Michelle Obama – Becoming: Meine Geschichte

Beschreibung
Die intime, kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit ihrem bedeutsamen und erfüllten Leben wurde Michelle Obama zu einer der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika war sie die erste Afro-Amerikanerin in dieser Position und trug in dieser Rolle maßgeblich dazu bei, das wohl gastfreundlichste und offenste Weiße Haus in der Geschichte des Landes zu schaffen. Gleichzeitig wurde sie zu einer mächtigen Fürsprecherin für Frauen und Mädchen in den USA und in der ganzen Welt, trieb in der Familienpolitik den dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben voran, und stärkte ihrem Ehemann den Rücken, während dieser Amerika durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns auch ein paar Moves für die Tanzfläche, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es außerdem, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien.

Ihre Autobiografie ist nachdenklich und gleichzeitig voller fesselnder Geschichten. Michelle Obama nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der Person gemacht haben, die sie heute ist – von ihrer Kindheit an der South Side von Chicago über ihre Jahre als Anwältin und leitende Angestellte, in denen sie das Muttersein mit dem Beruf vereinbaren musste, bis hin zu ihrer Zeit in der berühmtesten Adresse der Welt. Gnadenlos ehrlich und mit flottem Witz schreibt sie sowohl über ihre großen Erfolge als auch über ihre Enttäuschungen, privat wie öffentlich. Sie erzählt ihre ureigene Lebensgeschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Warmherzig, weise und unverblümt, sind „BECOMING“ die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, einer Frau, die den Erwartungen, die an sie gestellt wurden, beharrlich getrotzt hat – und deren Geschichte uns dazu ermutigt, es ihr nachzutun.

Sprecher
Katrin Fröhlich

Länge
18 h 41 m

Meine Meinung
Knapp 19 Stunden wollen erst einmal gehört sein. Michelle Obama, ehemalige First Lady, beschreibt in ihrer Biografie ihr Leben. Manchmal findet auch Barack Erwähnung. Später hin dann öfter.

Doch anfangs erzählt sie stundenlang von ihrer Kindheit, von bald jeder Schulklasse, die sie besucht hat, die kleinen Erfolge, die sie hier hatte. Puh, das fand ich schon anstrengend. Andererseits hat dies natürlich aber auch einen Eindruck ihrer Strebsamkeit vermittelt, die sie von klein auf verfolgte.

Ihr Erwachsenenleben fand ich dann schon wesentlich interessanter. Wie sie z. B. ihren Mann kennengelernt hat. Doch Hauptaugenmerk bleibt auch hier die Familie. Warum auch nicht, ist ja ihre Biografie und nicht die ihres Mannes.

Sie ist eine durchaus bemerkenswerte Frau, die eigene Überzeugungen hat und diese auch versucht, umzusetzen. Doch nicht nur für sich, sondern für alle Frauen, Andersfarbige und sonstige Benachteiligte auf dieser Welt.

Die Aufzählung, was Barack und sie während seiner Präsidentschaft alles erreicht haben, ist eine nette Erinnerung an all die Vorteile, die Barack für die Amis erkämpft hat. Jedoch finden seine – meiner Meinung nach – schlechten Entscheidungen keinerlei Erwähnung. Und doch wird einem dann nochmals bewusster, welch großen Abstieg die USA mit ihrem jetzigen Präsidenten gewählt haben.

Ob man diese Biografie gelesen/gehört haben muss? Hm, sie ist durchaus stellenweise sehr  interessant. Doch ich muss gestehen, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Was genau, weiß ich selbst nicht. Eventuell hat mich hier gestört, dass sie hier den Leitspruch: „Tue Gutes und erzähle davon“ äußerst ausgeprägt befolgt hat. Jedoch bin ich nicht so der Fan dieses Spruches / dieser Einstellung.

Doch eines ist nach wie vor klar: Ich finde Michelle Obama eine tolle Frau, die doch bitte so weitermachen soll, wie bisher.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Michelle Obama – Becoming: Meine Geschichte

Jeffrey Archer – Traum des Lebens

Beschreibung
Zwei Länder, zwei Welten, zwei Leben

1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenkow und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Zwei Länder, zwei Welten, zwei Leben. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Ella besiegeln… Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers neuem Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik – eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst.

Sprecher
Erich Räuker

Länge
17 h 21 m

Meine Meinung
„Traum des Lebens“ ist wohl das neueste Werk von Jeffrey Archer, der mich mit seiner Clifton-Saga sehr beeindruckt hatte. Natürlich war ich äußerst gespannt darauf, was er sich denn dieses Mal hat einfallen lassen.

Ja, diese Geschichte hat mal einen ganz anderen Blickwinkel. Denn – wie oben beschrieben – müssen sich Alexander und seine Mutter Elena entscheiden, welches Schiff sie nehmen wollen. Das in die USA oder das in Richtung England. Eine Münze soll entscheiden. Doch man erfährt nicht, auf welcher Seite die Münze liegen bleibt. So war ich dann auch erst einmal ordentlich überrascht, als plötzlich von Sascha und Elena die Rede ist. Ok, irgendwann war dann auch bei mir der Groschen gefallen. Doch dann: Wieder große Verwirrung. Plötzlich ist wieder von einer Schiffspassage die Rede, doch dieses Mal von Alexander und Elena.

Im weiteren Verlauf der Story stellte sich dann heraus, dass hier beide Varianten erzählt werden. Einmal, was gewesen wäre, wenn sie nach England gereist und einmal wenn sie in die USA aufgebrochen wären.

Die Beschreibungen zwischen den verschiedenen Lebensläufen werden immer abwechselnd erzählt. Zunächst erkennt man es nur an den verschiedenen Namen Sascha oder Alexander. Doch natürlich leben die beiden unterschiedliche Leben in den zwei Ländern, so dass im Laufe der Zeit noch weitere Merkmale hinzukommen. Doch eines sei gesagt: Man muss ganz schön aufpassen, damit man nicht durcheinander kommt.

Soweit so gut. Die Idee hatte mir jedenfalls schon sehr zugesagt.

Was mich allerdings wirklich etwas störte, war die Tatsache, dass natürlich beide Versionen wieder äußerst erfolgreiche Menschen hervorbrachten, dass Sascha und Alexander selbstverständlich wieder sehr intelligente Frauen für sich gewinnen konnten und – wie könnte es anders sein bei Jeffrey Archer – Wahlkampf ohne Ende. Fand ich es bei der Clifton-Saga noch wirklich äußerst interessant, fand ich es schon nicht mehr so spannend bei Kain und Abel und jetzt war ich stellenweise einfach nur noch genervt davon.

Lieber Herr Archer, es gibt durchaus auch noch andere Themengebiete, die man spannend beschreiben könnte, außer Wahlkampf! Irgendwann ist es auch einfach mal gut mit der ewig gleichen Masche.

Doch da die über 17 Stunden sich ja nicht nur (wenn auch über weite Strecken) um Wahlkampf drehten, gefiel mir die Story insgesamt ziemlich gut. Durch die verschiedenen Blickwinkel der zwei möglichen Leben gab es sehr viel Abwechslung. Doch es erforderte auch ein enormes Maß an erhöhter Aufmerksamkeit, aus wessen Leben Archer gerade berichtet.

Erich Räuker als Sprecher war natürlich wieder ganz hervorragend mit seinem Vortrag. Seine Stimme passt einfach perfekt zu den Figuren von Jeffrey Archer.

Für die immer gleichen Ideen Wahlkampf, Erfolg und tolle Ehefrauen muss ich dieses Mal wirklich einen Punkt abziehen. Gerade wenn man zwei mögliche Leben beschreibt, hätte man sich ja vielleicht auch dazu durchringen können, eines davon erfolgreich zu gestalten und das andere eben nicht. Aber gut. Jeffrey Archer hat sich wieder nur für die „grünere“ Seite des Lebens entschieden. Ansonsten war ich mit der Story sehr zufrieden.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

 

 

Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Beschreibung
Das Finale der Kain-Trilogie

Durch puren Zufall erfährt das FBI am 3. März um 19 Uhr abends von einem perfiden Mordanschlag auf Florentyna Kane, die amerikanische Präsidentin. Um 20.30 Uhr wissen fünf Personen alle Details – eine Stunde später sind vier von ihnen tot. Nur der Agent Mike Andrews bleibt übrig. Er hat genau sieben Tage Zeit, das Attentat zu verhindern. Andrews kann sich niemandem anvertrauen, denn der unbekannte Täter scheint aus den eigenen Reihen zu kommen. Und die Frau, die er liebt, ist die Tochter des hauptverdächtigen Senators.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
7 h 34 m

Meine Meinung
Beim dritten und somit letzten Teil der Trilogie hat Jeffrey Archer wieder mehr Einfallsreichtum bewiesen. „Kains Erbe“ ist äußerst kurzweilig und sehr rasant geschrieben. Allerdings könnte dies auch eine x-beliebige Agentenstory sein, völlig losgelöst von dieser Trilogie. Denn außer dass es um Florentyna Kain geht, auf die ein Mordanschlag geplant ist, hat die Story reichlich wenig mit Kain und Abel zu tun. Denn Florentyna kommt so gut wie überhaupt nicht vor. Eigentlich hat sie nur jeweils einen kleinen Part am Anfang und am Ende der Story.

Die Thematik der Story – nämlich die Änderung des Waffengesetzes in den USA – ist natürlich hochbrisant und somit sehr interessant. Die Ausarbeitung, wie die Verabschiedung des neuen Gesetzes verhindert werden soll, ist einfallsreich, detailliert und sehr menschlich beschrieben. Ich fieberte jedenfalls jede Minute mit dem Agenten Mike Andrews mit.

Richard Barenberg fand ich – wie immer – spitzenmäßig als Sprecher.

Jetzt habe ich lange überlegt, wie ich diesen dritten Teil nun bewerten soll. Soll ich einen Punkt abziehen, da es so wenig mit der Trilogie zu tun hat? Oder soll ich das einfach als gegeben hinnehmen und mich über die wirklich sehr kurzweilige und unterhaltsame Story freuen? Ich entschied mich für letzteres. Denn ich wurde über die gesamte Zeit sehr gut unterhalten. Mir hat es gefallen.

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Verlag Random House Audio oder auch bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

 

Elisabeth Sandmann – Der gestohlene Klimt – Wie sich Maria Altmann die goldene Adele zurückholte

Beschreibung
Die wahre Geschichte einer unglaublichen Frau, die sich nicht beirren lässt und in einem fast aussichtslosen Kampf am Ende gewinnt und Gerechtigkeit erfährt.

Mitten im Ersten Weltkrieg wird Maria Altmann in Wien in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Ihre Tante Adele Bloch-Bauer geht bei dem Maler Gustav Klimt ein und aus, der sie 1907 porträtiert: das berühmte Bildnis der Goldenen Adele! Mit dem Einmarsch der Nazis wird der gesamte Besitz geraubt und den Bloch-Bauers bleibt von der einstmals großen Kunstsammlung buchstäblich nichts. Als sich die Erben nach 1945 um eine Rückgabe bemühen, sehen sie sich konfrontiert mit Lügen und Intrigen, die sie in ihrem vollem Ausmaß erst 50 Jahre später erkennen. Maria Altmann beschließt mit fast 84 Jahren den Staat Österreich von den USA aus zu verklagen, um die gestohlenen Klimt-Bilder zurückzubekommen.

Elisabeth Sandmann, Verlegerin des gleichnamigen Verlags, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema der gestohlenen Kunstwerke. Die ausgezeichnet recherchierte Geschichte wird von Lilly Forgách berührend und fesselnd gesprochen – spannend bis zur letzten Minute.

Sprecher
Lilly Forgách

Länge
153 m

Meine Meinung
Restitution, was bedeutet das eigentlich? Laut Wikipedia: „Unter Restitution versteht man die Rückerstattung geraubter, enteigneter und zwangsverkaufter Kulturgüter.“

Dass sich die Nazis im zweiten Weltkrieg mit großer Gier an die Besitztümer der Juden heranmachten und sich alles unter den Nagel rissen, was sie kriegen konnten, ist wohl weitläufig bekannt. Dass dies nicht rechtmäßig sein kann, versteht sich von selbst. Doch die Gesetzeslage sah dies lange Zeit nicht so.

In diesem äußerst interessanten Hörbuch erzählt Elisabeth Sandmann vom Kampf der Maria Altmann, deren jüdische Familie in Wien all ihrer Besitztümer beraubt wurde. Darunter auch ein Gemälde von Gustav Klimt, welches der Künstler von Marias Tante Adele Bloch-Bauer angefertigt hatte. Bekannt ist dieses Gemälde als „Die goldene Adele“. Eines der bedeutensten Werke von Klimt.

Sehr spannend werden hier die Anstregungen erzählt, die Maria aus den USA heraus unternimmt, um an eben dieses Gemälde zu gelangen. Österreich stellt sich jedoch quer, sieht sich als rechtmäßigen Besitzer des Gemäldes und Österreich spielt auf Zeit. Denn Maria ist natürlich schon recht betagt, als sie den Prozess anstrebt. Die ausschlaggebende Wende kommt durch das Testament Adeles ans Licht. Doch als dann letztendlich ein Schiedsgericht bestehend aus drei österreichischen Richtern besteht, dachte ich, nun sei alles verloren, alle Mühe vergebens gewesen. Doch manchmal siegt doch die Gerechtigkeit – auch wenn es über ein halbes Jahrhundert dauert.

Lilly Forgách als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen.

Es gibt einen Film über eben dieses Thema. Er heißt „Die Frau in Gold“ und ist eine sehr gute Verfilmung, die sich fast 1:1 mit Hörbuch deckt. Natürlich bekommt man im Hörbuch noch mehr Details mitgeteilt, doch der Film ist auch durchaus sehr beeindruckend und empfehlenswert.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Bonnevoice-Hörbuchverlag Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elisabeth Sandmann – Der gestohlene Klimt – Wie sich Maria Altmann die goldene Adele zurückholte

Herzlichen Dank an den Bonnevoice-Hörbuchverlag für das Rezensionsexemplar!

Omar El Akkad – American War

Beschreibung
Amerika in der Zukunft: Der Meeresspiegel steigt, Teile des Landes stehen unter Wasser, der Norden führt Krieg gegen den Süden. In einem Flüchtlingscamp in Mississippi lebt die junge Sarat Chestnut mit ihrer Familie hinter Stacheldraht. Sie haben sich gerade in einem der Zelte eingerichtet und zurück in ein halbwegs normales Leben gefunden, da droht das nächste Unheil…

Omar El Akkad entfaltet mit großer erzählerischer Kraft die dramatische Geschichte einer Radikalisierung. Spannend bis zur letzten Minute – brisant und aktuell.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 10 m

Meine Meinung
Nach dem 5. arabischen Frühling haben sich die Machtverhältnisse auf der Welt radikal verändert. Die USA spielt nun nicht mehr die bedeutsame Rolle, im Gegenteil, hier herrscht der 2. Bürgerkrieg, Nord gegen Süd bzw. Blau gegen Rot. Außerdem ist das Land kleiner geworden, denn viele Küstengegenden liegen nun unter Wasser, die Klimakatastrophe hat erschreckende Ausmaße angenommen.

Die Protagonistin ist Sarat Chestnut, die mit ihrer Familie in einem Zelt in einer Flüchtlingsunterkunft lebt, nachdem der Vater auf der Suche nach einem Job durch ein Selbstmordattentat ums Leben kam. Ein gut gekleideter Mann nimmt sich ihrer an, gibt ihr Bücher zu lesen und erklärt ihr die Welt. Klar, dass sie nur dessen Sicht auf die Welt lernte. Was daraus resultiert, wird hier erzählt.

Dieser Science Fiction hat mir eine Gänsehaut bereitet. Denn er kommt so verdammt vorstellbar daher. Nichts scheint hier übertrieben, alles sehr gut vorstellbar, da viele beschriebene Situationen durchaus auch heute schon passieren. Vlt. nicht in den USA, aber in anderen Teilen der Welt. Ich habe mit diesem Buch begonnen, kurz nachdem  Trump beschlossen hat, aus dem Klimaabkommen auszusteigen. Das hat die Vorstellbarkeit des Plots natürlich nochmals verstärkt.

Uve Teschner fand ich hier gewohnt gut.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Omar El Akkad – American War

Peter James – Mörderische Obsession: Der achte Fall für Roy Grace

Mörderische ObsessionBeschreibung
Für Gaia Lafayette ist es die Rolle ihres Lebens, für ihren Agenten sein bisher größter Coup. Für die Stadt Brighton sind die Dreharbeiten vor Ort ein Publikumsmagnet. Nur für einen ist es die Hölle: Für Detective Superintendent Roy Grace. Er soll die Schauspielerin beschützen, denn ein Stalker verfolgt sie hartnäckig. Schon einmal hat er sie nur knapp verfehlt. Wird es ihm gelingen, ein zweites Mal in ihre Nähe zu kommen?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Hans Jürgen Stockerl

Länge
13 h 50 m

Meine Meinung
3 Jahre sind nun vergangen, dass ich den letzten Peter James-Krimi gehört habe. Somit freute ich mich natürlich darauf, da ich ihn als Schriftsteller in Erinnerung habe, der (fast immer) spannende Geschichten zu Papier bringt.

Hier in dieser Geschichte geht es um einen Filmdreh in Brighton mit einer der angesagtesten Film-Diven der Zeit: Gaia Lafayette. War zu erwarten, dass ich mir mit diesem Thema zunächst ziemlich schwer tat, da ich den Hype und die stellenweise Hysterie um Schauspieler oder Sänger noch nie richtig verstanden habe oder nachvollziehbar fand. Nun gut, ich wollte aber unbedingt den neuesten Krimi hören, also musste ich da durch. Circa die erste Hälfte des Buches fand ich somit erwartungsgemäß anstrengend für mich, da mich die Thematik halt einfach nicht wirklich interessierte und packen konnte. Doch kaum war ich über die Hälfte weg, konnte ich die Stöpsel nicht mehr aus den Ohren nehmen. Denn hier wurde es dann richtig spannend und entwickelte sich zu einer rasenden Story, bei der es um Leben und Tod ging. Somit wurde ich für die – für meinen Geschmack – sehr langatmige erste Hälfte vollauf belohnt und alle etwaigen Zweifel, ob ich überhaupt weiter hören sollte, wurden mit einem Male weggewischt.

Den Showdown fast am Ende fand ich auch äußerst genial umgesetzt. Jedoch hatte ich leichte Schwierigkeiten mir bildlich vorzustellen, wie das nun wirklich von Statten ging. Aber das fand ich nur nebensächlich, denn ich zitterte allgewaltig mit dem Protagonisten mit.

Doch es gibt auch einiges, was ich hier zu bemängeln habe. In der ersten Hälfte wurden viele „Räubergeschichten“ – wie mein Babbi sie nannte, als er ca. eine halbe Stunde meiner aktuellen Story lauschte – erzählt. Für meinen Geschmack hat das alles nur noch weiter in die Länge getrieben und hatte zu dem eigentlichen Plot recht wenig beigetragen. Nach dem Showdown wurde dies dann kurzerhand (aber ein Glück nur kurz) weitergeführt. Ich empfand das mehr störend als abwechslungsreich und frage mich auch, was das sollte. Ok, klar, es wird eine weitere Story mit dem sympathischen Roy Grace geben. Doch vielleicht hätte es auch einen eleganteren Weg gegeben, um dies kundzutun.

Auch die hier und da eingestreuten Hinweise auf seine vor 10 Jahren spurlos verschwundene Frau fand ich dubios. Ok, vermutlich wird das nächste Buch dies mehr in den Vordergrund stellen. Vermutlich war es einfach nur etwas ungeschickt eingestreut – ich empfand jedenfalls auch dieses Thema als unnötig aufgepeppt – vor allem …  nein, das will ich nun doch nicht verraten.

Ich habe lange überlegt, ob ich der Story an sich 3 oder 4 Pingus geben soll. Ich habe mich letztendlich dann doch für die bessere Wertung entschieden, da – wenn man über meine Kritikpunkte „weghört“ – eine doch ziemlich gute Story übrig bleibt, die sich wirklich lohnt, gehört zu werden. Sicherlich sind die wenigsten derart ablehnend gegenüber Filme und Showgehabe wie ich das bin. Wer Filme liebt und Stars vergöttert, wird meine Kritikpunkte vermutlich schwer nachvollziehen können – verständlicherweise. Das sollte also niemanden davon abhalten, diesen Krimi zu hören!

Hans Jürgen Stockerl als Sprecher fand ich wieder gut anzuhören aber nicht hervorragend. Somit bekommt auch er ziemlich gute 4 Pingus.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Tom Rob Smith – Agent 6

Agent 6Beschreibung
Moskau 1950. Geheimagent Leo Demidow soll dem schwarzen amerikanischen Sänger Jesse Austin ein perfektes kommunistisches Russland vorgaukeln. Austin droht das abgekartete Spiel zu durchschauen, und in letzter Minute kann Demidow einen Eklat verhindern. 15 Jahre später reist Demidows Ehefrau mit den beiden Töchtern zu einem Versöhnungskonzert sowjetischer und amerikanischer Schüler in die USA. Doch am Ende des Abends gibt es mehrere Tote, und nur einer weiß, was wirklich geschah: Agent 6. Und nur einer kann ihn finden: Leo Demidow.

Dietmar Bär gibt in seiner Lesung Leo Demidows brillianter Mischung aus eiskalter Präzision und unkonventionellen Ermittlungsmethoden eine Stimme.

Sprecher
Dietmar Bär

Länge
9 h 20 m (gekürzt)

Meine Meinung
„Agent 6“ ist der letzte Teil der Trilogie. Und eines ist gewiss: Wenn man die Vorgänger-Bücher nicht kennt, dann wird man an diesem Hörbuch keinen Spaß haben.

Der Protagonist ist wieder Leo Demidow, in diesem Band ist auch seine ganze Familie involviert. Die Story an sich fand ich wieder sehr interessant, man erfuhr wieder so einiges über die Machenschaften des damaligen Stalin-Russland. Doch hier geht Demidow und auch seine Familie über die Grenzen hinweg bis nach Amerika.

Zum einen spielt dieser Roman über viele Jahre, zum anderen in vielen verschiedenen Ländern. Ich fand, dass man hier leider gemerkt hat, dass es eine gekürzte Version ist, denn so ab und an dachte ich: Nanu, wie ist er denn jetzt dahin gekommen? Mir hat hier des Öfteren die schlüssige Verbindung zur Vergangenheit gefehlt. Doch wenn man davon absieht, war es wieder eine sehr interessante Geschichte, die mich Stunde um Stunde gebannt lauschen ließ. Es ist zwar nicht wirklich super spannend, aber äußerst interessant.

Dietmar Bär als Sprecher hat mir als Sprecher sehr gut gefallen. Die beiden Vorgänger-Bände wurden zwar von Bernd Michael Lade gesprochen, doch da es bei mir schon ein Weilchen her ist, dass ich diese gehört hatte, störte mich der Sprecherwechsel nicht. Im Gegenteil. Ich liebe Dietmar Bär als Sprecher.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Elena Gorokhova – Russisches Tattoo

Russisches TattooBeschreibung
Mit nichts als einem Koffer kommt Lena aus Leningrad in den USA an. Ein Leben ohne mütterliche (und staatliche) Kontrolle scheint zum Greifen nah. Doch die lange ersehnte Freiheit hat ihre Tücken –  der Kulturschock trifft sie mit voller Wucht. Scharfsinnig und unterhaltsam reflektiert die Autorin, was es bedeutet, sich in einer fremden Sprache neu zu erfinden und sich in einer neuen Welt zurechtzufinden. Nach und nach fasst sie Fuß in der amerikanischen Gesellschaft, arbeitet und heiratet. Als ihre Tochter Sascha geboren wird, reist Lenas Mutter aus der Sowjetunion an – und bleibt!

Voller Komik, Sensibilität und Sprachwitz schildert Elena Gorokhova die Suche nach ihrer Identität zwischen der amerikanischen Erziehung ihrer Tochter und den Vorstellungen ihrer sowjetisch geprägten Mutter, eine Suche mit allen liebevollen und kämpferischen Facetten des Mutter-Tochter-Konflikts über drei Generationen.

„Ich glaube, die Seele eines Emigranten ist in zwei Hälften geteilt. Eine weilt dort, wo man gerade lebt, die andere ist an dem Ort geblieben, an dem man geboren ist.“ (E.G.)

Sprecher
Anne Weber

Länge
9 h 52 m

Meine Meinung
Das Hörbuch „Russisches Tattoo“ beginnt mit Elenas Einreise in die USA. Sie freut sich auf ein neues, freies Leben und muss sehr schnell feststellen, dass sie sich in dieser Hochglanz- und Wegwerfgesellschaft völlig fehl am Platz fühlt. Sie kommt zunächst überhaupt nicht zurecht. Ihr Mann ist ihr dabei leider auch keine große Hilfe. Ich hätte ihm während des Hörens gerne ab und an auf die Sprünge geholfen, denn ein erklärendes Wort hier, eine kleine Information da, wären für Elena ganz sicher sehr hilfreich gewesen. Aber gut, dieser Ehemann war ja halt auch kein „echter“ Ehemann – meine Sympathie hat er jedenfalls ab Elenas Einreise in die USA nicht mehr gehabt. Die hat er sehr schnell verspielt. Fand ich ihn im ersten Teil noch bewundernswert, verkam er hier sehr schnell zum typischen Buben, der unbedingt ein exotisches Spielzeug haben wollte, doch dann schnell das Interesse daran verlor. Schwierig war das natürlich für Elena. Denn sie war ja keine Puppe, sondern ein Mensch mit Leib und Seele, mit Gefühlen und einem ganzen Sack voller Hoffnungen und Vorstellungen. Und schwupp war alles auf einen Schlag verpufft. Ich habe sehr mit ihr gelitten. Als ihr Mann sie dann auch noch für einige Monate einfach zu seiner Mutter abschob, wollte ich ihn wirklich killen.

Doch wie sich herausstellte, war das das Glück für Elena. Denn hier lernte sie einen Mann kennen, der sie wirklich liebte und sie auch verstand. Natürlich wurde deshalb nicht alles schlagartig leichter, aber sie erfuhr hier wesentlich mehr Hilfe und auch Verständnis. Und als ich gerade dachte: Wie schön, jetzt wird doch endlich alles gut für Elena, wird sie schwanger, reist ihre Mutter in die USA und bleibt! Na toll. Aus der Traum von der kompletten Abnabelung. Dass es also wieder schwierig für Elena wurde, kann man sich vorstellen. Doch mehr will ich nicht verraten.

In diesem Hörbuch hat mich besonders die innere Zerissenheit Elenas ergriffen. Denn einerseits wollte sie einfach nur in einem freien Land glücklich sein, doch das war für sie so verdammt schwierig, mit so vielen Hürden gespickt, so dass auch immer wieder Zweifel hochkamen, ob ihre Entscheidung wirklich richtig war. Das Hörbuch erzählt ja viele Jahre ihres Lebens – und doch ist ihr Herz immer noch zweigeteilt: Zwischen ihrer Heimat von damals und ihrer Wahlheimat USA. Ich glaube, darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken, die über die ganzen Flüchtlinge schimpfen. Und letztere hatten ja nun wirklich kaum eine Wahl, wenn sie überleben wollen.

Wenn ich jetzt Teil 1 „Goodbye Leningrad“ und Teil 2 „Russisches Tattoo“ Revue passieren lasse, dann komme ich zu dem Schluss, dass diese beiden Hörbücher, die das Leben von Elena Gorokhova erzählen, unbedingt auf meine Bestenliste gehören. Denn ihre Geschichte hat mich derart tief berührt, dass sie noch sehr lange in mir nachwirken wird. Gerade weil es eben eine Autobiographie und keine erfundene Geschichte ist. Eben weil hier die Erfahrungen eines Menschen erzählt werden, der sehr viel auf sich genommen hat, um ein authentisches Leben führen zu können. Und dann kommt natürlich auch hinzu, dass Elena Gorokhova sehr gut erzählen kann. Wie schon im ersten Teil, versteht sie es auch in der Fortsetzung ihre Geschichte lebhaft, humorvoll und absolut kurzweilig zu beschreiben. Ich bin ein Fan von dieser Frau geworden.

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Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den BONNEVOICE Hörbuchverlag.

Siehe auch:

Dirk Müller – Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld

ShowdownBeschreibung
Dirk Müller – „Mr. Dax“, Bestsellerautor, Deutschlands populärster Wirtschaftserklärer – schildert den zweiten Akt des Währungs- und Wirtschaftsdramas, das seinen Schauplatz längst von den USA nach Europa verlagert hat. Er rekapituliert die fundamentalen Fehlentscheidungen bei der Konstruktion des Euro, zeigt auf, welche Triebkräfte am Werk waren, wer Profit daraus zog und wer heute ein massives Interesse am Zerfall eines starken europäischen Währungs- und Wirtschaftsraumes hat. Denn die aktuelle Krise ist nicht nur das Ergebnis maßloser Staatsschulden, sie ist auch Ausdruck eines amerikanisch-europäischen Wirtschaftskrieges, der hinter den Kulissen tobt.

Müller zeigt, welche Möglichkeiten Europa und Deutschland offenstehen, er benennt Chancen und Gefahren und gibt Hinweise, wie man sein Geld, seine Altersvorsorge, seine Anlagen bestmöglich durch die sich zu einem dramatischen Höhepunkt hinaufschraubende Krise bringen kann.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Martin Hecht

Länge
9 h 03 m

Meine Meinung
Da habe ich zum Ende des Jahres doch noch ein Buch gefunden, das auf meine Bestenliste kommt. Ich hatte „Showdown“ schon länger auf der Merkliste, habe es aber immer wieder verschoben, es mir auch tatsächlich zu holen. Manchmal kann ich eben ein richtiger Trottel sein. Aber gut, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und gestern Abend habe ich es endlich gekauft. Nun, ich hatte heute frei – das Buch ist ausgehört und ich fühle mich um einiges schlauer.

Viele wirtschaftliche Zusammenhänge, die mir bis dato immer schleierhaft waren, weil ich sie einfach nicht verstand, hat Dirk Müller anschaulich und für jeden verständlich erklärt. An einigen Dingen hatte ich intuitiv meine Zweifel, jetzt weiß ich aber auch warum. Dirk Müller kann wirklich sehr komplizierte Zusammenhänge so erklären, dass sie auch der Otto-Normalverbraucher versteht.

Doch er kann nicht nur wunderbar erklären. Er hat auch Visionen und ganz klare Vorschläge, wie man Europa aus dem derzeitigen Schlamassel retten könnte. Und die klingen verdammt vernünftig, wie er anhand von vielen Beispielen aus der Geschichte auch belegen kann. Somit ist es auch ein Stück weit Geschichtsunterricht. Aber alles hervorragend niedergeschrieben und perfekt vorgetragen von Martin Hecht.

Für mich war „Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld“ spannender als jeder Krimi, den ich in letzter Zeit gehört habe. Denn hier war ich nicht der Zuhörer aus der Distanz, sondern hier war ich ja auch mitten drin im Schauplatz und ja, es betrifft ja eben auch mich persönlich. Und dich! Und deshalb sollte man sich dieses Hörbuch unbedingt anhören.

Es kommt eher selten vor, dass ich ruhig und einzig einem Hörbuch lauschend auf der Couch verharre. Normalerweise mache ich ja immer etwas beim Hörbuch hören. Aber hier wollte ich keine Sekunde gedanklich abgelenkt sein. Jeden Satz fand ich einfach zu wichtig, als dass er nicht meine ganze Aufmerksamkeit verdiente.

Und wer jetzt glaubt, dass er es hier mit einem rein wirtschaftlichen Buch, das staubtrocken und elend langweilig ist, zu tun bekommt, den kann ich absolut beruhigen. Es ist keine Minute langweilig und alles andere als staubtrockene Fachwissensvermittlung. Es geht hier schließlich um unsere jüngste eigene Vergangenheit und um unser aller Zukunft. Da kann man schon mal 9 Stunden investieren, um das Vergangene besser zu verstehen und sich eine gehörige Portion Motivation abzuholen, um die Zukunft mitzugestalten und zu verändern.

Dirk Müller hat übrigens nicht nur ein schlaues Köpfchen – nein, er hat durchaus auch Humor. Und dieser kommt in diesem Buch immer wieder zum Vorschein – und zwar immer zum genau richtigen Zeitpunkt. Auch das Nachwort finde ich erwähnenswert. Ganz nach dem Motto: Der Kopf ist rund, damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können.

Von mir gibt es also eine klare Hörempfehlung für Dirk Müllers „Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld“. Auch wenn es schon 2013 veröffentlicht wurde, hat es an seiner Brisanz nichts verloren.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Dirk Müller – Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld

Siehe auch: