Jonathan Coe – Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

Beschreibung
Am Valentinstag sitzt Maxwell Sim allein in einem Restaurant in Sydney. Von Frau und Tochter sitzengelassen, will nicht einmal sein Vater, für den er extra nach Australien geflogen ist, ihm Gesellschaft leisten. Da kommt das Angebot, für einen Anbieter ökologisch produzierter Zahnbürsten an einer Wettfahrt zu den Shetlandinseln teilzunehmen, wie gerufen. Maxwell legt seine Zukunft in die Hände der Mundhygieneartikelindustrie und macht sich gemeinsam mit dem freundlichen Navigationsgerät „Emma“ auf den Weg zum nördlichsten Punkt des britischen Königreichs.

Stephan Schad trifft perfekt den leicht melancholischen Tonfall Coes. Verschiedene Kurzgeschichten und Briefe ergänzen die tragikomische Erzählung von Maxwells Reise zu sich selbst.

Sprecher
Stephan Schad

Länge
450 Minuten

Meine Meinung
Zunächst war ich von diesem Hörbuch sehr angetan. Denn die Einsamkeit, die Maxwell Sim fühlt, konnte man selbst als Hörer fühlen – das fand ich unheimlich intensiv beschrieben. Trotzdem ist es nicht nur ernst geschrieben, es sind auch sehr lustige Szenen dabei.

Sein einsames Leben nimmt dann diese und jene kleine Wendung, er lernt hier und da neue Menschen kennen und die Begegnung mit einem alten Freund führt ihn schließlich auf eine sehr seltsame Reise, auf der er verschiedene Menschen aus seiner Vergangenheit wieder trifft und die ihm ein Stück weit die Augen zu sich selbst öffnen. Eigentlich sollte man denken, dass sich vielleicht alles doch zum Guten wendet, für den armen, einsamen Maxwell.

Doch leider flacht die Geschichte genau dann extrem ab. Und dass sich der Autor zum Schluss noch einmischt und damit dem Hörer jegliche Phantasie des weiteren Lebens des Maxwell Sim jäh raubt, fand ich zwar einen relativ netten Gag, aber hat den ganzen Zauber und das ganze Potenzial, die die Geschichte ursprünglich hatte, gnadenlos vernichtet.

Den Sprecher fand ich ok für die Story. Er passte gut.

Fazit: ganz nett

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jonathan Coe – Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

Katarina Mazetti – Mein Leben als Pinguin

Beschreibung
Wilma aus Stockholm, Lehrerin und tapfere Optimistin mit Unterbiss, hat es nicht leicht im Leben. Deshalb erfüllt sie sich ihren großen Traum: Eine Reise in die Antarktis zu den Pinguinen. Doch am Flughafen in Paris geht wieder mal fast alles schief: Erst in letzter Minute stolpert sie buchstäblich ins Gate und Tomas direkt in die Arme. Der wurde vor kurzem von seiner Frau verlassen und vermisst seine Kinder. Traurig sucht er die Einsamkeit – doch da hat er nicht mit Wilma gerechnet. An Bord der MS Orlowskij entdecken sie, dass man zusammen weniger allein ist – denn stehen Pinguine nicht immer ganz eng beieinander im eisigen Wind am Ende der Welt?

Sprecher
Brigitte Janner, Anne Weber, Stephan Schad

Länge
283 Minuten

Meine Meinung
Ein nettes Büchlein mit der klaren Botschaft: Carpe diem, egal was er für dich bereit hält. Erzählt wird die Geschichte von drei verschiedenen Blickwinkeln, sprich von drei verschiedenen Personen, die auch von drei verschiedenen Sprechern gesprochen werden. Und unterschiedlicher könnten die drei Charaktere wohl auch kaum sein. Dadurch ist die Geschichte recht abwechslungsreich, ganz selten auch mal richtig witzig.

Einen sehr schönen Zufall fand ich: noch bis vor ein paar Tagen hatte ich von Ernest Shackleton noch nichts gehört, kannte nicht mal den Namen, dass es eine Wedell-See gibt war mir auch neu. Doch ich habe ja gerade gestern erst das Hörbuch „635 Tage im Eis – Die Shackleton-Expedition“ fertig gehört und bin somit mit der Geografie der Antarktis recht vertraut (also im Vergleich zu vor einer Woche). Und die Reise in diesem Buch geht ja auch in die Antarktis. Und es wurde sehr viel über die Gegend erzählt und natürlich wurde das Grab von Shackleton, die Walfangstation und viele weitere Orte, die die Abenteurer von damals „besucht“ hatten, besichtigt. Das fand ich klasse. Vor einer Woche hätte nicht die geringste Ahnung gehabt, von was hier eigentlich geredet wird. Aber so war ich im Bilde. Das hat mir richtig Spaß gemacht. Und der enorme Unterschied zwischen einer Schiffsreise im Jahr 1915 und heute wurde dadurch natürlich äußerst deutlich.

Fazit: ganz nett

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Katarina Mazetti – Mein Leben als Pinguin

Ake Edwardson – Bis der Tod uns scheidet

Beschreibung Kommissar Erik Winter steht vor einem Rätsel: Eine Woche vor Heiligabend wird die Schwesternhelferin Susanne Balker in ihrer Wohnung brutal erwürgt aufgefunden. Trotz intensiver Ermittlungen hat Winter aber nur einen einzigen Verdächtigen: ihren Ehemann, der für die Tatzeit ein wasserdichtes Alibi hat. Nur die Testamentseröffnung liefert neue Hinweis, und als der Kommissar schließlich das letzte Teil in das mörderische Puzzle legt, ist er selbst vom Ergebnis verblüfft …

Sprecher Stephan Schad

Länge 1 CD

Meine Meinung Naja, man hat nix verpasst, wenn man diesen Krimi nicht kennt.

Fazit: stars_2 naja

Gehört vor dem 01.01.2008

Siehe auch: