DSGVO

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

am 25.05.2018 tritt die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Ich habe jede Menge Artikel dazu gelesen, immer auf der Suche nach einer klaren Aussage. Doch Fehlanzeige. Wie auch. Die DSGVO gibt ja selbst keine klare Aussage her. Fragt man 5 verschiedene Leute, bekommt man 5 verschiedene Meinungen dazu. Vermutlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er nun agiert.

Kurz habe ich überlegt, ob ich den Blog ganz schließe. Doch das will ich nicht. Ich will hier einfach nur über Hörbücher schreiben und kein Spezialist in Sachen WordPress, Google, IP-Adressen etc. werden. Da ich also nicht genau weiß, was hier im Hintergrund so alles passiert,  habe ich die Kommentarfunktion deaktiviert und alle bisherigen Kommentare gelöscht. Ich finde das wirklich tragisch. Aber es ist eine  Entscheidung, die ich aufgrund eines Beratungsgesprächs bzgl. DSGVO bei uns in der Firma getroffen habe.

Wir können uns aber auch weiterhin über die Hörbücher unterhalten:

  1. Falls du einen Facebook-Account hast, dann kannst du mit mir und anderen auf meiner Facebook-Seite http://www.facebook.com/Quodlibeterin/ diskutieren.
  2. Du kannst auch meiner Facebook-Hörbuchgruppe beitreten. Hier gibt es viele weitere Hörbuchbegeisterte, die sich gerne angeregt über Hörbücher unterhalten und auch selbst Hörbücher vorstellen. Die Gruppe heißt „Hörbuch-Rezensionen“.
  3. Natürlich kannst du mich auch per E-Mail kontaktieren. Siehe hierzu Impressum.

Tja, das kommt nun bei der allgemeinen Verwirrung über die DSGVO heraus: Die besten Diskussionsmöglichkeiten hat man jetzt bei einer der größten Datenkraken überhaupt. Ergibt das einen Sinn? Wohl kaum. Doch bevor es nicht die ersten Gerichtsurteile gibt, werde ich die Kommentarfunktion deaktiviert lassen. Ich hoffe auf dein Verständnis für meine Entscheidung.

Liebe Grüße
Die Ute

Roberto Saviano – Der Clan der Kinder

Beschreibung
Zehn Jungen rasen auf ihren Motorrollern durch die Stadt. Sie heißen Maraja, Dentino, Lollipop, Drone, sie tragen Markenschuhe und den Namen der Freundin auf die Schulter tätowiert – und sie wollen alles haben. In Neapel ist das nur eine Frage der richtigen Camorra-Bande. Der Weg vom Pusher zum Killer ist kurz.

Auf den Dächern der Stadt üben die 15-jährigen mit Sturmgewehren, zielen auf Mülltonnen und Fensterscheiben. Bald gilt ein Menschenleben weniger als ein gebrochenes Wort. Sie fühlen sich unsterblich, bis der Glanz ihres rasanten Lebens sie schließlich selbst blendet.

Roberto Savianos erster großer Roman erzählt von einer Jugend ohne Gott: schnell, brutal und ohne Pardon.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Martin Bross

Länge
12 h 32 m

Meine Meinung in Kürze
Dieses Hörbuch fand ich erschreckend. Erschreckend aufgrund seiner Gewalt, die von Kindern ausgeübt wird, im Glauben, etwas ganz großes zu tun und mit den Großen der Welt mithalten zu können. Ich konnte das Hörbuch vor lauter Entsetzen und Abscheu kaum abschalten. Denn es war so eindrücklich beschrieben, dass man stellenweise die Gedankengänge der Knirpse vielleicht sogar nachvollziehen konnte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Roberto Saviano – Der Clan der Kinder

Elisabeth Herrmann – Die Mühle

Die MühleBeschreibung
Wahrheit, Lüge, Tod

„The Court“ – das waren die Coolen. Die Angesagten, die Unerreichbaren, die Helden von Lanas Schulzeit. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique kommt? Jahre, nachdem sie alle ihre alte Schule verlassen haben? Der Trip führt die Clique in eine alte Mühle, umgeben von wilder Natur. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als dann der erste der Freunde verschwindet, wird Lana klar, dass sie in der Falle sitzt. Denn es geht um Leben und Tod…

Laura Maire, beim Deutschen Hörbuchpreis 2011 und 2014 als Beste Interpretin ausgezeichnet, hat bisher sämtlichen Jugendromanen von Elisabeth Herrmann ihre Stimme geliehen.

