Olaf R. Dahlmann – Das Recht des Geldes

das-recht-des-geldesBeschreibung
Die ehrgeizige Juristin Katharina Tenzer beginnt in der angesehenen Kanzlei des Hamburger Steueranwalts Friedemann Hausner ihr Referendariat. Und dort brennt die Luft: In Liechtenstein wurde ein angesehener Kollege brutal ermordet und sämtliche Akten aus seinem Büro entwendet. Darunter befanden sich auch Dokumente, die die millionenfache Steuerhinterziehung Hausners reichster Klienten belegen.
Prompt erhält die Hamburger Unternehmerfamilie Koppersberg eine Erpressermail, in der damit gedroht wird, die entwendeten Daten dem Finanzamt vorzulegen – das hätte Haftstrafen und Nachzahlungen im mehrstelligen Millionenbereich zur Folge. Hausner versucht als Erstes, seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, und plant, ihn selbst belastendes Material zu vernichten. Doch bevor er zur Tat schreiten kann, wird er in einen Autounfall verwickelt und muss für längere Zeit im Krankenhaus bleiben. Nun ist es an seiner jungen und unerfahrenen Referendarin, ihn zu vertreten. Und die muss bald feststellen, dass ihr neuer Job Gefahr für Leib und Leben birgt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Elisabeth Günther

Länge
11 h 22 m

Meine Meinung
Wer hätte gedacht, dass eine Geschichte, in der es um Steuern bzw. nicht gezahlte Steuern geht, derart spannend sein kann! Ich jedenfalls wurde äußerst positiv überrascht.

Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Wird doch die junge und noch unerfahrene Referendarin ins eiskalte Wasser geworfen, als sie ihren Chef ausgerechnet in einer heißen Phase vertreten muss, die selbst für ausgebuffte Füchse nicht einfach zu handhaben ist. Doch es bleibt ihr nichts anderes übrig, wenn sie in der Branche zukünftig noch eine Arbeitsstelle finden will. Da kann man sich nicht einfach aus dem Staub machen, wenn es kompliziert wird. Doch dass dieser Job nicht nur kompliziert ist, sondern auch noch lebensgefährlich wird, damit hat sie zunächst natürlich überhaupt nicht gerechnet.

Die Entwicklung der Protagonistin fand ich sehr gelungen beschrieben. Katharina Tenzer ist eine sehr ehrgeizige Referendarin und wächst hier so manches Mal über sich hinaus. Doch keineswegs wird dies überzogen dargestellt. Nein, ich fand die Geschichte durchweg glaubhaft und nachvollziehbar.

Natürlich kommt hier auch die Spannung nicht zu kurz. Und durch den geschickten Aufbau strafft sich der Spannungsbogen stetig, auch wenn es zwischendrin hier und da  schon Höhepunkte gibt. Man merkt eindeutig, dass der Autor Ahnung von der Materie hat, ja ein wahrer „Kenner der Szene“ ist.

Mit der Sprecherin war ich auch sehr zufrieden. Auch wenn sie anfangs etwas eilig durch die Geschichte hetzt, wird sie nach und etwas ruhiger oder ich habe mich einfach an das Tempo gewöhnt. Wie auch immer, ich habe nichts an ihr auszusetzen.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Bertolt Brecht – Leben des Galilei

leben-des-galileiBeschreibung
Bertolt Brecht – Leben des Galilei ist eines seiner bedeutendsten Werke. Die Frage nach moralischer Verantwortung von Wissenschaftlern für die Resultate ihrer Arbeit ist hochaktuell.

Mit Beginn der kriegerischen und friedlichen Nutzung von Kernenergie müssen sich Forscher immer stärker mit dem Resultat ihrer Arbeit auseinandersetzen. Egal, ob es sich um Atommüll, Genmais oder Internet-Trojaner handelt. Bertolt Brecht (1898-1956) verwebt in Leben des Galilei meisterhaft die Konfliktfelder moderner Wissenschaften mit der Geschichte des Naturwissenschaftlers Galileo Galilei (1564-1642).

Das Leben des Galilei spielt in Italien im 17. Jahrhundert und umfasst einen Zeitraum von 28 Jahren. Der Physiker Galileo Galilei steht exemplarisch für den gesellschaftlichen Aufbruch dieser Zeit. Um sein städtisches Gehalt aufzubessern, bemächtigt er sich fremder Erfindungen. Mit einem neuartigen Teleskop bestätigt er, dass keineswegs die Erde im Mittelpunkt des Universums steht. Ein Konflikt mit der katholischen Kirche lässt nicht lange auf sich warten. Galileo wird als Ketzer verfolgt und mit Folter bedroht. Als alter Mann im eigenen Haus eingesperrt, verzweifelt Galileo darüber, seine wissenschaftlichen Prinzipien verraten und sich der Inquisition gebeugt zu haben. Brecht schuf verschiedene Überarbeitungen des Stücks und stellte unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe am Ende des Zweiten Weltkriegs die moralische Verantwortung der Wissenschaftler für ihr Handeln heraus. Das Leitthema kirchlicher Allmacht schwächte er hingegen ab.

Die Werke Bertolt Brechts erscheinen im Suhrkamp Verlag. www.suhrkamp.de

Galileo, der Song des Balladensängers mit dem Text von Bertolt Brecht und der Musik von Hanns Eisler, stammt aus einer Koproduktion des Staatsschauspiels Dresden und des Maxim Gorki Theaters Berlin in der Regie von Armin Petras. www.staatsschauspiel-dresden.de | www.gorki.de

Sprecher
Christian Bergmann, Anna-Maria Böhm, Frank Casali, Macel Eid, Silke Franz, Antje Hamer, Aischa Lina Löbbert, Malte Müller, Marvin Thiede, Isabel Vollmer, Alexander Weikmann, Tobias Wollschläger, Luca Zamperoni, Jonas Baeck, Wolfgang Michalek und anderen – mit Musik von Hanns Eisler

Länge
3 CDs

Meine Meinung
Um was es in diesem Hörbuch geht, wird oben ja bereits umfangreich beschrieben. Deshalb möchte ich mich hier mehr der Machart des Hörbuchs widmen. Es ist ein Schauspiel als Hörspiel. Es gibt Szenenauftritte, einen Erzähler und ganz viele Stimmen, die ein Hörspiel aus dem Ganzen machen. Auch gibt es hier und da Gesangseinlagen, die zwar inhaltlich perfekt passten, mir persönlich aber nicht so gut gefallen haben.

Dieses Hörbuch ist völlig anders, als alles andere was ich bisher gehört habe. Ich konnte mir zunächst nicht so recht vorstellen, dass ein Schauspiel derart gut als Hörbuch/Hörspiel umgesetzt werden kann. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Ein Glück. Denn es ist äußerst informativ, lehrreich und trotzdem sehr kurzweilig gestaltet. Ich habe es in einem Rutsch durchgehört.

Die Sprecher fand ich alle in ihren jeweiligen Rollen sehr gut. Sie waren durch die Bank weg äußerst engagiert und stimmlich passend.

Warum nun keine vollen 5 Pingus? Weil mir die Gesangseinlagen einfach nicht gefallen haben. Alles andere hat die volle Pingu-Punktzahl verdient.

Doch wie so oft ist alles Ansichtssache. Ein anderer findet vielleicht gerade die Gesangseinlagen ganz hervorragend. Deshalb gilt auch hier – wie immer – höre es dir selbst an.

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Herzlichen Dank an den AMOR-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Cheryl Kaye Tardif – Des Nebels Kinder

Des Nebels KinderBeschreibung
Sie haben 10 Sekunden, um eine Entscheidung zu treffen: Erlauben Sie einem Kidnapper, Ihnen Ihr Kind zu nehmen oder sehen Sie zu, wie Ihr Sohn stirbt! Wählen Sie!

Sadie O’Connell ist Bestsellerautorin und eine stolze Mutter. Aber ihr Leben ist dabei, außer Kontrolle zu geraten. Nachdem ihr sechsjähriger Sohn Sam von einem Serientäter gekidnappt wurde, gerät sie an den Rand des Wahnsinns. Aber es sind nicht nur Angst und Trauer, die sie zu zerstören drohen. Es ist ihr Schuldgefühl. Denn Sadie ist die einzige Person, die weiß, wie der Entführer aussieht. Und sie kann es niemandem sagen. Denn sollte sie das tun, wird der Mann ihren Sohn in „blutigen kleinen Stücken“ an sie zurückschicken.

Als Sadies treuloser Ehemann zufällig über eine Zeichnung des Kidnappers stolpert, setzt er eine Reihe entsetzlicher Ereignisse in Gang, die sie in den Abgrund stürzen. Sadies Rückfall in den Alkoholismus führt zu merkwürdigen Geistererscheinungen und zu einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht mit dem Monster, das ihren Sohn entführt hat – ein Mann, der nur unter einem Namen bekannt ist… Der Nebel…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Ulrike Hübschmann

Länge
9 h 46 m

Meine Meinung
Mit diesem Hörbuch habe ich mich am Anfang sehr schwer getan. Sadie ist Bestseller-Autorin und eine megastolze und glückliche Mutter. Sie hat eine beste Freundin, Lea, und einen Ehemann, der sie betrügt. Sie weiß das, nimmt es aber hin. Ihr Sohn Sam (6 Jahre alt) ist ihr Ein und Alles. Warum er als Kleinkind plötzlich mit dem Sprechen aufhörte, versteht sie nicht, der Hörer anfangs natürlich auch nicht.

In der Gegend, in der Sadie, Sam und ihr Mann leben, verschwinden immer mal wieder Kinder. Sie werden von einem Mann gekidnappt, der nur als „der Nebel“ bekannt ist. Niemand weiß, wie er aussieht, niemand weiß, was mit den Kindern geschieht. Doch eins wissen alle: Von keinem der Kinder gab es je wieder eine Spur.

Als an Sams Geburtstag „der Nebel“ in ihr Haus kommt und sich Sam schnappen will, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung zwischen dem Nebel und Sadie. Denn sie überrascht ihn in Sams Zimmer. Der Nebel erpresst sie: wenn sie irgendeiner Menschenseele erzählt, wie er aussieht, erhält sie ihren Sohn in kleinen blutigen Stücken zurück. Sie hat also die Wahl: ihm Sam zu geben und zu schweigen oder ihren Sohn in blutigen Stücken zurückzuerhalten. Sie kämpft noch verzweifelt mit dem Nebel, doch sie hat keine Chance. Ihr Sohn ist weg.

Bis hier fand ich Story sehr spannend. Doch dann beginnt eine lange Phase der Verzweiflung der Mutter. In allen, wirklich allen möglichen Facetten wird hier immer und immer wieder erzählt, wie sehr sie Sam liebt. Das nervte spätestens nach der 4. Variante, nach der x-ten weiteren Variation war ich kurz davor, das Hörbuch auszuschalten. Doch dann geschah endlich etwas. Ihr Mann fand die Zeichnung, die sie direkt nach der Entführung vom Nebel gemacht hatte. Er trifft eine fatale Entscheidung…

Sadie, die seit sieben Jahren trockene Alkoholikerin ist, beginnt wieder mit dem Trinken. Fortan weiß man nicht mehr, ob die Erscheinungen, die ihr nachts begegnen Wirklichkeit sind oder ob sie nur Wahnvorstellungen im Vollrausch sind. Der Hörer weiß das nicht und Sadie schon gar nicht. Das machte sie Story natürlich sehr interessant, da man ja wissen wollte, wie es sich nun damit verhält.

„Des Nebels Kinder“ ist – bis auf die vorgenannte Passage – sehr spannend und wartet mit immer neuen Wendungen auf. Die Zeit vergeht wie im Flug, während man mit der Protagonistin trauert, zweifelt und doch wieder hofft.

Als Gesamtbild betrachtet, kommt mir die Story allerdings schon sehr konstruiert vor. Wenn man davon aber mal absieht, ist Gänsehaut garantiert und über Mangel an Spannung kann man auch nicht klagen.

Ulrike Hübschmann als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Sie erhält für ihren Vortrag die volle Punktzahl. Bei der Story muss ich einen Punkt für die allzu offensichtliche Konstruktion und das Zuviel an Gefühlsduselei zu Beginn abziehen. Ich kann dieses Hörbuch allen empfehlen, die nichts gegen einen Touch Mystery haben und die gerne über eine lange Zeit miträtseln.

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Weitere Informationen
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Liv Winterberg – Der Klang der Lüge

Der Klang der LügeBeschreibung
Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt.

Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sériol. Spione haben ihm zugetragen, dass dort eine „ketzerische“ Ordination stattgefunden habe. Fest entschlossen, das Dorf von denen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, zu säubern, lässt er alle Verdächtigen festnehmen. Zurück bleiben die Kinder und Alissende, die sich nun nicht mehr heraushalten kann und will…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
9 h 51 Minuten

Meine Meinung
Von Liv Winterberg habe ich bisher das Hörbuch „Vom andere Ende der Welt“ gehört. Dieses hatte mir sehr gut gefallen. Somit fiel die Entscheidung leicht, als ich „Der Klang der Lüge“ bei Audible entdeckte.

Wie auch schon in „Vom anderen Ende der Welt“ haben wir es auch in dieser Geschichte mit einer starken Frau zu tun, die sich so leicht nicht unterkriegen lässt. Völlig ausgehungert kommt sie mit ihren ehemaligen 2 Herren (sie arbeitete bei ihnen als Magd) in dem Dorf Pamiers an. Dort werden die drei herzlich aufgenommen und Alissende bekommt auch gleich eine Arbeit, da die alte Magd die ganze Arbeit alleine nicht mehr so recht schafft.

Alissende sind Relgionen völlig egal. Ihr sind die Menschen wichtiger, als ihre religiösen Ansichten. Somit stört es sie auch nicht, dass sie hier in einem Dorf gelandet ist, das religiös gesehen dem Bischoff leider missfällt. Alisende will einfach nur glücklich sein, ihre Arbeit machen und das besondere i-Tüpfelchen für sie ist natürlich Simon der Hirte, in den sie sich auf Anhieb verliebt hat. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie bemerkt, dass Simon die gleichen Gefühle für sie hegt. Ein Groschenroman würde hier wahrscheinlich sein Ende finden. Doch damit haben wir es hier ja ein Glück nicht zu tun.

Der Bischoff hat sich in den Kopf gesetzt, das Böse in dem Dorf auszumerzen. Somit verhört er einige wenige Leute und verspricht ihnen dafür das, was sie sich schon immer gewünscht haben. Der Bischoff ist eben ein guter Menschenkenner und ist auch äußerst gut über die Lebensumstände der Befragten informiert. Es ist für ihn also ein Leichtes, an die Informationen zu kommen, die er haben möchte. Da konnten sich die Befragten noch so sehr vornehmen, dass sie nur dies oder das erzählen und niemals jemanden verraten würden. Doch durch die vielen Bruchstücke kann sich der Bischoff sehr wohl ein Bild machen und zieht seine eigenen Schlüsse daraus. Die Folgen sind furchtbar. Alle Erwachsenen aus dem Dorf werden eingekerkert, manchen droht die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen.

Durch die Hilfe des halbwüchsigen und sehr cleveren Paul gelingt Alissende die Flucht, als die Männer des Bischoffs das Dorf stürmen. So bleibt Alissende alleine mit einer Horde von Kindern zurück, deren Eltern allesamt mitgenommen wurden. Alissende wollte zwar eigentlich nur ein schönes Leben führen, doch nun kann und will sie sich nicht mehr aus allem heraushalten. Nun muss sie Farbe bekennen und ihr Bestes geben, damit alle überleben können. Und sie wächst schier über sich selbst hinaus…

Auch „Der Klang der Lüge“ hat mich wieder bestens unterhalten. Die Protagonisten waren gut beschrieben und glaubhaft dargestellt, die Erzählweise sehr flüssig und die Story insgesamt interessant. Doch so ein kleines Tüpfelchen von Leidenschaft hat mir trotzdem gefehlt. Das hatte mir bei „Vom anderen Ende der Welt“ besser gefallen.

Doch nichtsdestotrotz ist „Der Klang der Lüge“ wieder eine sehr schöne Geschichte, bei der die Zeit im Nu vergeht und bei der man keine Minute Langeweile hat. Liv Winterberg versteht es einfach sehr gut, Geschichten mit historischem Hintergrund spannend zu erzählen.

Dieses Hörbuch wurde wieder von Gabriele Blum gesprochen. Und auch hier hat sie mir sehr gut gefallen.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Paula Daly – Die Schuld einer Mutter

Die Schuld einer MutterBeschreibung
Lisa Kallisto, heillos überforderte Mutter dreier Kinder, ist verzweifelt: Lucinda, eine Freundin ihrer Tochter, ist spurlos verschwunden – dabei hätte sie in Lisas Obhut sein sollen, denn es war geplant, dass sie die Nacht bei den Kallistos verbringt. Die Polizei vermutet, dass Lucinda bereits am Vortag entführt wurde. Um ihr Versagen wiedergutzumachen, macht sich Lisa selbst auf die Suche nach dem Mädchen. Ohne zu ahnen, welchen gut gehüteten Geheimnissen ihrer englischen Kleinstadtidylle und ihrer engsten Vertrauten sie dabei auf die Spur kommt.

Sprecher
Bibiana Beglau, Nina Petri,Thomas M. Meinhardt

Länge
9 h 34 m

Meine Meinung
Bei diesem Hörbuch verführte mich die Beschreibung zum Kauf. Denn wenn ein Kind verschwindet, auf das man eigentlich hätte aufpassen sollen, dann ist das für mich die pure Horrorvorstellung.

Lisa Kallisto ist im Dauerstress. Sie ist die Leiterin des Tierheims im Ort und hat damit natürlich alle Hände voll zu tun. Sie hat einen lieben Mann, der Taxi fährt und drei Kinder. Die Familie Kallisto gehört nicht zu den Reichen dieser Gegend, doch ihre beste Freundin ist sehr wohl sehr gut betucht. Die Töchter der beiden sind ebenfalls miteinander befreundet und eben genau diese Freundin verschwindet spurlos. Lisa war überhaupt nicht aufgefallen, dass die Freundin nicht bei ihnen übernachtet hatte. Sie hatte ihrer Tochter wohl nur mit halben Ohr zugehört, als sie von den Übernachtungsplänen sprach – wie so oft.

Doch nun war das „Kind in den Brunnen gefallen“. Lisa ist natürlich völlig erschüttert, plagt sich mit Selbstvorwürfen und will ihre Freundin natürlich unterstützen wo sie nur kann, ihre Tochter wiederzufinden. Doch in ihrem Haus angekommen, erfährt sie nur blinde Wut und Schuldzuweisungen. Völlig verzweifelt macht sie sich selbst auf die Suche nach dem verschwundenen Mädchen. Doch es gibt keine Spur von ihr. Nichts, nicht der kleinste Hinweis.

Natürlich kann sie aber auch ihren Job nicht vernachlässigen. Denn viele Tiere befinden sich in höchster Not und müssen aus diversen schlimmen Verhältnissen gerettet werden. Mehr der Zufall als irgendwelche Spuren bringen sie letztendlich der Wahrheit ein Stück näher. Und die hätte entsetzlicher wohl kaum sein können.

Die Geschichte fand ich sehr interessant. Sie war klasse aufgebaut und mir schnürte sich im Verlauf der Geschichte immer mehr der Hals zu. Diesen Spannungsaufbau fand ich toll gemacht und oft dachte ich: Oh oh! – Ich ahnte schlimmes, doch es kam schlimmer. Es war ein durchaus äußerst überraschendes Ende, mit dem ich ganz und gar nicht gerechnet hätte. Und es war einmal etwas ganz anderes.

Sehr interessant fand ich auch die Informationen, die man bezüglich Tierhaltung, Tierpflege und Tierschutz bekam. Diese wurden nicht belehrend erzählt, vielmehr wurden sie im Laufe der Arbeit von Lisa in die Story eingeflochten.

Ich fand dieses Hörbuch keine Sekunde langweilig – ganz im Gegenteil. Ein Glück hörte ich das Hörbuch an einem Wochenende, denn ich konnte meinen iPod erst wieder abstellen, als ich die Geschichte komplett gehört hatte. Man kann nicht sagen, dass hier ständig etwas passiert und dass die Geschichte rasend schnell voranschreitet, es ist vielmehr das unterschwellige Gefühl, dass einem hier den Atem raubt.

Die Sprecher fand ich sehr gut. Nur die eine Sprecherin (ich weiß leider nicht, welche das war) nervte mich etwas mit ihrem Geschnaufe. Das fand ich wirklich extrem gewöhnungsbedürftig. Aber auch daran konnte ich mich gewöhnen und sie sprach das Hörbuch ja auch nicht alleine. Es waren insgesamt drei Sprecher, die verschiedene Rollen übernahmen. Es ist jedoch kein Hörspiel.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieses Hörbuch sehr lebensecht daherkam. Der Spannungsbogen wurde sehr gut aufgebaut und man konnte auch selbst mit raten, wer denn nun der Bösewicht war. Ich hatte diverse Verdächtige. Wer also gut durchdachte aber nicht reißerische Thriller mag, der ist mit diesem Hörbuch bestimmt gut bedient.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Paula Daly – Die Schuld einer Mutter