Dolores Redondo – Alles was ich dir geben will

Beschreibung
Wie weit geht eine Familie, um ihr Ansehen zu retten?

Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Die dortige Polizei ist auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Manuel muss feststellen, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardia Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Die führen ihn in eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, die für ihr Ansehen über Leichen geht.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
18 h 11 m

Meine Meinung
Dieser Krimi findet sich in der Rubrik Krimi wieder. Ja, es ist wohl ein Krimi, allerdings bekommt man hier sehr viel Story und wenig Krimi. Was aber nicht negativ gemeint ist. Mir hat der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen, wenn es auch manchmal etwas arg langsam voran geht. Doch man soll sich für ein Buch ja bekanntlich Zeit lassen. So what.
Die Tatsachen, die immer  – wie soll ich sagen – „erstaunlicher“ wurden, zeigten sich nur langsam bis man am Ende das gesamte Puzzle zusammensetzen konnte. Und das Ergebnis hätte ich am Anfang nie und nimmer vermutet.
Die Beschreibung der Personen hat mir sehr gut gefallen. Sie waren etwas anders als in den meisten Krimis. Was aber vielleicht auch an ihrer Nationalität lag. Ich fand sie jedenfalls sehr glaubwürdig dargestellt, da ihre Reaktionen sehr menschlich und meist nachvollziehbar waren.
Matthias Koeberlin als Sprecher fand ich für diese Story passend. Er ist ja eher der zurückhaltende Sprechertyp, was hier genau richtig war.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Dolores Redondo – Alles was ich dir geben will

Helen Bryan – Das Zeichen der Schwalbe

Das Zeichen der SchwalbeBeschreibung
Menina überlebt als Kleinkind einen verheerenden Wirbelsturm, der über die südamerikanische Pazifikküste hinweggefegt ist. Ihr einziger Besitz: eine Medaille mit einer Schwalbe. Das kleine Waisenmädchen wird von einer amerikanischen Familie adoptiert. Menina wächst zu einer schönen und intelligenten jungen Frau heran. Sie blickt einer glänzenden Zukunft entgegen, als ein weiteres traumatisches Ereignis all ihre Träume zunichte macht.

Menina flieht nach Spanien; dort vergräbt sie sich in Nachforschungen für eine Collegearbeit und versucht so, ihr Unglück zu vergessen. Das Thema ihrer Arbeit: Ein Künstler aus dem 16. Jahrhundert, der seine Werke mit dem Bild einer Schwalbe signiert – mit eben jenem Bild, das auch auf Meninas Medaille zu sehen ist. Plötzlich findet sich Menina in einem abgelegenen spanischen Kloster wieder und kommt der Legende von fünf Waisenmädchen auf die Spur, die der Spanischen Inquisition entkommen und in die Neue Welt fliehen konnten. Stellt Meninas Medaille eine Verbindung zu ihnen oder zu ihrer eigenen Vergangenheit dar? Hat der Zufall sie in dieses Kloster geführt – oder das Schicksal…

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
15 h 50 m

Meine Meinung
Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen im 16. Jahrhundert, als die Inquisition in Spanien tobte und zum anderen in der Gegenwart. Anfangs sind die Wechsel zwischen den Zeiten ausgeglichen und ich fand das sehr abwechslungsreich. Doch dann verliert sich dieser Rhythmus zwischen den Zeiten. Plötzlich werden sehr lange Passagen aus der Vergangenheit erzählt, viele Einzelschicksale werden durchleuchtet und ausführlich beschrieben – hier hatte ich dann kurzzeitig fast vergessen, dass es ja auch noch die Story aus der Gegenwart gibt. Dann wurde kurz in die Gegenwart geschwenkt, stimmt, da war ja noch was, dachte ich dann.

Zum Ende hin hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Autorin ein wenig die Lust verloren hatte. Denn einige der vielen, vielen Handlungsstränge blieben offen, wurden überhaupt nicht mehr aufgegriffen und einiges, was einer ausführlicheren Erklärung bedurft hätte, wurde zu einem abrupten Ende kurz zusammengefasst. Das fand ich sehr schade.

Aber nichtsdestotrotz ist „Das Zeichen der Schwalbe“ ein sehr interessanter Roman, der mich über die meiste Zeit gut unterhalten hatte. Durch die vielen geschilderten Einzelschicksale war die Story stets abwechslungsreich.

Ulrike Hübschmann als Sprecherin hat mir gut gefallen, wenn auch ihre Stimme ab und an  etwas „gequetscht“ klang.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Helen Bryan – Das Zeichen der Schwalbe