Joy Fielding – Solange du atmest

Beschreibung
Als Psychotherapeutin mit eigener verkorkster Familiengeschichte glaubt Robin, alle menschlichen Abgründe zu kennen. Doch dann erhält sie eines Tages einen Anruf, der sie völlig aus der Fassung bringt: Jemand habe brutal auf ihren Vater, seine neue Frau Tara und deren Tochter geschossen. Tara erliegt kurz darauf ihren Verletzungen. Robin macht sich auf den Weg in ihren Heimatort. Ihr ist klar, dass es viele Menschen gibt, die einen Grund hätten, ihren Vater zu hassen – allen voran ihre eigene Familie. Aber was für ein Monster schießt auf eine Zwölfjährige?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Petra Schmidt-Schaller

Länge
10 h 53 m

Meine Meinung
Schon lange habe ich kein Hörbuch mehr von Joy Fielding gehört. Mit ihrem Buch „Solange du atmest“ hatte ich sie dann doch wieder auf meinem Player. Doch schon nach den ersten 3 Stunden überlegte ich, sie wieder herunterzulöschen.

Ich habe selten ein Buch gehört, dass so vollgestopft ist mit wirklich sinnlosen Dialogen. Doch nicht nur völlig sinnlose Dialoge gibt es hier zuhauf, auch Dialoge, die gar keine sind, sondern einfach nur Wiederholungen des zuvor gesagten mit einem Fragezeichen am Ende versehen, füllen dieses Buch. Also einfallsloser geht es kaum noch.

Ich haderte wirklich sehr oft mit mir, ob ich mir das überhaupt weiter anhören sollte. Doch ich hörte weiter, da ich auf ein fulminantes Ende hoffte. Doch auch das Ende fand ich echt nicht gut. Völlig unglaubwürdig in meinen Ohren.

Ja, und als Krönung fand ich auch die Sprecherin nicht so gut. Sie übertrieb es sehr oft mit ihren Emotionen, was das Zuhören zusätzlich erschwerte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Joy Fielding – Solange du atmest

Siehe auch:

Gerd Henrich – Das Gift der Republik

Git der RepublikBeschreibung
Geheime DDR-Labore entwickeln ein verheerendes Gift, welches in den Wirren der Wendezeit verschwindet. Als das tödliche Serum Jahre später von der Tochter des einstmals leitenden Forschers wiederentdeckt wird, ist das der Beginn einer verhängnisvollen Entwicklung. Das Gift wird zum Spielball mächtiger Organisationen. Bis es schließlich in die völlig falschen Hände gerät…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
10 h

Meine Meinung
Das Gift der Republik ist ein etwas anderer Thriller. Er spielt hauptsächlich in Berlin über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten, fängt zu DDR-Zeiten an und endet im Heute. Viele geschichtliche Ereignisse kommen hier zur Sprache. Das hat mir sehr gut gefallen – quasi eine kleine Zusammenfassung der jüngsten deutschen Geschichte, spannend verpackt in einem atemraubenden Thriller.

An Leichen mangelt es nicht, auch wird hier nicht an Skrupellosigkeit und Machtgier gegeizt. Es ist alles im Übermaß vorhanden und doch kann man sich durchaus vorstellen, dass es realistisch sein könnte. Heutzutage wundert einen ja fast nichts mehr. Leider.

Doch mit der Protagonistin hatte ich über einen langen Zeitraum so meine Schwierigkeiten ob ihrer allzu  hanebüchenen Naivität. Denn das passte einfach nicht so ganz zu ihrer Erziehung und ihrer Ausbildung. Dafür muss ich dann leider auch einen Punkt abziehen.

Aber der Plot an sich war klasse gemacht. Das Tempo der Geschehnisse hat mir gut gefallen. Langeweile kam hier jedenfalls nicht auf. Ständig geschahen wieder neue spannende Ereignisse, ungeahnte Wendungen taten sich auf, ein echter „Ear-Burner“ wie ich gerne zu sagen pflege.

Uve Teschner als Sprecher war ebenfalls eine gute Wahl. Seine Stimme passt einfach perfekt zu Thrillern.

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Herzlichen Dank an „berliner hörspiele“ für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. b. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Gerd Henrich – Das Gift der Republik

Andy Weir – Der Marsianer

Der MarsianerBeschreibung
Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden, schließlich war er der erste Mensch in der Geschichte der Raumfahrt, der je den Mars betreten hat. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
12 h 36 m

Meine Meinung
Wow! Gerade habe ich das Hörbuch beendet. Ich bin begeistert.

Mark Watney strandet während einer Expedition auf dem Mars. Als ein heftiger Sandsturm aufkommt, wird er von einem herumfliegenden Teil getroffen. Er stürzt zu Boden und bleibt reglos liegen. Seine Kameraden überprüfen seine Vitalwerte – nichts. Sie halten ihn für tot und flüchten von dem Planeten, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden. Nach einer Weile – seine Kameraden sind längst weg – kommt Mark wieder zu Bewusstsein. Er ist alleine auf dem Mars zurückgeblieben. Mit ihm blieben die Wohnkapsel und zwei Rover zurück. Nicht viel, um in solch einer menschenunfreundlichen Umgebung zu überleben. Doch Mark hat einen starken Überlebenswillen. Er überprüft die Vorräte. Rechnet aus, wie lange er damit auskommen kann – die Aussichten sind nicht gut. Und schon wird man Zeuge des enormen erfinderischen Talents von Mark Watney. Er erschafft quasi aus nichts alles, was ihn am Leben hält. Ein Vergleich zu McGyver darf hier natürlich nicht fehlen. Nur hat es der gute Mark noch eine Kante schwerer.

Bei der Crew, die mittlerweile auf dem Rückweg zur Erde ist, herrscht Trauerstimmung. Sie sind alle von dem Verlust ihres Kameraden schwer mitgenommen. Indes entdeckt die NASA durch Satelliten-Aufnahmen, dass Mark alles andere als tot ist! Sie können seine Aktivitäten beobachten. Nur können sie nicht mit ihm kommunizieren. Also arbeiten sie mit Hochdruck daran, dies zu ändern. Und Mark, der völlig auf sich alleine gestellt ist, ist ein brillanter Kopf. Doch gelingt die Rettung?

Mark Watney, unser Protagonist ist in dieser Story, ist ein richtiges Steh-Auf-Männchen. Er rettet sich durch seinen enormen Einfallsreichtum und sein immenses Wissen selbst das Leben – immer wieder, Tag für Tag und selbst wenn er derbe Rückschläge erleidet, gibt er nicht auf. Ganz im Gegenteil. Er kämpft weiter, egal wie hoffnungslos seine Lage auch ist.

Abgesehen von seiner Genialität ist er auch noch ein äußerst sympathischer Kerl, bei dem man gar nicht anders kann, als mit ihm mitzuzittern und für ihn zu beten, er möge dieses riesen Schlamassel doch bitte, bitte überleben! Er schreibt seine Gedanken, seine Gefühle und seine Berichte in ein Log-Buch. Diese Parts werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Und diese Einträge liest Richard Barenberg auch wirklich sehr gut. Was mich allerdings stellenweise echt rasend machte, war die Art, wie Barenberg die Crew-Mitglieder und die NASA-Mitarbeiter vertonte. Als wären sie kleine Idioten, was sie natürlich durch die Bank weg nicht waren. Aber er sprach sie alle quasi in Slow-Motion, betonte rein gar nichts, leierte die Worte einfach nur extrem langsam daher, stellenweise hatte ich den Eindruck, er liest Buchstabe für Buchstabe. Das war nicht gut. Nein, das war überhaupt nicht gut! Wenn die Story an sich nicht so außergewöhnlich fesselnd gewesen wäre, dann hätte ich den Player abgeschaltet. Doch aufgrund des wirklich äußerst spannenden Aufbaus der Geschichte kam diese Option natürlich überhaupt nicht Frage. Ich habe schon lange nicht mehr so sehr um einen Protagonisten gezittert, wie um Mark.

Und nun kommen wir zum heiklen Teil – der Bewertung. Die Story bekommt ganz glasklare 5,0 Pingu-Punkte von mir. Der Sprecher eigentlich nur 3,0. Da aber der Anteil, den Mark Watney erzählte doch sehr groß war, er diese Szenen ja wirklich gut gesprochen hat, bekommt er 4,0 Pingu-Punkte. Was mich natürlich in ein Dilemma stürzt. Denn dieses Buch will ich unbedingt auf meine Bestenliste setzen. Doch mit 4,8 Pingu-Punkten geht das ja eigentlich nicht. Auf meiner Bestenliste befinden sich bisher nur Hörbücher mit einer glatten 5,0-Bewertung. Doch irgendwann ist immer das erste Mal – „Der Marsianer“ von Andy Weir kommt auf meine Bestenliste. Punkt. Ist ja schließlich meine Bestenliste und die kann ich gestalten wie ich will. Sie wäre einfach nicht vollständig, wenn ich dieses Buch nicht aufnehmen würde. Herz-Icon

Wie ich gesehen habe, ist das das Erstlingswerk von Andy Weir. Hut ab für diese grandiose Leistung. Ich bin sehr gespannt, was er als Nächstes schreiben wird. Und eins ist sicher: Ich werde es mir holen und freue mich schon sehr darauf.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andy Weir – Der Marsianer

Siehe auch: