Sharon Bolton – Böse Lügen

Böse LügenBeschreibung
Vier verschwundene kleine Jungen. Drei Geständnisse. Zwei Lügner. Ein Killer.

In einer kleinen Gemeinschaft wie der auf den Falklands gehen keine Kinder verloren. Und wenn doch, so kann es sich nur um einen tragischen Unfall handeln, schließlich sind die rauen Küsten der Inselgruppe nicht ungefährlich. Doch als zum dritten Mal ein kleiner Junge verschwindet, glaubt kaum noch jemand an einen Zufall. Die Bewohner müssen befürchten, dass einer von ihnen ein Mörder ist.

Auch Catrin Quinn, die nach dem Tod ihrer beiden Söhne ein zurückgezogenes Leben führt, wird in die Suche hineingezogen. Mit jeder Stunde steigen Misstrauen und Hysterie, bis eine regelrechte Hexenjagd beginnt. In ihrem Zentrum stehen Catrin selbst; Rachel, ihre beste Freundin aus Kindertagen; und Catrins ehemaliger Liebhaber Callum. Alle drei hüten Geheimnisse, die sie bis in ihre Träume verfolgen. Und sie vertrauen niemandem – nicht einmal sich selbst. Schließlich wären sie zu allem fähig…

Sprecher
Cathrin Bürger

Länge
12 h 39 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch holte ich mir, da es mal einen wirklich außergewöhnlichen Schauplatz hat. Die Falkland-Inseln. Ich kannte sie bis dato nur als Kriegsschauplatz vor etlichen Jahren. Doch ein Buch hatte ich darüber noch nie gehört/gelesen.

Das Hörbuch fängt gleich sehr gut an. Es geht um die Überlegung, ob man dazu fähig ist, zu töten. Schluck. Nein! Niemals! War mein erster Gedanke. Doch stimmt das? Stimmt das wirklich? Was wäre wenn….

Na, das hat mir schon mal sehr gut gefallen. Des Weiteren lauscht man nun der Protagonistin, die sich selbst nicht gerade als Mutter Teresa beschreibt. Dann wechselt die Perspektive und jemand anderes erzählt. Ich gestehe, ich hatte anfangs etwas Mühe, das zu kapieren. Aber als ich das dann blickte, war die gute Unterhaltung zu 100 % gegeben. Die Spannung steigerte sich immer weiter und ich konnte/wollte das Hörbuch kaum noch unterbrechen.

Die Protagonisten wurden durch die Bank weg sehr gut beschrieben, auch das Leben und die Mentalität der Menschen auf der Insel kann ich mir jetzt wesentlich besser vorstellen.

Ich will hier gar keine großen Reden schwingen. Diesen Thriller fand ich nicht nur wegen seines außergewöhnlichen Schauplatzes besonders sondern auch aufgrund der ganz anderen Story, die einem hier präsentiert wurde. Das war mal eine echte Abwechslung, die ich wirklich nur empfehlen kann.

Einen Stern Abzug gibt es einzig dafür, dass man meiner Meinung nach in der Hörbuchvariante verschiedene Sprecher für die verschiedenen Perspektiven hätte nehmen sollen. Denn ich fand es wirklich schwierig zu unterscheiden, wer denn nun gerade seine Sichtweise erzählt. Cathrin Bürger hat zwar alles getan, um dieses Hörbuch engagiert und perfekt zu sprechen, aber der Unterschied war mir oft einfach zu spät offensichtlich. Was zu einiger Verwirrung in meinem Kopf führte.

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Weitere Informationen
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Herman Koch – Sehr geehrter Herr M.

Sehr geehrter Herr MBeschreibung
Seine Triumphe sind schon lange her, sein schriftstellerischer Stern ist am Sinken. Noch immer zehrt M. von seinem größten Erfolgsroman, der auf einer wahren Begebenheit beruht: Das aufsehenerregende Verschwinden des Lehrers Jan Landzaat, das landesweit Schlagzeilen machte. Landzaat hatte eine Affäre mit einer Schülerin und wurde kurz vor seinem Verschwinden vor dem Ferienhaus ihres neuen Freundes gesehen.

Für Herrn M. bedeutete diese boulevardeske Geschichte den internationalen Durchbruch. Doch nun tauchen Briefe auf, die danach fragen, was er mit dem Verschwinden des Mannes zu tun haben könnte. Und auch ein geheimnisvoller Nachbar beginnt sich brennend für M. zu interessieren – was führt er im Schilde?

Sprecher
Johannes Steck

Länge
7 h 26 m

Meine Meinung
Herman Koch und ich – hm, irgendwie scheinen wir uns nicht so gut zu vertragen. Nach „Angerichtet“ wollte ich eigentlich nichts mehr von ihm hören. Doch der Titel und die Beschreibung weckte dann doch mein Interesse. Der Anfang hat mir auch gut gefallen. Mysteriös fand ich die Briefe und war gespannt, wie es weitergehen würde. Doch je weiter die Story fortschritt, umso weniger fesselte sie mich. Über die gesamte restliche Länge konnte mich das Hörbuch einfach nicht packen, ich kam nicht wirklich hinein und mein Interesse wurde von Stunde zu Stunde geringer.

Ok, ich fand es besser als „Angerichtet“. Ein paar Dinge haben mir auch richtig gut gefallen. Z. B. dass Herr M. in einem Interview sagt, dass man den Namen Landzaat niemals in einem Roman verwenden könnte. Oder auch, dass in einem Buch zwei Personen niemals den gleichen Namen haben dürften. Interessant fand ich auch die Meinung von Herrn M., dass man bei Jugendlichen am Besten die Neugierde für Literatur wecken würde, indem man ihnen das Lesen ausredete.

D. h. nun, dass ich diverse Gedankengänge und verschiedenen Ansichten durchaus interessant fand, aber die Story an sich mich trotzdem nicht richtig fesseln konnte.

Johannes Steck fand ich wieder sehr gut. Ihm kann man einfach ewig zuhören, auch wenn die Story nicht ganz so packend ist, wie in diesem Fall hier.

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Andreas Winkelmann – Die Zucht

Die ZuchtBeschreibung
Nur fünf Minuten hat Helga Schwabe ihren Sohn aus den Augen gelassen. Und in diesem Moment ist er verschwunden. Als fielen Hauptkommissar Henry Conroy die Ermittlungen in diesem Fall von mutmaßlicher Kindesentführung nicht schon schwer genug, muss er sich auch noch mit einer neuen Kollegin herumschlagen. Vorlaut, frech und selbstbewusst – das ist Manuela Sperling. Aber sie hat einen guten Riecher.

Bald stoßen die beiden auf eine Spur, die zu einem alten Gehöft im Niemandsland an der Grenze zu Tschechien führt, auf dem illegal Hunde gezüchtet werden. Hunde, die Fleisch brauchen, viel Fleisch. Und ihr Züchter besorgt es ihnen, koste es, was es wolle.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
12 h 37 m

Meine Meinung
Anderas Winkelmann gehört für mich zu den besten deutschen Thrillerautoren. Klar, dass ich mir auch „Die Zucht“ anhören wollte.

Vorweg: Für dieses Hörbuch sollte man nicht allzu zimperlich sein, denn es ist ziemlich brutal. Aber davon einmal abgesehen ist es auch eine verzwickte, äußerst spannende und sehr kurzweilige Geschichte. Nicht selten saß ich schlotternd da und lauschte den Ereignissen.

Die Umsetzung des Themas Tierschutz hat mir gut gefallen, die Ausarbeitung des Sub-Bereichs illegaler Welpenhandel war mir ein wenig zu oberflächlich. Und ich habe etwas gelernt. Es gibt eine Hunderasse namens Samojede. Ich gestehe, ich musste erst einmal googlen, um zu wissen, wie sie aussehen. Und da muss ich sagen, hätte ich mir von der Story her ganz andere Hunde vorgestellt. In meiner Vorstellung (bis zur Google-Suche) hatte ich eher in etwa eine Rasse wie Bullterrier oder Dobermänner vor Augen. So kann man sich täuschen.

Die beiden Kommissare Henry Conroy und Manuela Sperling fand ich ein herrlich erquickendes Duo. Ich konnte mir die beiden so richtig gut bildlich vorstellen.

Simon Jäger hat natürlich wieder genial gesprochen. Simon Jäger und ein guter Thriller – und der Abend ist gerettet.

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Arno Strobel – Das Dorf

Das DorfBeschreibung
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass er Anna zuletzt gesehen hat. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach ihr und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
8 h 54 m

Meine Meinung
Soeben habe ich das Hörbuch fertig gehört. Was soll ich sagen: Ich bin fasziniert, entsetzt, begeistert, schockiert – und froh, dass ich nun endlich die Auflösung kenne. Diese hat mich allerdings mehr als verblüfft. Meine Ahnung, wohin das führen würde, war mal wieder total falsch. Ein Glück, denn das wirkliche Ende fand ich tausend Mal besser, als mein „Geahntes“.

Wie oben bereits beschrieben, fährt Bastian in ein kleines Dorf an der Müritz, aus dem er einen Hilferuf seiner Exfreundin Anna erhielt. Sein Freund Safir kommt mit und will ihm helfen, Anna wiederzufinden. Doch in dem Dorf ist alles mehr als seltsam. Vieles deutet darauf hin, dass Anna hier festgehalten wird und trotzdem kann er sie nicht finden. Die Dorfbewohner sind mehr als unfreundlich und wollen ihm nicht helfen. Einzig Mia schenkt ihm ein offenes Ohr und hilft ihm. Seltsame Dinge passieren, die Bastian nach und nach immer mehr an seinem Verstand zweifeln lassen. Den Hörer übrigens auch. Die Geschichte ist stellenweise äußerst verwirrend aber nicht so, dass man denkt, was ein Mist, sondern vielmehr so, dass man sagt: Gott, der arme Kerl – was geschieht da.

Ich will von der Geschichte nicht mehr erzählen, denn sie soll für dich ja genauso spannend bleiben, wie die Story für mich war. Ich lauschte jedenfalls gebannt jeder Minute der knapp 9 Stunden und fand sie durchweg spannend und interessant. Zum Ende hin nahm die Story sogar nochmals mehr an Fahrt auf, was meine Nerven schier zum Bersten brachte. Na, und das Ende fand ich toll.

Sascha Rotermund fand ich wieder ganz hervorragend in seiner Rolle des Sprechers. Er passt sehr gut zu Strobels Büchern.

Kurzum, „Das Dorf“ war für mich beste und spannende Unterhaltung, genau so, wie ich mir einen Psychothriller vorstelle.

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Arno Strobel – Das Dorf

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Michael Robotham – Erlöse mich (Joe O’Loughlin 7)

Erlöse michBeschreibung
Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal – immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Deshalb sucht sie Hilfe bei dem Psychologen Joe O’Loughlin, der aber schnell den Verdacht hat, dass Marnie ihm etwas verschweigt. Als eines Tages überraschend ein Album mit Fotos alter Freunde und Bekannter entdeckt wird, das Daniel seiner Frau zum Geburtstag schenken wollte, ist Marnie zunächst gerührt. Doch dann kommt die grausame Geschichte dahinter ans Tageslicht, die auch Joe zutiefst erschüttert…

Sprecher
Johannes Steck, Hans Kremer

Länge
12 h 11 m

Meine Meinung
Marnie fühlt sich beobachtet. Doch nicht nur deshalb ist sie in psychologischer Behandlung. Ihr Mann ist vor einem Jahr spurlos verschwunden und sie steht alleine mit den zwei Kindern da und versucht, die schwierige Situation einigermaßen in den Griff zu bekommen. Was natürlich gar nicht so einfach ist.

Dieses Hörbuch fand ich sehr spannend und kurzweilig. Ständig passierten neue Dinge, die alles wieder in einem ganz anderen Licht erscheinen ließen. Und ich muss gestehen, dass ich sehr lange im Dunkeln tappte, wohin diese Story eigentlich gehen wollte. Nicht selten schwankte ich zwischen: „Marnie spinnt einfach“ und „Nein, sie kann da gar nichts für“. Eine bemerkenswerte Wendung nahm die Story, als die Episode auf dem Speicher erzählt wurde – puh, da bekomme ich jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke.

Die beiden Sprecher fand ich eine sehr gute Wahl für das Hörbuch. Beide sprachen ihre Parts bestens und man bekam dadurch eine kleine Hilfestellung, ein kleines Gerüst für die Gesamthandlung.

Insgesamt fand ich „Erlöse mich“ einen passenden Titel für die Handlung. Die 12 Stunden vergingen für mich mit viel Spannung, viel Miträtseln und einer ordentlichen Portion Gänsehaut. So mag ich das.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Michael Robotham – Erlöse mich (Joe O’Loughlin 7)

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