Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse

Beschreibung
Die Geschichte einer eigenwilligen Außenseiterin – einfühlsam und packend gelesen von Luise Helm.

In den 1960er-Jahren schwirren viele Gerüchte über Kya Clark durch die ruhige Küstenstadt Barkley Cove. Isoliert lebt sie im Marschland mit seinen Salzwiesen, Sandbänken, Buchten. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Zwei junge Männer werden auf die wilde Schöne aufmerksam, und Kya öffnet sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Als einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich die Bewohner sicher: Das „Marschmädchen“ ist schuld. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.

Sprecher
Luise Helm

Länge
13 h 04 m

Meine Meinung
Wenn ich ein Hörbuch direkt nach dem Beenden des letzten Satzes gleich nochmals von vorne starte, dann hat es mich entweder völlig verwirrt oder aber es hat mir so gut gefallen, dass ich es direkt nochmals hören möchte. Den Gesang der Flusskrebse fand ich derart beeindruckend, dass eindeutig letzteres zutraf.

Diese Geschichte ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Es spielt in einer nicht gerade gängigen Gegend, sprich das Setting – nämlich im Marschland – ist für sich genommen schon äußerst interessant und nicht gerade Standard in Romanen.

Die Protagonistin ist ebenso wild und eigenwillig wie die Gegend. Ihr Schicksal wird hier sehr ausführlich, sehr gefühlvoll und äußerst glaubwürdig geschildert. Ganz selten kommt man in den Genuss, Gefühle so echt und so schonungslos erzählt zu bekommen, wie in dieser Geschichte. Ich fühlte förmlich die gnadenlose Einsamkeit und ihre Andersartigkeit, die Kya in ihrem jungen Leben und auch später durchleben musste.

Sehr fasziniert haben mich auch die detaillierten Naturbeschreibungen. Die Autorin hat hier wirklich sehr gut recherchiert und all ihr Wissen in eine kurzweilige, sehr spannende und insgesamt äußerst interessante Geschichte gepackt. Ich will hier gar nicht viel über die Story an sich erzählen.  Aber eins will ich ganz bestimmt: Eine klare Hörempfehlung aussprechen!

Luise Helm hat dieses Meisterwerk an Erzählkunst ganz hervorragend vertont. Sie war die perfekte Stimme für dieses Buch. Sie hat sogar gesungen. Und das ganz wunderbar.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse

Sam Feuerbach – Der Totengräbersohn 3

Beschreibung
Händeringend sucht der Totengräbersohn nach einer Möglichkeit, seinen Herrn Emicho zu retten. Hierzu führt ihn eine dringliche Mission über das höchste und unwegsamste Gebirge des Weltenreiches ins geheimnisvolle Sumpfland. Doch die wahre Gefahr der Mission lauert im Verrat, im Misstrauen und in der Verzweiflung…

Sprecher
Robert Frank

Länge
11 h 26 m

Meine Meinung
Wow, was für eine Fortsetzung der Reihe! Aross ist auf der Suche nach ihren Wurzeln und landet dabei ungewollt an Bord der Barbarossa. Was sie hier alles erlebt, ist mehr als furchtbar. Ein zweiter Steuermann, der nichts lieber tut, als Menschen zu quälen. Und das aufs Übelste. Als dann Aross in Ungnade des 2. Steuermanns fällt, scheint ihr Leben vorbei zu sein….

Währenddessen schlägt sich Farin mit drei mehr oder weniger Vertrauten auf eine tödliche Mission über das Westgebirge ins Sumpfland, aus dem noch nie eine Menschenseele lebend zurückkehrte. Doch es scheint keinen anderen Ausweg zu geben, als eben dieses Risiko einzugehen. Denn einzig hier wächst das unbedingt notwendige Kraut, um Emicho von seinem Fluch zu befreien.

Ekel, der Dämon von Farin, verlangt hier seinem „körperlichen Gefäß“ alles ab. Ist Vertrauen in einen Dämon wirklich eine gute Entscheidung?

Gespannt warte ich nun auf Teil 4, den es leider noch nicht gibt. Mit diesem letzten Teil wird die Geschichte dann leider auch schon enden. Ich könnte noch stundenlang den weiteren Abenteuern von Farin/Ekel und Aross/Künstler Ki lauschen. Doch ich bin wirklich froh, dass ich mich auf das Terrain „Fantasy“ eingelassen habe. Denn sonst wäre mir diese wundervolle Reihe glatt entgangen.

Und jetzt mal wirklich ein riesen großes Lob an den Sprecher Robert Frank. Er macht seine Sache derart gut, dass ich ihn glatt mit dem fabelhaften  Stefan Kaminski vergleichen möchte. Doch, die beiden stehen sich in nichts nach. Wirklich grandios, wie er hier die einzelnen Charaktere – insbesondere Ekel – vertont.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sam Feuerbach – Der Totengräbersohn 3

Siehe auch: