Andreas Eschbach – NSA – Nationales Sicherheits-Amt

Beschreibung
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet…

Sprecher
Laura Maire

Länge
22 h 14 m

Meine Meinung
Grandios! Schon alleine die Idee fand ich klasse. Klar, wird in einem Krieg – zu im 2. Weltkrieg – viel mit Überwachung gemacht. Doch was wäre gewesen, wenn man damals schon die Technik von heute gehabt hätte?

Mir hat dieses Gedankenspiel sehr gut gefallen. Vor allem auch in Hinsicht auf unsere Zukunft. Eschbach hat uns hier ganz deutlich vor Augen geführt, welche Gefahren unser heutige sehr unbedachte Umgang mit dem Internet birgt. Er hat hier Episoden angeführt, auf die man erst einmal kommen muss. Aber abwegig fand ich diese auf keinen Fall! Und oben drein, hat Eschbach hier nur einfachste „Strickmuster“ angeführt, die noch weit entfernt von den heute tatsächlichen Möglichkeiten sind.

Doch selbst wenn man sich vom Internet weitgehend fernhält, man ist durchsichtig, ob man will oder nicht.

Dazu war diese Geschichte keine Minute langweilig. Im Gegenteil, die über 22 Stunden vergingen wie im Flug, und ich hörte wirklich in jeder freien Minute, die ich erübrigen konnte.

Unsere Protagonistin Helene war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Klasse fand ich auch ihre Berufsbezeichnung: Programmstrickerin. Denn das Programmieren war eine typische Frauenarbeit, wie das Kochen oder eben die Haus- und Handarbeit. Für Männer war das nichts, diese niedere Tätigkeit.

Nett fand ich auch seine Andeutung auf „Teufelsgold“.

Laura Maire als Sprecherin hat mir als Stimme zum Hörbuch auch äußerst gut gefallen. Ich bin nun kein ausgesprochener Fan von ihr, manchmal ist sie mir einen Tick zu schrill. Aber hier fand ich sie richtig klasse.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Eschbach – NSA – Nationales-Sicherheits-Amt

Siehe auch:

Andreas Eschbach – Teufelsgold

teufelsgoldBeschreibung
Nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste Mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann – gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchimist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit.
Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel – ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte. Oder öffnet er die Pforten der Hölle?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
15 h 44 m

Meine Meinung
Auf Teufelsgold habe ich mich sehr gefreut, liebe ich doch die Geschichten von Andreas Eschbach.  Auch in diesem Hörbuch hat er mich in keinster Weise enttäuscht, auch wenn ich das Thema „Transhumanismus“ an sich  nun nicht ganz so prickelnd spannend finde. Doch der Plot hat mir insgesamt wieder sehr gut gefallen.

Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal in der Vergangenheit vor ca. 500 Jahren, als ein Alchemist mit dem Stein der Weisen unterwegs ist und dann gezwungen wird, doch wieder Teufelsgold herzustellen, obwohl er dies auf keinen Fall mehr tun wollte. Und dann in der Gegenwart. Hier haben wir es mit dem Hochstapler Hendrik zu tun, dessen Gier schier nicht zu stillen ist und der jede Chance nutzt, um sich besser zu präsentieren, als er eigentlich ist.

Schöner und spannender fand ich die historischen Beschreibungen. Doch gerade das Zusammenspiel aus Vergangenheit und Gegenwart war wieder gekonnt verknüpft, so dass eine runde Sache dabei heraus kam.

Über das Ende kann man sicherlich streiten. Ich fand es gut, wurde es doch eigentlich ganz zu Anfang bereits von der Wahrsagerin so ungefähr vorhergesagt. Auch wenn mir das erst viel später auffiel, muss ich gestehen. Denn dazwischen lagen so viele Ereignisse, dass ich den Kirmesbesuch zu Beginn bereits wieder verdrängt hatte. Er hatte ja auch sonst nichts mit der Story zu tun.

Matthias Koeberlin hätte zwar ein klein wenig mehr Enthusiasmus an den Tag legen können, aber trotzdem war ich zufrieden mit seiner Leistung.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Eschbach – Teufelsgold

Wen es interessiert:
Wenige Wochen nachdem ich das Hörbuch gehört hatte, war ich bei einer Lesung von Andreas Eschbach. Er schreibt nicht nur tolle Bücher, er ist auch ein sehr sympathischer Mensch. Und er hat tolle Stellen für seine Lesung ausgewählt. Etwas verwundert war ich, als gefragt wurde, wer das Buch bereits kennen würde, dass ich zu einigen wenigen gehörte, die es bereits kannten. Die meisten kannten es noch nicht. Doch fast alle haben ein Exemplar im Anschluss an die Lesung bei ihm gekauft. So auch meine Schwester. Und ja, es hat ihr auch gut gefallen.

Siehe auch: