Zoran Drvenkar – Still

StillBeschreibung
Ein Mann, der seine Tochter sucht und dabei seine Identität verliert. Ein Mädchen, das seit sechs Jahren reglos aus dem Fenster schaut und darauf wartet, dass ihr jemand den Schlüssel zu ihrer Erinnerung bringt. Vier Männer und eine Mission, die aus Hunger und Disziplin besteht und keine Opfer scheut. Ein Winter in Deutschland, ein See im Wald und Schatten, die sich unter dem Eis bewegen.

Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden Mädchen und Jungen auf mysteriöse Weise. Kein Kind wird je wiedergesehen. Nur ein Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, seine Lippen sind seitdem verschlossen. Erst als ein verzweifelter Vater auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, bricht es sein Schweigen. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller.

Ein brillanter und verstörender neuer Thriller des Bestsellerautors Zoran Drvenkar.

Sprecher
Christoph Maria Herbst

Länge
7 h 36 m

Meine Meinung
Eines vorneweg: Dieses Hörbuch ist nichts für zart Besaitete! Zu unvorstellbar grausam ist das Thema, das hier behandelt wird. Nicht selten musste ich schlucken ob des Gesprochenen. Die Story ist düster und beklemmend und sie wird immer düsterer und beklemmender, je weiter die Geschichte voranschreitet. Unterbrechen konnte ich das Hörbuch nicht, wurde ich doch immer fassungsloser, was da passierte. Ich hörte also immer weiter und hoffte auf eine positive Wende, doch ob diese auch kam, werde ich hier natürlich nicht verraten. Finde es selbst heraus.

Dass Zoran Drvenkar einem keine leichte Kost vorsetzt, wusste ich bereits aus „Sorry“ und „Du“. Doch was er mit „Still“ präsentiert, topt die beiden Geschichten noch.

Christoph Maria Herbst als Sprecher fand ich zunächst – nun, sagen wir – seltsam. Doch wie sich sehr schnell herausstellte, passte er einfach hervorragend zur Story und zum Stil von Drvenkar. Im Nachhinein denke ich, war C. M. Herbst wirklich die beste Wahl für diese Story.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei D>A<V. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Zoran Drvenkar – Still

Danke!
Mein herzliches Dankeschön geht an den Verlag „Eder & Bach“ und an „D>A<V – Der Audio-Verlag“ für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch:

Zoran Drvenkar – Du bist zu schnell

Beschreibung
Wer sind die Schnellen, die Val, Marek und Theo mit brutalen Morden und klaren Zeichen daran hindern wollen, die Tür zu ihrer Welt zu öffnen? Warum müssen alle dafür bezahlen, die hinter das Geheimnis der Schnellen kommen wollen?

Die drei machen sich auf die Suche nach ihnen. Ihre Verfolgung führt sie aber auch immer mehr zu sich selbst, zu gegenseitigen Verdächtigungen und dem Verlust von Vertrauen. Abwechselnd erzählen die drei ihre Geschichte. Eine Geschichte, die auch mit unserer Suche nach Nähe und Liebe zu tun hat. Und mit der Bedrohung, denen diese ausgesetzt ist.

Sprecher
Felix Knopp, Susanne Wolff, Hans Löw

Länge
312 Minuten

Meine Meinung
Das zweite Hörbuch, das ich von Zoran Drvenkar gehört habe, war auch wieder sehr außergewöhnlich. Wenn man angefangen hat zu hören, kann man sich der Geschichte nur schwer wieder entziehen, denn sehr schnell ist man in der Story gefesselt und will unbedingt wissen, was dahinter steckt. Ich als Hörerin war ständig hin und her gerissen: was ist dran an den Schnellen? Was sind das für seltsame Wesen? Oder sind das doch nur Hirngespinste? Das Wanken zwischen Glauben und Zweifel war allgegenwärtig in diesem Buch.

Die Geschichte wurde sehr spannend erzählt. Immer näher kamen die Schnellen den drei Protagonisten, so dass ich als Hörerin richtig gehend mit zitterte, dass doch bitte alles ein gute Ende nehmen werde.

Die Sprecher passten sehr gut zu der Geschichte und zu den Personen.

Ich fand „Du bist zu schnell“ nicht ganz so gut wie „Sorry“, aber trotzdem absolut empfehlens- und hörenswert.

Fazit: absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Zoran Drvenkar – Du bist zu schnell

Siehe auch:

Zoran Drvenkar – Sorry

Beschreibung
Tamara, Kris, Wolf und Frauke sind seit ihren gemeinsamen Berliner Schultagen befreundet. Obwohl alle schon um die dreißig sind, leben sie immer noch mehr oder weniger erfolglos in den Tag hinein; bis Kris eines bekifften Abends eine ziemlich verrückte Idee hat: Wie wäre es, eine Agentur zu gründen, die sich für andere Leute entschuldigt? Die Freunde setzen die Idee in die Tat um – zu ihrem eigenen Erstaunen mit größtem Erfolg.

Ob zu Unrecht gekündigte Mitarbeiter oder schmachvoll verlassene Geliebte: Die Agentur „Sorry“ entschuldigt sich im Auftrag ihrer Kunden bei ihnen allen. Mit der Erlösung von Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen lässt sich eine Menge Geld verdienen. Alles läuft gut – bis Wolf eines Tages vor einer grausam zugerichteten Leiche steht, mit dem Auftrag, sich bei dieser zu entschuldigen. Der Mörder beginnt ein beklemmendes Spiel mit den Freunden, in dessen Verlauf diese nicht zuletzt mit ihren eigenen Abgründen konfrontiert werden…

Sprecher
Christian Berkel, Matthias Brandt, Sophie von Kessel, Ulrich Pleitgen

Länge
477 Minuten

Meine Meinung
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven! Es wird von den vier Sprechern aus verschiedenen Perspektiven und auch auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Das erscheint zunächst etwas verwirrend, baut aber auch eine enorme Spannung auf, der man sich kaum mehr entziehen kann. Die Frage nach Schuld und wie die Menschen damit umgehen und ob jemand sich im Namen eines anderen entschuldigen kann, fand ich sehr interessant. Ist es anmaßend? Würde ich solch eine Entschuldigung ernst nehmen? Wie ist das ethisch zu betrachten? Die komplette Handlung geht mit dem sensiblen Thema Kindesmissbrauch nicht gerade zimperlich um. Ich mag ja keine bis ins kleinste Detail beschriebenen Gewalttaten. Doch hier wurde das in einem Maß beschrieben, das ich durchaus für vorstellbar halte – schlimm genug. Aber so wirkte es einfach glaubwürdig und nicht maßlos übertrieben, wie es in manchen Thrillern ja leider der Fall ist. Je ekliger umso besser – das ist nicht mein Credo. Aber wie gesagt, diese Gratwanderung ist dem Autor sehr gut gelungen.
Die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Minute, da sich erst ziemlich am Ende die Puzzle-Teile zu einem Bild zusammenfügen. Zurück blieb ich nicht mit dem Gedanken: „wow, was für ein tolles Buch“ sondern mit dem Gedanken: „puh, echt heftig!“

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(aber meiner Meinung nach erst ab 16 oder 18 Jahren)

Siehe auch: