Ulrich Hefner – Die Wiege des Windes. Inselkrimi

Beschreibung
Unbequem, unbeugsam und aufsässig ist Björn Larsen – vor allem, wenn es um den Schutz des Wattenmeeres geht. Dort draußen, zwischen den Inseln, kreuzt seit geraumer Zeit scheinbar ziellos ein rostrot gestrichenes Schiff unter schwedischer Flagge. Larsen befürchtet Gefahren für die Umwelt, doch die Nationalparkverwaltung reagiert nicht auf seine Warnungen. Als auf den Leiter der Behörde ein Briefbombenanschlag verübt wird und Larsen verschwindet, übernimmt das LKA die Ermittlungen. Diese führen zurück in die längst vergangene Zeit des großen Widerstandes gegen Atomkraft und Umweltzerstörung, und bald tauchen Zweifel auf. Ist Larsen wirklich der gesuchte Attentäter? Oder ist er selber in Gefahr und alle, die ihn kennen?

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
664 Minuten

Meine Meinung
Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass mich ein Buch nicht fesselt ist, wenn ich ständig mit meinen Gedanken abschweife. Und das ist mir hier sehr oft passiert. Da stellt sich nun die Frage nach dem Warum? Denn das Thema, das hier behandelt wird, ist durchaus ein Thema das mich interessiert. Aber es wurde derart langatmig umgesetzt, man brauchte mal wieder echt Geduld. Denn es dauerte wirklich eine Ewigkeit, bis die Ermittler endlich mal auf eine brauchbare Spur stießen und daraus dann auch mal die richtigen Schlüsse zogen. Und kaum war das geschafft, war meiner Meinung auch schon das bisschen Luft wieder raus und wieder tröpfelte die Geschichte bis zum Schluss vor sich hin.

Ich fand das richtig schade, denn dass Ulrich Hefner durchaus fesselnd schreiben kann, hat er mit seinem Buch „Die 3. Ebene“ bewiesen. Das war das erste Buch, das ich von ihm hörte – das fand ich bombastisch gut! Euphorisch kaufte ich mir das nächste (ich weiß nicht, ob das auch die Erscheinungsreihenfolge ist) Hörbuch von ihm: „Die Bruderschaft Christi“. Von diesem war ich dann schon nicht mehr so begeistert, denn auch hier hatte man bereits Längen – besonders zum Schluss hin.

Und jetzt dieses Hörbuch. Ich möchte nicht sagen, dass es komplett langweilig war. Mit viel Goodwill könnte man vielleicht sagen, dass es ein sehr ruhiges Buch ist. Aber mir fehlte über weite Strecken einfach der Pepp. Da haben die wenigen wirklich spannenden Stellen auch nicht mehr viel retten können. Ein spannendes Thema zu fade umgesetzt. Schade, denn nun werde ich mir wohl wirklich kein Buch mehr von ihm kaufen, auch wenn mich seine Themen noch so sehr interessieren.

Alle 3 Bücher hat übrigens Jürgen Holdorf gesprochen. An ihm habe ich nichts zu bemängeln.

Fazit: ganz nett

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Ulrich Hefner – Die Wiege des Windes

Siehe auch:

Ulrich Hefner – Die Bruderschaft Christi

Beschreibung
Grauenhafte Morde in oberbayrischen Gotteshäusern! Die Kriminalbeamten Stefan Bukowski und seine ehrgeizige Kollegin Lisa Herrmann stehen vor einem Rätsel. Doch der Alptraum nimmt erst seinen Anfang…

Ein sensationeller Fund nahe Jerusalem: Prof. Raful stößt bei Ausgrabungen auf einen 2000 Jahre alten Sarkophag, der die Gebeine eines Kreuzritters enthält und eine Tonscheibe mit mysteriösen Schriftzeichen. Der Archäologe ahnt, dass durch diese Entdeckung sein Leben in größter Gefahr ist – und der Frieden in der ganzen Welt auf dem Spiel steht. Und nicht nur der mächtige Vatikan hat bereits seine Späher ausgeschickt, die zu allem bereit sind…

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
1031 Minuten

Meine Meinung
17 Stunden können verdammt lange sein! Eigentlich habe ich ja kein Problem mit langen Hörbüchern, aber dieses wollte und wollte einfach nicht enden.

Die Idee der Geschichte fand ich richtig klasse. Es war zunächst auch durchaus spannend geschrieben, aber die letzten ca. 5 – 6 Stunden hätte man sicherlich kürzen sollen. Manchmal dachte ich echt, ok, jetzt gibt es noch eine Biegung bevor man endlich das Zielfähnchen sieht… Meiner Meinung nach war das einfach künstlich in die Länge gezogen. Und der Sprecher hat die Geschichte jetzt auch nicht so toll erzählt, dass man total mitgerissen wurde. Am Schluss war ich einfach nur noch froh, als es endlich vorbei war.

Alles in Allem eine interessante Geschichte, die einem aber verdammt viel Durchhaltevermögen abverlangt.

Fazit: ganz nett

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de

Siehe auch:

Ulrich Hefner – Die dritte Ebene

Beschreibung
2004. Flugzeugabstürze, Schiffskatastrophen und Überschwemmungen gefährden die Weltbevölkerung. In einer kleinen Kirche in Venedig »weint« die Jungfrau eines Altarbildes blutige Tränen und prophezeit eine neue Sintflut. Sind das die Vorboten einer gigantischen Klimaveränderung? Doch wie sind andere seltsame Vorkommnisse zu erklären, wie der komaähnliche Schlaf, in den zwei Astronauten gefallen sind? Die Wissenschaftler Brian Saint-Clair und Suzannah Shane sollen den Phänomenen auf den Grund gehen und entdecken ein ungeheures Experiment, das nicht nur ihr Leben bedroht …

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
1450 Minuten

Meine Meinung
Wow, was für ein packender Umweltthriller! In etwa vergleichbar mit „Der Schwarm“ von Frank Schätzing aber meiner Meinung nach logischer und mit einer nicht ganz so abgedrehten Auflösung. Die Geschichte an sich ist sehr abwechslungsreich und spannend geschrieben. Auch hat der Sprecher einen verdammt guten Job gemacht. Doch, dieses Hörbuch hat satte 5 Sterne verdient.

Fazit: absolut empfehlenswert

Gehört am 08.09.2009

Siehe auch: