Andreas Gruber, Bernadette Joos – Herzgrab

Beschreibung (von Audible)

„Ich liebe es, den Leser in Furcht zu versetzen. Bei einem Thriller ist das nochmal um einen Tick intensiver als bei einem Horrorroman, weil die Handlung realistischer und ‚echter‘ wirkt.“
— Andreas Gruber über das Genre Thriller

„Herzgrab“ von dem preisgekrönten Autor Andreas Gruber – endlich als Original Hörspiel.

Die Wiener Privatdetektivin Elena Gerink wird von der jungen Italienerin Monica beauftragt, ihren Vater ausfindig zu machen: Der weltbekannte Maler Salvatore Del Vecchio ist vor einem Jahr spurlos verschwunden. Doch dann taucht auf einer Auktion plötzlich ein neues Gemälde von ihm auf, das für ein Vermögen versteigert wird. Offenbar lebt er also noch. Handelt es sich bei seinem Verschwinden nur um einen Marketing-Gag, um die Preise für seine Bilder in die Höhe zu treiben? Oder wurde er entführt und gezwungen das Bild zu malen? Elena beginnt zu ermitteln, und schon bald führen ihre Nachforschungen Monica und sie in die Toskana.

Elenas Ehemann Peter, Spezialist des österreichischen Bundeskriminalamtes für Vermisstenfälle, untersucht dort gerade den Fall einer in der Toskana verschwundenen Österreicherin: Ausgerechnet Monicas Tante Teresa ist während eines Besuchs bei ihrer Familie ebenfalls spurlos verschwunden. Bei ihren Ermittlungen im Umfeld der Familie Del Vecchio stoßen Peter und sein Kollege Dino Scatozza auf eine Mauer des Schweigens, dunkle Geheimnisse und mafiöse Strukturen. Und die italienische Polizei ist bei der Aufklärung des Falls auch nicht gerade hilfreich.

Elena und Peter erkennen schließlich, dass ihre beiden Fälle zusammenhängen und dass sie sie nur gemeinsam lösen können. Keine einfache Aufgabe, zumal die Ehe der beiden gerade in einer tiefen Krise steckt.

Sprecher
Bernd Reheuser, Katrin Heß, Tom Vogt, Nora Jokhosha, Julian Horeyseck, Thomas Balou Martin, u. a.

Länge
10 h 24 m

Meine Meinung
Also wer einen „Andres Gruber“ à la „Sneijder und Nemez“ erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Zumindest habe ich meinen gewohnten Gruber nicht wieder erkannt.

Die Story an sich war recht „nett“, hat mich allerdings nicht gerade vom Hocker gehauen. Stellenweise fand ich das Ganze wirklich sehr konstruiert und unglaubwürdig. Dementsprechend war auch die Spannung nur mäßig. Es gab aber einige Wendungen, die wieder etwas Schwung in die Sache brachten.

Ein Fan von Blut sollte man sein, denn das fließt hier in Mengen. An die Szene mit der Glühbirne möchte ich gar nicht zurückdenken. Puh, das fand ich schon echt hart.

Wie man sieht, bin ich von diesem Hörspiel nicht so ganz überzeugt. Die Sprecher waren zwar alle toll, aber die Story war meiner Meinung nach einfach nur halbgar und konstruiert. Zuviele Zufälle… Da können auch die besten Sprecher nichts daran ändern.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Gruber – Herzgrab

Siehe auch:

John Williams – Augustus

Beschreibung von Audible
Ein wichtiges Kapitel der römischen Geschichte, mitreißend und lebendig erzählt

Der amerikanische Erfolgsautor John Williams erzählt in „Augustus“ die Ereignisse um Augustus‘ Machtergreifung in Form fiktiver Briefe und Senatsprotokolle. Er beleuchtet dabei sehr unterschiedliche Facetten und bietet einen faszinierenden Einblick in die antike römische Kultur.

Octavian ist gerade erst erwachsen geworden, als er durch die Ermordung seines Adoptivvaters Julius Caesar dessen Nachfolger wird. Seine schmächtige Gestalt und schwache körperliche Verfassung, seine Sensibilität, seine Vorliebe für die Wissenschaften – alles spricht gegen ihn, in den der mächtige Caesar so viel Hoffnung setzte. Aber Octavian nimmt das schwere Erbe an und führt als Augustus das Römische Reich in eine lange Zeit des inneren und äußeren Friedens.

Für das Hörbuch konnten die beliebten Schauspieler Christian Redl, Hanns Zischler, Corinna Kirchhoff, Jens Wawrczeck, Ulrich Noethen und Felix von Manteuffel als Sprecher für die unterschiedlichen Protagonisten gewonnen werden. Nicht zuletzt dadurch wird „Augustus“ von John Williams zu einem packenden und aufschlussreichen Hörerlebnis.

Inhaltsangabe
Das neue Meisterwerk von John Williams. Verbündete, Gegner, Feinde – ein Herrscherleben in all seinen Facetten

Octavian ist neunzehn, sensibel, wissbegierig und will Gelehrter werden. Doch als Großneffe und Adoptivsohn Julius Cäsars fällt ihm nach dessen Ermordung ein gewaltiges Erbe zu: Ihm, der von schwächlicher Konstitution, aber enormer Willenskraft ist, wird es durch Glück, List, Intelligenz und Entschlossenheit gelingen, das riesige Römische Reich in eine Epoche des Wohlstands und Friedens zu führen.

Die besten deutschsprachigen Schauspielerstimmen lassen in fiktiven Briefen, Erinnerungen und Senatsprotokollen die Person eines gottgleichen Herrschers lebendig werden. Am Ende aber, von Frau und Tochter entfremdet, sieht er dem Tod so ungeschützt entgegen wie jeder andere Mensch auch.

Sprecher
Christian Redl, Hanns Zischler, Corinna Kirchhoff, Jens Wawrczeck, Ulrich Noethen, Felix von Manteuffel

Länge
14 h 10 m

Meine Meinung
So viele Namen! Ich muss hier zugeben, dass ich mit den ganzen Namen, die meist ja nicht einfach aus einem Namen, sondern durchaus aus zwei oder drei Namen für eine einzige Person bestanden, ziemliche Probleme hatte. Das Buch heißt Augustus, da dachte ich, dass natürlich von Augustus gesprochen wird. Doch nein, es scheint ein gewisser Octavian die Hauptrolle zu spielen. Ich gestehe, ich bin ein absoluter Banause, was die römische Geschichte betrifft. Und so hat es einige Zeit gedauert, bis mir dämmerte, dass eben dieser Octavian Augustus ist. Auch fand ich die unglaublichen Zeitsprünge sehr verwirrend. Mal war 38 v. Chr. Als nächstes kam ein Brief von 4 n. Chr. Dann wieder 27 v. Chr. usw. Das alles fand ich zunächst äußerst mühsam, um der Geschichte folgen zu können. So habe ich dann auch irgendwann das Hörbuch unterbrochen und zunächst ein anderes Hörbuch gehört.

Als ich dann wieder mit Augustus weitermachte – denn interessiert hat es mich ja immer noch – konnte ich zunehmend die Zusammenhänge besser verstehen und das Hörbuch gefiel mir immer besser. Ab da unterbrach ich das Hörbuch nicht mehr und hörte es bis zum Ende durch.

Am Ende hat man einen sehr ausführlichen Überblick über die Geschehnisse damals bekommen. Rückblickend kann ich nun sagen, dass die gewählte Form der fiktiven Briefe eine sehr außergewöhnliche Erzählweise darstellt, die die geschichtlichen Ereignisse kurzweilig präsentiert und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Somit wurde meine Erwartung hinsichtlich des Informationsgehalts dieses Hörbuches voll erfüllt. Wenn man also ähnlich ahnungslos wie ich dieses Hörbuch in Angriff nimmt, so kann ich nur sagen: Durchhalten! Die Vorhänge, die zunächst völlig blickdicht von der Bühne hängen, lüften sich nach und nach und am Ende präsentiert sich ein herrlicher Ausblick auf eine ganz erstaunliche Epoche der römischen Geschichte.

Aufgrund meiner anfänglichen Probleme, kann ich diesem Hörbuch aus meiner Sicht keine 5 Pingu-Punkte geben. Jeder, der nur etwas Ahnung hat, von wem John Williams hier spricht, sieht das sicherlich berechtigterweise anders. Doch ich kann ja nur für mich sprechen.

Die verschiedenen Sprecher dagegen fand ich durch die Bank weg richtig klasse. Jeder hat seine jeweiligen Rollen genial interpretiert und alle Stimmen fand ich äußerst angenehm im Ohr.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: John Williams – Augustus

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Joel Dicker – Die Geschichte der Baltimores

Die Geschichte der BaltimoresBeschreibung
Bis zum Tag der Katastrophe gab es zwei Goldman-Familien. Die Baltimore-Goldmans und die Montclair-Goldmans. Die „Montclairs“ sind eine typische Mittelstandsfamilie, kleines Haus im unschicken New Jersey, staatliche Schule für Marcus, den einzigen Sohn. Ganz anders die Goldmans aus Baltimore, man ist wohlhabend und erfolgreich.
Als Kind ist Marcus hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Eifersucht auf ihr perfektes Leben. Doch seine Cousins Hillel und Woody sind seine besten Freunde, zu dritt schwärmen sie für das Nachbarsmädchen Alexandra – bis ihre heile Welt zerbricht. Acht Jahre danach beschließt Marcus, inzwischen berühmter Schriftsteller, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben. Aber die „Wahrheit“ über seine Familie scheint viele Gesichter zu haben.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
14 h 12 m

Meine Meinung
Nach „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ war ich sehr gespannt, auf das neueste Buch aus Dickers Feder. Ich glaube, es wäre besser gewesen, wenn ich das erste Buch noch nicht gekannt hätte, wenn ich beide Bücher in der Hörreihenfolge vertauscht hätte. Denn dann hätte ich über „Die Geschichte der Baltimores“ gedacht: Gute Story mit ein wenig Luft nach oben und hätte dann das Sahnehäubchen in Form von „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ bekommen. Doch in dieser Reihenfolge habe ich die Bücher leider nicht gehört. Und so ist „Die Geschichte der Baltimores“ für mich ein kleines Stück weit enttäuschend, da es an die Genialität des ersten Buches einfach nicht heranreicht. Naja, wie auch.

Hier haben wir es mit einer Familiengeschichte zu tun. Es geht – natürlich – um die Goldmans. Doch es gibt die Montclair-Goldmans und die Baltimore-Goldmans. Die einen sind Mittelstand, die anderen stinkreich. Das reicht schon, um genug Vergleiche zu ziehen und um zu sehen, dass man als Montclair-Goldman eigentlich immer den kürzeren zieht. Die Story wird aus der Perspektive des Montclair-Goldmans Marcus geschrieben.

Viel geht es hier um die Liebe zu Onkel und Tante und die beiden Cousins, wobei einer davon adoptiert ist. Viel wird hier auch immer wieder angekündigt. Die Zeiten springen scheinbar willkürlich hin und her und doch ergeben sie am Ende eine gelungene Story. Die Zeitsprünge werden immer mit den Worten: „Das war 2 Jahre vor der Katastrophe“ oder „Das war 3 Jahre nach der Katastrophe“ eingeleitet oder beendet. Doch so wartet man geduldig bis fast zum Schluss, dass diese Katastrophe nun auch wirklich Bestandteil der Geschichte wird und man hoffentlich mal erfährt, warum dieses ganze Buch überhaupt geschrieben wurde, was denn die große Katastrophe eigentlich war. Zugegeben, ich fand die Katastrophe dann letztendlich etwas mau ob der dramatischen, pompösen und zigfachen Erwähnung im Vorfeld. Ich will jetzt nicht genauer darauf eingehen, denn ich will ja keinem die Spannung nehmen. Doch ich für meinen Teil hatte mir eine weitaus größere Katastrophe vorgestellt – nicht erhofft, aber einfach vorgestellt. Vielleicht bin ich auch schon zu abgebrüht, aber das glaube ich eigentlich nicht.

Ich habe interessiert und gespannt den Geschehnissen gelauscht, die da vor und nach der Katastrophe passierten. Dicker kann interessant erzählen und die gewählten Cuts in den Zeitsprüngen waren durchaus auch sehr gut gewählt, so dass man natürlich immer weiter lauschte. Auch waren immer wieder kleinere Highlights eingebaut, die überraschten und die die einzelnen Charaktere etwas genauer ins Rampenlicht setzten, wenn auch nicht immer detaillierter erklärten, warum sie so handelten (letzteres bezieht sich auf das Ende der Geschichte).

Insgesamt möchte ich sagen, dass dieses Hörbuch eine schöne Geschichte ist. Sie lässt sich sehr gut hören, hat kaum Längen und wenn man nicht allzu pingelig ist (wie ich hier in diesem Falle), dann garantiert es gute Unterhaltung. Ich denke, meine Bewertung wäre wirklich etwas euphorischer ausgefallen, wenn ich nicht das erste Buch… aber ich wiederhole mich. Und ja, man soll eigentlich keine Vergleiche ziehen. Aber sorry, ich bin auch nur ein Mensch. Und 4 Pingu-Punkte sind ja immerhin auch noch eine verdammt gute Bewertung.

Torben Kessler hat mir – wie auch schon im ersten Buch von Dicker – wieder sehr gut gefallen. Er hat den Charakter des Ich-Erzählers und auch der anderen Mitwirkenden perfekt vertont. Seiner Stimme kann ich problemlos stundenlang zuhören.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Joel Dicker – Die Geschichte der Baltimores

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