Frank Goldammer – Roter Rabe

Beschreibung
Frühsommer, Dresden 1951: Max Hellers neuer Fall ist äußerst mysteriös. Zwei wegen Spionageverdachts inhaftierte Zeugen Jehovas haben sich in ihrer Zelle das Leben genommen. Aber war es wirklich Selbstmord? Auch ein anderer Fall hält Heller in Atem: Er soll einen in Dresden agierenden Ring von Uranerz-Schmugglern ausheben. Und dann taucht auch noch sein alter Freund Alexej Saizev, der mittlerweile für den KGB arbeitet, auf und bittet Heller um Unterstützung. Sehr bald hegt Heller den Verdacht, dass Saizev zur CIA übergelaufen ist. Max Hellers vierter Fall führt den Hörer in die DDR der 50er-Jahre – Spannung bis zur letzten Minute!

Sprecher
Heikko Deutschmann

Länge
11 h 09 m

Meine Meinung
Max Heller muss sich auch in seinem vierten Fall wieder entscheiden, ob er ein Mitläufer sein will und spröde seinen Anweisungen folgt oder ob er sich auch in Zukunft guten Gewissens noch im Spiegel ansehen möchte.

1951 in Dresden. Es herrscht hier eine düstere Grundstimmung. Keiner traut mehr dem anderen über den Weg, man muss stets aufpassen, was man wem gegenüber sagt.  Schnell wird man aufgrund irgendwelcher Beschuldigungen inhaftiert und vernommen. Und kaum wurden zwei Zeugen Jehovas inhaftiert, sterben diese auch schon in ihren Zellen. Es soll Selbstmord gewesen sein. Doch Heller traut dieser Aussage nicht und geht der Sache auf den Grund. Zu gründlich findet sein Chef. Doch Max wäre nicht Max, wenn er sich davon abhalten ließe. Doch sehr schnell überschlagen sich bald die Ereignisse und Max muss alles geben, um sich, seine kleine Anni und seine ganze Stadt vor dem unbekannten „Roten Raben“ zu beschützen.

Diesen vierten Teil fand ich wieder äußerst interessant und verdammt spannend. Interessant aufgrund der vielen Schilderungen des Kalten Krieges in der damaligen DDR. Frank Goldammer hat es wieder ganz wunderbar verstanden, die Düsternis in Worte zu packen und einem einen wirklich unbehaglichen Eindruck des damaligen Lebens zu vermitteln. Und spannend, da Max kaum Zeit zum Luft holen hat. Besonders zum Ende hin wird die Story äußerst brisant und gefährlich.

Das Ende fand ich auch richtig klasse und stimmig. Somit bin ich auch mit dem vierten Teil der Reihe äußerst zufrieden und kann sie nur als beste Krimiunterhaltung weiterempfehlen.

Heikko Deutschmann war wieder perfekt. Er verkörpert einfach die Stimme und den Charakter des Max Heller einzigartig gut.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Jesper Bugge Kold – Wintermänner

Beschreibung
In den 1930er-Jahren führen die Brüder Karl und Gerhard ein beschauliches Dasein in ihrer Geburtsstadt Hamburg. Doch dann geraten sie gegen ihren Willen in den Sog der Nazibewegung. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, erlebt Karl als Offizier beim Nachschub das Grauen an der Front sowohl in Frankreich als auch in Russland aus nächster Nähe. Gerhard bleibt in Deutschland, ist mitverantwortlich für den Transport der Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager und steigt schließlich zum Kommandanten eines Konzentrationslagers auf.

Sprecher
Oliver Wronka

Länge
15 h 02 m

Meine Meinung
Hier habe ich eindeutig zu lange mit der Rezension gewartet, als dass ich noch eine Rezension dazu schreiben könnte. Ich weiß aber noch, dass ich es äußerst schockierend und glaubhaft fand, wie zwei Brüder völlig ungewollt in die schlimmsten Zeiten ihres Lebens schlittern und daran zu zerbrechen drohen. Jedem, der sich dafür interessiert, wie man denn in solch einer Zeit ein Mitläufer sein konnte, empfehle ich dieses Hörbuch.

Meine notierte Wertung:

Weitere Informationen
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Richard Russo – Diese gottverdammten Träume

Beschreibung
Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitnessstudiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt, seiner Tochter dabei zu helfen, die Highschool zu überstehen, seinen trinkfreudigen Vater zu bändigen und dem Job im Diner gerecht zu werden, bleibt nicht viel Raum für das, was er sich vom Leben erhofft hat.

Seine Verpflichtungen fesseln ihn an die Stadt, und erst als die äußeren Umstände ihn dazu zwingen, gelingt es ihm, Empire Falls zu verlassen. Er flieht mit seiner Tochter an den gemeinsamen Sehnsuchtsort Martha’s Vineyard. Seit Jahren spielt er mit dem Gedanken, sich hier niederzulassen. In „Diese gottverdammten Träume“ erzählt Richard Russo mit viel Wärme und Humor die Geschichte eines Mannes, der nicht der geworden ist, der er sein wollte, und zeigt das Leben in der Kleinstadt mit all seinen Absonderlichkeiten: ein Roman mit viel Gefühl für die Tragik, die im Alltäglichen liegt.

Sprecher
Stefan Kaminski

Länge
22 h 25 m

Meine Meinung
Ich bin begeistert! Diese Geschichte hat mich von der ersten Minute an gefesselt und direkt hinein in das Leben der Kleinstadt Empire Falls gezogen. Diese kleine Stadt hatte schon bessere Zeiten gesehen. Hauptschauplatz ist das Diner von Miles Roby. Nach und nach lernt man die meisten Bewohner und somit Gäste des Diners der Kleinstadt kennen, sehr schnell hat man von allen ein klares Bild vor Augen. Vielleicht weniger von deren Aussehen, aber dafür umso besser von deren Charakter. Und das ist ja auch wesentlich wichtiger. Unterschiedlicher könnten die Leute nicht sein. Ich fand die Beschreibungen außerordentlich gut gelungen. Man könnte fast sagen, einer skurriler als der andere – und doch immer glaubhaft und vorstellbar beschrieben. Doch ich möchte hier gar nicht groß in Charakterbeschreibungen oder zu einer längeren Inhaltsangabe verfallen.

Richard Russo versteht es grandios, wunderbare Sätze zu Papier zu bringen. Nicht selten gespickt mit einer ordentlichen Portion an Humor und Situationskomik. Dank dieser wirkt dieses Drama nicht erdrückend oder schwer, vielmehr lässt er Empire Falls mit einer originellen schriftstellerischen Leichtigkeit zum Leben erwachen und beschreibt eine Kleinstadt, die einem zu keinem Zeitpunkt erfunden vorkommt. Im Gegenteil. Man könnte fast meinen, er erzähle hier tatsächlich die wahre Geschichte von Miles Roby und allen anderen Beteiligten. Herrlich.

Für mich vergingen die über 22 Stunden wie im Flug und ich hätte noch stundenlang weiterhören können. Dies ist natürlich nicht auch zuletzt dem genialen Sprecher Stefan Kaminski zu verdanken, der mal wieder zur Bestform aufgelaufen ist. Er hat all den vielen Mitwirkenden wirklich einzigartige und unverwechselbare Stimmen verpasst, so dass es Ohrenkino vom Feinsten war.

„Diese gottverdammten Träume“ ist eindeutig ein Hörbuch für meine Bestenliste.

Weitere Informationen
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Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

Beschreibung
Dänemark verliert seine Unschuld, als ein Selbstmordattentäter im Tivoli, dem beliebtesten Vergnügungspark des Landes, eine Bombe zündet. Mehr als Tausend Menschen finden den Tod. Doch niemand bekennt sich zu dem Anschlag, und die Ermittlungen laufen ins Leere. Bis Kommissarin Lene Jensen eine Verbindung zu einem vermeintlichen Selbstmord im U-Bahnhof Nørreport herstellt. Gemeinsam mit Privatdetektiv Michael Sander geht sie der Sache auf den Grund. Sie finden Schreckliches.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
14 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Auch die Fortsetzung von „Trophäe“ ist wieder spannungsreich und spart nicht an  Toten. Aber gut, mit einem Bombenanschlag im Tivoli, dem größten Freizeitpark Dänemarks, hat man natürlich gleich eine Menge Morde begangen.

Zunächst muss hier Lene Jensen alleine in diesem verzwickten Fall von Terror ermitteln, erst ab ca. der Hälfte tritt auch Michael Sander in Erscheinung.

Insgesamt ist die Fortsetzung auch wieder kurzweilig und abwechslungsreich. Auch hier hat man irgendwie ständig Angst.

Josef Vossenkuhl hat mir auch hier wieder gut gefallen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

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Jeffrey Archer – Triumph und Fall

Beschreibung
Im Londoner East End verkauft der junge Charlie Trumper Obst und Gemüse auf der Straße. In sehr ärmlichen Verhältnissen lebend, träumt er davon, einmal das größte Kaufhaus der Welt zu besitzen. Aber die Zeiten sind hart, und der Erste Weltkrieg reißt Charlie zunächst aus seinen Träumen. Doch auch die schlimmsten Feinde und Tragödien können ihn nicht aufhalten… Nach der Kain und Abel-Trilogie leiht Richard Barenberg auch „Triumph und Fall“ wieder seine warme und charismatische Stimme.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
23 h 20 m

Meine Meinung
Hach, ich liebe einfach Jeffrey Archers Zuverlässigkeit. Denn auch Triumph und Fall zeichnet sich wieder dadurch aus, dass sich ein Junge aus ärmlichen Verhältnissen ganz nach oben kämpft. Zwischenzeitlich fand ich dieses vorhersehbare Schema in seinen Romanen zwar schon etwas nervig, doch ihm fallen immer wieder gänzlich neue Szenarien und Umfelder ein, so dass seine Geschichten letztendlich doch immer ganz verschieden sind. Und vor allem eines: Immer, wirklich immer äußerst kurzweilig, spannend und hörenswert.

Auch versteht es Archer ganz hervorragend, die unterschiedlichsten Charaktere ausgesprochen lebensecht zu beschreiben. Schnell hat man als Hörer immer seine Lieblinge und natürlich auch Feinde. Man zittert und bibbert mit dem Protagonisten mit und durchlebt und durchleidet quasi selbst all die geschilderten Situationen.

Auch hier wird an triumphalen Situationen nicht gegeizt, doch natürlich gibt es auch verdammt harte Rückschläge. Diese abwechslungsreichen Szenen sorgen natürlich für viel Schnelligkeit in der Story. Es kommt eigentlich nie ein Moment der Langeweile auf, da ständig etwas passiert.

Triumph und Fall ist für diese Geschichte ein wirklich sehr passender Titel. Besonders hervorheben möchte ich auch noch das wunderschöne Ende. Ich war wirklich gerührt.

Richard Barenberg kann ich natürlich wieder nur in höchsten Tönen loben. Er war wieder bombastisch gut.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

Elizabeth George – Wer Strafe verdient

Beschreibung
Der 20. Fall für Inspector Thomas Lynley und Barbara Havers!

Die Bürger des englischen Städtchens Ludlow sind zutiefst entsetzt, als man den örtlichen Diakon eines schweren Verbrechens beschuldigt und verhaftet. Kurz darauf wird er in Polizeigewahrsam tot aufgefunden. Im Auftrag Scotland Yards versucht Sergeant Barbara Havers Licht ins Dunkel um die geheimnisvollen Vorfälle zu bringen. Zunächst weist tatsächlich alles auf den Selbstmord eines Verzweifelten hin – doch Barbara und mit ihr DI Thomas Lynley trauen dieser Version der Ereignisse nicht. Gemeinsam werfen sie einen genaueren Blick hinter die idyllische Fassade Ludlows – und entdecken, dass jeder hier etwas zu verbergen hat…

Sprecher
Stefan Wilkening

Länge
20 h 12 m

Meine Meinung
Bisher habe ich nur ein anderes Hörbuch von Elizabeth George gehört. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf, wie ich jetzt festgestellt habe. Denn den Fall, den ich mir hier zum Anhören ausgesucht habe, ist bereits der 20.! Unglaublich, was ich vermutlich schon alles an guten Kriminalstories verpasst habe.

Doch jetzt zum Buch. Barbara Havers ist bei den Vorgesetzten aufgrund ihrer aufmüpfigen Art ziemlich in Ungnade gefallen. Somit gilt es für sie, in diesem Fall zu beweisen, dass sie sehr wohl Befehle auch befolgen kann. Doch die Situation, in die sie gesteckt wird, um eben ihre Folgsamkeit zu beweisen, könnte kaum komplizierter sein. Denn die Vorgesetzte, mit der sie auf Reisen geschickt wird, um einen Fall genauer unter die Lupe zu nehmen, ist Alkoholikerin und will einzig so schnell zurück wie nur möglich. An der Wahrheit ist sie nicht wirklich interessiert – auch aus politischen Gründen nicht. Sie will einzig den vorliegenden Bericht bestätigen und bald wieder heim. Denn ihr Mann wird in naher Zukunft mit ihren gemeinsamen Kindern und mit seiner neuen Lebensgefährtin nach Australien auswandern. Was sie natürlich zu verhindern versucht.

Doch Barbara fallen durchaus Ungereimtheiten auf. Diese erwähnt sie in ihrem Bericht und wird prompt von ihrer Vorgesetzten angehalten, diese zweifelnden Passagen aus ihrem Bericht zu eliminieren. Widerstrebend folgt sie, will sie doch nicht ins Nirwana strafversetzt werden. Doch ihr ehemaliger Kollege Inspector Thomas Lynley bekommt den unverfälschten Bericht in die Hände. Und so werden Barbara und Thomas erneut zum Ort des Verbrechens geschickt, um die wahren Geschehnisse ans Licht zu bringen.

Mir haben die beiden Protagonisten, Barbara Havers und Thomas Lynley sofort gefallen. Denn sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Doch eben genau das macht die Würze ihres erfolgreichen Teams aus.

Zitterte ich noch im ersten Teil mit Barbara mit, dass sie sich doch bitte mit der Alkoholikerin einigermaßen arrangieren möge, so fieberte ich im zweiten Teil mit Barbara und Thomas mit, um endlich die Wahrheit zu erfahren. Und die fand ich äußerst schockierend und überraschend.

Insgesamt hat mir dieser Krimi richtig gut gefallen. Er hat mich von Anfang an gefesselt und ich hörte in jeder freien Minute, die ich hatte. Mit dem festen Vorsatz, mir noch weitere Titel von Elizabeth George anzuhören, gebe ich diesem Hörbuch die volle Punktzahl.

Stefan Wilkening habe ich ja mittlerweile auch als sehr guten Sprecher für meinen Geschmack vermerkt. Er hat mich auch bei diesem Hörbuch nicht enttäuscht.

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Siehe auch:

Val McDermid – Schwarzes Netz

Beschreibung
Hochspannung garantiert: Ein neuer Fall für Carol Jordan und Tony Hill – die Bestseller-Reihe von Erfolgsautorin Val McDermid

In McDermids neuntem Thriller um das Ermittlerduo Hill/Jordan ist der Polizeipsychologe Tony Hill mit einer mysteriösen Serie von Selbstmorden konfrontiert. Stets sind es Frauen, die mitten im Leben stehen, mit ihren prononcierten Meinungen jedoch einen Shitstorm von Internet-Trollen hervorgerufen und diesen offenbar nicht verkraftet haben. Merkwürdig nur, dass sie alle den Freitod berühmter Schriftstellerinnen wie Sylvia Plath, Virginia Woolf oder Anne Sexton imitieren und sich deren Werke jeweils in der Nähe der Toten finden.

DCI Carol Jordan ist unterdessen zurück in ihrem alten Job bei der Polizei und bekommt ein neues Team, mit dem sie im Norden Englands schwere Fälle aufklären soll. Die rätselhafte Serie von Suiziden wird für sie zur Nagelprobe.

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute ist sie eine der erfolgreichsten britischen Autorinnen von Thrillern und Kriminalromanen. Ihre Bücher erscheinen weltweit in mehr als vierzig Sprachen.

Sprecher
Wolfgang Berger

Länge
13 h 22 m

Meine Meinung in Kürze
Der 9. Teil der Reihe ist zwar auch sehr spannend und kurzweilig, doch es dauerte meiner Meinung nach echt verdammt lange, bis es wirklich spannend wurde. Doch dann konnte ich nicht mehr aufhören zu hören.

Das Anhören lohnt auf jeden Fall!

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Siehe auch:

Karl Olsberg – Das KALA-Experiment

Beschreibung
Der Physiker Hans Ichting wird nur wenige Tage, nachdem die Videobloggerin Nina Bornholm ihn interviewt hat, tot aufgefunden. Nina zweifelt an der offiziellen Darstellung eines Selbstmords und beginnt zu recherchieren. Bald wird klar, dass Ichting in den USA an einem streng geheimen Projekt mitgearbeitet hat. Doch jemand will um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit über das KALA-Experiment ans Licht kommt. Während sich überall auf der Welt unerklärliche Ereignisse häufen, wird immer deutlicher, dass die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht. Doch wie kann man ein zukünftiges Ereignis verhindern, dessen verheerende Auswirkungen bereits jetzt spürbar sind?

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
10 h 25 m

Meine Meinung
Das war mal wieder ein Hörbuch genau nach meinem Geschmack. Man konnte sich bei den Ereignissen so richtig schön das Hirn verknoten. Beispiel gefällig? Eine Frau schuftet in ihrer Kneipe. Ihr Mann ist ihr mal wieder so gar keine Hilfe. Dann liegt er da plötzlich vor ihr. Tot! Ach du Schreck! Und dann kommt eben diese Frau nach Hause und da hört sie ihren Mann schon vom Flur aus im Schlafzimmer schnarchen. Wie kann denn das sein? Solche Ereignisse kommen hier häufig vor, immer mal wieder in die Story eingestreut.

Doch den roten Faden durch die Geschichte zieht eigentlich die Bloggerin Nina, die einen berühmten Physiker interviewte, der kurz darauf Selbstmord verübte. Dies kann die Bloggerin nicht glauben und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch ihre Neugierde ist nicht ganz ungefährlich für sie.

Dass sie hier natürlich irgendwann auf das KALA-Experiment stößt, dürfte klar sein. Doch was sich hinter diesem mysteriösen Namen verbirgt, werde ich hier natürlich  nicht verraten. Will ja keinem die Spannung nehmen.

Mir hat die Story jedenfalls wieder richtig gut gefallen, die sich Olsberg hier wieder hat einfallen lassen. Über weite Strecken sehr rätselhaft und stets gleichbleibend spannend. Das Ende ist vielleicht etwas kurz und abrupt geraten, fand ich aber nicht so dramatisch.

Wolfgang Wagner als Sprecher hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

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Siehe auch:

Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Beschreibung
Ohio 1977: James Lee möchte seine Tochter Lydia als Abschlussballkönigin sehen – eine Popularität, die ihm als Sohn chinesischer Einwanderer verwehrt blieb. Für ihre Mutter soll die 17-Jährige Klassenbeste sein. Auch ihre beiden Geschwister vergöttern sie. Doch dann der Schock: Lydia wird tot aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Der tragische Verlust verwandelt das Leben der Familie in eine Tragödie, die ihre glückliche Vergangenheit als Illusion entlarvt. Doch auch dieses Ende birgt die Chance auf einen Neuanfang. Und alle erkennen, dass Ehrlichkeit und Respekt füreinander das Wichtigste im Leben sind.

Sprecher
Britta Steffenhagen

Länge
7 h 46 m

Meine Meinung
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Sie erzählt die Geschichte einer Amerikanerin, die einen Chinesen heiratet. Mit ihren drei Kinder leben sie in einer amerikanischen Stadt, die 1977 noch voller Vorurteile gegenüber Ausländern ist.

In dieser Familie dreht sich alles um die älteste Tochter Lydia, die ums Leben gekommen ist. Ob es Mord, Selbstmord oder ein tragischer Unfall war – es wird hier viel spekuliert. Und so erfährt man sehr viel über die Umstände, in denen die Familie und ihre einzelnen Mitglieder so leben. Jeder hat eine andere Ansicht, doch in einem Punkt sind sich alle einig: Lydia hatte viele Freunde und war sehr beliebt. Doch nach und nach hebt sich der Vorhang der Verhüllung und es treten erstaunliche Gesichtspunkte in den Vordergrund.

Eigentlich spielt hier jedes Familienmitglied eine tragische Rolle. Dies könnte man nun als etwas kitschig deuten, doch das ist es ganz und gar nicht.

Celeste Ng hat eine Art zu erzählen, die einem sehr ans Herz geht und die absolut glaubhaft und vorstellbar zugleich ist. Diese Familie könnte es meiner Meinung nach wirklich gegeben haben, denn nichts scheint hier konstruiert oder gekünstelt.

Kurz, ich bin rundum begeistert von der tollen Geschichte „Was ich euch nicht erzählte“.

Britta Steffenhagen als Sprecherin passte ganz hervorragend zu dieser Geschichte, sie las mit viel Herzblut und Leidenschaft.

-> Bestenliste!

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Stephan Ludwig – Lodernder Hass (Zorn 7)

Beschreibung
Brandgefährlich…

Nach seiner schweren Verletzung im Einsatz arbeitet Hauptkommissar Claudius Zorn vorübergehend im Innendienst. Verändert hat sich aber wenig – sein Kollege und Vorgesetzter Schröder macht die Arbeit, Zorn raucht. Eines Abends erwischt Zorn bei einem Spaziergang einen jugendlichen Brandstifter auf frischer Tat. Staatsanwältin Frieda Borck schickt den jungen Mann zu einem Psychologen, der ihm anbietet, sich einer offenen Therapiegruppe anzuschließen. Als ein Mitglied dieser Gruppe zu Tode kommt und andere Gruppenteilnehmer bedroht werden, nimmt Schröder undercover an den Sitzungen teil. Doch bald ist auch Schröder nicht mehr sicher, und Zorn muss blitzschnell handeln…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
13 h 03 m

Meine Meinung
Nachdem mir der 6. Teil der Reihe nicht ganz so gut gefallen hat, war ich von dem 7. Teil wieder vollauf begeistert. Hier geht es um einen Feuerteufel, der sein Unwesen treibt. Stephan Ludwig hat hier wahrlich gruselige Szenarien entwickelt, die einem das blanke Entsetzen ins Gesicht zeichnen.

Zorn war hier wieder ganz der Alte, auch Schröder und Borck waren mir hier wieder wesentlich sympathischer. Und als Schröder sich dann auch noch als Spitzel in die Therapiegruppe einschleust, schwant einem schon Schlimmes. Und es kommt …

Mehr wird hier nicht verraten. Außer dass der 7. Teil wieder ganz meinem Geschmack entsprach. Kurzweilig, sehr interessant und super spannend bis zum Schluss. So mag ich das.

David Nathan liest hier wieder ganz hervorragend. Ein anderer Sprecher darf für diese Reihe bitte niemals eingesetzt werden.

Weitere Informationen
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Siehe auch: