Jeffrey Archer – Winter eines Lebens (Die Clifton Saga 7)

Beschreibung

Das große Finale der Clifton-Saga!

Für die Cliftons und Barringtons kommt die Zeit, in der sich die verschlungenen Wege der beiden Familien und Generationen zum letzten Mal kreuzen. Während Giles Barrington die finstere Wahrheit über seine Frau Karin erfährt, scheinen Harry und Emma Clifton am Gipfel ihrer Karrieren zu stehen. Doch dann melden sich alte Feinde zurück und das Spiel des Schicksals kommt zum tragischen Finale…

Ein großes Epos braucht eine große Stimme – Erich Räuker wird diesem Anspruch mehr als gerecht.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Erich Räuker

Länge
14 h 22 m

Meine Meinung
Beim letzten Teil der faszinierenden Clifton Saga hatte ich zugegebenermaßen anfangs etwas Probleme, Spaß am Zuhören zu finden. Der Einstieg in Teil 7 war zwar sehr genial und überraschend, doch dann folgte – zumindest für mich – eine echte Durststrecke. Denn hier ging es hauptsächlich um diesen nicht gerade sympathischen Meller und schlimmer noch um diese unsägliche Person Virginia. Nun, sie hätte ich nun wirklich nicht gebraucht. Es gab hier zwar auch sehr gute und auch überraschende Wendungen, doch ich mochte die zwei noch nie, und hätte viel lieber mehr von Harry und Emma erfahren.

Das Warten lohnt sich aber auf jeden Fall. Denn sind die beiden anderen Personen erst einmal „abgehandelt“ konzentriert sich der Roman voll und ganz auf Harry und Emma und den Rest der großen Familie. Abgesehen von den üblichen Themen Finanzen und Politik, kommt hier im letzten Teil der private und sehr persönliche Part der Familie nicht zu kurz.

Ich fand das Ende hochdramatisch und es kam für mich echt überraschend, hätte ich doch wirklich nicht damit gerechnet, dass Jeffrey Archer sich tatsächlich solch ein Ende für seine Saga ausdenken würde. Zwar ist es auch irgendwie verständlich, aber … ach, ich will hier gar nichts zu sagen.

Erich Räuker – klar – war wie immer perfekt.

Tja, und das war es nun mit den mir wirklich ans Herz gewachsenen Personen aus der Clifton-Saga. Über 7 Bände durfte ich Zeuge einer wirklich außergewöhnlichen Familiengeschichte werden. Es ist schon schwer, von all diesen Personen nun endgültig Abschied nehmen zu müssen. Doch einen kleinen Trost hat man ja ein Glück. Wird die Sehnsucht zu groß, kann man ja einfach wieder von vorne anfangen. Und das ist doch wahrlich besser als im wirklichen Leben!

Ich kann diese Serie jedem empfehlen, der

  1. gerne Serien mag,
  2. England, seine Politik und seine Finanzwirtschaft interessant findet,
  3. gerne die Protagonisten und Antagonisten in einem nicht immer fairen Kampf begleiten und mit ihnen zittern und beten möchte,
  4. gerne interessanten und kurzweiligen und vor allem immer spannenden Beschreibungen und Entwicklungen verfolgen möchte  und
  5. der nicht sofort komplett wahnsinnig wird, wenn jeder Band mit einem furchtbar knallharten Cliffhanger endet.

Letzteres ist aber jetzt nicht mehr ganz so tragisch, da mittlerweile ja alle Bände erschienen sind. Ich hingegen musste mich immer Monate gedulden, bis ich endlich weiter hören konnte. Das grenzte schon an Folter.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Winter eines Lebens (Die Clifton-Saga 7)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

 

 

David William Wilson – Als alles begann

Als alles begannBeschreibung
Eigentlich hat Alan diesen Sommer Wichtigeres zu tun, als durch die brennenden Rocky Mountains zu fahren. Doch als sein Großvater „Gramps“ einen Herzinfarkt erleidet, kann er ihm seinen letzten Wunsch nicht abschlagen. Er möchte noch einmal seinen Sohn Jack sehen, Alans Vater, der sich vor dreißig Jahren aus dem Staub gemacht hat. Also steigt Alan in den rostigen Ranger und macht sich zusammen mit Gramps Freund Archer auf die Suche. Was sie finden, reißt uralte Wunden auf.

Eine Geschichte über Freundschaft, über Hoffen und Verzeihen und über Männer, die um große Gefühle nicht viele Worte machen.

Sprecher
Johannes Raspe, Lutz Riedel

Länge
8 h 20 m

Meine Meinung
Leider habe ich hier mit meiner Bewertung zu lange gewartet. Ich weiß aber noch, dass es im Großen und Ganzen keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ich fand die meisten Personen nicht sonderlich sympathisch, was mir das Hören ziemlich erschwert hat. Ein Glück hatte ich aber meine Bewertung notiert.

s5g3

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: David William Wilson – Als alles begann

 

Eric-Emmanuel Schmitt – Oskar und die Dame in Rosa

Beschreibung
Mit diesem Hörspiel ist ein kleines Kunststück gelungen: Stilsicher, ohne falsche Sentimentalität wird ein schwieriges, nahezu tabuisiertes Thema „philosophisch“ umkreist. Es ist das Sterben von Kindern aus der Sicht eines Kindes, das weiß, dass es nicht mehr lange leben wird. Vielleicht liegt es an der großartigen Gisela Trowe, die als Oma Rosa den kleinen Oskar bis zum Ende begleitet, vielleicht an Jannik Schümann in der Rolle des leukämiekranken Oskar, jedenfalls fühlt man sich am Ende des Hörspiels unerwartet leicht, zuversichtlich und kein bisschen bedrückt. Mehr noch, man hat einen anderen Blick auf den Tod bekommen.

Eingebettet in die Geschichte eines kleinen Jungen, der sterben wird, es weiß und in Briefen an Gott von seinen Erlebnissen erzählt, wird der philosophische Stoff des Todes inszeniert. Denn es ist wichtig, dass darüber gesprochen wird. Am Anfang leidet Oskar zwar unter seinem bevorstehenden Tod, mehr noch macht ihm aber das Verhalten seiner Eltern zu schaffen. Oskar spürt, wie sie sich abwenden, er fühlt ihre Lügen und kann das nur als Liebesentzug verstehen. Zu der unfassbaren, ungerechten Todesverurteilung kommt für ihn noch die Abwendung seiner Eltern.

In diesem verzweifelten Stadium hilft dem krebskranken Oskar Oma Rosa. Sie rät ihm, Briefe an den lieben Gott zu schreiben und sich vorzustellen, ab sofort jeden Tag zehn Jahre älter zu werden. Und Oskar lässt sich darauf ein, er durchlebt im Zeitraffer Pubertät, Liebe und Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter. Er feiert mit Oma Rosa und seinen Eltern noch ein wunderbares Weihnachtsfest und stirbt dann im Einklang mit sich und der Welt.

Eric-Emmanuel Schmitt zählt zu den international erfolgreichsten zeitgenössischen Dramatikern. Nach der inzwischen verfilmten, erfolgreichen Erzählung „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ wurde auch „Oskar und die Dame in Rosa“ ein Bestseller. Der Autor kannte selbst einen todkranken Jungen; seinen Vater, der als Physiotherapeut arbeitete, durfte er oft in die Klinik begleiten. Mit „Oskar und die Dame in Rosa“, im Februar 2002 als Bühnenstück in Paris uraufgeführt, schrieb der ehemalige Philosophiedozent eine wichtige Geschichte über Leben und Tod. Das Buch gehört zur „Trilogie des Unsichtbaren“. „Oskar und die Dame in Rosa“ thematisiert das Christentum, „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ widmet sich dem Sufismus, und „Milarepa“ beschäftigt sich mit dem Buddhismus.

Fazit: Regisseur Sven Stricker hat ein bewegendes Hörspiel geschaffen, ein wichtiges Thema beeindruckend inszeniert. Mit Weisheit, Humor und bar jeglicher Sentimentalität. Eine Produktion des Norddeutschen Rundfunk 2003.

Sprecher
Gisela Trowe (als die Dame in Rosa) und Jannik Schümann (als Oskar, den krebskranken Jungen)

Länge
88 Minuten

Meine Meinung
Was für eine schöne Erzählung! Schon allein der Mut, sich an solch ein Thema heranzuwagen, verdient ein Extrasternchen. Denn es ist wohl so ziemlich das schwierigste Thema überhaupt: wenn Kinder sterben müssen.
Eric-Emmanuel Schmitt hat mit seiner robusten Dame in Rosa eine starke Persönlichkeit erfunden, die Oskar immer wieder mit Rat und Tat beiseite steht und stets gute Tipps für ihn hat, wie er seine Gedanken positiver lenken kann.
So hatte ich hier ein Hörbuch vor mir, dass mit viel Charme, viel Ernsthaftigkeit aber auch mit sehr viel Witz recht leicht erzählt wird, auch wenn es eigentlich verdammt schwere Kost ist.
Selten habe ich gesehen, dass diese Gratwanderung bravouröser gemeistert wurde. Es ist kein bisschen kitschig, es rührt nicht (oder fast nie) zu Tränen und doch schwebt das Thema „Tod eines Kindes“ stets über dem Geschriebenen bzw. Gehörten. Denn einzig darum und wie man mit dem Wissen um den nahen Tod umgehen kann, geht es in diesem Hörspiel.

Die beiden Sprecher waren super! Keine Stimme hätte besser zu „Oma Rosa“ gepasst, keiner hätte den jungen Oskar besser vertonen können. Insgesamt war dieses Hörspiel sehr, sehr gut gemacht. Großes Lob an den Regisseur Sven Stricker.

Fazit: absolut empfehlenswert

Siehe auch: