuhe.

Singh wird beauftragt, die Computerexpertin Juliette Perotte aufzuspüren, die Verschlüsselungen für sogenannte Cogits entwickelte – digitale Gehirne, mithilfe derer man sich in andere Körper hochladen kann. Bald stellt sich heraus, dass Perotte Kontakt zu einem brillanten Programmierer hatte. Gemeinsam waren sie einem großen Geheimnis auf der Spur. Der Programmierer scheint Perotte gekidnappt zu haben.

Je tiefer Singh in die Geschichte eintaucht, umso mehr zweifelt er daran, dass sein Gegenspieler ein Mensch ist…

Sprecher
Oliver Siebeck

Länge
16 h 31 m

Meine Meinung in Kürze
Eine Geschichte mit vielen Ideen, wie unser Leben in einigen Jahren aussehen könnte. Gefäße, Hohlköpfe, Quants, mehrere Körper und vieles mehr. Die Bäume z. B. waren reine Holooptik. Auch konnte man sich je nach Level, die schäbigsten Gegenden in bunt schillernde Straßenzüge umwandeln lassen. Alles nur Schein, selten Sein.

Ich fand die Story nur ab und an wirklich spannend, es gab durchaus einige Längen zu verzeichnen, aber insgesamt fand ich die Geschichte äußerst interessant und kann sie fast uneingeschränkt weiterempfehlen.

Oliver Siebeck als Sprecher hat mir auch sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
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Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Tom Hillenbrand – Hologrammatica

Frank Schätzing – Die Tyrannei des Schmetterlings

Beschreibung
Füllhorn der Wünsche? Oder Büchse der Pandora?

Frank Schätzing – der neue Thriller als Hörbuch.

Kalifornien, County Sierra, Goldgräberprovinz: Sheriff Luther Opoku hat mit Kleindelikten und illegalem Drogenanbau zu kämpfen. 300 Meilen westlich davon, im Silicon Valley, wetteifern IT Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als eine Biologin in Sierra unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein verschlafenes Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Bald beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen… der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
23 h 49 m

Meine Meinung
Am 23.04.2018 schaute ich per Livestream die Buchvorstellung von Frank Schätzing. Ich war begeistert! Ich fand diese Buchpräsentation wirklich klasse und freute mich wie Bolle auf das neue Buch. Doch… ich hätte es besser bei der Präsentation belassen. Denn eigentlich wurde hier schon alles gesagt.

Zwei Tage später begann ich also voller Vorfreude das neueste Werk von Schätzing. Insgesamt finde ich dieses Hörbuch ja wirklich interessant. Denn es sind viele spannende Gedankenspiele darin enthalten. Und natürlich ist nicht alles komplett abwegig, was sich Schätzing in seinem neuesten Buch erdacht hat.

Doch die Umsetzung muss ich leider sehr bemängeln. Den Anfang fand ich ja noch sehr spannend, doch spätestens ab der Brücke (der Insider weiß, wovon ich rede) wurde die Story zunehmend wirrer und unverständlicher. Ich konnte mir die meisten Ortsbeschreibungen leider fast gar nicht vorstellen. Da halfen auch nicht seine mit Adjektiven überbordenden Endlossätze. Die Szenerie wurde mir persönlich dadurch nicht verständlicher. Somit blieben für mich dann nur vereinzelte Brocken, die ich durchaus sehr bemerkenswert fand. Denn ab und an hat er tatsächlich einen deutlichen Satz zu Papier gebracht, der die stundenlangen vorherigen wirren Sätze ganz einfach erklärte. Doch hauptsächlich fand ich es anstrengend und verwirrend, der Story weiter zu lauschen. Zwischendurch dachte ich sogar an Abbruch.

Insgesamt habe ich zwar kapiert, was der Plot der Story war, doch die Feinheiten, die er so ausgetüftelt zu erklären versuchte, blieben mir leider weitgehend verborgen. Vielleicht ging es ja nur mir so, doch ich möchte bezweifeln, dass sich jemand die Welt, die Schätzing hier beschreibt, wirklich in allen Details vorstellen konnte.

Auch hatte ich so meine liebe Mühe mit den ganzen Personen. Ich konnte – außer zu Luther – keinerlei Beziehungen aufbauen. Manchmal dachte ich sogar, ob er denn nun seine eigenen Protagonisten verwechselt hat? Doch vermutlich habe ich das nur in dem Chaos einfach nicht richtig verstanden.

Was mir persönlich sehr half, überhaupt durchzuhalten, war der Sprecher Sascha Rotermund. Man muss ihn hier wirklich sehr loben, wie er sich gekonnt durch dieses Weltenchaos manövrierte und diesem Werk wenigstens noch ein bisschen Verstand abringen konnte. Ohne ihn hätte ich wohl wirklich frühzeitig abgebrochen.

Tja, so bin ich nun ein weiteres Mal zu dem Schluss gekommen, dass mir „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing bisher am besten gefallen hat. Den „Schwarm“ und „Limit“ fand ich zwar auch sehr gut, doch „Tod und Teufel“ ist mein persönlicher „Long-time-favorit“.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Andreas Brandhorst – Das Erwachen

Beschreibung
Der ehemalige Hacker Axel Krohn setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, das stärker ist, als wir je ahnen konnten. Und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein…

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
21 h 23 m

Meine Meinung
Ich weiß noch, dass ich das Hörbuch sehr spannend und interessant fand. Meine notierte Wertung von damals sind 5,0 Punkte. Doch vielmehr kann ich leider nicht mehr dazu sagen. Sorry.

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Siehe auch:

Phillip P. Peterson – Flug 39

Beschreibung
Pilot Gregor Wilder wird einem Forschungsprojekt zugeteilt, bei dem ein Flugzeug mit einer Zeitmaschine ausgestattet wird. Beim Jungfernflug wird die Maschine in das Jahr 1939 entführt, wo es den Entführern – politischen Aktivisten – gelingt, Adolf Hitler zu töten. Die Crew des Flugzeugs kann in die Zukunft zurückkehren, kommt aber in einer Gegenwart heraus, die von einem Atomkrieg verwüstet wurde. Verzweifelt versucht Gregor mit seinen Kollegen herauszufinden, was geschehen ist.

Ein spannender Roman zwischen Science-Fiction und Thriller im Stil von Michael Crichton.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Heiko Grauel

Länge
7 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Wow, was für eine Idee – klar, sie ist nicht neu, aber ich finde, Peterson hat die Idee mit dem Zeitparadoxon sehr gut aufgebaut. Er hat eine sehr interessante Grundidee in einen spannenden Science Fiction-Thriller verpackt. Er hat hier nicht sonderlich viel Schnick Schnack eingebaut, vielmehr hat er sich fast nur auf die nötigen Informationen beschränkt. Ich war jedenfalls sehr begeistert. Aufgrund der Kürze kann man es auch schnell durchhören. Kurzweilig, interessant und stellenweise sehr spannend – was will man mehr?

Unser Protagonist, der Pilot Gregor Wilder, hat sehr viel Haltung bewiesen und hat meinen vollsten Respekt verdient. Man wächst eben mit seinen Aufgaben.

Heiko Grauel fand ich auch sehr gut für diese Geschichte. Seine Stimme mag ich sehr gerne.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Phillip P. Peterson – Paradox: Am Abgrund der Ewigkeit

Siehe auch:

Marc-Uwe Kling – QualityLand (Dunkle Edition)

Beschreibung
Willkommen in QualityLand! In der Zukunft ist alles durch Algorithmen optimiert: QualityPartner weiß, wer am besten zu dir passt. Das selbstfahrende Auto weiß, wo du hinwillst. Und wer bei TheShop angemeldet ist, bekommt alle Produkte, die er bewusst oder unbewusst haben will, automatisch zugeschickt. Kein Mensch ist mehr gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen – denn in QualityLand lautet die Antwort auf alle Fragen: o.k.

Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter immer mehr das Gefühl, dass mit dem System etwas nicht stimmt. Warum gibt es Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller?

Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet. Visionär, hintergründig – und so komisch wie die Känguru-Trilogie.

Die dunkle und helle Ausgabe unterscheiden sich durch Empfehlungen/Nachrichten/Werbung, die zwischen den Kapiteln eingefügt sind und jeweils ein anderes Weltbild zeichnen:
Hörer der dunklen Edition finden hier den Newsfeed der hellen Edition: qualityland.de/hell.
Hörer der hellen Edition finden hier den Newsfeed der dunklen Edition: qualityland.de/dunkel

Sprecher
Marc-Uwe Kling

Länge
8 h 26 m

Meine Meinung
Ich habe mich schon lange nicht mehr so köstlich amüsiert wie mit QualityLand. Marc-Uwe Kling hat hier eine herrliche Science-Fiction-Geschichte geschrieben, die gar nicht mal so weit hergeholt ist. Denn vieles ist ja heute durchaus schon Realität. Er hat alles nur etwas auf die Spitze getrieben. Dies jedoch jeweils höchst pointiert und präzise. Und dabei auch noch urkomisch formuliert und perfekt von ihm selbst vorgetragen.

Es fängt schon gleich zu Beginn mit einer herrlichen Änderung an. Denn Namen wie Müller, Meier oder Schmitt passen einfach nicht mehr in das gewollte Bild von QualityLand. Deshalb gab es eine Namensreform, die folgendermaßen aussieht: Alle Kinder tragen den Nachnamen des ausgeübten Berufes seines Erzeugers und zwar zum Zeitpunkt der Zeugung. So gibt es dann Namen wie Sebastian Vorstandsvorsitzender, Paul Bankkaufmann oder auch Ulrike Geschichtslehrer. Peter, unser Protagonist der Geschichte, hatte leider nicht so viel Glück und heißt Peter Arbeitsloser. Das schlägt sich natürlich auch in seinen Zukunftsmöglichkeiten nieder. Denn jeder Mensch wird mit Qualitys bewertet. Man kann diese aufbauen, aber man bezahlt auch damit. Vorteile kann man auch durch hohe Bewertungen erhalten. Doch um dorthin zu kommen,  ist es ein langer Weg und für manche gänzlich unmöglich zu gehen. Denn sie bekommen erst gar nicht die Möglichkeit, sich solche Qualitys zu zulegen.

Sehr köstlich fand ich auch die Drohnen von The Shop, die einem ständig Dinge vorbei brachten, von denen man gar nicht wusste, dass man sie haben wollte. Doch da die Algorithmen das so errechnet haben, muss es ja schließlich stimmen. Ja, und auf solch einen ungewollt zugestellten Artikel baut sich auch die Geschichte auf. Herrlich.

Der Dialog  mit der Hotline von The Shop, oder auch der bevorstehende Wahlkampf, oder auch Peters Maschinenfreunde im Keller, die alle nicht mehr ganz dicht in ihren Schaltkreisen waren, es gibt hier sehr viele herrlich komische Szenen.

Ach, ich könnte hier noch ewig weiter von diesem Hörbuch schwärmen, doch hör es dir einfach selbst an. Es nimmt unsere Gesellschaft auf herzhaft erfrischende Art auf die Schippe, wenn es auch nicht gänzlich erfunden ist und sich durchaus so oder so ähnlich in der Zukunft darstellen könnte. Was dann aber vermutlich nicht mehr so lustig wäre.

Von mir gibt es hierfür eine ganz klare Hörempfehlung und es kommt natürlich auf meine Bestenliste. Diesen Platz hat es wahrlich verdient.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Margaret Atwood – Das Jahr der Flut (Die MaddAddam-Trilogie 2)

Beschreibung
In einer am Abgrund stehenden Welt versuchen die „Gärtner Gottes“ eine Parallelgesellschaft aufzubauen und ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Sie leben auf den Dachgärten der Stadt und folgen Adam One, der das Ende der Menschheit voraussagt. Die junge Toby findet Zuflucht bei den „Gärtnern Gottes“ und steigt mit der Zeit zur Anführerin auf. Ren gehört seit ihrer Kindheit zu der Sekte. Als ein unkontrollierbares Virus in wenigen Tagen den Großteil der Menschheit auslöscht, müssen beide Frauen in einer zukunftslosen Welt ihren Weg finden.

Größtenteils aus Tobys Perspektive erzählt Margaret Atwood von einer Welt, in der die globalisierte Wirtschaft die Kontrolle übernommen, die Forschung jegliche Ethik verworfen hat und in der die Menschheit am Rande ihres Unterganges steht.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 01 m

Meine Meinung
Der zweite Teil der Trilogie war mir persönlich etwas zu religiös angehaucht. Die Beschreibungen des Sektenlebens der „Gärtner Gottes“ und die ständigen Gebete waren nicht so ganz mein Fall. Doch trotzdem wurde die Story natürlich immer interessanter und rätselhafter, wie sich das am Ende alles zusammenfügen und wie es ausgehen würde.

Äußerst interessant fand ich hier, was man mit einzelnen Pflanzen und Stoffen so alles tun kann. Man lernt hier so einiges über die Botanik und auch einiges über die Wiederverwertbarkeit oder Artentfremdung von künstlich hergestellten Materialien.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Namensgebungen. Vielen alten Helden begegnet man hier, zumindest vom Namen her. Ob die Charaktere ähnlich den Namensgebern sind, möchte ich hier nicht verraten.

Uve Teschner als Sprecher hat auch hier wieder eine sehr gute Leistung hingelegt.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

 

 

Margaret Atwood – Oryx und Crake (Die MaddAddam-Trilogie 1)

Beschreibung
Crake und Jimmy waren Freunde, und sie liebten dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie lebten in einer ständig von Klimakatastrophen bedrohten Welt. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, war Wissenschaftler und arbeitete für das Projekt „Paradice“ in einem Elite-Labor eines biogenetisch-pharmazeutischen Konzerns. Jimmy sorgte als Werbefachmann für die Bekanntmachung der Produkte, die Crake entwickelte.

Nun sitzt Jimmy, mittlerweile „Schneemensch“ genannt, versehrt, gebrochen und als womöglich letzter Vertreter der Gattung „Homo sapiens“ auf einem Baum, dem einzig verbliebenen sicheren Ort, und blickt zurück. Auf die Überflutung der bewohnten Gebiete durch den Klimawandel, auf das Verschwinden der überlebenswichtigen Ressourcen, auf das Artensterben, auf den Zusammenbruch der Ökosysteme und auf die Vernichtung der Menschheit durch eine fatale Seuche. Und natürlich auf Oryx. Und Crake.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
11 h 15 m

Meine Meinung
Per Zufall bin ich auf diese Trilogie gestoßen. Biogenetisch-pharmazeutischer Konzern – das klingt ja schon mal sehr interessant. Klimakatastrophe und letzter Homo sapiens? Äußerst verlockend. Kaum hatte ich also die Beschreibung gelesen, schon war der erste Teil der Trilogie auf meinem iPod. 12 Stunden später hatte ich es schon fertig gehört, so spannend fand ich das.

Okay anfangs brauchte ich etwas, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch spätestens als Crake von seinen neuesten Entwicklungen erzählte, hatte mich die Story gepackt. Hier werden fantastische Fähigkeiten beschrieben, die alle aus der Vielzahl der Tierwelt übernommen wurden. Für was? Um den Homo sapiens zu „optimieren“.

Die Liebesgeschichte zwischen Crake, Oryx und Jimmy fand ich auch okay. Auch wenn ich nicht so der Fan von Liebesgeschichten bin. Aber hier ging es ja hauptsächlich um die Zukunft, wie sie sein könnte, wie fatal und faszinierend zugleich. Doch mehr erschreckend als wünschenswert. Somit war für mich die Liebesgeschichte nur ein würziges Beiwerk, dass dem ganzen natürlich nochmals mehr Emotionen verlieh.

Uve Teschner war auch hier wieder absolut ok.

Teil 2 wartet schon auf meinem Player auf mich. Ich bin dann also mal weg.

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Weitere Informationen
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Siehe auch: