Karl Olsberg – Das Freu: Wahres Glück findest du nur in der Wirklichkeit

Beschreibung
Nach ihrem Umzug fühlt sich Mafalda oft einsam. Ihre Stiefmutter mag sie nicht und ihr Vater ist viel unterwegs. Eines Tages bekommt sie einen Fortunator geschenkt, eine Brille, die „glücklich macht“. Setzt man sie auf, taucht man in eine virtuelle Realität ein: Eine niedliche Katze erscheint, die gefüttert werden und spielen will. Mafalda ist begeistert, bis sie merkt, dass es der Katze gar nicht recht ist, wenn man die Brille absetzt. Bald ist Mafalda nicht mehr die Einzige, die dem Einfluss der Brille verfallen ist. Doch dann entdeckt sie im verwilderten Nachbargarten eine geheimnisvolle blaue Eidechse: ein Freu. Von dem magischen Tier erfährt Mafalda, wie gefährlich die Fortunatoren sind. Und dass sie etwas dagegen unternehmen muss…

Sprecher
Bettina Storm

Länge
8 h 24 m

Meine Meinung in Kürze
Karl Olsberg gehört ja eindeutig zu meinen Lieblingsautoren. Da ist es nun egal, ob es sich um Kinder- /Jugend- oder Science-Fiction-Geschichten handelt. Mir gefällt seine Art zu erzählen. So auch hier wieder. Das Freu ist eine moderne Fantasy-Geschichte – eher für Kinder. Olsberg beschäftigt sich hier mit den Gefahren der elektronischen Spielzeuge, hier speziell den Fortunatoren. Verkauft als absoluter Fortschritt, erkennt nur Mafalda, welch „Teufelsspielzeug“ diese Brillen doch eigentlich sind. Die Botschaft ist deutlich, die Geschichte kurzweilig und eindringlich. Mir hat das sehr gut gefallen.

Auch die Sprecherin Bettina Storm hat mir sehr gut gefallen. Sie passte perfekt zu dieser Geschichte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karl Olsberg – Das Freu: Wahres Glück findest du nur in der Wirklichkeit

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Harald Lesch – Raum und Zeit

raum-und-zeitBeschreibung
Alltag: Wenn man anfängt, über die Begriffe Raum und Zeit nachzudenken, kann einem schwindlig werden.

Anfang: Physiker sehen in Anfang von Zeit und Raum den Beginn der Kausalität. Sofort stellt sich die Frage nach dem „Davor“.

Inventur: Einfache Bausteine verbinden sich zu immer komplexeren Dingen. Dazu braucht es Raum und Zeit. Der Zeitpfeil erklärt, warum es keine Reisen in die Vergangenheit gibt.

Dimensionen: Welten mit mindestens elf Dimensionen? Denkende Wesen, die von Raum und Zeit erzählen, kann es nur in einer Welt mit drei Raum- und einer Zeitdimension geben.

Prof. Dr. Harald Lesch ist Prof. für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie an der LMU und lehrt auch an der Hochschule für Philosophie in München.

Sprecher
Harald Lesch

Länge
58 m

Meine Meinung
Aha. Es ist also definitiv nicht möglich, eine Zeitreise zu unternehmen. Schade. Wirklich schade. Willst du auch wissen, warum Zeitreisen nicht möglich sind? Dann solltest du dir dieses Hörbuch anhören.

Doch es geht nicht nur um Zeitreisen, eigentlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt. Denn hauptsächlich geht es darum, wie es sich mit unserem Raum und – noch interessanter – mit unserer Zeit verhält. Und das verblüffende: Nicht immer gilt:   1+1=2. Glaubst du nicht? Ist aber so.

Harald Lesch kann wunderbar erklären. Seine Erklärungen sind selbst für Laien sehr gut verständlich. Doch damit ich mir auch nur einen Bruchteil davon merken kann, habe ich mir das Hörbuch gleich zweimal angehört.

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Rüdiger Safranski – Zeit: Was wir aus ihr machen und was sie mit uns macht

ZeitBeschreibung
Unsere Zeit: Ein wertvolles Gut!

Uhren messen die Zeit physikalisch, doch wir erleben sie ganz anders und unterschiedlich: Etwa in der Langeweile, beim Spiel, im gesellschaftlichen Termingetriebe, in der Echtzeit-Kommunikation. Rüdiger Safranski beschreibt das Spannungsfeld zwischen Vergehen und Beharren und ermuntert uns, Zeitsouveränität zu erobern und zu bewahren – damit nicht nur die Zeit mit uns etwas macht, sondern auch wir etwas aus ihr.

Frank Arnold liest Safranksi wunderbar klar und präzise.

Sprecher
Frank Arnold

Länge
6 h 49 m

Meine Meinung
Wenn man sich dieses Hörbuch anhört, dann hat man seine Zeit sehr gut investiert. Ich habe schon lange nicht mehr solch ein interessantes Hörbuch auf den Ohren gehabt.

Zunächst möchte ich hier aus dem Buch zitieren, welches gleich zu Beginn zum Thema Langeweile angeführt wird: „Man kann besonders gut erkennen, was mit dem Menschen los ist, wenn sonst nichts los ist“.

Die Zeit wird hier von allen Seiten beleuchtet und anhand vieler Beispiele näher erklärt. Natürlich kommen hier die alten und auch noch jüngeren Philosophen nicht zu kurz. Auch Klassiker von Goethe, Cervantes, von Grimmelshofen u. v. m. finden hier Erwähnung und werden im Bezug auf die Zeit näher beleuchtet.

Eigentlich müsste hier jedes einzelne Kapitel detailliert hervorgehoben werden, doch das würde natürlich ausufern. Deshalb beschränke ich mich kurz und knapp auf den heiligen Augustinus, der im 11. Kapitel der Bekenntnisse sagte: „Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich es. Will ich es aber einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.“

Jedenfalls ist die Zeit wesentlich vielfältiger als das, was die Uhren messen. Und diesen ganzen Eindrücken und Erkenntnissen zu lauschen, fand ich äußerst inspirierend, interessant und stellenweise sogar spannend. Denn Rüdiger Safranski schreibt eindrucksvoll und mitreißend.

Frank Arnold hatte sich mit dem vorzutragenden Thema auch sehr gut vertraut gemacht. Er hat immer an genau den richtigen Stellen kleine Pausen zum Nachdenken eingefügt. Nicht zu lange, nein, die kurzen Pausen waren genau richtig gesetzt. Überhaupt hat er sehr betont und für die dem Stoff angemessenen „Langsamkeit“ gesprochen, so dass man sehr gut folgen konnte.

Doch eines ist klar: Man muss sehr gut aufpassen und all seine Aufmerksamkeit dem Hörbuch widmen, sonst wird man wenig daraus lernen. Anders als ein Roman oder Krimi ist es nicht zum „Nebenbei-Hören“ geeignet. Doch wie schon anfangs erwähnt: Es ist wirklich sehr gut investierte Zeit, wenn man sich ausschließlich dieser Thematik hingibt.

Ganz zum Ende hin wurde ich ein klein wenig meiner „erhofften Illusion“ beraubt. Doch darüber will ich hier jetzt gar nichts verraten. Selbst anhören lautet hier die Devise.

Und ganz zum Schluß noch ein Zitat: „Meist sieht man die Lebensfrist vor lauter Alltagsfristen nicht.“ In diesem Sinne: Carpe diem!

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Wen es interessiert: In dem Buch von Ray Kurzweil „Homo s@piens – Leben im 21. Jahrhundert – Was bleibt vom Menschen?“ widmet sich Kurzweil im Kapitel I „Das Gesetz von Zeit und Chaos“ auch dem Thema Zeit. Doch dieses beschreibt auf den 45 Seiten des Kapitels natürlich lange nicht so ausführlich, was es denn mit der Zeit so für sich hat, wie dieses komplexe Werk von Safranski. Es ist aber trotzdem äußerst interessant – wie überhaupt das ganze Buch.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Rüdiger Safranski – Zeit: Was wir aus ihr machen und was sie mit uns macht

Arno Strobel – Das Dorf

Das DorfBeschreibung
Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass er Anna zuletzt gesehen hat. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach ihr und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
8 h 54 m

Meine Meinung
Soeben habe ich das Hörbuch fertig gehört. Was soll ich sagen: Ich bin fasziniert, entsetzt, begeistert, schockiert – und froh, dass ich nun endlich die Auflösung kenne. Diese hat mich allerdings mehr als verblüfft. Meine Ahnung, wohin das führen würde, war mal wieder total falsch. Ein Glück, denn das wirkliche Ende fand ich tausend Mal besser, als mein „Geahntes“.

Wie oben bereits beschrieben, fährt Bastian in ein kleines Dorf an der Müritz, aus dem er einen Hilferuf seiner Exfreundin Anna erhielt. Sein Freund Safir kommt mit und will ihm helfen, Anna wiederzufinden. Doch in dem Dorf ist alles mehr als seltsam. Vieles deutet darauf hin, dass Anna hier festgehalten wird und trotzdem kann er sie nicht finden. Die Dorfbewohner sind mehr als unfreundlich und wollen ihm nicht helfen. Einzig Mia schenkt ihm ein offenes Ohr und hilft ihm. Seltsame Dinge passieren, die Bastian nach und nach immer mehr an seinem Verstand zweifeln lassen. Den Hörer übrigens auch. Die Geschichte ist stellenweise äußerst verwirrend aber nicht so, dass man denkt, was ein Mist, sondern vielmehr so, dass man sagt: Gott, der arme Kerl – was geschieht da.

Ich will von der Geschichte nicht mehr erzählen, denn sie soll für dich ja genauso spannend bleiben, wie die Story für mich war. Ich lauschte jedenfalls gebannt jeder Minute der knapp 9 Stunden und fand sie durchweg spannend und interessant. Zum Ende hin nahm die Story sogar nochmals mehr an Fahrt auf, was meine Nerven schier zum Bersten brachte. Na, und das Ende fand ich toll.

Sascha Rotermund fand ich wieder ganz hervorragend in seiner Rolle des Sprechers. Er passt sehr gut zu Strobels Büchern.

Kurzum, „Das Dorf“ war für mich beste und spannende Unterhaltung, genau so, wie ich mir einen Psychothriller vorstelle.

Dieses Hörbuch kommt auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Arno Strobel – Das Dorf

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