Theresa Hannig – Die Optimierer

Beschreibung
MEHRFACH PREISGEKRÖNT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 und dem Seraph 2018 für das beste Debüt.

Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.

Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren… ob er will oder nicht.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
9 h 12 m

Meine Meinung
Was für eine Geschichte! Solche Stories liebe ich, die in nicht all zu ferner Zukunft spielen und die eine Welt beschreiben, die nicht völlig unvorstellbar ist, nein, die im Gegenteil durchaus vorstellbar für unsere nahe Zukunft erscheint.

Hier werden auf geniale Weise möglichen Folgen der vielen kleinen Veränderungen der Computerüberwachung und der vollständigen Durchsichtigkeit des Privatlebens in einer Lebensvision beschrieben, wie es gar nicht mal so abwegig ist. Denn ich habe gehört, dass es z. B. in China durchaus schon die Bewertungen mit einem Punkteranking der Bürger gibt.

Sehr schön werden hier die verschiedenen Lebensansichten dargestellt und durchleuchtet. Samson Freitag z. B. ist ein totaler Fan dieser neuen Optimalwohlökonomie. Seine Eltern dagegen sind strikte Gegner dieses Systems. Dies bringt natürlich einige Streitigkeiten mit sich. Sehr gut fand ich auch, wie sich die verschiedenen Bekannten-/Verwandtenbeziehungen auf das eigene Ranking auswirken können. In solch einer Gesellschaft sollte man sich seine Freunde und  ja auch seine Verwandten sehr genau aussuchen. Was in letzterem Fall ja nun unmöglich ist. Mitgefangen, mitgehangen.

„Jeder an seinem Platz“ so der Leitspruch der Gesellschaft. Eigentlich ein netter Gedanke. Jeder soll die Arbeit verrichten, die ihm am meisten Freude bereitet und die er am besten kann. Doch selbst wenn man nichts besonders gut kann oder keine großen Interessen an einem Thema hat, so wird man nicht als Arbeitsloser geächtet. Nein, man muss dann einfach die nächsten Jahre nicht arbeiten. Für die einen eine traumhafte Vorstellung, für die anderen ein Albtraum. Natürlich ist dies alles nur durch die Einführung des BGE, also des Bedingungslosen Grundeinkommens, möglich. Und dies wiederum nur, wenn es viele Roboter gibt, die viele Arbeiten verrichten.

Mir hat diese Art der Zukunftsvision äußerst gut gefallen. Für einen Teil der Menschheit mag sie passend und stimmig sein, doch es gibt eben immer auch die Umkehrseite.

Und das beste an der ganzen Story war dann auch noch der Schluss. Da habe ich trotz allen Vorahnens dann leicht gestaunt.

Richard Barenberg fand ich hier wieder ganz hervorragend.

Und wenn ich von einer Story so hin und weg bin, dann kommt sie natürlich auf meine Bestenliste.

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Frank Schätzing – Die Tyrannei des Schmetterlings

Beschreibung
Füllhorn der Wünsche? Oder Büchse der Pandora?

Frank Schätzing – der neue Thriller als Hörbuch.

Kalifornien, County Sierra, Goldgräberprovinz: Sheriff Luther Opoku hat mit Kleindelikten und illegalem Drogenanbau zu kämpfen. 300 Meilen westlich davon, im Silicon Valley, wetteifern IT Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als eine Biologin in Sierra unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein verschlafenes Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Bald beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen… der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
23 h 49 m

Meine Meinung
Am 23.04.2018 schaute ich per Livestream die Buchvorstellung von Frank Schätzing. Ich war begeistert! Ich fand diese Buchpräsentation wirklich klasse und freute mich wie Bolle auf das neue Buch. Doch… ich hätte es besser bei der Präsentation belassen. Denn eigentlich wurde hier schon alles gesagt.

Zwei Tage später begann ich also voller Vorfreude das neueste Werk von Schätzing. Insgesamt finde ich dieses Hörbuch ja wirklich interessant. Denn es sind viele spannende Gedankenspiele darin enthalten. Und natürlich ist nicht alles komplett abwegig, was sich Schätzing in seinem neuesten Buch erdacht hat.

Doch die Umsetzung muss ich leider sehr bemängeln. Den Anfang fand ich ja noch sehr spannend, doch spätestens ab der Brücke (der Insider weiß, wovon ich rede) wurde die Story zunehmend wirrer und unverständlicher. Ich konnte mir die meisten Ortsbeschreibungen leider fast gar nicht vorstellen. Da halfen auch nicht seine mit Adjektiven überbordenden Endlossätze. Die Szenerie wurde mir persönlich dadurch nicht verständlicher. Somit blieben für mich dann nur vereinzelte Brocken, die ich durchaus sehr bemerkenswert fand. Denn ab und an hat er tatsächlich einen deutlichen Satz zu Papier gebracht, der die stundenlangen vorherigen wirren Sätze ganz einfach erklärte. Doch hauptsächlich fand ich es anstrengend und verwirrend, der Story weiter zu lauschen. Zwischendurch dachte ich sogar an Abbruch.

Insgesamt habe ich zwar kapiert, was der Plot der Story war, doch die Feinheiten, die er so ausgetüftelt zu erklären versuchte, blieben mir leider weitgehend verborgen. Vielleicht ging es ja nur mir so, doch ich möchte bezweifeln, dass sich jemand die Welt, die Schätzing hier beschreibt, wirklich in allen Details vorstellen konnte.

Auch hatte ich so meine liebe Mühe mit den ganzen Personen. Ich konnte – außer zu Luther – keinerlei Beziehungen aufbauen. Manchmal dachte ich sogar, ob er denn nun seine eigenen Protagonisten verwechselt hat? Doch vermutlich habe ich das nur in dem Chaos einfach nicht richtig verstanden.

Was mir persönlich sehr half, überhaupt durchzuhalten, war der Sprecher Sascha Rotermund. Man muss ihn hier wirklich sehr loben, wie er sich gekonnt durch dieses Weltenchaos manövrierte und diesem Werk wenigstens noch ein bisschen Verstand abringen konnte. Ohne ihn hätte ich wohl wirklich frühzeitig abgebrochen.

Tja, so bin ich nun ein weiteres Mal zu dem Schluss gekommen, dass mir „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing bisher am besten gefallen hat. Den „Schwarm“ und „Limit“ fand ich zwar auch sehr gut, doch „Tod und Teufel“ ist mein persönlicher „Long-time-favorit“.

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Neal Stephenson – Amalthea

AmaltheaBeschreibung
Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Uhrzeit würde man später als A+0.0.0 oder schlicht Null bezeichnen…

05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen.

5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Evas von der Raumstation hingegen hochkultiviert – und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Detlef Bierstedt

Länge
34 h 26 m

Meine Meinung
Jetzt ist Schluss. Nach 24 Stunden macht mein Nervenkostüm einfach nicht mehr mit. Noch weitere 10 Stunden – nein, das will und kann ich mir nicht antun. Neal Stephenson verliert sich dermaßen in völlig unwichtige Details, die wirklich nur Leute interessieren können, die vielleicht selbst Astronauten oder über alle Maßen von der Technik der Raumfahrt fasziniert sind. Anfangs fand ich das ja noch sehr interessant, auch wenn ich nur wenig von der Technik verstanden habe. Denn grundsätzlich liebe ich detaillierte Beschreibungen. Doch was einem hier auf die Ohren kommt, das ist nun wirklich zuviel des Guten. Und als die Geschichte dann einen Cut macht und 5000 Jahre später weiter geht, fängt alles wieder von vorne an. Klar, mit einer völlig neu erfundenen Welt. Könnte sehr interessant sein, doch auch hier verliert sich der Autor zunächst einmal wieder in gefühlte eine Millionen unwichtige Details, bevor irgendetwas passiert. Und das ist nun der Punkt, an dem ich kapituliere.

Stephenson hätte diese ansich wirklich gute Idee in sagen wir mal 12 bis 15 Stunden erzählen sollen. Dann hätte die Story eine sehr hohe Punktzahl bei mir erreicht. Aber so reicht es leider nur für 2 Pingus.

Ich wüsste aber wirklich gerne, wie die Story nun ausgeht. Vlt. höre ich in einem Jahr mal wieder rein. Ein guter Einstieg wäre hier der Cut, an der die Story 5000 Jahre später weiter geht.

Detlef Bierstedt, den ich eigentlich als sehr guten Sprecher sehr schätze, hat hier manchen Personen sehr seltsame Stimmen und Betonungen verliehen. Deshalb bekommt er nun auch nicht die Höchstpunktzahl. Aber immerhin gute 4 Pingus. Denn wäre er nicht gewesen, hätte ich vermutlich schon viel früher aufgegeben.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Neal Stephenson – Amalthea

Kazuaki Takano – Extinction

BExtinctioneschreibung
Auf der Jagd nach dem neuen Menschengeschlecht… Ist das Ende des Homo Sapiens gekommen?

Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
19 h 30 m

Meine Meinung
Kazuako Takano werde ich im Auge behalten. „Extinction“ hat mir dermaßen gut gefallen, dass ich das Hörbuch kaum ausschalten konnte. Es hat zwar einen leicht schleppenden Einstieg – aber danach kann man die Ohrenstöpsel nicht mehr aus den Ohren nehmen, so gebannt lauscht man der Story. Hier sind dermaßen viele verschiedene Themen derart gut miteinander verknüpft, hätte nicht gedacht, dass man so etwas überhaupt hinbekommen kann. Aber Takano hat dies mit einer Leichtigkeit gemacht, die überzeugt und seines Gleichen sucht.

Pharmakologie, die mittels zweier Studenten Außergewöhnliches leisten soll, Naturwissenschaft und Forschung die fasziniert, Philosophie über das Wesen des Menschen, Homo Sapiens, der auf Teufel komm raus versucht, die eigene Rasse  zu beschützen, wie Kindersoldaten rekrutiert und zu Kampfmaschinen gezüchtet werden, Kongo, Krieg, Pygmäenstamm, der eine neue Intelligenz hervorbringt, Bedrohung der Menschheit durch Evolution, Japan, Korea, Kongo, USA – um nur einige Stichpunkte zu nennen. Das alles und noch viel mehr wird in diesem Buch auf beeindruckende Art und Weise zu einer Geschichte miteinander verwoben, die einen nicht mehr los lässt und dabei in keiner Minute konstruiert wirkt.

Sascha Rotermund hat diese mitreißende Story perfekt gesprochen. Somit ergab diese grandiose Story in Verbindung mit dem genialen Sprecher Kopfkino pur. Und natürlich kommt „Extinction“ auf meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
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Rick Yancey – Die fünfte Welle

Die fünfte WelleBeschreibung
Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und wird schon bald mit der Grausamkeit der fünften Welle konfrontiert…

Sprecher
Merete Brettschneider, Achim Buch, Philipp Baltus

Länge
14 h 34 m

Meine Meinung
Plötzlich sah ich in meiner Timeline nur noch Tweets über „Die fünfte Welle“. Meine Neugierde war geweckt, die Beschreibung klang interessant, also holte ich es mir und fing sofort an zu hören. Der Anfang war vielversprechend und ich erwartete spannende Stunden. Doch leider wurde ich recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Cassie ist eine Zicke wie sie im Buche steht. Das fand ich schon mal sehr anstrengend und das veränderte sich auch nicht großartig im weiteren Verlauf der Geschichte.

Doch Moment: Geschichte? Was für eine Geschichte? Irgendwie passiert nicht wirklich viel in dem Buch. Außerirdische sind im Begriff, die Erde zu erobern. Cassies kleiner Bruder wird von ihnen geschnappt und Cassie versucht, ihren Bruder aus ihren Fängen zu retten. Soweit die Kurzfassung. Dies wurde nun in vierzehneinhalb Stunden erzählt. Ich finde, die Story hatte wirklich viele gute Einfälle, aber diese wurden für meinen Geschmack nicht sorgsam genug ausgearbeitet, wohingegen die pubertären Schwierigkeiten von Cassie bis aufs kleinste Detail beschrieben wurden. Meiner Meinung nach wurde hier zu viel Augenmerk auf die Befindlichkeiten der Protagonisten gelegt und zu wenig auf den Fortgang und die Tiefe der Story. Als ich am Ende meinen iPod ausmachte dachte ich: Hm, war dann doch recht mau insgesamt.

Die Sprecher hingegen fand ich sehr gut. Sie haben ihren Job allesamt super gemacht. Besonders Merete Brettschneider. Die Zicke Cassie wird mir noch lange in den Ohren liegen.

Ich habe hin und her überlegt, ob ich der Story nun 2 oder 3 Pingu-Punkte gebe. Letztendlich habe ich mich für schwache 3 Pingus entschieden, da wirklich einige gute Ideen dabei waren. Doch die allgemeine Begeisterung für dieses Buch/Hörbuch kann ich nicht recht nachvollziehen.

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Robert Merle – Malevil

MalevilBeschreibung
Eine utopische Robinsonade: Im Schutze einer hohen Felswand gelegen, hat die mittelalterliche Burg Malevil die atomare Verwüstung der Erde überdauert. Ihre Bewohner haben für begrenzte Zeit noch Lebensmittel, etwas Vieh, Saatgut. Sie müssen sich der Bedrohung durch Plünderer und Söldnerbanden erwehren, und der Rückfall in eine durch Mangel bedingte Barbarei stellt ihr Überleben täglich aufs neue in Frage. Doch mit der dem Menschengeschlecht eigenen Unverdrossenheit und Energie wagen sie das Abenteuer eines neuen Anfangs.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Oliver Rohrbeck

Länge
20 h 53 m

Meine Meinung
Anfangs hat mir das Hörbuch ziemlich gut gefallen. Ein paar Leute überleben in der Festung Malevil eine atomare Verwüstung – Stopp. Hier stutzte ich zum ersten Mal – keine Radioaktivität im Freien, als es regnet ist der Regen rein… hm – wie das? Künstlerische Freiheit? So soll es einem wohl verkauft werden. Denn das Thema wird durchaus angesprochen aber nicht aufgeklärt. Ok, ich habe darüber hinweg gesehen und weiter gelauscht. Ich fand es sehr interessant, wie sich die paar Leute in ihrer Festung einrichteten und Pläne schmiedeten, wie sie ihren Vorrat, den sie hatten, sinnvoll einsetzen und vielleicht sogar vermehren könnten.

Dann wurde klar, dass sie nicht die einzigen Überlebenden waren. In dem nahe gelegenen Städtchen La Roc (oder wird es La Roque geschrieben? – Das ist der kleine Nachteil von Hörbüchern…) haben ebenfalls Menschen überlebt. Erste Händel werden getrieben. Gibst du mir das, gebe ich dir das. Soweit so gut.

Einen Anführer braucht die Menschheit natürlich auch – auf Malevil und in La Roc. Monogamie gibt es nicht mehr – herrscht doch Frauenmangel und Religion – ja, die Religion darf auch nicht fehlen. Soweit fand ich das ja alles noch ganz ok und spannend und irgendwie auch nachvollziehbar.

Doch dann entwickelte sich die Story in eine Richtung, die mir gar nicht mehr gefiel. Immer mehr wurde das Religiöse in den Vordergrund gestellt. So hatten wir plötzlich Priester, die den Leuten die Beichte abnahmen und Messen hielten, die aber überhaupt keine Priester waren. Als dann auch noch eine Bischofsweihe getätigt wurde – da hörte für mich der Spaß auf. Ich hatte ziemlich die Lust an diesem Hörbuch verloren.

Ok, es ist eine Richtung, in die die Welt gehen könnte, bei solch einem extremen Vorfall. Doch man könnte sich auch andere Szenarien vorstellen. Robert Merle hat die religiöse Richtung gewählt, damit hat er meinen Geschmack nicht getroffen. Ganz und gar nicht.

Somit möchte ich zusammenfassend sagen, dass ich das 1. Drittel sehr gut fand, das 2. Drittel hatte einige Längen aufzuweisen und das 3. Drittel – nun, das hat mich enttäuscht.

Oliver Rohrbeck hat über die gesamte Länge des Hörbuchs eine gute Leistung gebracht, was das Zuhören recht angenehm gestaltete.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Robert Merle – Malevil

Drew Magary – Die Unsterblichen

Drew Magary - Die UnsterblichenBeschreibung
2019: Mit einer einfachen Spritze kann der Alterungsprozess gestoppt werden. Immer mehr Menschen lassen sich impfen – und ahnen nicht, welche erschreckenden Folgen dies haben wird.
2029: Die Gesellschaft, wie wir sie kennen, löst sich auf.
2039: Der globale Alptraum hat begonnen…

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Kritikerstimmen
Erschreckend realistisch!
The New York Press

Sprecher
Detlef Bierstedt

Länge 
12 h 59 m

Meine Meinung
Oh Gott. Was für eine Geschichte. Was für eine tolle Geschichte! Man stelle sich vor, man hätte die Möglichkeit, sich gegen das Altern impfen zu lassen. Nicht gegen das Sterben, aber gegen das Altern. Würde man es tun?

Um diese und viele weitere Fragen geht es in diesem spannenden Hörbuch.

John Farell – der Protagonist dieser Geschichte – erhält eine Adresse von einem Arzt, der ihm die Impfung gegen das Altern geben kann. Denn noch ist es nicht legal, sich impfen zu lassen. Er denkt nicht lange nach! Klar will er sich impfen lassen! Nicht mehr zu altern ist mit seinen 29 Jahren eine durchaus verlockende Vorstellung. Für den Einzelnen verlockend, für die Menschheit verheerend. Zwar erlässt der Staat das Gesetz, dass jeder der geimpft ist, von der Sozialversicherung zeitlebens ausgeschlossen ist, doch reicht das aus?

Mich hat diese „Was-wäre-wenn“-Story sehr fasziniert. Sehr viele Aspekte wurden angesprochen, was es zu überdenken gibt. Was die Folgen wären, wie es mit der Ernährung, mit dem Platz auf der Erdkugel usw. aussehen würde. Ich fand diese Geschichte sehr gut durchdacht und auch sehr interessant erzählt. Sie ist jetzt nicht super rasant, aber das hätte auch nicht zur Geschichte gepasst. Denn man musste/wollte dabei ja selbst auch nachdenken. Immer wenn ein neuer Aspekt aufgegriffen wurde, wurde mein Gehirn noch aktiver, um mir selbst auszumalen, was passieren wird. Dann fiel mir wieder etwas ein, dass dies oder jenes noch gar nicht in Betracht gezogen wurde – doch dies ließ meist nicht lange auf sich warten, bis das Thema behandelt wurde.

Ich war sehr fasziniert von der Geschichte und kann sie nur wärmstens weiterempfehlen.

Detlef Bierstedt als Sprecher – na, muss ich da wirklich noch was zu sagen? Er war wieder super. So kennt man ihn, so höre ich ihn mir sehr gerne an. Und das in der Kombination mit der wirklich beeindruckenden Story: Volle Sternenzahl.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Drew Magary – Die Unsterblichen

Miriam Meckel – Next. Erinnerungen an ein Leben ohne uns

Beschreibung
Die nächste Zeit gehört nicht den Menschen, sondern den Computern. Zwanzig Datenpunkte sind ausreichend, um einen Menschen berechnen zu können. Wo wir leben, was wir kaufen, wohin wir reisen, mit wem wir sprechen, was wir mögen, wen wir lieben – all das ist in den Computernetzwerken längst über uns gespeichert und wird so ausgewertet, dass wir vorhersagbar werden. Der Computer weiß, wie wir entscheiden werden, bevor wir das selbst wissen. Wir kaufen Bücher, die Amazon uns vorschlägt, wir hören Musik, die Apple uns empfiehlt, wir befreunden uns mit Menschen, die Facebook für passend hält. Und das ist erst der Anfang einer Zukunft, die irgendwann ohne uns auskommt.

NEXT erzählt Miriam Meckel aus zwei Perspektiven. Aus der eines menschlichen Algorithmus und aus der eines letzten Menschen. Ein faszinierendes Gedankenspiel. Eine irritierende Reise in unsere digitale Zukunft. Das Buch entwirft die Utopie einer Welt, in der das menschliche Ermessen, der Zufall, die Gefühle und die Fehlertoleranz keine Rolle mehr spielen. Alles wird analysierbar. Um welchen Preis?

Sprecher
Miriam Meckel

Länge
335 Minuten

Meine Meinung
Dieses Hörbuch fand ich äußerst interessant. Die Gedankenspiele, die Miriam Meckel hier anstellt, fand ich zwar stellenweise sehr utopisch – aber andererseits auch äußerst spannend und interessant. Zu, da sie nicht die erste ist, die sich vorstellen könnte, dass der Mensch an sich irgendwann überflüssig wird. Ray Kurzweil hat dies in seinem Buch „Homo sapiens – Leben im 21. Jahrhundert. Was bleibt vom Menschen?“ ebenso eindrucksvoll beschrieben.

Für alle, die sich gerne Gedanken über eine mögliche Zukunft für uns Menschen machen, ist dieses Buch ein wahrer Ohrenschmaus. Und die Vorstellung, dass es in Zukunft keine Probleme mehr mit Speicherplatz geben könnte, finde ich bombastisch. 🙂

Fazit: absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
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