Stephan Ludwig – Zorn: Blut und Strafe (Zorn 8)

Beschreibung
Im Zentrum einer grausamen Mordserie…

Als Hauptkommissar Claudius Zorn an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Dezember seinen wöchentlichen Besuch bei einem älteren Herrn machen will, findet er sich plötzlich mitten in einem Tatort wieder. Der Mann wurde brutal ermordet. Zorn weiß, dass er nun den schwersten Gang seiner ganzen Laufbahn verrichten muss, denn die Tochter des Ermordeten ist niemand anderes als Frieda Borck, Zorns ehemalige Vorgesetzte und feste Freundin.

Zorn und Schröder arbeiten auf Hochtouren daran, den Täter schnell zu finden. Aber dann geschieht ein weiterer Mord und der wichtigste Mensch in Zorns Leben gerät in Gefahr. Er ist kurz davor, den Verstand zu verlieren…

Sprecher
David Nathan

Länge
11 h 37 m

Meine Meinung
Oh mein Gott, an Spannung ist dieser Krimi kaum zu übertreffen. Doch leider auch an Grausamkeiten. Stellenweise fand ich die Beschreibungen der Morde wirklich grenzwertig abartig! Als ich dann zu einer Tötungsmethode aus dem Mittelalter kam, war ich wirklich kurz davor, die Story abzubrechen. Denn das war dann selbst für mich, die ich nun schon so einiges Abartiges gehört habe, kaum zu ertragen.

Wie du siehst, war ich mitten drin in der Story und fühlte mich nicht nur als unbeteiligter Zuhörer. Doch als Zuhörer hatte ich trotzdem die Wahl. Nachdem ich dann mit einer Freundin Rücksprache gehalten hatte, die das Hörbuch schon fertig gehört hatte, versprach sie mir, dass es nun nicht mehr noch schlimmere Szenen geben würde. Ok. Ich hörte also weiter, ich wollte ja schon wissen, was denn hier für eine üble Macht über die Stadt gekommen ist.

Der Showdown war dann allerdings derart spannend, dass ich es keinem Herzkranken empfehlen möchte! Ich hatte Herzklopfen ohne Ende, rannte mit Zorn um die Wette und betete, dass es noch nicht zu spät sein möge.

Doch die Auflösung der ganzen schrecklichen Ereignisse fand ich dann im Vergleich zum zuvor Gehörten leider sehr mau. Da hätte ich eine bessere Erklärung erwartet, irgendwie einen größeren Knalleffekt. Einen echten Überraschungsmoment. Doch wie gesagt, die Auflösung wurde dann der ganzen grausamen Geschichte zuvor nicht wirklich gerecht.

Bleibt nun die schwierige Entscheidung der Bewertung. Also an Spannung hat das Hörbuch eindeutig 5 Punkte verdient. Doch die wirklich furchtbar schrecklichen Schilderungen der Morde und die etwas lahme Auflösung lassen mich der Story insgesamt „nur“ 4,2 Punkte geben.

Davon abgesehen hat David Nathan als Sprecher auch hier natürlich volle 5 Punkte verdient. Er war wieder durchweg klasse.

Weitere Informationen
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Stephan Ludwig – Wie du mir

Beschreibung
Leichenfund am Fluss: Hauptkommissar Claudius Zorn kann es nicht fassen, als er eines Morgens neben Staatsanwältin Frieda Borck aufwacht. Wie, bitteschön, konnte das passieren? Doch eigentlich hat Zorn noch ein viel größeres Problem: Schröder und er ermitteln in einem neuen Fall, die Leiche eines jungen Mannes wurde an einen Baum gefesselt am Flussufer gefunden. In seinem Oberschenkel steckt ein Zimmermannsnagel. Bei den Ermittlungen stößt Zorn auf etwas, das er lieber nie gefunden hätte. Denn der Tote hat kurz vor seiner Ermordung eine Nummer gewählt, die Zorn kennt…

Sprecher
David Nathan

Länge
7 h 38 m

Meine Meinung in Kürze
Der sechste Zorn-Krimi hat mir wieder gut gefallen. Allerdings habe ich auch einiges zu bemängeln.

Zunächst zur Story: Die Anfangsszene fand ich unglaublich gut beschrieben. Alles was danach kam, war zwar auch gut und spannend, hat mich aber nicht so sehr in den Bann gezogen, wie sonst. Vielleicht lag das an der Kürzung? Vielleicht lag es auch daran, dass sich Zorn irgendwie sehr verändert hat? Ich hatte stellenweise wirklich meine Mühe, die beschriebene Person mit Zorn in Einklang zu bringen. Auch die Dialoge zwischen Zorn und Schröder fand ich nicht mehr so cool genial, wie in den früheren Folgen. Das klingt nun furchtbar negativ. Doch so ist es nicht gemeint. Ich fand es nur bemerkenswert.

Doch was mich wirklich aufgeregt hat, war das absolute Unverständnis von Schröder und Frieda Borck. Wer das Hörbuch schon gehört hat, wird wissen, welche Szene ich hier anspreche. Wie siehst du das? Ich meine, wir sind doch alle als erstes einmal Menschen. Für mich kommen Job und Anweisungen erst danach. Ich fand Zorns Verhalten menschlich absolut nachvollziehbar. Doch er wird mit heftiger Missachtung gestraft. Da braucht man sich eigentlich nicht mehr zu wundern, dass der Mensch heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Andere Dinge wie Vorschriften, Regeln und Pflichtbewusstsein stehen über den menschlichen Bedürfnissen. Ich finde das schlimm.

Der Showdown am Ende war auch wieder sehr klasse beschrieben. Unglaublich dramatisch was hier passiert.

D. h. für die Bewertung: Insgesamt ist „Wie du mir“ eine wirklich gute Fortsetzung der Reihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man die Zorn-Reihe gerne mag.

David Nathan als Sprecher fand ich wieder sehr gut.

Weitere Informationen
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Stephan Ludwig – Zorn: Kalter Rauch

Zorn - Kalter RauchBeschreibung
Es regnet Fische auf die Stadt. Eines Nachts klatschen Aale und Lachse auf die dunklen Straßen und Dächer. Bei den Aufräumarbeiten wird ein künstliches Hüftgelenk gefunden. Doch die Frau, der es eingesetzt wurde, ist spurlos verschwunden. Gregor Zettl, der Ehemann der Vermissten, schweigt beharrlich. Was Zorn und Schröder nicht wissen: Jemand ist hinter Zettl her und droht, ihn umzubringen…

Sprecher
David Nathan

Länge
12 h 58 m

Meine Meinung
Hach, hier menschelt es sehr zwischen Zorn und Schröder. Man darf verraten: Schröder ist jetzt der Chef. Ok, also jetzt ist er es auch offiziell. Und Zorn findet das auch gut so.

Die Story fängt sehr seltsam an. Denn es passiert ja nicht alle Tage, dass es Fische vom Himmel regnet. Doch beim Auflesen der ganzen Fische wird auch ein künstliches Hüftgelenk gefunden. Tja, wem gehört es? Und warum landete es in einem Mülleimer? Was war denn hier passiert? Schröder und Zorn ermitteln. Aber das kommt in der Geschichte eigentlich nur am Rande zur Geltung. Denn schnell weiß man, wem die Hüfte gehört. Doch die Dame ist verschwunden. Und der hilflose Ehemann sitzt alleine zuhause und droht langsam zu verhungern. Denn um solche Sachen – und auch um alles andere Lebensnotwendige – kümmerte sich immer seine Frau.

Fortan erfährt man viel vom Ehemann, Herrn Zettl, wer er früher einmal war und was heute noch von dem früheren Star „übrig“ ist. Auch wird einem schnell klar, dass er bedroht wird. Und in seiner Hilflosigkeit verhält er sich – nun – sagen wir mal, sehr außergewöhnlich.

Unterdessen haben auch Zorn und Schröder ihre persönlichen Kämpfe zu bewältigen. Sowohl jeder mit sich selbst als auch untereinander. Besonders gut gefiel mir hier das nicht enden wollende Lehrstück: Ironie oder Sarkasmus. Überhaupt waren die Wortgefechte, die die beiden austrugen, wieder erste Sahne.

Vieles wurde zum Ende hin aufgeklärt, doch einiges blieb mir doch schleierhaft. So z. B.: Warum heißt das Buch „Kalter Rauch“? Und auch: Warum fielen die Fische vom Himmel? Entweder habe ich es nicht mitbekommen oder es wurde tatsächlich nicht aufgelöst. Aber egal. Selbst mit diesen 2 großen Fragezeichen am Ende hat mir dieser Teil wieder sehr gut gefallen.

David Nathan passte natürlich wieder sehr gut zur Story. Einen anderen Sprecher kann ich mir für Zorn und Schröder auch einfach nicht mehr vorstellen.

s5g5

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Stephan Ludwig – Zorn. Wie sie töten

Wie sie tötenBeschreibung
In einer Winternacht stößt eine Frau einen wildfremden Mann vor die S-Bahn. Niemand beobachtet den Mord, die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Claudius Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er ist damit beschäftigt, seinen ehemaligen Kollegen Schröder zu überreden, wieder sein Partner zu werden.

Was jedoch weder Zorn noch Schröder ahnen: Die Mörderin ist ganz in ihrer Nähe. Sie glaubt in Zorn einen Seelenverwandten gefunden zu haben und sieht in jedem, der ihm nahesteht, einen Konkurrenten. Was für sie bedeutet: Sie kann ihre Lust am Töten weiter ausleben. Und hat eine Reihe neuer Opfer im Visier…

Sprecher
David Nathan

Länge
8 h 47 m

Meine Meinung
Ich kann es gleich im Vorfeld ausplappern: Auch dieser Zorn bekommt von mir wieder 5,0 Pingu-Punkte.

Zorn und Schröder sind getrennt. Schröder hat den Dienst quittiert, da er sich eigentlich um seinen kranken Vater kümmern wollte. Doch dieser ist sehr schnell verstorben und Schröder versucht sich nun an einem Imbiss namens „Chez Schröder“. Dort kocht er Mittagessen. Aber eigentlich nur für Zorn, seinen Nachbarn, seine Mutter, die nun im Pflegeheim ist, für sich selbst und eine weitere Portion, falls doch mal ein Gast kommen sollte. Zorn kommt treu jeden Mittag zu ihm zum Essen, hat immer etwas zu mäkeln, obwohl es ihm immer vorzüglich schmeckt, doch sein Hauptanliegen dieser Besuche ist immer: Schröder zum Zurückkommen zu bewegen. Er selbst ist ohne Schröder völlig aufgeschmissen. Und so passiert es auch, dass die ersten Morde an der Polizei völlig vorübergehen und diese lapidar als Unfälle ausgelegt werden.

Im ersten Teil des Buches geht es also weniger um einen Serienmörder, als vielmehr um die persönlichen Belange von Zorn & Malina und Zorn & Schröder. Mich hat das keineswegs gestört, da die beiden Charaktere für mich einen gleich hohen Stellenwert haben, wie der Kriminalfall an sich. Beides zusammen wird dann zu einem genialen Krimi.

Und diesen hatten wir dann im 2. Teil. Hier überschlagen sich die Ereignisse und man muss als  „Zorn-und-Schröder-Fan“ wirklich um die beiden zittern, ob sie das ganze Schreckens-Szenario überleben werden und somit die Zorn-Reihe beendet sein wird.

David Nathan als Sprecher war natürlich wieder perfekt – was soll man noch mehr zu ihm sagen. Er kann es einfach.

s5g5

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Stephan Ludwig – Zorn. Wo kein Licht

Wo kein LichtBeschreibung
Hauptkommissar Claudius Zorn weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Die Ereignisse überschlagen sich: Ein Banker springt von einer Brücke und erschießt sich im Fallen, ein Richter wird vermisst, und der Herbstball der Polizeigewerkschaft endet im Fiasko. Sein Kollege Schröder liegt mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus und kann nicht wie gewohnt den ermittlerischen Input liefern. Aber dann erhält Zorn einen entscheidenden Hinweis und hat schnell den Verdacht: Alle Verbrechen hängen zusammen. Nur leider glaubt ihm keiner. Mit fatalen Folgen…

Sprecher
David Nathan

Länge
8 h 23 m

Meine Meinung
Sorry, zu lange mit der Rezension gewartet und nur die Gesamtbewertung notiert.

s5g5

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Stephan Ludwig – Zorn. Tod und Regen

Beschreibung
„Es dauerte drei Stunden, bis sie den Verstand verlor, und weitere zwei, bis sie endlich sterben durfte.“
Polizeibeamte finden Spuren eines brutalen Verbrechens, aber keine Leiche. Hauptkommissar Claudius Zorn wird vom Staatsanwalt mit den Ermittlungen betraut leider! Das erste Kapitalverbrechen seit Jahren bedeutet für den ehrgeizlosen Kommissar jede Menge Arbeit. Zorn und sein gewitzter Assistent Schröder entdecken schließlich die Leiche einer Frau. Ihr Mörder hat sie zu Tode gequält, ihr aber offenbar vorher Schmerzmittel verabreicht warum? Wer hat den Beamten ein Video als Beweismittel gemailt? Und wer will gleichzeitig unbedingt verhindern, dass die Ermittler die Identität der Toten klären? Zorn und Schröder haben noch immer keinen Verdächtigen, als plötzlich ein weiterer Mord geschieht.

Sprecher
David Nathan

Länge
6 CDs

Meine Meinung
Zorn und Schröder, ein ungleiches Ermittlerduo. Zorn, der Chef und ein Beamter, wie ihn sich die Deutschen gerne vorstellen, nämlich träge, arbeitsscheu und auf den ersten Blick unsympathisch und Schröder, Zorns Assistent, eigentlich von seiner Statur her eher der unsympathischere Typ, strotzt vor Arbeitseifer und Einsatzbereitschaft. Das allein schon ist etwas ungewöhnlich. Und dass dieser Krimi dann auch noch sehr lustig daher kommt, ist noch ungewöhnlicher. Sind die meisten Krimis doch meist todernst erzählt, düster und gänzlich ohne Wortwitz. Dass aber ein Krimi seine Spannung kein bisschen einbüßt, wenn er auch lustige Szenen enthält, das hat Stephan Ludwig hier eindeutig bewiesen.

Den Mordfall an sich fand ich jetzt nicht extrem einfallsreich, vielmehr macht diesen Krimi das Gesamtpaket zu etwas Besonderem. Sehr schön fand ich auch, dass es während der ganzen Zeit regnete und Zorn und Schröder zum Schluss sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals steht. Das passte einfach gut und gestaltete dadurch auch eine wirklich unangenehme und düstere Atmosphäre.

David Nathan als Sprecher – na, was soll ich sagen – war wieder erstklassig.

s5g4

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Stephan Ludwig – Zorn. Tod und Regen

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