C. J. Tudor – Lieblingskind

Beschreibung
„Eines Nachts verschwand Annie. Aus ihrem eigenen Bett. Das ganze Dorf hat sie gesucht, überall. Alle haben das Schlimmste befürchtet. Und dann, wie durch ein Wunder, kam sie vierundzwanzig Stunden später zurück. Aber sie konnte – oder wollte – nicht sagen, was ihr zugestoßen war. Es war ihr aber etwas zugestoßen. Ich kann mir nicht erklären, was es war. Ich weiß nur, dass sie, als sie wieder auftauchte, nicht mehr dieselbe war. Sie war nicht mehr meine Annie. Ich konnte damals nicht zugeben, nicht einmal mir selbst gegenüber, dass ich mitunter mörderische Angst vor meiner eigenen kleinen Schwester hatte.“

Sprecher
Stephan Benson

Länge
11 h 05 m

>>> Sommerpause <<<
Das heißt: Ich höre zwar weiterhin Hörbücher, doch es gibt keine Rezensionen dazu. Ich werde hier lediglich meine Gesamtbewertung notieren.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: C. J. Tudor – Lieblingskind

Eva Völler – Tulpengold

Beschreibung
Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
13 h 28 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mir so richtig gut gefallen. Denn es beschäftigt sich mit sehr interessanten Themen. Ja, genau, nicht nur ein Thema wird hier herrlich ausgeführt, nein, hier haben wir gleich mehrere sehr interessante Themen.

Da wären z. B. der großartige Maler Rembrandt von Rijn, der Tulpenhandel, die Mathematik und natürlich geht es auch um Mord. Diese vier Themen hat Eva Völler zu einem phantastischen Zeitbildnis zusammengewoben, in dem es mir keine Minute langweilig wurde.

Doch natürlich geht es auch etwas genauer. Unser Protagonist heißt Pieter, er ist 17 Jahre alt und leider schon ein Waisenjunge. Sein Onkel bringt ihm gemäß dem letzten Willen von Pieters Vater zu Rembrandt in die Lehre, da der Junge ein enormes malerisches Talent aufweist. Pieter ist ein etwas merkwürdiger Junge. Er ist hochintelligent, doch manche Zusammenhänge im menschlichen Miteinander versteht er einfach nicht. Und so versucht er immer wieder, seine Schwäche mit seiner zweiten Leidenschaft, der Mathematik, auszugleichen und damit alle Probleme zu lösen. Das führt zu einigen sehr heiteren Episoden, die mich des Öfteren schmunzeln ließen.

Weiterhin erfährt man sehr viel über Rembrandts Kunst, über die Kunst des Farbenmischens, deren Herstellung und Haltbarkeit und, und, und… Einen mir bis dato völlig neuen Begriff habe ich nun auch gelernt. Denn von „Tronies“ hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Falls es dir ähnlich ergeht, hör dir dieses Hörbuch an.

Was ich auch äußerst spannend fand, war die eingeflochtene Erzählung bzgl. der Tulpenmanie. Ich hatte zwar schon gehört, dass es so etwas einmal gab, doch viel mehr wusste ich dazu nicht. Jetzt fühle ich mich diesbezüglich wesentlich schlauer.

Wer nun denkt, dass diese Geschichte wohl staubtrocken sein muss, der irrt. Denn all diese Themen wurden in einen äußerst interessanten und kurzweiligen Kriminalfall eingebaut. Und Opfer gibt es hier so einige.

Die Charaktere fand ich durch die Bank weg alle sehr gut beschrieben. Und hier spielten neben Pieter so einige eine wichtige Rolle. Auch dies machte diese Geschichte so spürbar lebensecht. Denn mich hatte diese Geschichte direkt ins Holland von 1637 versetzt. Auch die Sitten und Gebräuche wurden toll eingeflochten, so dass ein gedanklicher Zeitsprung in diese Zeit wirklich leicht fiel.

Ja, ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass dieses Hörbuch endlich mal wieder ein Hörbuch für meine Bestenliste ist. Denn solche Geschichten, die wahre Begebenheiten mit Fiktion mischen und dies derart unterhaltsam über Stunden aufrecht erhalten, liebe ich ganz besonders. Und wenn das Ende dann auch noch so schön und logisch abgeschlossen wird, dann strahlt mein Hörbuchhörerherz vor Glück.

Stephan Benson als Sprecher fand ich auch toll. Ich mag ihn sowieso sehr gerne hören und obendrein kann er die holländischen Begriffe perfekt aussprechen, so dass es ein reiner Ohrenschmaus war, ihm zuzuhören.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Eva Völler – Tulpengold

Siehe auch:

M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

Licht MeerenBeschreibung
Sie brachen alle Regeln und folgten ihrem Herzen. Was danach passierte, wird das Ihre brechen – 1926, Janus Rock.

Auf einer abgelegenen Insel im Westen Australiens arbeitet Tom Sherbourne als Leuchtturmwärter. Mit seiner Frau Isabel führt er ein erfülltes Leben fern des Trubels einer Welt im Umbruch. Nur eines trübt ihr Glück: Ein Kind bleibt ihnen verwehrt. Bis sie eines Morgens am Strand ein Ruderboot entdecken, in dem die Leiche eines Mannes liegt – und ein neu geborenes Baby. Während Tom die Küstenwache alarmieren will, schließt Isabel das kleine Mädchen in die Arme – und für immer in ihr Herz. Gegen Toms Willen nehmen sie das Kind als ihr eigenes an und nennen es Lucy. Zwei Jahre später kehren sie aufs Festland zurück – und müssen erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
12 h 20 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch weckte mein Interesse durch sein Cover. Ein wunderschön gezeichneter Leuchtturm. Dann las ich die Beschreibung und dachte, dass es wohl eher nichts für mich ist, klang es doch nach viel Herzschmerz. Auch die Hörprobe deutete eher auf ein „Herzschmerzbuch“ hin. Aber dieser wunderschöne Leuchtturm hatte es mir angetan. Und da ich gerade wirklich keine Lust auf einen weiteren bluttriefenden Thriller oder Krimi hatte, kaufte ich das Hörbuch. Kaum hatte ich es heruntergeladen und gestartet, war ich auch schon gefesselt.

Tom hat nur mit sehr viel Glück den Krieg überlebt. Doch hat er im Krieg so schlimme Erfahrungen gemacht, dass er – man könnte sagen – traumatisiert und desillusioniert ist. Als er hört, dass der Leuchtturmwärter von Janus verrückt wurde und seinen Dienst nicht mehr länger ausüben kann, bewirbt er sich auf die Stelle. Kurz vor der Abreise auf die kleine einsame Insel lernt er die lebensbejahende und hübsche Isabel kennen, die ihn seit langer Zeit mal wieder zum Lachen bringt. Als er dann die drei Monate als Leuchtturmwärter arbeitet, erhält er durch das Versorgungsschiff einen Brief von Isabel. Beim nächsten Landaufenthalt gesteht sie ihm seine Liebe (was nun kitschig klingt, es aber nicht ist) und sie beschließen, zu heiraten. Tom hat dabei ein ungutes Gefühl, will er doch Isabel nicht solch ein einsames Leben auf der kleinen Insel zumuten. Doch Isabel kann ihn davon überzeugen, dass es ihr nichts ausmacht. Also heiraten sie und leben auf der Insel. Isabel kümmert sich um den Haushalt und Tom um den Leuchtturm.

Die beiden sind sehr glücklich auf ihrem Eiland. Einzig ihr beider inniger Wunsch nach einem Kind bleibt unerfüllt, da Isabel mehrere Fehlgeburten erleidet. Und dann erscheint ein Ruderboot. An Bord ein toter Mann und ein laut schreiendes Baby! Tom will das Festland informieren, doch Isabel bittet ihn, doch noch zu warten und sich erstmal um das Baby zu kümmern. Doch je mehr die Zeit verstreicht, um so unmöglicher wird es, die Küstenwache darüber zu informieren. Tom begräbt den Toten und Isabel kümmert sich liebevoll um Lucy, wie sie das kleine Mädchen nennen. Für die Männer vom Versorgungsschiff, das alle 3 Monate kommt, ist es keine Überraschung, auf Janus nun ein Baby vorzufinden, war Isabel ja schließlich schwanger, als sie zuletzt da waren.

So vergehen zwei glückliche Jahre für Tom, Isabel und Lucy, bis sie ihren Landurlaub antreten. Alle sind begeistert von der bezaubernden Lucy, die sofort alle Herzen erobert. Doch sie erfahren auch von einer Frau, die wahnsinnig wurde, da ihr Mann und ihr Baby seit zwei Jahren spurlos verschwunden sind. Die Frau sei fest davon überzeugt, dass die beiden noch lebten. Tom möchte alles aufklären, war er doch von Anfang an vehement dagegen, Lucy zu behalten. Er hat einzig aus Liebe zu Isabel zugestimmt. Doch jetzt, da er weiß, was sie mit ihrer Entscheidung angerichtet haben, will er es wieder gut machen. Isabel und Tom geraten in Streit. Am nächsten Tag müssen sie wieder zurück auf Janus, ihr Urlaub ist vorüber. Natürlich nehmen sie Lucy mit…

Diese Geschichte ging mir wirklich tief unter die Haut. Ich wusste gar nicht, auf welche Seite ich mich stellen sollte. Denn ich hatte für alle Parteien großes Verständnis. Dadurch, dass Tom und Isabel so isoliert auf der Insel lebten, mussten sie nicht sofort mit den Konsequenzen ihres Tuns rechnen. Und außerdem hätte es ja auch sein können, dass die Mutter zunächst mit im Boot saß und ertrunken war und das Baby somit eine Waise war. Ja, man konnte sich hier wirklich sehr viel ausmalen. Nicht selten fragte ich mich, wie ich wohl entschieden hätte – zu dieser Zeit und unter diesen Umständen.

Wenn man nur die Beschreibung liest, dann sagt man natürlich: das war falsch. Aber wenn man der Geschichte lauscht und all die herben Rückschläge miteinbezieht, na dann möchte ich mir gar kein Urteil mehr erlauben. Und wie die Geschichte ausgeht, werde ich natürlich auch nicht verraten. Nur soviel: das Ende war so, wie ich es mir erhofft hatte – mit einer kleinen Träne im Auge.

Was mir auf den ersten Blick als „Herzschmerzbuch“ schien, entwickelte sich zu einem „Herzensbuch“, das es auf meine Bestenliste geschafft hat.

Stephan Benson gehört schon seit langem zu einem meiner Lieblingssprecher. Und natürlich habe ich ihm auch bei dieser Story gerne über die zwölfeinhalb Stunden zugehört. Ich mag seine weiche, angenehme Stimme und seine Art, die Sätze zu betonen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

John Kotter / Holger Rathgeber – Das Pinguin-Prinzip: Wie Veränderung zum Erfolg führt

Beschreibung
Die Bedingungen unseres Lebens ändern sich und damit müssen wir umgehen. Aber wie? Diese herzerfrischende Parabel vermittelt Strategien für erfolgreiches Handeln im Berufs- und Alltagsleben: Der neugierige Pinguin Fred und seine Mitstreiter machen uns vor, wie wir schwierige Situationen bewältigen können, gemeinsam den Mut zu Neuen entwickeln und auf unkonventionellen Wegen unser Ziel erreichen.

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Sprecher
Stephan Benson

Länge
103 Minuten

Meine Meinung
Das Pinguin-Prinzip ist eine recht nette kleine Geschichte, mehr wohl eher nicht. Es wird hier eine optimale Darstellung eines Change-Managements präsentiert, was mir doch sehr unrealistisch vorkommt. Die Fabel ist mit viel Charme geschrieben, so dass es durchaus Spaß macht, zuzuhören.

Als kleiner Denkanstoß oder als Zusatzlektüre ist es sicherlich recht vergnüglich anzuhören, aber ich hatte mir wesentlich mehr von diesem Hörbuch erwartet.

Fazit: ganz nett

Marie-Sabine Roger – Das Labyrinth der Wörter

Beschreibung
Germain ist ein Bär von Mann und nicht der Schlauste. Als er im Park eine reizende alte Dame kennenlernt, wird sein Leben auf den Kopf gestellt. Denn die feinsinnige Margueritte beschließt, den ungebildeten Hünen für die Welt der Bücher zu gewinnen.

“Mit dem Nachdenken anzufangen ist etwa so, wie wenn man einem Kurzsichtigen ein Brille gibt.“ Ganz besonders gilt das für Ich-Erzähler Germain Chazes, den seine Mutter von Klein auf für einen Dummkopf hält. „Wenn Du unter einer Glasglocke aufgezogen wirst, kannst Du keine großen Höhenflüge machen.“ Dann trifft der großgewachsene Mann im Park die kleine Margueritte Escoffier. Die alte Dame liest ihm Albert Camus’ Die Pest vor. Oder Bücher von glücklichen Mutter-Sohn-Beziehungen und exotischen Amazonas-Indianern. Margueritte schenkt ihm ein Wörterbuch, „ein großartiges Labyrinth, indem man sich voller Glück verirrt!“ Weil sich die 86-Jährige wirklich dafür interessiert, was der 45-Jährige denkt, wird sie zu seiner Vertrauten.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
235 Minuten

Meine Meinung
Es ist doch immer wieder schön, wenn man durch einen Zufall auf ein wundervolles Hörbuch trifft. Das war nämlich hier der Fall. Der Film lief hier im Ort im Kino. Aber wie so üblich, war ich natürlich wieder nicht im Kino. Aber dann entdeckte ich das Hörbuch bei Audible. Kaum hatte ich es gesehen, schon war es geladen und in meinen Ohren.

Doch um was geht es eigentlich in diesem Hörbuch?
Also: Germain ist ein sehr großer und sehr schwerer Mann in den Mittvierzigern. Für seine alleinerziehende Mutter war er immer nur ein Klotz am Bein und entsprechend wenig hat sie sich um seine Erziehung und Bildung gekümmert. Germain ist nun als erwachsener Mann kaum in der Lage zu lesen, springt von Hilfsarbeiterjob zu Hilfsarbeiterjob, aber meistert sein Leben im Großen und Ganzen ganz gut. Seine Freunde in der Kneipe nennen ihn liebevoll „Trottel“, da er halt auch einfach viele Dinge einfach nicht versteht. Aber mit Pflanzen, mit Pflanzen kennt er sich aus. Und er ist immerhin intelligent genug um zu verstehen, dass er nicht der „Hellste“ ist. Aber das ist soweit absolut ok für ihn.

Eines Tages lernt er die 86-jährige sehr kleine und zierliche Margueritte im Park kennen. Sie zählt – wie er – gerne die Tauben und so kommen die beiden ins Gespräch. Margueritte ist oft im Park und sie hat immer ein Buch dabei. Eines Tages liest sie ihm Auszüge aus „Die Pest“ von Albert Camus vor. Germain ist völlig fasziniert von der Geschichte – und von der alten Dame. Die beiden treffen sich immer öfter im Park – für Germain ist dies ein wahrer Segen. Denn Margueritte ist eine Person, die sich anscheinend wirklich für ihn interessiert! Und sie weckt auf eine ganz unaufdringliche Art und Weise Germains Interesse an Büchern, an Wörtern, am Wissen an sich.

Schnulzen mag ich ja nicht. Aber dieses Buch ist auch keine Schnulze. Ich denke, es geht eher in die Richtung „Modernes Märchen“ oder so ähnlich. Es hat mich derart emotional berührt, dass ich dieses Hörbuch sicherlich so schnell nicht mehr vergessen werde. Auch steckt diese Geschichte voller Humor! Ich habe derart oft über die geschilderten Situationen und Dialoge gelacht – einfach herrlich!

Eine wunderbare Geschichte, wie die Welt doch einfach auch mal sein könnte. Und so wäre sie doch für uns alle viel l(i)ebenswerter und wertvoller. 😉

Ganz, ganz großes Kopfkino hat hier Stephan Benson geleistet. Die Geschichte wird in der Ich-Form des Germain erzählt. Und Benson hat das derart großartig umgesetzt, dass man bereits beim ersten Satz weiß, wie Germain tickt. Also diese Sprecherleistung müsste meiner Meinung nach eine Auszeichnung bekommen.

s5g5h

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Marie-Sabine Roger – Das Labyrinth der Wörter

Siehe auch: 

John Harvey – Schlaf nicht zu lange

Beschreibung
Neues vom Großmeister des britischen Krimis Wenn ihn seine Exfrau in Cornwall anruft, ist Frank Elders erste Angst immer, dass seiner Tochter Katherine wieder etwas zugestoßen ist. Dieses Mal geht es allerdings nur um die Schwester einer Freundin, die unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Claire Meecham, Mitte fünfzig, ist verwitwet und lebt sehr zurückgezogen. Aber der Schein trügt: Bei der Durchsuchung ihres Bungalows stößt Elder auf Sexspielzeug und findet heraus, dass sie über Chatrooms im Internet einige männliche Bekanntschaften gemacht hat. Bevor er nachforschen kann, erhält er jedoch einen weiteren Anruf: Claire ist wieder aufgetaucht. Schick gekleidet liegt sie in ihrem Bett, das Haar ist frisch gebürstet – doch sie ist tot. Als Elder sie so kunstvoll in Szene gesetzt daliegen sieht, kommt ihm sein erster Fall im Morddezernat Nottingham wieder in den Sinn, der nie aufgeklärt werden konnte. Hat der damalige Mörder erneut zugeschlagen?

Sprecher
Stephan Benson

Länge
2 CDs

Meine Meinung
Eine ganz gute Detektivgeschichte, die aber keinerlei Höhepunkte aufweisen kann und auch so nur ziemlich träge vor sich hintröpfelt. Gute Story, langweilige Umsetzung.

Fazit: stars_3 ganz nett

Paul Torday – Bordeaux – ein Roman in 4 Jahrgängen

Beschreibung
Wilberforce ist ein IT-Genie ohne jede Lebenserfahrung. Dann vererbt ihm der sterbende Francis mehr als hunderttausend erlesene Flaschen Wein und führt ihn in die Amüsements der britischen Upper Class ein. Dass seine neu entdeckte Weinleidenschaft auch Schattenseiten hat, bemerkt Wilberforce erst nach seiner allzu kurzen Ehe mit der bezaubernden Catherine. In vier Jahrgängen erzählt Torday diese traurigskurrile Geschichte einer tiefen Liebe und einer großen Obsession. Ein süffiges Hörvergnügen, das lange nachklingt.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
314 Minuten

Meine Meinung
Dies ist ein wirklich toller Roman. Ich selbst trinke keinen Wein – nur Bier, aber selbst als Bierliebhaberin habe ich diesen Roman richtig genossen. Denn es handelt sich hier nicht um einen Roman, der einen in die Geheimnisse des Weines einweihen will, sondern vielmehr um die Geschichte eines einsamen Mannes auf seiner Suche nach Liebe und Glück und der Vergänglichkeit von allem.

Das Buch wird in 4 „Jahrgängen“ (also Kapiteln) von hinten nach vorne (also von 2006 bis 2003) erzählt. Und klar weiß man nach dem ersten Kapitel alles, was passiert ist. Aber trotzdem hört man gebannt zu, wie es denn dazu gekommen ist!  Und durch die Ich-Form wird es einem sehr leicht gemacht, sich in die Gefühle des Wilberforce so richtig hinein versetzen zu können und ihn recht schnell sehr liebenswert zu finden.

Und auch der Sprecher sollte nicht unerwähnt bleiben. Er hat eine tolle Leistung gebracht. Doch, also diesen Roman kann ich guten Gewissens weiter empfehlen – das war genau nach meinem Geschmack 😉 … auch wenn er den Hörer etwas traurig aber berührt zurück lässt.

s5g5h

Barbara Wood – Der Fluch der Schriftrollen

Beschreibung
Bei Ausgrabungen in Israel wird eine sensationelle Entdeckung gemacht: nahezu unversehrte Handschriften, die fast 2.000 Jahre in Tonkrügen verborgen waren. Benjamin Messer, ein junger amerikanischer Wissenschaftler, erhält den Auftrag, die Texte zu übertragen. Innerhalb kürzester Zeit nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Wirkt der Fluch Mose, mit dem die Schriftrollen einst belegt wurden, immer noch?
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Sprecher
Stephan Benson

Länge
8 CDs

Meine Meinung
Es werden 2000 Jahre alte Schriftrollen aus Jerusalem gefunden. Benjamin Messer soll sie übersetzen. Die „Spannung“ wird dadurch erzeugt, dass man mit Ben darauf fiebert, dass endlich die nächste Schriftrolle ankommt und er sie weiter übersetzen kann. Unglaubhaft fand ich, dass sich Ben zunehmend in David – den Verfasser der Schriftrollen – verwandelte. Aber alles in allem ein spannendes Hörbuch, dessen Ende ich mir pompöser gewünscht hätte. Man wartet auf die Bombe, doch es platzt nur eine Seifenblase.

Fazit: stars_4 empfehlenswert

Gehört am 07.04.2009

Andreas Eschbach – Der Nobelpreis

Beschreibung
Professor Hans-Olof Andersson hat ein gewaltiges Problem. Dem Mitglied des Nobelkomitees wurde gerade ein ungeheuerliches Angebot unterbreitet. Drei Millionen Kronen offerierte der fischäugige Mann mit dem Aktenkoffer, wenn Anderssons Stimme einer Schweizer Forscherin zum Medizinnobelpreis verhalf. Obwohl erst kürzlich drei Mitglieder des Komitees auf dem Mailänder Flughafen bei einem Crash ums Leben gekommen waren, lehnte Andersson das unseriöse Angebot ab. Schließlich stand die Reputation des berühmtesten Preises der Welt auf dem Spiel!

Als auch noch seine Tochter Kristina entführt wird, das liebste, was dem blässlichen Professor seit dem Unfalltod seiner Frau geblieben war, konnte nur noch einer helfen. Anderssons Schwager Gunnar Forsberg, der wegen Einbruchs und Industriespionage in Haft saß. Um Gunnar frei zu bekommen, lässt der Professor sämtliche Verbindungen spielen. Ab Seite 117 übernimmt der toughe Gunnar den Erzählfaden und schwingt sich zum eigentlichen Helden der Geschichte empor. Seine Suche nach Kristinas Entführern gerät bald zu einer schwindelerrregenden Odyssee. Ein menschliches und ganz und gar nicht nobelpreiswürdiges Katastrophengebiet erschließt sich. Von nun an windet sich die Story in verschlungenen Pfaden und nimmt schließlich eine völlig unerwartete Wendung, von der, um der Spannung willen, nichts verraten werden soll.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
6 CDs

Meine Meinung
Eine spannende Geschichte mit einer unglaublichen Wendung – sehr empfehlenswert!

Fazit: absolut empfehlenswert

Gehört am 15.02.2009

Siehe auch:

 

Ulrich Wickert – Die Wüstenkönigin

Beschreibung
Als Untersuchungsrichter Jacques Ricou auf angesehene Männer stößt, die alle menschlichen Werte missachten, ist er entschlossen, die Verbindungen zwischen Waffenhändlern und Ölmagnaten, zynischen Politikern und skrupellosen Geheimdienstagenten mit ihren illegalen Geschäften in Angola aufzudecken. Doch je näher er sich mit dem Fall befasst, desto gefährlicher wird die Lage für ihn. Konfrontiert mit den tiefsten Niederungen der menschlichen Habgier, schlägt er selbst die Warnungen der schönen schwarzen Lyse in den Wind und fliegt nach Luanda. Und damit in den fast sicheren Tod …

Sprecher
Stephan Benson

Länge
4 CDs

Fazit: stars_2 naja

Gehört vor dem 31.12.2008

Siehe auch: