Val McDermid – Rachgier

Beschreibung
Fall Nr. 10 für Val McDermids berühmtes Ermittler-Duo: Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill jagen den „Wedding Killer“!

Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Auto – das ist alles, was von der unauffälligen Büroangestellten Kathryn McCormick übrig ist. Erst vor kurzem hatte sie auf einer Hochzeit einen attraktiven Mann kennengelernt und auf neues Glück nach einer herben Enttäuschung gehofft. DCI Carol Jordan und Profiler Tony Hill versuchen den Mann ausfindig zu machen, müssen aber feststellen, dass keiner der anderen Hochzeitsgäste ihn kannte. Eine weitere Frauenleiche bestätigt Carols furchtbaren Verdacht: Ein ebenso raffinierter wie perfider Serienkiller macht sich die Einsamkeit seiner Opfer zunutze.

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute ist sie eine der erfolgreichsten britischen Autorinnen von Thrillern und Kriminalromanen. Ihre Bücher erscheinen weltweit in mehr als vierzig Sprachen.

Sprecher
Wolfgang Berger

Länge
14 h 20 m

Meine Meinung
Ein Glück hatte ich die letzten 2 Tage Urlaub. Denn sonst wäre ich vor Spannung wohl schier verrückt geworden. Ok, die ersten paar Stunden sind vielleicht nicht so super spannend, da die Ermittlertruppe um Carol Jordan keinen Schritt weiterkommt. Morde passieren und sie finden einfach keinen Anhaltspunkt, nicht das kleinste Detail, das ihnen einen Hinweis auf diesen perfiden Mörder geben könnte. Nur sehr zögerlich können sie aus quasi nichts endlich einen kleinen Lichtblick am Horizont erblicken. Doch dieser ist wirklich sehr klein. So klein, dass die Überwachung des Hauptverdächtigen aus Kostengründen eingestellt wird, da die Chancen auf eine Verurteilung aufgrund der Indizien einfach zu gering sind.

Des Weiteren wird Carols sowieso schon angekratzte Persönlichkeit durch eine hartnäckige Journalistin attackiert, die ihr Leben und ihre Karriere mit nur einem Artikel komplett ruinieren könnte. Das alles ist  zu viel für Carol, die stark unter dem Alkoholentzug und ihrem momentanen Misserfolg leidet. Doch nicht nur wegen sich, es geht ihr auch um ihre Gruppe, deren Mitglieder dann wohl auch keine großen Karrierechancen mehr hätten. Alles zusammen lässt sie eine fatale Entscheidung treffen.

Die letzten Stunden dieses Krimis fand ich derart spannend, dass ich keine Minute mehr das Hörbuch unterbrechen wollte. Solche Krimis mag ich sehr, die zum Ende hin derart spannend werden, dass man nur noch mit aufgerissenen Augen und bibberndem Herzen da sitzt und den weiteren Geschehnissen lauscht.

Wolfgang Berger als Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Etwas schade finde ich, dass für die Serie die Sprecher sehr verschieden sind. Ok, meine Pausen zwischen den Hörbüchern sind immer sehr lange, so dass es bei mir nicht so ins Gewicht fällt. Aber prinzipiell finde ich es besser, wenn für eine Serie ein und derselbe Sprecher am Mikrofon ist.

Weitere Informationen
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Val McDermid – Der lange Atem der Vergangenheit

Der lange Atem der VergangenheitBeschreibung
Verborgen in der Turmspitze eines baufälligen viktorianischen Gebäudes in Edinburgh wird eine skelettierte Leiche mit einem Einschussloch im Schädel gefunden.
Detective Chief Inspector Karen Pirie und ihre Cold Cases Unit sollen den Fall aufklären. Um wessen sterbliche Überreste handelt es sich? Karen hat kaum Anhaltspunkte, aber einen zielsicheren Instinkt. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in die Erbarmungslosigkeit der Balkankriege. In ein Labyrinth aus falschen Identitäten und sorgsam gehüteten Geheimnissen…

Sprecher
Tanja Geke

Länge
7 h 53 m

Meine Meinung
Val McDermid ist für mich ein Garant für gute, außergewöhnliche Geschichten. Klar, dass ihr neues Buch natürlich direkt auf meinem Player landete. Ich war zwar zunächst etwas skeptisch, was das Thema Balkankrieg angeht, da ich für Kriegsgeschichten nicht immer empfänglich bin. Aber hier überwiegte meine Neugier.

Meine Entscheidung habe ich nicht bereut. Das Buch fängt gleich gut an. Ein junger Mann mit Höhenangst muss aufgrund seines Berufes auf das Dach eines sehr hohen Gebäudes, um die Baumasse zu überprüfen. Der Berufsberater hatte ihm ein gänzlich falsches Bild eines Baukostenanalysten vermittelt, spielte die Notwendigkeit, auf hohe Gebäude zu klettern, völlig herunter, es käme nur ganz selten vor. So klettert dieser junger Mann nun auf einem äußerst hohen Gebäude von Ecktürmchen zu Ecktürmchen, um sie zu überprüfen. Und als hätte er nicht schon genug Angst, so findet er in einem der Türmchen auch noch eine Leiche. Ein Skelett vielmehr, der Tote musste dort schon sehr lange liegen.

Daraufhin kommt Karen Pirie ins Spiel. Sie ist die Leiterin der Unit Cold Cases. Stets an ihrer Seite ihr Assistent mit dem Spitznamen „Mintsdrops“. Dieses Team – also Karen und Mintsdrops – wurden herrlich dargestellt. Ich musste des öfteren wirklich schmunzeln. Auch machen die beiden eine schöne Entwicklung im Lauf der Geschichte durch. War Karen anfangs nur genervt von ihrem Assistentin, so hatte sich zum Ende hin die Beziehung wesentlich verbessert. Ich möchte nicht unbedingt von Freundschaft sprechen, aber die Zusammenarbeit verlief dann wesentlich besser.

Die Aufklärung des Falles nimmt aber natürlich den Hauptteil der Geschichte ein. Und diese Geschichte fand ich wirklich sehr interessant. Zunächst gibt es natürlich bei einem Skelett, dessen Kleidung mittlerweile gänzlich verrottet ist, kaum Hinweise auf die Identität. Im Schädel des Skeletts kann man jedoch ein Loch erkennen, was klar auf eine Schußwunde deutet, sprich einen Mord. Eine Hotelzimmerkarte aus Plastik ist jedoch noch recht gut erhalten. So müssen sich die Ermittler an dieses kleine Stück Plastik klammern und hoffen, dass sie ihm wichtige Informationen entlocken können. Wie das funktionieren soll? Nun, höre selbst, das fand ich schon erstaunlich. Ok, ein bisschen Glück war auch dabei, aber das darf es ja auch ab und an mal geben.

Die weiteren Ermittlungen führen Karen bis in den Balkan, wo sie zu ihrem eigenen Erstaunen die ehemalige Ehefrau des Toten antrifft. Auch sie geht nun den Spuren der Vergangenheit nach. Was hier geschildert wird, ist schon sehr hart. Es ist die Rede von einem furchtbaren Massaker, das sich in dem Heimatdorf des Ermordeten vor vielen Jahren zugetragen hat. Doch hat dies mit dem Mord zu tun? Und wenn ja, inwiefern?

Für mich war „Der lange Atem der Vergangenheit“ eine kurzweilige und äußerst interessante Krimikost. Val McDermid hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht und ich kann für die Geschichte die volle Punktzahl geben.

Tanja Geke fand ich größtenteils auch sehr gut. Doch hier kam leider wieder ein Zug zum Tragen, den ich bei ihr meistens nicht gut ertragen kann. In diesem Hörbuch hat sie den meisten männlichen Stimmen derart übel mitgespielt, dass mich das schon wieder nervte. Ein Glück waren es nie zulange Szenen, so dass ich es ertragen konnte. Aber einen Punkt Abzug gibt es trotzdem dafür. Bei Tanja Geke bin ich immer hin- und hergerissen. Mal finde ich sie ganz hervorragend, mal nervt sie mich. Und letzteres liegt immer an ihrer Art, Männerstimmen zu vertonen. Bei vielen Büchern gefällt sie mir mittlerweile, andere wiederrum habe ich sogar abgebrochen, da ich sie nicht ertragen konnte. In diesem Hörbuch war es ok, da es nicht allzu viele und vor allem nicht allzu lange Szenen mit männlichen Stimmen gab.

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Simon Kernick – Vergebt mir

Vergebt mirBeschreibung
Dennis Milne ist ein Cop mit einem dunklen Geheimnis. Von Zeit zu Zeit wechselt er die Seiten und tötet Verbrecher – gegen Bezahlung. Doch eines Tages geht alles schief. Milne wird reingelegt und erschießt drei unschuldige Menschen. Für seinen Auftraggeber ist er jetzt ein gefährlicher Mitwisser. Als Milne zudem ins Fadenkreuz der Polizei gerät, steht er zwischen allen Fronten: Die Jagd ist eröffnet.

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Sprecher

Matthias Lühn

Länge
10 h 21 m

Meine Meinung
Obwohl ich mir zu diesem Hörbuch jede Menge Notizen gemacht habe, will mir die Story nicht mehr so recht einfallen. Das schockiert mich, da ich mir notiert habe, dass ich die Geschichte toll fand! Deutet das nun auf eine frühzeitige Demenz hin oder war die Geschichte doch nicht so gut? Ich habe jetzt viele Passagen nochmals gehört, es macht trotzdem nicht wirklich klick. Es dämmert als eine graue Wolke in meinem Hirn herum. Einzelne Szenen sehe ich auch sehr genau vor meinem inneren Auge, aber der Gesamtzusammenhang fehlt. Am Montag gehe ich zum Arzt, ich muss das untersuchen lassen. Eins weiß ich aber noch sehr genau: Hier wird Selbstjustiz in einer sehr ausgeprägten Form ausgeübt.

Aber immerhin weiß ich jetzt wieder, warum ich notiert habe, dass der Sprecher die reinste Katastrophe war. Das war direkt wieder präsent, schon nach 30 Sekunden erneutem Hören. Lühn versucht hier einen „amerikanischen Sau-Cool-Slang“ über einen deutschen Text zu stülpen. Und wenn es nicht passt, dann wird es eben gewaltsam drübergequetscht. Ich bekam direkt wieder „Ohrenkrebs“ (wie meine Nichten zu sagen pflegen), als ich das erneut hörte.

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Weitere Informationen
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John Katzenbach – Der Psychiater

Der PsychiaterBeschreibung
Timothy Warner, Spitzname „Moth“, 24 Jahre alt, studiert Geschichte an der University of Miami – und hat ein Problem. Genauer gesagt: ein Alkoholproblem. Jetzt ist er seit hundert Tagen „clean“, doch das hat er nur mit Hilfe seines Onkels Ed geschafft, eines prominenten Psychiaters, der so etwas wie Moths Rettungsanker ist. Als Ed tot in seiner Praxis aufgefunden wird, stürzt Moth ins Bodenlose. Doch eines ist ihm klar: Niemals war dies ein Suizid, auch wenn die Polizei noch so sehr davon überzeugt ist. Moths neuer Halt im Leben wird es, den Mörder zu stellen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
14 h 39 m

Meine Meinung
Diese Geschichte fängt eigentlich recht gemütlich an. Ok, mal abgesehen davon, dass Moths Onkel Ed tot in seiner Praxis aufgefunden wird. Moth glaubt keine Sekunde, dass sein Onkel sich umgebracht hat. Doch die Polizei kann er nicht davon überzeugen, dass es ein Mord gewesen sein muss. Also versucht er selbst, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und bald befindet er sich mitten drin in einer spannenden Mörderjagd.

Im ersten Teil brauchte ich noch viel Geduld, denn es passierte eigentlich recht wenig. Hier wurde sehr viel Augenmerk auf die Personenbeschreibung gelegt, was natürlich nicht uninteressant war, aber eben auch keinen mächtigen Spannungsbogen erzeugte. Ab der zweiten Hälfte wurde es dann schon „actionreicher“. Obwohl Action hier wohl eher der falsche Begriff ist. Doch das Tempo zog gnadenlos an, bis zum fulminanten Ende, welches ich wirklich grandios fand.

Katzenbach versteht es sehr gut, zu erzählen und zu erzählen und man selbst hört einfach zu und nimmt alles in sich auf. An die hervorragende Leistung von „Der Sumpf“ oder „Das Tribunal“ reicht es zwar meiner Meinung nach nicht heran. Doch trotzdem ist es ein absolut empfehlenswerter Thriller.

Uve Teschner als Sprecher, na, was soll ich zu ihm noch sagen? Er ist einfach große Klasse.

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John Katzenbach – Das Opfer

Das OpferBeschreibung
Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler. Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O’Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker. Was sie nicht ahnt: Michael ist ein Psychopath, und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen, schon gar nicht Ashley. Michael lässt sich nicht abschütteln, Ashleys Zurückweisungen stacheln ihn nur noch mehr an. Unerbittlich stellt er ihr nach, zwingt sie unter seinen Psychoterror. Und er kennt keine Gnade: Einen Kommilitonen, der ein Date mit Ashley hat, prügelt er in den Rollstuhl, Ashleys beste Freundin wird bei einem mysteriösen Autounfall verletzt. Und auch die 5000 Dollar, mit denen Ashleys Eltern ihn sich vom Hals schaffen wollen, bewirken nichts. In ihrer Verzweiflung setzt Ashleys Familie den Ex-Cop Murphy auf den Stalker an. Wenig später ist der Privatdetektiv tot. Immer schneller dreht sich eine Spirale des Schreckens, die schließlich Ashleys gesamte Familie in die Tiefe reißt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
18 h 04 m

Meine Meinung
Nach einer längeren Pause hatte ich mal wieder Lust auf einen Katzenbach. Ich suchte mir „Das Opfer“ aus und freute mich schon auf spannende Unterhaltung. Ich wurde nicht enttäuscht! Über die gesamte Länge fieberte ich mit Ashley und ihrer Familie mit, ob sie denn den psychopathischen Stalker Michael aufhalten könnten. Auch den Aufbau der Story fand ich gut. Anfangs blickte ich zwar nicht so recht, was es denn mit dem einen Mann und dieser erzählenden Frau auf sich haben sollte, doch das erschloss sich Stück für Stück und sorgte somit für ein wirklich sehr gelungenes Ende.

Wer also Spannung und Nervenkitzel pur möchte, macht mit „Das Opfer“ sicher nichts falsch. Ich für meinen Teil war jedenfalls froh, als die 18 Stunden endlich ausgehört waren und ich wieder durchatmen konnte.

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Andreas Eschbach – Todesengel

TodesengelBeschreibung
Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind – erschossen von unbekannter Hand. Sassbeck glaubt, dass ihn ein Wunder gerettet hat. Die Polizei dagegen fragt sich, ob nicht er geschossen hat. In Notwehr. Oder schlimmer: in Selbstjustiz.

Der Journalist Ingo Praise findet bald Beweise, dass Sassbecks Geschichte stimmt. Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt Unschuldige. Praise macht den „Racheengel“ zum Star – und löst damit eine Katastrophe aus…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
16 h 26 m

Meine Meinung
Mit „Todesengel“ hat sich Andreas Eschbach ein sehr heikles Thema zur Brust genommen. Und wie immer hat er daraus eine faszinierte und äußerst interessante Story gebastelt. Doch um was geht es eigentlich in „Todesengel“? Das ist wohl in einem Satz schwer zu sagen. Deshalb will ich etwas weiter ausholen.

Es geht um aggressive Jugendliche, die auf Unschuldige einprügeln. Es geht um einen „Todesengel“, der diese Jugendlichen erschießt, da es Unrecht ist, was sie tun. Es geht um Gewalt, um Selbstjustiz, um die deutsche Rechtsprechung, um Täter- und Opferschutz im Vergleich, es geht um journalistische Arbeit, um die Verarbeitung von Schocks und nicht zuletzt um: wo hört Notwehr auf und fängt Rache an.

Der Journalist Ingo Praise bekommt die Chance, das erste Opfer in dieser Geschichte, den Renter Erich Sassbeck, zu interviewen. Ingo glaubt dem Mann seine Darstellung, dass ein Engel die Jugendlichen erschossen hat und nicht er, auch wenn er früher Grenzpolizist war und sie damals die Dienstwaffen der Marke Makarov nutzten, mit der jetzt die Jugendlichen erschossen wurden. Die Polizei will ihm die Geschichte mit dem Todesengel zunächst nicht abnehmen. Ingo bekommt die Chance, sein Interview in der Zeitungsausgabe von City TV groß herauszubringen. Das schlägt ein wie eine Bombe und Ingo bekommt eine eigene TV-Show. Der Name der Show: Anwalt der Opfer. Ingo scheint am Ziel seiner Träume. Denn er kämpfte schon immer für die Opfer, leider konnte er wenig ausrichten. Doch jetzt mit dieser Show stehen ihm alle Türen offen. Es werden – wie üblich in solchen Talkshows – viele Menschen eingeladen, die ganz kontroverse Meinungen zu diesem Thema haben. Die Show hat Einschaltquoten wie es der Sender noch nie erlebt hat und dann, ja dann passiert der Sugergau.

Mehr will ich hier nicht verraten.

Ich fand dieses Hörbuch derart interessant und informativ, dass ich mich nur schwer davon loseisen konnte. Der Spannungsbogen wird gespannt und gespannt, bis er schier zu platzen droht. Und gerade dann, wenn man denkt, ok, jetzt kann ich etwas verschnaufen passiert das Schlimmste überhaupt. Unglaublich gut hat das Andreas Eschbach gemacht.

Sehr interessant fand ich die Diskussionen während der TV-Shows. Es wurden viele Beispiele genannt, bei denen man wirklich nur den Kopf über die Rechtsprechung schütteln kann. Doch was wäre der richtige Weg, um die Kriminalität einzudämmen? Und wie würde eine gerechtere Rechtsprechung aussehen? Wie hart darf man sich wehren, wenn man angegriffen wird? Leistet man Hilfe läuft man Gefahr, selbst bestraft zu werden – hilft man nicht, kann man wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt werden. Und, und, und…

Die Charaktere wurden durch die Bank weg lebensecht, glaubhaft und jederzeit nachvollziehbar in ihren Handlungen dargestellt. Besonders Ingo Praise ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Insgesamt hat Eschbach mit seinem neuesten Buch „Todesengel“ ein topaktuelles Thema aufgegriffen, das er – wie immer – brillant umgesetzt hat. „Todesengel“ ist eine sehr kurzweilige, äußerst interessante und verdammt gut Story. Ich war mal wieder sehr begeistert und bin schon jetzt gespannt darauf, welches Thema er sich für sein nächstes Buch auswählen wird.

Andreas Eschbach und Matthias Koeberlin passen verdammt gut zueinander. Wie Deckel auf Topf. finde ich. Von mir aus könnte er gerne alle weiteren Bücher von ihm ebenfalls sprechen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Eschbach – Todesengel

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