Sprecher
Laura Maire

Länge
10 h 56 m

Meine Meinung
Warnung! Dieses Hörbuch ist nicht geeignet für Leute mit einem schwachen Herz!

Von Elisabeth Herrmann kenne ich bisher nur „Das Dorf der Mörder“. Das ist nun schon länger her, dass ich das Hörbuch hörte, jedoch blieb mir dieses sehr gut in Erinnerung.

Das Thema des neuesten Werks von ihr interessierte mich. Das Cover fand ich ebenfalls sehr gelungen, der Erscheinungstermin ward sofort notiert. Am selben Tag kam es auf meinen Player. Heute morgen habe ich es fertig gehört. Und ich kann nur sagen: Wow!

Zunächst fängt die Story harmlos an. Die Ich-Erzählerin Lana wird durch Zufall die siebte Teilnehmerin eines Kurzurlaubs. Die Clique, die früher „The Court“ genannt wurde und aus sieben Personen bestand, wollten dieses Wochenende in einem Luxushotel in Tschechien verbringen.  Einer dieser sieben liegt durch einen dummen Zufall im Krankenhaus und gibt seine Einladung an Lana weiter. Sie soll doch bitte für ihn dort hin fahren. Kaum ist sie dort, lernt sie die anderen kennen. Schnell merkt sie, zu wem sie einen Draht hat und zu wem nicht. Die Personen werden clever in die Geschichte eingeführt, schnell hat man selbst einen Eindruck von den verschiedenen Persönlichkeiten. Der Abend verläuft etwas angespannt, da sich alle Beteiligten schon lange nicht mehr gesehen hatten. Und immer steht das Rätsel im Raum: Wer von ihnen hat sie eigentlich alle zu diesem Event eingeladen? Alle bestreiten, der großzügige Gastgeber zu sein. Die Frage lässt sich an diesem Abend jedenfalls nicht mehr klären.

Am nächsten Tag steht ein Ausflug an. Sie versammeln sich alle, eine riesen große Limousine fährt vor und holt sie ab.  Dann geht es ab in die Berge. Irgendwo hält die Limousine an, die Clique samt Lana steigen aus. Dann braust die Limousine davon. Keiner von ihnen hatte bei diesem Ausflug damit gerechnet, dass es eine Bergtour werden würde. Dementsprechend ungeeignet ist die Kleidung, vor allem das Schuhwerk. Was tun? Sie laufen los in die Richtung, die ihnen gezeigt wird. Bald stehen sie vor einem enormen Abgrund der nur über eine Hängebrücke zu überwinden ist. Auf der anderen Seite steht eine reich gedeckte Tafel. Und hier braucht ein herzkranker Zuhörer zum ersten Mal seine Tropfen…

Für mich als ein von Höhenangst geplagter Mensch war diese Szene das pure Horrorszenario. Doch das war erst der Anfang. Weiter führt der Weg zu einer alten stillgelegten Mühle. Und hier beginnt die Story erst so richtig, Fahrt aufzunehmen. Über die nachfolgenden Geschehnisse will ich nichts, aber auch gar nichts verraten. Denn was dann kommt, ist fast nicht mehr an Spannung und Dramatik zu überbieten.

Die psychologischen Aspekte kamen hier auch nicht zu kurz. Lange Zeit kann nicht erklärt werden, wer denn zu dieser apokalyptischen Reise eingeladen hat. Und immer wieder steht die Glaubwürdigkeit von Lana, die ja eigentlich gar nicht zu der Clique gehört, im Vordergrund.

Ich fand dieses Hörbuch äußerst clever aufgebaut. Der Spannungsbogen wurde ab dem Zeitpunkt des Ausflugs konstant straff gehalten, man konnte kaum durchschnaufen. Aber warum sollte man das können, wenn es die Protagonisten aufgrund der ständig lauernden Gefahren auch nicht konnten. Ist doch nur fair.  😉

Das i-Tüpfelchen der Spannung setzte Laura Maire mit ihrem äußerst engagierten Vortrag. Sie durchlebte die Geschichte körperlich, kämpfte mit den Worten, Schrie, als würde sie gerade persönlich angegriffen, verlor sich in tiefster Verzweiflung. Sie versank förmlich in der Geschichte und – so kam es einem vor – in der Person Lana. Einfach klasse.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elisabeth Herrmann – Die Mühle

Siehe auch:

Paula Polanski, Hakan Nesser – Strafe

StrafeBeschreibung
Auch wenn du sie bislang verdrängt hast: Die Vergangenheit holt dich ein.

Der berühmte Autor Max Schmeling erhält einen Brief von Tibor Schittkowski, einem Freund, den er seit 40 Jahren nicht mehr gesehen hat. Dieser liegt im Sterben und benötigt Max‘ Hilfe und weil er Tibor noch aus Schulzeiten einen Gefallen schuldet, lässt er sich darauf ein. Er reist zurück in seine Heimatstadt und erhält von Tibor einen Auftrag – doch worin dieser besteht, bleibt zunächst im Dunkeln. Max gerät nach und nach in eine Geschichte, in der seine eigene Rolle immer unklarer wird.

„STRAFE“ ist ein geheimnisvoller Roman, in dem nichts ist, wie es scheint und in dem sich die Auflösung der Geschichte als ihr Ausgangspunkt entpuppt…

Sprecher
Dietmar Bär, Katja Riemann

Länge
6 h 13 m

Meine Meinung
Wo fängt es an? Wo hört es auf? Was ist Anfang, was das Ende. Über dieses Hörbuch ist es schwer, eine Rezension zu schreiben. Denn was soll man schreiben, ohne zu viel zu verraten? Die Beschreibung oben muss also reichen.

Lange Zeit hört man Dietmar Bär gebannt zu, was er zu erzählen hat. Die Phase ist enorm spannend und ich konnte kaum aufhören zu hören. Viel später erst kommt Katja Riemann zum Zug. Auch dieser Part ist interessant, doch weiß man immer weniger, wohin diese Geschichte denn eigentlich führen soll. Dann kam bei mir eine Phase der totalen Verwirrung und ich kapierte gar nichts mehr. Ich hörte das Ende noch einmal an und stellte fest, dass ich einen essentiellen Absatz völlig überhört hatte und deshalb so verwirrt war. Doch nach dem zweiten Hören, wurde mir das dann klar. Und so kann ich nur sagen: Klasse ausgedacht! Auf dieses Ende der Story wäre ich im Leben nicht gekommen. Hut ab.  Kurzum: „Strafe“ ist eine tolle Story, doch man muss „verdeifelt uffbasse“, wie die Hessen sagen – besonders am Ende.

Dietmar Bär fand ich wie immer grandios, Katja Riemann hat mir auch gut gefallen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Paula Polanski, Hakan Nesser – Strafe

(Kurzer Nachtrag: Nesser kritisiert sich hier übrigens selbst. Tibor hat „Die Perspektive des Gärtners“ gelesen – fand er nicht so gut. Ich auch nicht so. Aber ich fands klasse, dass er das in diesem Krimi erwähnt hat.)

Siehe auch:

Van Veeteren-Krimis

Inspektor Barbarotti-Krimis

Andere

Wulf Dorn – Phobia

PhobiaBeschreibung
Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
9 h 09 m

Meine Meinung
Seltsame Dinge ereignen sich im Haus der Bridgewaters. Sarah wähnt ihren Mann auf Geschäftsreise, als sie nachts Geräusche im Haus hört. Alles klang nach den Gewohnheiten ihres Mannes. Der Schlüssel auf der Kommode, der Koffer, der dort abgestellt wird, der Gang in die Küche und das Öffnen der Kühlschranktür, um noch eine Kleinigkeit zu essen. All das waren die typischen Geräusche, die ihr Mann machte, wenn er von einer Geschäftsreise nach Hause kam. Als sie nach unten geht um ihn zu begrüßen, stellt sie jedoch entsetzt fest, dass es sich bei dem Mann in ihrer Küche nicht um ihren Ehemann handelt. Dieser Mann steckte zwar in dem Anzug ihres Mannes, doch war er ihm zu klein. Denn der Mann war größer. Und natürlich sah er anders aus. Ganz anders! Er sah entsetzlich aus! Sein ganzes Gesicht war voller Narben.  Und doch behauptete er steif und fest, ihre Ehemann Stephen zu sein. Und er wusste auch Dinge, die nur Stephen wissen konnte!

Hui, dachte ich mir, was ist denn da passiert? Also hörte ich gespannt weiter. Dann kam eine andere Szene. Mark Behrendt wurde nun in die Geschichte eingeführt. Was hierzu erzählt wurde, fand ich dann etwas seltsam. Aber ok. Man soll ja nicht vorschnell urteilen. Aber meine Spannung war zunächst etwas weg.

Dann traf Sarah Stephen auf einer Beerdigung. Sie bat ihn um Hilfe. Die Polizei glaubte ihr nicht, ihr Mann war immer noch spurlos verschwunden und der Fremde meldete sich immer wieder als Stephen bei ihr.

Mark, der eigentlich Psychiater war, hatte aber durch den Tod seiner Frau selbst den Boden unter den Füßen verloren, war dem Alkohol verfallen und sah sich nicht in der Lage, ihr zu helfen. Doch er berappelte sich und dachte, wenn er ihr hilft, hilft er sich selbst auch. Mein Interesse an der Geschichte schwand dahin…

Ein anderes Hörbuch musste her… „Unbescholten“ von Alexander Söderberg suchte ich mir aus. Meine Rezi hierzu gibt es hier. Als ich dieses dann fertig hatte, hörte ich „Phobia“ weiter. Denn so ganz aus dem Kopf ging mir das nicht und ich wollte letztlich doch wissen, wie es weiter geht.

Mark und Sarah versuchten nun also gemeinsam, den fremden Mann zu finden. Mehr will ich dazu nicht erzählen.

Das Ende der Geschichte fand ich gut, was Sarah und ihren Mann betrifft, was Mark betrifft fand ich es unverständlich. Ich weiß gar nicht, was mir Wulf Dorn mit diesem Ende sagen wollte? Vielleicht war es ja auch ein Hinweis, dass es eine Fortsetzung zu Marks Geschichte geben wird? Alles andere macht für mich keinen Sinn. Oder habe ich irgendetwas nicht verstanden? Falls dem so ist, bitte klärt mich auf!

„Phobia“ war für mich keine Geschichte, die mich vom Hocker riss oder um den Schlaf brachte. Ich fand zwar die Vorstellung, dass ein geliebter Mensch spurlos verschwunden und vermutlich in den Händen eines „Verrückten“ ist erschreckend! Und auch, dass jemand Fremdes alles über einen wusste, was er eigentlich gar nicht wissen konnte, fand ich fürchterlich. Und doch hat mich die Art und Weise der geschilderten Situationen nicht richtig entsetzt. Ich konnte weder Sarah noch mit Mark wirklich mitfühlen. Ich hörte es, registrierte es, aber eigentlich plätscherte für mich die Story einfach nur dahin. Sie hat mich nicht gepackt. Schade. Echt schade, da ich dieses Hörbuch als „Musst du unbedingt hören“ empfohlen bekommen hatte.

Aber ich will das Hörbuch natürlich auch nicht verteufeln. Vielleicht liegt es ja auch an mir – vielleicht bin ich momentan der vielen Thriller und Krimis einfach überdrüssig.

David Nathan – na, muss ich nix zu sagen. Natürlich war er wieder toll.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Wulf Dorn – Phobia

Siehe auch: