Romy Hausmann – Liebes Kind

Beschreibung
Schockierend, berührend, unvorhersehbar: Ein Thriller-Debüt der Extraklasse.

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen „Zirkulationsapparat“. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und der Alptraum geht weiter. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich nun zurückholen will, was ihm gehört.

Sprecher
Leonie Landa, Ulrike C. Tscharre, Heikko Deutschmann

Länge
12 h 39 m

Meine Meinung
Wow! Was für ein Thriller! Das konnte ich schon lange nicht mehr zu einem Thriller sagen. Aber dieser hier hebt sich wirklich von den anderen irgendwie immer gleich aufgebauten Thrillern um Klassen ab.

Von Anfang an ist man von dieser Geschichte gefesselt. Keine Minute ist langweilig, kein Wort überflüssig. Alles passt perfekt. Die vielen Wendungen in der Story bringen  zusätzlich enormes Tempo in die Story und sorgen immer wieder für unkontrollierbares Herzrasen.

Sehr gut fand ich auch die verschiedenen Sprecher. Zum einen passen sie stimmlich absolut perfekt und zum anderen erleichtern sie das Hören enorm, da man so immer genau weiß, wer gerade erzählt.

Ich bin von diesem Thriller wirklich restlos begeistert und kann ihn mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Somit landet seit langer Zeit mal wieder ein Thriller auf meiner Bestenliste.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Romy Hausmann – Liebes Kind

Claire Douglas – Missing: Niemand sagt die ganze Wahrheit

Beschreibung
Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Frankie und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen die Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. 18 Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Frankie weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund.

Sprecher
Cathlen Gawlich, Laura Maire

Länge
10 h 42 m

Meine Meinung
Das Hörbuch „Missing: Niemand sagt die ganze Wahrheit“ hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt.

Aufgebaut ist die Story folgendermaßen: Erzählt wird zum einen die Geschichte aus der heutigen Sicht von Frankie, sprich 18 Jahre nach dem Tod von Sophie und zum anderen wird aus Sophies Tagebuch berichtet. Nach und nach erfährt man immer mehr aus der Jugendzeit der beiden Freundinnen. Und ebenso nach und nach wandelt sich der Eindruck, den man von den agierenden Personen hat. Doch was sich dann tatsächlich in dieser verhängnisvollen Nacht zutrug, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Sehr interessant fand ich den geschickten Aufbau. Durch die immer hin- und her wechselnden Erzählstränge/Zeitebenen wurden einem völlig unterschiedliche Meinungen/Ansichten zu ein und denselben Geschehnissen präsentiert. Wie es im Leben eben so oft ist. Zwei Menschen empfinden die gleiche Situation eben nicht gleich.

Die beiden Sprecherinnen waren nicht nur eine sehr gute Wahl, sie erleichterten auch das Zuhören enorm. Denn so wusste man jederzeit ganz genau, aus wessen Sicht die Story gerade weitererzählt wird.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. B. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Claire Douglas – Missing: Niemand sagt die ganze Wahrheit

Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Beschreibung
Ohio 1977: James Lee möchte seine Tochter Lydia als Abschlussballkönigin sehen – eine Popularität, die ihm als Sohn chinesischer Einwanderer verwehrt blieb. Für ihre Mutter soll die 17-Jährige Klassenbeste sein. Auch ihre beiden Geschwister vergöttern sie. Doch dann der Schock: Lydia wird tot aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Der tragische Verlust verwandelt das Leben der Familie in eine Tragödie, die ihre glückliche Vergangenheit als Illusion entlarvt. Doch auch dieses Ende birgt die Chance auf einen Neuanfang. Und alle erkennen, dass Ehrlichkeit und Respekt füreinander das Wichtigste im Leben sind.

Sprecher
Britta Steffenhagen

Länge
7 h 46 m

Meine Meinung
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Sie erzählt die Geschichte einer Amerikanerin, die einen Chinesen heiratet. Mit ihren drei Kinder leben sie in einer amerikanischen Stadt, die 1977 noch voller Vorurteile gegenüber Ausländern ist.

In dieser Familie dreht sich alles um die älteste Tochter Lydia, die ums Leben gekommen ist. Ob es Mord, Selbstmord oder ein tragischer Unfall war – es wird hier viel spekuliert. Und so erfährt man sehr viel über die Umstände, in denen die Familie und ihre einzelnen Mitglieder so leben. Jeder hat eine andere Ansicht, doch in einem Punkt sind sich alle einig: Lydia hatte viele Freunde und war sehr beliebt. Doch nach und nach hebt sich der Vorhang der Verhüllung und es treten erstaunliche Gesichtspunkte in den Vordergrund.

Eigentlich spielt hier jedes Familienmitglied eine tragische Rolle. Dies könnte man nun als etwas kitschig deuten, doch das ist es ganz und gar nicht.

Celeste Ng hat eine Art zu erzählen, die einem sehr ans Herz geht und die absolut glaubhaft und vorstellbar zugleich ist. Diese Familie könnte es meiner Meinung nach wirklich gegeben haben, denn nichts scheint hier konstruiert oder gekünstelt.

Kurz, ich bin rundum begeistert von der tollen Geschichte „Was ich euch nicht erzählte“.

Britta Steffenhagen als Sprecherin passte ganz hervorragend zu dieser Geschichte, sie las mit viel Herzblut und Leidenschaft.

-> Bestenliste!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Siehe auch:

Karl Olsberg – Boy in a white room

Beschreibung
Ein packender Thriller, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint. Auf spannendste Weise spielt Spiegel-Bestsellerautor Karl Olsberg in diesem Jugendbuch mit den Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz und wirft fundamentale philosophische Fragen nach Realität und Identität auf. Spannung bis zum Schluss, mit einem Twist, der den Atem raubt!

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Björn Beermann

Länge
6 h 38 m

Meine Meinung
Hm, da wacht man auf, befindet sich in einem komplett weißen Raum und weiß nicht, wie man dorthin gekommen ist und warum. Gruselige Vorstellung.  So ergeht es unserem Protagonisten Manuel, der in eben solch einem weißen Raum eingesperrt ist.

Zunächst hat er „nur“ Zugriff auf das Internet. Anhand dessen versucht er herauszufinden, was passiert ist und warum er hier ist. Was ganz zu Beginn etwas schnöde wirkt, entwickelt sich schnell zu einer rasanten Story, der es an überraschenden Wendungen nicht mangelt. Das macht das Ganze natürlich irre spannend und kurzweilig. Und vor allem bleibt es über die ganze Story hinweg sehr rätselhaft, was denn mit ihm wirklich passiert ist.

Sehr interessant hat Olsberg hier auch die Themen Identität und künstliche Intelligenz ausgearbeitet. Wem kann Manuel vertrauen? Auf was kann er sich wirklich verlassen? Was ist echt und was nicht?

Das Ende passt zwar irgendwie, aber mir persönlich hat es nicht so gut gefallen. Ich fand es etwas arg übertrieben, aber wenn man es recht bedenkt, irgendwie auch wieder logisch. Da bin ich mir selbst noch nicht einig 😉

Doch wenn man das Ende mal außer Acht lässt, so fand ich „Boy in a white room“ eine sehr spannende Geschichte, die nicht selten zum Nachdenken anregt.

Björn Beermann als Sprecher fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch mit zunehmendem Verlauf der Story immer passender.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karl Olsberg – Boy in a white room

Siehe auch:

A. J. Finn – The woman in the window: Was hat sie wirklich gesehen

Beschreibung
Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre Wohnung nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit, mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken – und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen – Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht.

Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert…

Meisterhaft und nuanciert gelesen von Nina Kunzendorf.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Nina Kunzendorf

Länge
10 h 48

Meine Meinung
Anna ist eine Person, die ihr Haus nicht verlassen kann. Nach einem traumatischen Erlebnis traut sie sich keinen Schritt mehr vor die Tür. Und wenn sie es doch versucht, dann endet es meist fatal. Deshalb bleibt sie lieber drinnen, beobachtet ihre Nachbarn, chattet im Internet, betätigt sich als Online-Psychologin. Denn nicht wenig andere leiden unter eben der gleichen Angststörung. Gegenseitig stützen sie sich in ihrer Einsamkeit der eigenen vier Wände. Ab und an bekommt sie Besuch. Da ist ihre Physiotherapeutin, ihr Therapeut und seit neuestem auch die neuen Nachbarn. Zuerst kommt der Sohn mit einem Einzugsgeschenk, dann die Mutter. Anna ist hocherfreut, diese Bekanntschaften gemacht zu haben, findet sie doch beide sehr nett. Doch dann passiert ein Drama im Nachbarhaus, Anna hat es beobachtet, doch niemand glaubt ihr. Denn sie trinkt auch ziemlich viel, nimmt viele Psychopharmaka – das hat sie sich wohl alles nur in ihrem Wahn zusammengesponnen, so die landläufige Meinung der Polizei.

Bis hierin tröpfelt die Geschichte recht lahm vor sich hin. Doch dann nimmt sie Fahrt auf und wird richtig spannend. Das heißt, es lohnt sich, die lange recht zähe Masse zu durchwaten. Denn am Ende wird man mit Spannung und einer überraschenden Wende belohnt.

Da es allerdings wirklich lange gedauert hat, bis ich richtig Gefallen an diesem Hörbuch gefunden habe, muss ich leider einen Punkt abziehen. Wer geduldig ist und sich nicht von einer langen Durststrecke abschrecken lässt, dem wird diese Geschichte vermutlich auch gefallen. Denn andererseits ist es auch durchaus mal etwas anderes, dieser einsamen Person zu lauschen, wie sie ihren Tag gestaltet, ganz ohne nach draußen zu gehen. Es hat was. Doch das ist sicherlich nicht jedermanns Ding.

Nina Kunzendorf als Sprecherin hat eine sehr eigene Art, die Sätze und Wörter zu betonen. Das ist sicherlich Geschmackssache. Mir hat es sehr gut gefallen und ich fand, das passte sehr gut zu der beschriebenen Einsamkeit der Protagonistin.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: A. J. Finn – The Woman in the window: Was hat sie wirklich gesehen

Cameron Bloom & Bradley Trevor Greive – Penguin Bloom

Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete

Beschreibung

„Dieser kleine Vogel zeigte uns, dass es in der Welt viel mehr Liebe gibt, als wir uns hätten vorstellen können.“

Es ist die wahre Geschichte der Familie Bloom, die nach einem tragischen Unfall beinahe zerbricht und durch den witzigen kleinen Vogel namens Penguin gerettet wird. Penguin ist eine Elster, schwarz-weiß gefiedert. Als Junges ist sie aus dem Nest gefallen, bei starkem Wind, buchstäblich vor die Füße der Familie Bloom. Und das ist geradezu sinnbildlich. Denn bei den Blooms herrscht Trauer, Chaos und Verzweiflung.

Penguin Bloom bringt Trost und Lebensmut und zeigt, dass – egal wie ausweglos eine Situation erscheint – es immer Grund zur Hoffnung gibt. Schließlich kommen Engel in allen Formen und Größen vor – auch als eine kleine Elster!

Das Hörbuch enthält ein Booklet mit den weltberühmten und berührenden Fotos von Cameron Bloom.

Sprecher
Stefan Wilkening, Lisa Wagner

Länge
1 h 54 m

Meine Meinung
Engel kommen in allen Formen und Größen vor. Das wird bei dieser wahren Geschichte der Familie Bloom bestens bewiesen.

Sam Cameron fällt im Urlaub von einem Balkon sechs Meter in die Tiefe, nachdem das Geländer weggebrochen ist. Zerschmettert liegt sie am Boden, doch sie lebt. Und so beginnt eine Ära des Leidens und der Trauer. Als klar ist, dass Sam nie wieder wird laufen können, dass sie ihr Leben fortan vom Rollstuhl aus führen muss, denkt sie nicht nur einmal an Selbstmord. Und dann eines Tages ereilt einen kleinen schwarz/weißen Vogel quasi der gleiche Unfall wie sie. Die kleine Elster stürzt durch heftigen Sturm aus ihrem Nest auf den Boden. Mit gebrochenem Flügel bleibt sie liegen. Die Blooms finden den Flaum und wollen ihn zu einer Tierstation bringen, doch alle sind überfüllt und können den kleinen Patienten nicht aufnehmen. So beschließen sie, selbst die kleine Elster gesund zu pflegen. Schnell steht der Name fest: Penguin soll er heißen aufgrund seines schwarz/weißen Gefieders.

Penguin ist nicht irgendein Vogel, Penguin scheint mit einer Mission den Blooms direkt vor die Füße gefallen zu sein. Denn seit dieser kleine freche Vogel bei ihnen lebt, kommt wieder etwas Freude in die Familie, auch Lachen ist wieder zu hören. Der Kleine ist frech wie Harry und sehr zutraulich. Und auch als sie ihn nach seiner Genesung mit seinem Nest in einen Baum im Garten „aussiedeln“, bleibt er bei den Blooms und nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um ins Haus und zu seinen geliebten Menschen zu kommen. Und dieser kleine Vogel gab Sam soviel Kraft, dass sie sich dachte, ok, wenn er fliegen kann, dann kann ich das auch.

Das Hörbuch ist anfangs äußerst tragisch, denn zunächst wird Sams Charakter beschrieben, welch Lebensfreude sie immer hatte und wie Sam und Cameron sich kennen lernten. Dann die Geburt der 3 Kinder und dann der tragische Unfall, der ihr aller Leben für immer veränderte. Es dauert also, bis Penguin seinen großen Auftritt hat. Doch es lohnt sich, darauf zu warten. Ich hätte noch wesentlich mehr Episoden mit dem kleinen Vogel lauschen können, ich fand es etwas schade, dass dies eigentlich im Vergleich recht kurz ist. Denn auch das Ende wird für eine ausführliche Ansage von Sam genutzt, die hier selbst über ihre Behinderung redet und wie sie sich dabei fühlt. Es ist auch ein Appell an alle Menschen im Umfeld einer verunglückten Person.

Mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen. Es geht einem richtig ans Herz, sowohl die tragische Geschichte von Sam, als auch die „Rettungsmission“ von Penguin. Insgesamt ist es wirklich eine Herzensgeschichte, die man so schnell wohl nicht vergessen wird.

Auch das Booklet ist sehr liebevoll gestaltet, geschmückt mit wirklich sehr tollen Bildern der Blooms mit Penguin „in Action“. Das ist wirklich sehr schön zu betrachten.

Übrigens wird die Geschichte 2018 mit Naomi Watts in die Kinos kommen.

Die beiden Sprecher fand ich sehr passend für die Geschichte. Stefan Wilkening hat die Story aus der Sicht von Cameron gesprochen, Lisa Wagner hat die persönliche Nachricht von Sam am Ende gesprochen.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Bonnevoice-Hörbuchverlag. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Cameron Bloom & Bradley Trevor Greive – Penguin Bloom – Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete.

Herzlichen Dank an den Bonnevoice-Hörbuchverlag für das Rezensionsexemplar.

Charlotte Link – Die Betrogene

Beschreibung
Kate Linville hat für Menschen nicht viel übrig. Als Polizistin bei Scotland Yard ist sie stets professionell und distanziert. Der einzige Mensch, dem sie vertraut, ist ihr Vater. Doch als dieser ermordet aufgefunden wird, zerspringt Kates Welt in tausend Einzelteile.

Um den Mörder ihres Vaters zu finden, kehrt sie zurück in ihr Heimatdorf. Dort leitet ausgerechnet der alkoholkranke Detective Chief Inspector Caleb die Ermittlungen – und er tritt auf der Stelle. Ein weiterer Mord geschieht. Und die Verbindungen zu dem Fall von Kates Vater bringen dessen dunkle Vergangenheit ans Licht.

„Die Betrogene“ ist ein fesselnder Thriller in gewohnt erstklassiger Charlotte Link Manier. Deren Erzählkunst und die Stimme der Schauspielerin Claudia Michelsen verleihen den Charakteren Tiefgang und sorgen für ein Hörerlebnis voller Spannung und überraschender Wendungen. Ein Thriller, der hinterfragt, ob unsere Liebsten immer die sind, für die wir sie halten. Gänsehaut-Garantie!

Sprecher
Claudia Michelsen

Länge
20 h 45 m

Meine Meinung in Kürze
„Wow. Das fand ich mal wieder so richtig gut.“ Leider ist das alles, was ich mir zu diesem Hörbuch notiert habe. Ich war überzeugt, dass ich das so schnell nicht vergessen würde. Doch weit gefehlt. Jetzt, da ich die Rezension endlich schreiben will, weiß ich zwar immer noch, dass ich die Story ganz toll fand, ich weiß sogar noch, wie die Auflösung war, aber wirklich etwas dazu schreiben, kann ich nicht mehr.

Sorry Leute, ich gelobe Besserung 😉

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Charlotte Link – Die Betrogene

Siehe auch:

 

Leonie Swann – Gray

Beschreibung
Dieses Hörbuch hat einen Vogel!

Dr. Augustus Huff, Dozent in Cambridge, hat plötzlich einen Vogel – und ein Problem: Einer seiner Studenten ist beim Fassadenklettern in den Tod gestürzt. War es nur ein tragischer Unfall? Oder Mord? Augustus vermutet Letzteres und geht auf Spurensuche – unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen.

Der sprachbegabte Vogel erweist sich als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus bei seinen Ermittlungsversuchen von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der im Labyrinth der altehrwürdigen Universität die richtigen Fragen stellt. Augustus begreift: Nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Bjarne Mädel , Christopher Heisler

Länge
10 h 26 m

Meine Meinung
„Hey Huff, nimm ’ne Nuss!“ oder „Die Trauben kannst’e dir abschminken.“ Diese und ähnliche Sätze hört man recht oft, in diesem Hörbuch. Und jedesmal musste ich wieder lachen. Ein herrlich skurriler Krimi, bei dessen Auflösung Gray erheblichen Anteil hat.

Augustus Huff ist Tutor in Cambridge und Fassadenkletterer. Als einer seiner Schützlinge – ebenfalls Fassadenkletterer – abstürzt und das natürlich nicht überlebt, übernimmt er gemeinsam mit dem Graupapagei Gray die Ermittlungen. Und nicht selten bringt Gray mit seinem Geplapper Huff erst auf die richtigen Gedankengänge und Fragestellungen.

Die Protagonisten Huff und Gray sind mir direkt ans Herz gewachsen. Huff mit seinem Drang, ständig seine Hände mehrmals zu waschen und seine Dinge peinlich genau zu ordnen ist trotz seiner Macken ein sehr sympathischer Typ. Zuweilen etwas unsicher in seinem Handeln, eben kein Superheld. Aber er wird ein immer besserer Ermittler. Letzeres jedoch nur zusammen im Team mit Gray. Gray ist ein sehr intelligenter Vogel mit einem enormen Sprachschatz. Und er scheint auch die Bedeutung seiner Worte zu verstehen – er plappert nicht nur so vor sich hin. Herrliche Dialoge kommen hier zustande, bei denen ich wirklich oft lachen musste.

Ein lustiger aber auch sehr spannender Krimi der etwas anderen Art. Und er ist äußerst kurzweilig. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das Hörbuch ausgehört. Ich tappte lange im Dunkeln und es machte wirklich Spaß, zusammen mit dem oben beschriebenen Team zu ermitteln und mitzurätseln.

Die beiden Sprecher haben mir auch beide sehr gut gefallen. Wobei der eine nur einen recht kurzen Teil zu sprechen hat.

Insgesamt hat mir dieser außergewöhnliche Krimi so gut gefallen, dass er es auf meine Bestenliste geschafft hat.

s5g5h

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Leonie Swann – Gray

Siehe auch:

Alfred Bodenheimer – Das Ende vom Lied

das-ende-vom-liedBeschreibung
Der zweite Rabbi-Klein-Krimi aus Zürich mit hintergründigem Humor – der reinste Hörgenuss.

Im Bahnhof Zürich-Enge wird eine Frau vom Zug überfahren. Rabbi Klein hat die Tote gut gekannt. Sein Instinkt verrät ihm, dass es weder Selbstmord noch ein Unfall war. Der zweite Fall des gelehrten, beharrlichen und mitfühlenden Rabbi, der das Ermitteln nicht lassen kann, auch wenn er sein engstes Umfeld damit ins Visier der ermittelnden Kommissarin bringt.
Mit hintergründigem Humor erzählt Alfred Bodenheimer, Professor für Jüdische Literatur und Religionsgeschichte an der Universität Basel, eine Kriminalgeschichte, zu der auch Weisheiten aus dem Talmud zur Falllösung beitragen. Thomas Sarbacher liest mit viel Empathie für den weisen Rabbi unter der Regie von Franz Wassmer.

Sprecher
Thomas Sarbacher

Länge
5 h 10 m

Meine Meinung
Der zweite Krimi mit dem sympathischen Rabbi Klein braucht etwas, um in Fahrt zu kommen. Denn zunächst passiert eigentlich nichts, außer dass Rabbi Klein sich endlich alten Briefen eines Juden widmet, der diese Briefe an seine bereits tote Frau schrieb. Diese sind erstaunlich interessant, wie der Rabbi bald feststellt, doch alles andere in seinem Leben ödet ihn gerade etwas an. So plätschert die Story zunächst recht ereignislos vor sich hin.

Doch dann passiert ein schreckliches Unglück. Carmen stürzt im Bahnhof Zürich Enge vor einen vorbeifahrenden Zug und wird natürlich tödlich verletzt. Carmen ist für den Rabbi keine Fremde. Sie war Mitglied in seiner Gemeinde und hatte ihn über längere Zeit gestalked. Eigentlich dachte er, dass sich dieses leidige Thema mittlerweile erledigt hätte, doch dann wird seine Frau wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Rabbi Klein ist außer sich! Und natürlich ist er sofort wieder in seinem Element. Er beginnt, seine eigene Recherchen zum Tathergang zu machen. Schnell hat er einige Unstimmigkeiten entdeckt, doch aufgrund seiner Befangenheit, darf er nicht mehr mit der Polizei kooperieren. Und wieder steckt er in einem großen Dilemma.

Wie schon im ersten Krimi, fand ich die private Seite des Rabbis sehr interessant und humorvoll beschrieben. Man hat einen sehr guten Einblick in die Familie und fühlt sich – trotz völlig anderer Sitten – direkt heimisch bei den Kleins. Ich empfand auch hier den Kriminalfall eher als zweitrangig. Aber natürlich wäre ohne ihn keine Story da. Somit ist das wieder eine sehr gute Kombination aus Unterhaltung und Spannung. Das Ende hätte ich so niemals erwartet. Doch wenn man zurückblickt, dann ja, dann hätte man vielleicht ahnen können…. aber nein, das ginge nun zu weit.

Nur aufgrund des etwas schleppenden Einstiegs bekommt dieser Krimi nicht die volle Punktzahl von mir. Doch es lohnt sich wirklich, am Ball zu bleiben und die Story fertig zu hören.

Thomas  Sarbacher hat auch den zweiten Krimi gesprochen und das ist auch gut so. Er ist für mich die Stimme des Rabbis und hat seinen Job wieder richtig gut gemacht.

s5g4

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es direkt beim Verlag Hörkultur.

Herzlichen Dank an Hörkultur für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch: 

Cynthia D’Aprix Sweeney – Das Nest

das-nestBeschreibung
Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und haben immer gewusst, dass sie eines Tages viel Geld erben würden. Und das können sie in New York zu Zeiten der Finanzkrise auch alle gut gebrauchen. Doch kurz bevor der ersehnte Fonds ausgezahlt wird, verwendet ihre Mutter ihn, um dem ältesten Sohn Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben.

Ein geistreicher und scharfsinniger Familienroman – gelesen von Johann von Bülow.

Sprecher
Johann von Bülow

Länge
11 h 59 m

Meine Meinung
Wer solch eine Familie (und Freunde) hat, braucht keine Feinde mehr. Das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich das Hörbuch fertig gehört hatte.

Das Nest, so nennen die 4 Geschwister eine Erbschaft, die sie mit Mitte 40 bekommen sollen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn einer der vier – Leo – verursacht kurz vor der Auszahlung des Geldes einen fatalen Unfall. Für Schmerzensgeld und Schadensbegrenzung wird dieses Erbe kurzfristig entzweckt. Da sich aber alle auf dieses Erbe verlassen haben und auch noch eine Finanzkrise herrscht, kommen alle bald ziemlich in die Bredouillen. Natürlich wollen sie alle so schnell wie möglich die Auszahlung des ihnen zustehenden Anteils.

Zugegeben, anfangs tat ich mich mit der Geschichte recht schwer und brauchte mehrere Anläufe. Denn den Einstieg in die Story fand ich nicht gerade anspornend, das Hörbuch weiterzuhören. Dies lag unter anderem an der unsympathischen Art des einen Protagonisten Leo, der in dieser Anfangsszene die Hauptrolle spielt. Doch auch die anderen 3 Geschwister erhielten zunächst keine sonderlichen Sympathiepunkte von mir. Dazu muss man das Hörbuch wirklich fertig hören, um dem Geschwisterquartett doch einiges abgewinnen zu können. Außerdem ist es stellenweise wirklich äußerst skurril und manchmal sogar witzig.

Ich fand die Story insgesamt recht außergewöhnlich. Ich möchte den Plot nun nicht über den Klee loben, aber er hat was. Das stellt sich allerdings erst recht spät heraus. Wenn man sich darauf einlässt und nicht schon am Anfang die Segel streicht, dann lauscht man hier einer Geschichte, die viel Kreativität der Protagonisten aufzeigt und die passend „hochnäsig“ von Johann von Bülow vorgetragen wird.

Mit dem Sprecher tat ich mich anfangs auch etwas schwer. Doch im Laufe der Geschichte gewöhnte ich mich daran und stellte dann fest, dass er diesen Text genau richtig vertont hat. Versnobt, hochnäsig und mit dem gewissen New Yorker Charme.

s5g4

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es z. B. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Cynthia D’Aprix Sweeney – Das Nest

Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.