Val McDermid – Rachgier

Beschreibung
Fall Nr. 10 für Val McDermids berühmtes Ermittler-Duo: Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill jagen den „Wedding Killer“!

Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Auto – das ist alles, was von der unauffälligen Büroangestellten Kathryn McCormick übrig ist. Erst vor kurzem hatte sie auf einer Hochzeit einen attraktiven Mann kennengelernt und auf neues Glück nach einer herben Enttäuschung gehofft. DCI Carol Jordan und Profiler Tony Hill versuchen den Mann ausfindig zu machen, müssen aber feststellen, dass keiner der anderen Hochzeitsgäste ihn kannte. Eine weitere Frauenleiche bestätigt Carols furchtbaren Verdacht: Ein ebenso raffinierter wie perfider Serienkiller macht sich die Einsamkeit seiner Opfer zunutze.

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute ist sie eine der erfolgreichsten britischen Autorinnen von Thrillern und Kriminalromanen. Ihre Bücher erscheinen weltweit in mehr als vierzig Sprachen.

Sprecher
Wolfgang Berger

Länge
14 h 20 m

Meine Meinung
Ein Glück hatte ich die letzten 2 Tage Urlaub. Denn sonst wäre ich vor Spannung wohl schier verrückt geworden. Ok, die ersten paar Stunden sind vielleicht nicht so super spannend, da die Ermittlertruppe um Carol Jordan keinen Schritt weiterkommt. Morde passieren und sie finden einfach keinen Anhaltspunkt, nicht das kleinste Detail, das ihnen einen Hinweis auf diesen perfiden Mörder geben könnte. Nur sehr zögerlich können sie aus quasi nichts endlich einen kleinen Lichtblick am Horizont erblicken. Doch dieser ist wirklich sehr klein. So klein, dass die Überwachung des Hauptverdächtigen aus Kostengründen eingestellt wird, da die Chancen auf eine Verurteilung aufgrund der Indizien einfach zu gering sind.

Des Weiteren wird Carols sowieso schon angekratzte Persönlichkeit durch eine hartnäckige Journalistin attackiert, die ihr Leben und ihre Karriere mit nur einem Artikel komplett ruinieren könnte. Das alles ist  zu viel für Carol, die stark unter dem Alkoholentzug und ihrem momentanen Misserfolg leidet. Doch nicht nur wegen sich, es geht ihr auch um ihre Gruppe, deren Mitglieder dann wohl auch keine großen Karrierechancen mehr hätten. Alles zusammen lässt sie eine fatale Entscheidung treffen.

Die letzten Stunden dieses Krimis fand ich derart spannend, dass ich keine Minute mehr das Hörbuch unterbrechen wollte. Solche Krimis mag ich sehr, die zum Ende hin derart spannend werden, dass man nur noch mit aufgerissenen Augen und bibberndem Herzen da sitzt und den weiteren Geschehnissen lauscht.

Wolfgang Berger als Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Etwas schade finde ich, dass für die Serie die Sprecher sehr verschieden sind. Ok, meine Pausen zwischen den Hörbüchern sind immer sehr lange, so dass es bei mir nicht so ins Gewicht fällt. Aber prinzipiell finde ich es besser, wenn für eine Serie ein und derselbe Sprecher am Mikrofon ist.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Stephen Williams – Tuesday Falling

Sie zerstörten ihr Leben, … nun nimmt sie Rache!

Beschreibung
Ihr Name ist Tuesday – und sie nimmt unerbittliche Rache an Vergewaltigern und Gangstern. Wie eine Naturgewalt schlägt sie aus dem Verborgenen zu, nur um sofort wieder zu verschwinden. Für die Menschen in London wird Tuesday bald zur Heldin, doch die Polizei fahndet nach ihr.

Detective Inspector Loss wird mit dem Fall betraut – ein ausgebrannter Kommissar, der noch immer unter dem unaufgeklärten Mord an seiner Tochter vor drei Jahren leidet. Fast ist es, als ob der Fall für ihn bestimmt sei… Kann es sein, dass Tuesday den Schlüssel zur Wahrheit über seine Tochter besitzt?

Sprecher
Katja Sallay

Länge
8 h 09 m

Meine Meinung
Jung, brutal, gnadenlos. Tuesday lebt im Untergrund, genauer gesagt in den stillgelegten U-Bahn-Schächten in den tiefen Gemäuern von London. Ihr Ziel: Rache. Ihr Plan: Gnadenlos. Ihre Durchführung: Eiskalt.

Wenn man sein Leben liebt, sollte man sich besser nicht mit Tuesday anlegen. Oder genauer gesagt, man sollte bei ihr nicht in Ungnade fallen. Denn das könnte schmerzhaft bis tödlich enden. Tuesday hat einen Entschluss gefasst. Denn scheinbar keiner hilft den Opfern der Problemviertel in London, also muss sie sich dieser Aufgabe annehmen. Mit ihrem Handeln versetzt sie ein ganzes Stadtviertel in Angst und Schrecken. Zumindest zittern bald die, die sonst die Übermacht haben und normalerweise eben genau diese Angst und diesen Schrecken unter der Bevölkerung verbreiten. Die Gangs, die gnadenlos durch die Straßen ziehen und sich alles nehmen, was sie wollen. Das lässt die bisherigen Opfer der Gangs hoffen, ja, ein wenig aufatmen.

Ein Zitat aus dem Hörbuch dazu: „Lilly Rose kann unter ihren Tränen kaum aufhören zu lachen“.

Während Tuesday also unerkannt in London die Gangster jagd und bestraft, versucht DI Loss Tuesday zu stoppen. Doch dieses junge Wesen scheint sich nach jeder ihrer Taten in Luft aufzulösen. Es scheint ein unlösbarer Fall zu werden. Doch er versucht verzweifelt, Tuesday zu finden und sie zu stoppen. Denn nicht nur, dass diese Art von Selbstjustiz nicht geduldet werden kann, er hat auch den Verdacht, dass Tuesday der Schlüssel zum immer noch ungeklärten Tod seiner eigenen Tochter sein könnte.

Das Ende deutet stark darauf hin, dass dies eine Serie werden könnte. Oder zumindest, dass es einen weiteren Teil geben könnte. Darauf freue ich mich schon sehr.

Katja Sallay passte meiner Meinung nach sehr gut zu Tuesday und zur gesamten  Story überhaupt. Die Parts um Tuesday sind frech und rotzig geschrieben und entsprechend von ihr vertont, die anderen Teile sind auch sehr gut von ihr eingesprochen.

Was mir noch sehr gut an diesem Hörbuch gefallen hat, ist die historische Beschreibung der U-Bahn-Schächte, ihre Entstehung, ihre Bauweise, ihr Ausgänge und die entsprechenden Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Auch werden die sozialen Brennpunkte der Stadt sehr gut und glaubhaft beschrieben. Ich denke, das trifft nicht nur auf London zu. Vermutlich gibt es solche Viertel in jeder größeren Stadt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Ronin Hörverlag oder auch bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephen Williams – Tuesday Falling

Herzlichen Dank an den Ronin Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Stephen King – Der Outsider

Beschreibung
Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.

Sprecher
David Nathan

Länge
19 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Diesen Stephen King fand ich wieder gehörig gruselig. So wie man ihn kennt. Was hingegen selten ist, dass mich King nicht von Anfang an in seine Geschichte saugt und nicht mehr los lässt. Hier war es aber so.  Es hat wirklich lange gedauert, bis ich die Geschichte super spannend fand.

Nichtsdestotrotz lohnt sich das Anhören allemal.

David Nathan war natürlich wieder grandios.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephen King – Der Outsider.

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Sebastian Fitzek – Der Insasse

Der Insasse200Beschreibung
Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sich sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Doch die Ermittler haben keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Da macht ein Kommissar dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in den Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie ein, als falscher Patient, mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie möglich kommt und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
9 h 13 m

Meine Meinung
Ich muss gestehen, ich ging mal wieder mit großer Skepsis an dieses Hörbuch heran. Denn eigentlich will ich Sebastian Fitzek nicht mehr hören, da er mich einfach schon oft enttäuscht hat. Doch dann kann ich die Finger doch nicht davon lassen. Denn seine Ideen sind ja halt einfach immer klasse. Und es sind ja nicht die Ideen, die mir nicht gefallen, sondern eher die Durchführung.

Diese Geschichte aber fand ich mal wieder so richtig gut. Ok, es ist natürlich ein irrsinniger Plan, sich in eine Psychiatrie einweisen zu lassen, wenn man völlig gesund ist. Aber hey, ich hatte ja ein Buch von Fitzek in Händen. Also alles soweit völlig „normal“.

Den Verlauf der Geschichte fand ich durchweg spannend. Es gab so einige Wendungen mit denen ich im Traum nicht gerechnet hätte – in realen Gedanken natürlich auch nicht – aber die hatten es in sich. Immer wieder wurde die Geschichte rätselhafter und ich fieberte zunehmend mit dem Protagonisten mit, der sich immer mehr in einer aussichtslosen Situation befand. Doch selbst all diese Wendungen brachten mich nicht im Entferntesten auf eine leise Ahnung, wohin das alles führen sollte! Somit kam das Ende für mich absolut überraschend und ich war verblüfft. Echt.

Simon Jäger war natürlich wieder richtig gut in seiner Rolle. Die beiden gehören einfach zusammen wie David Nathan zu Stephen King.

Fitzeks Nachwort fand ich dieses Mal auch echt klasse. Hör es dir bis zum Schluss an, es lohnt sich 😉

Ja, und somit bekommt „Der Insasse“ tatsächlich die volle Punktzahl von mir!

 

Weitere Informationen
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Andreas Eschbach – NSA – Nationales Sicherheits-Amt

Beschreibung
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet…

Sprecher
Laura Maire

Länge
22 h 14 m

Meine Meinung
Grandios! Schon alleine die Idee fand ich klasse. Klar, wird in einem Krieg – zu im 2. Weltkrieg – viel mit Überwachung gemacht. Doch was wäre gewesen, wenn man damals schon die Technik von heute gehabt hätte?

Mir hat dieses Gedankenspiel sehr gut gefallen. Vor allem auch in Hinsicht auf unsere Zukunft. Eschbach hat uns hier ganz deutlich vor Augen geführt, welche Gefahren unser heutige sehr unbedachte Umgang mit dem Internet birgt. Er hat hier Episoden angeführt, auf die man erst einmal kommen muss. Aber abwegig fand ich diese auf keinen Fall! Und oben drein, hat Eschbach hier nur einfachste „Strickmuster“ angeführt, die noch weit entfernt von den heute tatsächlichen Möglichkeiten sind.

Doch selbst wenn man sich vom Internet weitgehend fernhält, man ist durchsichtig, ob man will oder nicht.

Dazu war diese Geschichte keine Minute langweilig. Im Gegenteil, die über 22 Stunden vergingen wie im Flug, und ich hörte wirklich in jeder freien Minute, die ich erübrigen konnte.

Unsere Protagonistin Helene war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Klasse fand ich auch ihre Berufsbezeichnung: Programmstrickerin. Denn das Programmieren war eine typische Frauenarbeit, wie das Kochen oder eben die Haus- und Handarbeit. Für Männer war das nichts, diese niedere Tätigkeit.

Nett fand ich auch seine Andeutung auf „Teufelsgold“.

Laura Maire als Sprecherin hat mir als Stimme zum Hörbuch auch äußerst gut gefallen. Ich bin nun kein ausgesprochener Fan von ihr, manchmal ist sie mir einen Tick zu schrill. Aber hier fand ich sie richtig klasse.

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Willi Achten – Nichts bleibt

Beschreibung
Franz Mathys ist Kriegsfotograf. Eines seiner Fotos wurde mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Doch er hat tiefe Zweifel und Schuldgefühle, denn er profitiert von dem Leid anderer. Mathys spürt, dass sein Leben ihm mehr und mehr entgleitet. Er zieht sich auf einen abgeschiedenen Hof im Wald zurück. Lebt dort mit seinem Vater und seinem Sohn, kommt zur Ruhe und verliebt sich. Doch die Idylle trügt.

Eines Nachts schlagen zwei Männer seinen Vater brutal nieder und er muss schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Mathys will die Täter finden. Der immer stärker werdende Wunsch nach Rache und die Suche nach den Männern entfremden ihn von den Menschen, die er liebt. Wird er nun alles verlieren? In einem zerklüfteten Tal in den Alpen trifft er eine einsame Entscheidung, die sein Leben kosten kann. Willi Achten lotet die Abgründe der menschlichen Psyche aus.

Sprecher
Atilla Akinci

Länge
9 h 35 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch habe ich gleich zweimal hintereinander gehört. Und doch fällt es mir verdammt schwer, hierzu eine Rezension zu verfassen. Denn es hat mich mehr oder weniger sprachlos zurückgelassen.

„Nichts bleibt“ ist ein Hörbuch, das einen mit seinem eiskalten Händchen packt und in die Eiseskälte eines zugefrorenen Sees zieht. Warm wird es einem nicht mehr, wenn man mit diesem Hörbuch begonnen hat. Und doch spürt man unterschwellig die Herzenswärme des Protagonisten, die eigentlich in ihm strahlt. Doch all seine Erlebnisse lassen sein Herz zunehmend erkalten.

Ich habe lange versucht, mich in den Protagonisten hineinzuversetzen. Doch dies war für mich ein unmögliches Unterfangen, denn ich habe ein Glück nicht erlebt, was er alles erlebt hat.

In Rückblicken wird man immer wieder mitten in die schrecklichsten Kriegsverbrechen geschickt, die der Protagonist in diesem Moment mit dem Hörer teilt. Und das natürlich immer hautnah. Denn „ist es kein gutes Foto, warst du nicht nah genug dran“. Er war ein erfolgreicher Kriegsfotograf.

Doch nicht nur seine Erlebnisse in den verschiedenen Kriegsgebieten sind hier das Schlimme. Auch sein jetziges Leben ist ein wahres Drama, das zunehmend immer schlimmer wird. Wie er damit umgeht, ist – denke ich – menschlich nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt der beste Lösungsweg. Doch das kann man als Außenstehender leicht sagen. Da kann man leicht richten über richtig oder falsch. Ich sage nur: Walking in my shoes… Da sieht die Welt dann plötzlich ganz anders aus.

Also wenn ich ja mittlerweile nicht wirklich hätte einsehen müssen, dass die Menschen einfach unendlich grausam sein können, würde ich sagen: Völlig übertrieben. Doch halt! Ich glaube nicht, dass hier viel erfunden wurde. Denn die Taten, ob im Krieg oder in seinem eigentlich beschaulichen Wald und sonstigen Umfeld, sind einfach zu schlimm, um sie sich auszudenken. Das Leben/der Mensch kann viel grausamer sein, als jede Fantasie eines Autors.

So, das klingt nun alles ganz furchtbar und abschreckend. Und ganz sicher ist das auch keine Lektüre für einen begeisterten „Liebesroman-Hörer“. Aber trotzdem möchte ich es allen Hörern, die gerne tiefgründigere Literatur hören, absolut empfehlen. Denn trotz aller Düsternis ging es mir doch sehr zu Herzen, ist der Protagonist doch eigentlich ein liebenswerter Mensch, den das Leben einfach verdammt schwer gebeutelt hat.

Atilla Akinci hat dieses Hörbuch grandios gelesen! Ok, mir es war einen Ticken zu langsam, aber mit einer Geschwindigkeit von 1,25 war es perfekt für mich. Und seine grandiosen Pausen kamen immer noch punktgenau an den richtigen Stellen. Eigentlich ist es wirklich schwer, seine Art des Vortrags zu beschreiben. Auch das war einzigartig gut und passend für diese Geschichte.

Weitere Informationen
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Karl Olsberg – Das KALA-Experiment

Beschreibung
Der Physiker Hans Ichting wird nur wenige Tage, nachdem die Videobloggerin Nina Bornholm ihn interviewt hat, tot aufgefunden. Nina zweifelt an der offiziellen Darstellung eines Selbstmords und beginnt zu recherchieren. Bald wird klar, dass Ichting in den USA an einem streng geheimen Projekt mitgearbeitet hat. Doch jemand will um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit über das KALA-Experiment ans Licht kommt. Während sich überall auf der Welt unerklärliche Ereignisse häufen, wird immer deutlicher, dass die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht. Doch wie kann man ein zukünftiges Ereignis verhindern, dessen verheerende Auswirkungen bereits jetzt spürbar sind?

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
10 h 25 m

Meine Meinung
Das war mal wieder ein Hörbuch genau nach meinem Geschmack. Man konnte sich bei den Ereignissen so richtig schön das Hirn verknoten. Beispiel gefällig? Eine Frau schuftet in ihrer Kneipe. Ihr Mann ist ihr mal wieder so gar keine Hilfe. Dann liegt er da plötzlich vor ihr. Tot! Ach du Schreck! Und dann kommt eben diese Frau nach Hause und da hört sie ihren Mann schon vom Flur aus im Schlafzimmer schnarchen. Wie kann denn das sein? Solche Ereignisse kommen hier häufig vor, immer mal wieder in die Story eingestreut.

Doch den roten Faden durch die Geschichte zieht eigentlich die Bloggerin Nina, die einen berühmten Physiker interviewte, der kurz darauf Selbstmord verübte. Dies kann die Bloggerin nicht glauben und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch ihre Neugierde ist nicht ganz ungefährlich für sie.

Dass sie hier natürlich irgendwann auf das KALA-Experiment stößt, dürfte klar sein. Doch was sich hinter diesem mysteriösen Namen verbirgt, werde ich hier natürlich  nicht verraten. Will ja keinem die Spannung nehmen.

Mir hat die Story jedenfalls wieder richtig gut gefallen, die sich Olsberg hier wieder hat einfallen lassen. Über weite Strecken sehr rätselhaft und stets gleichbleibend spannend. Das Ende ist vielleicht etwas kurz und abrupt geraten, fand ich aber nicht so dramatisch.

Wolfgang Wagner als Sprecher hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Melanie Raabe – Der Schatten

Beschreibung
Du bringst den Tod. Du weißt es nur noch nicht.

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Mit gutem Grund. Aus freien Stücken.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Katja Bürkle, Melanie Raabe

Länge
10 h 19 m

Meine Meinung
Die Geschichte fängt sehr interessant an. Kaum ist die Journalistin Norah nach Wien gezogen, begegnet ihr auch schon eine Bettlerin, die ihr mitteilt, dass sie am 11. Februar einen Arthur Grimm töten wird. Ja, das ist doch mal eine Ansage. Doch warum sollte sie das tun? Sie kennt keinen Arthur Grimm und jemanden umbringen wird sie ganz sicherlich auch nicht.

Doch dann geschehen seltsame Dinge. Sie hat das Gefühl, dass jemand in ihrer Wohnung war. Sie will zum Arzt, den sie äußerst willkürlich ausgesucht hat und just in diesem Haus hängt ein Firmenschild mit der Aufschrift Arthur Grimm. Die seltsamen Geschehnisse häufen sich und Norah zweifelt immer mehr an ihrem Verstand, bis sie der Sache langsam auf die Schliche kommt.

Was ich zunächst ja wirklich spannend und interessant fand, entwickelte sich zunehmend als eine leider äußerst konstruierte Geschichte. Ich will hier nicht zu viel verraten, doch ich fand das – je weiter die Geschichte fortschritt – immer schwächer. Zwar ganz ok vom Ansatz her, aber die Durchführung konnte mich leider wieder einmal nicht überzeugen.

Die Hauptsprecherin fand ich sehr gut, Melanie Raabe fand ich ganz ok.

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Siehe auch:

Helen Callaghan – Dear Amy – Er wird mich töten, wenn du mich nicht findest

Beschreibung
Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.

Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die beiden Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?

Sprecher
Christiane Marx

Länge
10 h 29 m

Meine Meinung in Kürze
Mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen, man konnte sehr lange miträtseln, was sich hier denn tatsächlich zutrug. Die Auflösung fand ich dann ziemlich gut umgesetzt.

Christiane Marx als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Kurzum: Empfehlenswert für alle, die gerne miträtseln.

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Paul Cleave – Die Saat des Killers

Beschreibung
Der junge Joshua ist blind. Er weiß, dass sein Vater Mitchell ihn immer beschützen wird – denn Mitchell ist ein knallharter Cop bei der Mordkommission. Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als Mitchell von einem Serienkiller getötet wird, der die Stadt in Angst versetzt. Doch sein Vater hinterlässt ihm etwas, das Joshua für immer verändern wird: seine Augen. Die Augentransplantation, die erstmals möglich scheint, gelingt. Joshua kann sehen. Aber er sieht Dinge, die ihn erschrecken. Er träumt von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Ohne es zu wollen, ist er dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur… und gleichzeitig mit ihm verbunden. Denn eines seiner neuen Augen gehörte einst dem Mörder!

Sprecher
Martin Keßler

Länge
11 h 28 m

Meine Meinung in Kürze
In diesem Hörbuch geht es um zelluläres Gedächtnis. Bisher hatte ich in diesem Zusammenhang immer von Herztransplantationen gehört. Doch hier geht es um transplantierte Augen. Das fand ich ja schon mal sehr interessant.

Nicht so toll hingegen fand ich, dass sich hier einige Charaktere ziemlich unglaubhaft wenn nicht dumm verhielten. Anders hätte die Story aber wohl nicht funktioniert.

Insgesamt ist das Hörbuch ziemlich spannend anzuhören, wenn man den o. g. Gesichtspunkt außer Acht lässt.

Martin Keßler als Sprecher fand ich hingegen sehr gut.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Paul Cleave – Die Saat des Killers

Siehe auch: