Leigh Russell – Wer auf bösen Wegen wandelt

Wer auf bösen Wegen wandeltBeschreibung
Nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten wagt Detective Inspector Geraldine Steel den beruflichen Neuanfang in Woolsmarsh, einer beschaulichen Kleinstadt im Herzen Englands. Doch auch hier lauert das Verbrechen, denn bereits kurz nach Geraldines Ankunft geschieht ein furchtbarer Mord: Im Stadtpark wurde eine junge Frau erwürgt. Alle Spuren, die Geraldine und ihr Team verfolgen, führen ins Nichts. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Geraldine weiß: Dieser Mörder wird nicht aufhören, zu töten, bis ihn jemand aufhält…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
10 h 48 m

Meine Meinung
Soeben habe ich diesen Krimi fertig gehört. Hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Was ich nicht ganz so gut gemacht fand, war der absolut klar strukturierte Aufbau.  Es passiert ein Mord. Die Polizei fängt an zu ermitteln. Dann wird eine bisher noch nicht erwähnte Frau eingeführt und schwups ist sie das nächste Opfer. Dann wieder eine neue Person… na, was mit ihr passieren wird, ist dann schon mehr als klar. Somit barg dieser Krimi nicht besonders viele Überraschungsmomente. Doch trotzdem gelang es Leigh Russell, einen recht guten Spannungsbogen aufzubauen. Besonders die letzten beiden Stunden fand ich sehr fesselnd.

Die Beschreibung von DI Geraldine Steel hat mir gut gefallen. Sie hat es nicht nur beruflich, sondern auch in ihrem Privatleben nicht gerade leicht. Sie wurde vor kurzem erst von ihrem Lebensgefährten verlassen, was für sie völlig überraschend kam. So etwas muss erst einmal verdaut werden. Die anderen Personen wurden zwar auch beschrieben, jedoch fielen diese Beschreibungen eher oberflächlich aus. Vom Täter hingegen konnte man sich recht schnell ein gutes Bild zeichnen, wenn auch mehr von seinem Geisteszustand als von seiner Statur her.

Ulrike Hübschmann, die ich mittlerweile als Sprecherin sehr zu schätzen gelernt habe, hat mir auch in diesem Hörbuch wieder sehr gut gefallen.

Somit war „Wer auf bösen Wegen wandelt“ eine gute und recht kurzweilige Krimiunterhaltung. Durch etwas mehr „Geschick“ im Aufbau hätte es auch ein wirklich toller Krimi werden können.

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Cheryl Kaye Tardif – Des Nebels Kinder

Des Nebels KinderBeschreibung
Sie haben 10 Sekunden, um eine Entscheidung zu treffen: Erlauben Sie einem Kidnapper, Ihnen Ihr Kind zu nehmen oder sehen Sie zu, wie Ihr Sohn stirbt! Wählen Sie!

Sadie O’Connell ist Bestsellerautorin und eine stolze Mutter. Aber ihr Leben ist dabei, außer Kontrolle zu geraten. Nachdem ihr sechsjähriger Sohn Sam von einem Serientäter gekidnappt wurde, gerät sie an den Rand des Wahnsinns. Aber es sind nicht nur Angst und Trauer, die sie zu zerstören drohen. Es ist ihr Schuldgefühl. Denn Sadie ist die einzige Person, die weiß, wie der Entführer aussieht. Und sie kann es niemandem sagen. Denn sollte sie das tun, wird der Mann ihren Sohn in „blutigen kleinen Stücken“ an sie zurückschicken.

Als Sadies treuloser Ehemann zufällig über eine Zeichnung des Kidnappers stolpert, setzt er eine Reihe entsetzlicher Ereignisse in Gang, die sie in den Abgrund stürzen. Sadies Rückfall in den Alkoholismus führt zu merkwürdigen Geistererscheinungen und zu einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht mit dem Monster, das ihren Sohn entführt hat – ein Mann, der nur unter einem Namen bekannt ist… Der Nebel…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
9 h 46 m

Meine Meinung
Mit diesem Hörbuch habe ich mich am Anfang sehr schwer getan. Sadie ist Bestseller-Autorin und eine megastolze und glückliche Mutter. Sie hat eine beste Freundin, Lea, und einen Ehemann, der sie betrügt. Sie weiß das, nimmt es aber hin. Ihr Sohn Sam (6 Jahre alt) ist ihr Ein und Alles. Warum er als Kleinkind plötzlich mit dem Sprechen aufhörte, versteht sie nicht, der Hörer anfangs natürlich auch nicht.

In der Gegend, in der Sadie, Sam und ihr Mann leben, verschwinden immer mal wieder Kinder. Sie werden von einem Mann gekidnappt, der nur als „der Nebel“ bekannt ist. Niemand weiß, wie er aussieht, niemand weiß, was mit den Kindern geschieht. Doch eins wissen alle: Von keinem der Kinder gab es je wieder eine Spur.

Als an Sams Geburtstag „der Nebel“ in ihr Haus kommt und sich Sam schnappen will, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung zwischen dem Nebel und Sadie. Denn sie überrascht ihn in Sams Zimmer. Der Nebel erpresst sie: wenn sie irgendeiner Menschenseele erzählt, wie er aussieht, erhält sie ihren Sohn in kleinen blutigen Stücken zurück. Sie hat also die Wahl: ihm Sam zu geben und zu schweigen oder ihren Sohn in blutigen Stücken zurückzuerhalten. Sie kämpft noch verzweifelt mit dem Nebel, doch sie hat keine Chance. Ihr Sohn ist weg.

Bis hier fand ich Story sehr spannend. Doch dann beginnt eine lange Phase der Verzweiflung der Mutter. In allen, wirklich allen möglichen Facetten wird hier immer und immer wieder erzählt, wie sehr sie Sam liebt. Das nervte spätestens nach der 4. Variante, nach der x-ten weiteren Variation war ich kurz davor, das Hörbuch auszuschalten. Doch dann geschah endlich etwas. Ihr Mann fand die Zeichnung, die sie direkt nach der Entführung vom Nebel gemacht hatte. Er trifft eine fatale Entscheidung…

Sadie, die seit sieben Jahren trockene Alkoholikerin ist, beginnt wieder mit dem Trinken. Fortan weiß man nicht mehr, ob die Erscheinungen, die ihr nachts begegnen Wirklichkeit sind oder ob sie nur Wahnvorstellungen im Vollrausch sind. Der Hörer weiß das nicht und Sadie schon gar nicht. Das machte sie Story natürlich sehr interessant, da man ja wissen wollte, wie es sich nun damit verhält.

„Des Nebels Kinder“ ist – bis auf die vorgenannte Passage – sehr spannend und wartet mit immer neuen Wendungen auf. Die Zeit vergeht wie im Flug, während man mit der Protagonistin trauert, zweifelt und doch wieder hofft.

Als Gesamtbild betrachtet, kommt mir die Story allerdings schon sehr konstruiert vor. Wenn man davon aber mal absieht, ist Gänsehaut garantiert und über Mangel an Spannung kann man auch nicht klagen.

Ulrike Hübschmann als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Sie erhält für ihren Vortrag die volle Punktzahl. Bei der Story muss ich einen Punkt für die allzu offensichtliche Konstruktion und das Zuviel an Gefühlsduselei zu Beginn abziehen. Ich kann dieses Hörbuch allen empfehlen, die nichts gegen einen Touch Mystery haben und die gerne über eine lange Zeit miträtseln.

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Helen Bryan – Das Zeichen der Schwalbe

Das Zeichen der SchwalbeBeschreibung
Menina überlebt als Kleinkind einen verheerenden Wirbelsturm, der über die südamerikanische Pazifikküste hinweggefegt ist. Ihr einziger Besitz: eine Medaille mit einer Schwalbe. Das kleine Waisenmädchen wird von einer amerikanischen Familie adoptiert. Menina wächst zu einer schönen und intelligenten jungen Frau heran. Sie blickt einer glänzenden Zukunft entgegen, als ein weiteres traumatisches Ereignis all ihre Träume zunichte macht.

Menina flieht nach Spanien; dort vergräbt sie sich in Nachforschungen für eine Collegearbeit und versucht so, ihr Unglück zu vergessen. Das Thema ihrer Arbeit: Ein Künstler aus dem 16. Jahrhundert, der seine Werke mit dem Bild einer Schwalbe signiert – mit eben jenem Bild, das auch auf Meninas Medaille zu sehen ist. Plötzlich findet sich Menina in einem abgelegenen spanischen Kloster wieder und kommt der Legende von fünf Waisenmädchen auf die Spur, die der Spanischen Inquisition entkommen und in die Neue Welt fliehen konnten. Stellt Meninas Medaille eine Verbindung zu ihnen oder zu ihrer eigenen Vergangenheit dar? Hat der Zufall sie in dieses Kloster geführt – oder das Schicksal…

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
15 h 50 m

Meine Meinung
Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen im 16. Jahrhundert, als die Inquisition in Spanien tobte und zum anderen in der Gegenwart. Anfangs sind die Wechsel zwischen den Zeiten ausgeglichen und ich fand das sehr abwechslungsreich. Doch dann verliert sich dieser Rhythmus zwischen den Zeiten. Plötzlich werden sehr lange Passagen aus der Vergangenheit erzählt, viele Einzelschicksale werden durchleuchtet und ausführlich beschrieben – hier hatte ich dann kurzzeitig fast vergessen, dass es ja auch noch die Story aus der Gegenwart gibt. Dann wurde kurz in die Gegenwart geschwenkt, stimmt, da war ja noch was, dachte ich dann.

Zum Ende hin hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Autorin ein wenig die Lust verloren hatte. Denn einige der vielen, vielen Handlungsstränge blieben offen, wurden überhaupt nicht mehr aufgegriffen und einiges, was einer ausführlicheren Erklärung bedurft hätte, wurde zu einem abrupten Ende kurz zusammengefasst. Das fand ich sehr schade.

Aber nichtsdestotrotz ist „Das Zeichen der Schwalbe“ ein sehr interessanter Roman, der mich über die meiste Zeit gut unterhalten hatte. Durch die vielen geschilderten Einzelschicksale war die Story stets abwechslungsreich.

Ulrike Hübschmann als Sprecherin hat mir gut gefallen, wenn auch ihre Stimme ab und an  etwas „gequetscht“ klang.

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Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Ein ganzes halbes JahrBeschreibung
Lou Clark weiß eine Menge. Sie weiß, wie viele Schritte es von der Bushaltestelle bis nach Hause sind. Sie weiß, dass ihr die Arbeit im Café „Buttered Bun“gefällt, und sie weiß, dass sie ihren Freund Patrick vielleicht nicht liebt. Was Lou nicht weiß, ist, dass sie ihren Job verlieren und einen neuen annehmen wird, der alles Bisherige infrage stellt. Will Traynor weiß, dass der Motorradunfall ihm den Lebensmut genommen hat. Er weiß, dass alles sich klein und freudlos anfühlt, und er weiß ganz genau, was er dagegen tun wird. Was Will nicht weiß, ist, dass Lou in sein Leben platzen wird wie eine Explosion aus Farben. Und weder Lou noch Will wissen, dass sie das Leben des anderen für immer verändern werden.

Sprecher
Luise Helm, Ulrike Hübschmann, Romanus Fuhrmann, Nina West, Anne Helm und Reinhard Kuhnert

Länge
14 h 44 m

Meine Meinung
Der Stil des Klappentextes erinnerte mich an „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Hm, dachte ich, ist das nun ein Abklatsch? Egal, „Die fabelhafte Welt der Amélie“ hatte mir sehr gut gefallen, also war ich auch an diesem Hörbuch interessiert.

Zunächst: Dieses Hörbuch hat nichts mit „Amélie“ zu tun.

Lou kommt aus einer Familie, die hart für ihre Existenz kämpfen muss. Der Vater hat seinen Job verloren und so ist Lou die Hauptverdienerin. Ist dies schon nicht einfach, als sie noch ihren Job im Café hat, so scheint es ein auswegloses Unterfangen zu sein, als sie ihren Job auch noch verliert. In der Familie gibt es noch eine Schwester, die einen kleinen Sohn hat und studiert und von allen Unterstützung erwartet. Einen Großvater, dem es nicht mehr so gut geht und eine Mutter, die eine leidenschaftliche Hausfrau ist. Alles ganz normal – wie im richtigen Leben eben. Und genauso klar und glaubhaft sind die einzelnen Charaktere ausgearbeitet.

Will kommt aus der Oberschicht. Reich und erfolgreich – ihm stehen alle Türen offen, bis es zu einem tragischen Unfall kommt und er von da an querschnittsgelähmt ist. Er kann sich an sein neues Leben nicht gewöhnen und fasst einen Entschluss.

Mit diesem Entschluss ist die Mutter natürlich nicht einverstanden und setzt alles daran, ihren Sohn umzustimmen. Als letzten Ausweg sieht sie die Möglichkeit, dass sich Will verlieben wird und dadurch seinen Lebensmut wiederfindet. Zu diesem Zweck stellt sie Lou ein, die von Krankenpflege keine Ahnung hat, der sie aber das erhoffte Wunder zutraut. Doch sie sagt ihr nicht den wahren Grund, warum sie sie einstellt. Sie sagt ihr einzig, dass die Stelle auf ein halbes Jahr begrenzt ist. Lou – in Geldnot – nimmt den Job mit der großzügigen Bezahlung natürlich an.

Mehr wird hier nicht verraten.

Von diesem Hörbuch war ich sehr begeistert. Die Charaktere wurden durch die Bank weg äußerst glaubhaft dargestellt. Es ist so nah am richtigen Leben und den echten Menschen, dass ich stellenweise den Eindruck hatte, ich kenne die Leute persönlich. Sehr schnell hatte ich von allen Personen ein klares Bild vor Augen. Nicht nur von deren Charakter, auch ihr Aussehen war mir klar.

Die Dialoge sind intelligent und stellenweise sehr witzig. Nicht selten musste ich lauthals lachen. Doch je weiter die Geschichte fort schritt, um so öfter hatte ich einen Kloß im Hals. Zum Ende hin war ich froh, dass ich das Buch nicht las sondern hörte, denn vor lauter Tränen hätte ich keine Zeile mehr lesen können. Doch trotzdem ist diese Geschichte weit entfernt von kitschig oder rührselig. Ich fand das eine wirklich ganz tolle Leistung von Joyo Moyes, soviel Gefühl in die einzelnen Szenen zu packen, ohne dass sie klischeehaft wirkten.

Die Sprecher waren allesamt sehr, sehr gut. Hier passte wirklich jede Stimmlage, jede Betonung, einfach alles. An diesem Hörbuch habe ich ganz und gar nichts zu bemängeln. Es ist einfach wundervoll.

Ein neues Buch für meine „Bestenliste“.

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Weitere Informationen
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Siehe auch: 

 

 

Camilla Läckberg – Die Töchter der Kälte

Beschreibung
Mit seinem Netz macht der Fischer Frans Bengtsson einen fürchterlichen Fang: den leblosen Körper eines Mädchens. Bei der Autopsie finden sich im Leichnam der siebenjährigen Sara Spuren von Süßwasser und Seife. Sie ist ertränkt worden, und zwar nicht im Meer. Patrik Hedström und seine Kollegen ermitteln. Gerade dieser Fall macht dem jungen Kommissar und seiner Frau Erica Falck zu schaffen, da sie gerade erst Eltern einer Tochter geworden sind. Und hinter der idyllischen Fassade von Fjällbacka tut sich eine abscheuliche Realität auf: Familienfehden, Perversion und eine weit zurückreichende Schuld.

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
447 Minuten

Meine Meinung
Dieser skandinavische Krimi war so richtig nach meinem Geschmack. Was hier so nach und nach aufgedeckt wurde, lies mich des öfteren aufhorchen und versetzte mich in Staunen. Auch die Ermittlungsmethoden fand ich mal etwas anders als sonst. Also nicht über die ganze Strecke, aber z. B. an zwei Stellen. So ließen sich zwei Leute von den amerikanischen Crime-Series auf eine Lösung bringen. Wobei einmal der Abklatsch der Methode mächtig nach hinten los ging.

Die Geschichte ist jetzt nicht super rasant erzählt, aber sie hat mich doch so sehr gefesselt, dass ich es in ziemlich einem Stück durch gehört habe. Und mir ist es meist auch lieber, wenn ich beim Hören nicht denke, ich kriege gleich einen Herzinfarkt, weil ich derart durch die Geschichte gehetzt werde. Die Story ist stimmig und nichts bleibt zum Schluss offen.

Ulrike Hübschmann als Sprecherin fand ich auch in diesem Hörbuch sehr angenehm. Ich kenne sie hauptsächlich aus den Andrea-Schacht-Romanen um die Begine Almut und Pater Ivo. Und die ersten 10 Hörminuten fühlte ich mich auch eher dort im mittelalterlichen Köln, aber das legte sich aufgrund der absolut anderen Geschichte sehr schnell. Hübschmann hat allen Charakteren ihre eigene Stimme und Betonung gegeben, so dass das Zuhören sehr angenehm war.

Fazit: absolut empfehlenswert

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Andrea Schacht – Gebiete sanfte Herrin mir

Beschreibung
Köln im Spätmittelalter. Alyss ist mit dem Weinhändler Arndt van Doorne verheiratet und arbeitet im gemeinsamen Weinkontor. Als Alyss‘ Schwager Robert einem Raubmord zum Opfer fällt, beginnt die junge Frau zu ermitteln. Haben die in der Stadt kursierenden Gerüchte über den Handel mit geschmuggeltem Tuch etwas mit Roberts Tod zu tun?

Als Gattin eines Weinhändlers, der oft auf Reisen ist, ist Alyss in ihrem nicht gerade kleinen Haushalt als Führungskraft oft allein. Wie im Köln um 1400 üblich, führt sie als Berechtigung für eigene Geschäfte ein eigenes Siegel. Insgesamt fünf Jungfern und Jünglinge hat sie anzuleiten, und sie würde diese Aufgabe auch mit Bravour zu meistern wissen – wenn, ja: wenn das Schicksal ihr nicht übel mitspielen wollte. In Form eines weißen Gerfalken kommt es ins Haus, den der verschlagene John of Lynne ihr mit einem Gruß des Bruders ihres Mannes, Robert, überlässt. Dann wird Robert Opfer eines vermeintlichen Raubüberfalls – und Alyss steckt mitten drin in kriminellen Machenschaften, die ihre Existenz zerstören könnten…

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
436 Minuten

Meine Meinung
Das erste Buch der Fortsetzung der Almut und Ivo-Serie, in der ihre Tochter Alyss ermittelt, ist auch wieder sehr unterhaltsam und lustig geschrieben. Jedoch kommt es meiner Meinung nach nicht ganz an die Qualität der vorhergehenden Bücher heran.

Aber auch hier wird man wieder köstlich unterhalten, mit einer Sprache, die einfach begeistert.

Fazit: stars_4 empfehlenswert

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Jodi Picoult – 19 Minuten

Beschreibung
19 Minuten dauert Peters Houghtons Amoklauf, mit dem er sich für sein ganzes Leben rächen will. Er wurde von seinen Mitschülern drangsaliert und verspottet, sie haben ihn gequält und gehänselt – bis er nicht mehr konnte. Jodi Picoult entwirft das packende Psychogramm eines Amokläufers. Eines 17-jährigen Mörders, der sich seiner Schuld bewusst ist, aber keinen anderen Ausweg mehr sieht. Neben Peter selbst, kommen die einzelnen Betroffenen zu Wort: Josie, die das Massaker überlebt hat und sich an nichts erinnern kann. Ihre Mutter Alex, die als Richterin den Fall übernimmt. Und schließlich Peters Mutter Lacy, die fassungslos und voller Entsetzen der Tat ihres Sohnes gegenüber steht. Hätten sie alle die Tat verhindern können?

Sprecher
Tom Schilling, Oliver Brod, Ulrike Hübschmann, Katharina Wackernagel, Bernhard Schütz, Rosalie Thomass

Länge
584 Minuten

Meine Meinung
Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Deshalb will ich mich mal anhand von positiven und negativen Aspekten herantasten.

Gut finde ich, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, über dieses heikle Thema ein Buch zu schreiben. Gut finde ich auch die Botschaft, dass man seinen Mitmenschen immer Respekt zollen sollte, egal wie sie sind. Das war es aber auch schon, was ich an diesem Buch gut fand.

Schlecht fand ich, dass dieses Buch aus einer einzigen Aneinanderreihung von Klischees besteht. Jedes, aber wirklich jedes Klischee wurde hier zur Sprache gebracht und ausgeschlachtet. Das fand ich derart nervig, dass ich des öfteren versucht war, das Hörbuch in die ewigen Jagdgründe zu verbannen. Auch hatte ich nicht den Eindruck, dass die Autorin über dieses Thema gut recherchiert hatte. Alles fand man so oder so ähnlich auch schon in diversen Zeitungsberichten in der einschlägigen Tagespresse. Bis auf die Aussage des Psychologen war hier wirklich nichts Neues zu vernehmen! Und das bei so einem Thema! Da hätte ich mir wirklich wesentlich mehr Background erwünscht. Die Sprache des Buches war auch alles andere als ansprechend – sie war einfach nur flach.

Und zu guter Letzt noch meine Meinung zu den Sprechern. Was bitte schön war das denn? Die Idee war zwar gut, für die verschiedenen Personen auch verschiedene Sprecher zu wählen (obwohl es kein Hörspiel sondern ein Hörbuch ist), aber dann doch bitte keine, die keine Ahnung haben, wie man ein Hörbuch spricht! Bis auf Ulrike Hübschmann und den Sprecher, der Peter vertonte (ich weiß leider nicht, wer der Herren das war), fand ich alle durchweg schlecht. Und auch Ulrike Hübschmann hat mich hier nicht so überzeugt, wie sie es schon in zahlreichen anderen Hörbüchern getan hat.

Abschließend kann ich nur sagen: wirklich schade. Dieses brisante Thema hätte wirklich wesentlich mehr Tiefe und Recherche benötigt, als es in „19 Minuten“ der Fall war.

Fazit: stars_2 naja

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Andrea Schacht – Der dunkle Spiegel

Beschreibung
Köln, 1376. Im ersten Teil ihrer spannenden Reihe über die Erlebnisse der Begine Almut und des Paters Ivo erzählt Andrea Schacht von einem Giftmord: Almut hat Jean, einem jungen Gast im Hause eines wohlhabenden Weinhändlers, ein Medikament verabreicht. Kurz darauf ist Jean tot. Vergiftet. Natürlich fällt der Verdacht auf die Begine. Nur mit Hilfe einiger guter Freunde schafft sie es, ein Komplott aufzudecken, das aus Habgier, Eifersucht und Liebe geschmiedet wurde.

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
402 Minuten

Meine Meinung
Klasse, fantastisch, genial. Eigentlich müsste man zu den Büchern um die etwas vorlaute Begine Almut und Pater Ivo, der sich als Pater nicht so wirklich wohl fühlt, gar nicht viel mehr sagen – wenn einem die Leute das einfach so glauben würden. Tun sie ja aber nicht. Deshalb will ich etwas weiter ausholen.

Ich habe jetzt alle fünf Bücher gehört – allerdings in einer etwas eigenartigen Reihenfolge: 2, 4, 5, 3, 1. Dies kam daher, dass ich zunächst gar nicht wusste, dass dies eine ganze Serie ist!

Zunächst einmal für alle Interessierten die richtige Reihenfolge:

Buch 1: Der dunkle Spiegel
Buch 2: Das Werk der Teufelin
Buch 3: Die Sünde aber gebiert den Tod
Buch 4: Die elfte Jungfrau
Buch 5: Das brennende Gewand

Ich habe heute als „krönenden Abschluss“ das erste Buch gehört 🙂 Dass ich die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge gehört habe, war nicht schlimm, da man jederzeit mitbekommt, in welcher Beziehung sich die Begine Almut und Pater Ivo gerade befinden. Man versteht also auch jedes Buch ohne Kenntnis der anderen. Dies liegt natürlich auch daran, dass jedes Buch ein eigener in sich abgeschlossener historischer Krimi ist. Und genau das finde ich so genial an den Büchern von Andrea Schacht. Diese Bücher sind keine klassischen historischen Romane, nein, es sind spannende Krimis, die im Köln des 14. Jahrhunderts spielen. Und die Morde und die Aufklärungsstrategien sind an die Gegebenheiten dieser Zeit angepasst. Mit viel Scharfsinn, Kombinationsgabe und natürlich einer gesunden Portion an Humor und Gottesfurcht gelingt es dem etwas außergewöhnlichen Ermittlerpaar Almut und Ivo, die Morde auf ihre sehr eigene Art aufzuklären. Am besten dabei sind immer die Dialoge und Diskussionen – oder vielmehr Dispute – zwischen der Begine und dem Pater. Ich habe mich heute wieder derart amüsiert über die Gedankenspiele, die Wortwahl, den Wortwitz und die Spitzfindigkeiten – das ist einfach immer wieder ein absoluter Ohrenschmaus!

Wer bei der Beschreibung „historischer Roman“ auf geschichtliche Fakten hofft, wird mit diesen Büchern sicherlich nicht glücklich werden. Wer es aber interessant findet, wie die Menschen damals lebten und wer Krimis mag und über eine Portion Humor verfügt, der wird diese Bücher lieben! Garantiert! 🙂

Die Sprecherin Ulrike Hübschmann hat wie immer sehr, sehr toll gesprochen. Sie spricht übrigens drei der fünf Bücher. Alle fünf Bücher haben von mir die volle Punktzahl, sprich 5 Sterne, erhalten. Und jeder einzelne davon ist auch absolut gerechtfertigt.

Die Serie um die Begine Almut und Pater Ivo habe ich nun also fertig gehört. Schade eigentlich. Aber es geht trotzdem weiter! Die Tochter von Almut tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter… man darf also weiterhin gespannt sein 🙂

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

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Siehe auch

Jussi Adler-Olsen – Erbarmen

Beschreibung
Kommissar Carl Mørk hat ausgedient. Nach einem traumatischen Ereignis im Dienst wird er in das Sonderdezernat Q versetzt, um ungelöste Fälle neu aufzurollen. Die Geschichte einer jungen Politikerin, die vor fünf Jahren spurlos verschwand, weckt seine verschüttet geglaubten Ermittlerinstinkte.

Je mehr sich Mørk in die alten Akten vertieft, desto größer werden die Ungereimtheiten. Ist es wirklich denkbar, dass die Frau noch am Leben ist? Festgehalten und gequält an einem unvorstellbaren Ort? Ein atemberaubendes Debüt, das den Hörer mitnimmt in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.

Sprecher
Wolfram Koch und Ulrike Hübschmann

Länge
386 Minuten

Meine Meinung
Sechseinhalb Stunden die wie im freien Fall vergingen.  Zunächst dachte ich: na toll, da wird nun ein uralter Fall aus den Akten gekramt, was soll denn daran spannend sein? Die Spuren, die es gab, dürften ja wohl längst überprüft worden sein, alle anderen längst verwischt. Aber das man aus solch einer alten Akte eine derart spannende und packende Story herausarbeiten kann, hätte ich wirklich nicht vermutet.

Die beiden Ermittler Carl Mørk und sein Gehilfe Assad, die unterschiedlicher wohl kaum sein könnten, wachsen einem sehr schnell ans Herz, auch wenn gerade Mørk ein doch sehr schrulliger Typ zu sein scheint. Aber gut, gibt es in der Literatur einen Kommissar der „normal“ ist (außer Brunetti vielleicht)?  Das gehört wohl einfach zum Klischee und ich finde es auch ok.

Assad, der eigentlich nur zum Kaffee kochen, putzen und als Mørks Fahrer fungieren sollte, erweist sich sehr schnell als cleveres Kerlchen, der eins und eins zusammen zählen kann und auch entsprechend handelt. Und Mørk bleibt oft nichts anderes übrig, seine manchmal etwas regelwidrigen Handlungen zu unterstützen – dient ja schließlich einem höheren Zweck.

Dadurch, dass für das Hörbuch ein Mann und eine Frau als Sprecher ausgewählt wurden, konnte man jederzeit direkt einordnen, wo man sich befand. Und beide Sprecher haben wirklich eine sehr gute Leistung gebracht! Wolfram Koch kannte ich bisher noch nicht, aber Ulrike Hübschmann. Und die beiden haben wirklich sehr gut zusammen gepasst.

Insgesamt hat mich dieses Hörbuch absolut überzeugt. Es war spannend, fesselnd und ich klebte wirklich die ganzen 6 1/2 Stunden an den Lippen der beiden Sprecher. Das nächste Hörbuch von Jussi Adler Olsen „Schändung“ steht schon auf meiner Wunschliste. Ich freue mich schon auf weitere spannende Stunden mit Mørk und Assad.

Fazit: absolut empfehlenswert

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Andrea Schacht – Die Sünde aber gebiert den Tod

Beschreibung
Köln, 1376. Die Christmette des Benediktinerklosters wird durch lautes Säuglingsgeschrei gestört. Pater Ivo entdeckt ein fremdes Kind, das offenbar ausgesetzt wurde und ein Feuermal – den sog. „Satanskuß“ – auf der Wange trägt. Er bringt das Mädchen zu den Beginen am Eigelstein, wo sich die Ereignisse zuspitzen. Nicht nur wird der kleine Schützling beinahe entführt, es geschieht sogar ein Mord! Die Begine Almut Bossart hat alle Hände voll zu tun, den Fall aufzuklären. Sie stößt dabei auf ein Netz von Liebe und Intrigen und gerät, ohne es zu wissen, selbst in Lebensgefahr.

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
447 Minuten

Meine Meinung
Klasse! Auch in diesem Buch zeigen sich Begine Almut und Pater Ivo von ihrer besten Seite 🙂 Viele Streitigkeiten, immer wieder herrliche Wortgefechte. „Die Sünde aber gebiert den Tod“ ist ein weiterer herrlicher historischer Roman, bei dem man sich das Leben am Beginenhof und im Kloster sehr gut bildlich vorstellen kann. Auch die Charaktere wurden hervorragend von Ulrike Hübschmann interpretiert und dargestellt.
Ein weiteres sehr routiniertes, pointiertes, spannendes und überaus amüsantes Buch von Andrea Schacht. Ich liebe ihre Bücher 😉

Fazit: stars_5 absolut empfehlenswert

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