Stephan Ludwig – Zorn: Blut und Strafe (Zorn 8)

Beschreibung
Im Zentrum einer grausamen Mordserie…

Als Hauptkommissar Claudius Zorn an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Dezember seinen wöchentlichen Besuch bei einem älteren Herrn machen will, findet er sich plötzlich mitten in einem Tatort wieder. Der Mann wurde brutal ermordet. Zorn weiß, dass er nun den schwersten Gang seiner ganzen Laufbahn verrichten muss, denn die Tochter des Ermordeten ist niemand anderes als Frieda Borck, Zorns ehemalige Vorgesetzte und feste Freundin.

Zorn und Schröder arbeiten auf Hochtouren daran, den Täter schnell zu finden. Aber dann geschieht ein weiterer Mord und der wichtigste Mensch in Zorns Leben gerät in Gefahr. Er ist kurz davor, den Verstand zu verlieren…

Sprecher
David Nathan

Länge
11 h 37 m

Meine Meinung
Oh mein Gott, an Spannung ist dieser Krimi kaum zu übertreffen. Doch leider auch an Grausamkeiten. Stellenweise fand ich die Beschreibungen der Morde wirklich grenzwertig abartig! Als ich dann zu einer Tötungsmethode aus dem Mittelalter kam, war ich wirklich kurz davor, die Story abzubrechen. Denn das war dann selbst für mich, die ich nun schon so einiges Abartiges gehört habe, kaum zu ertragen.

Wie du siehst, war ich mitten drin in der Story und fühlte mich nicht nur als unbeteiligter Zuhörer. Doch als Zuhörer hatte ich trotzdem die Wahl. Nachdem ich dann mit einer Freundin Rücksprache gehalten hatte, die das Hörbuch schon fertig gehört hatte, versprach sie mir, dass es nun nicht mehr noch schlimmere Szenen geben würde. Ok. Ich hörte also weiter, ich wollte ja schon wissen, was denn hier für eine üble Macht über die Stadt gekommen ist.

Der Showdown war dann allerdings derart spannend, dass ich es keinem Herzkranken empfehlen möchte! Ich hatte Herzklopfen ohne Ende, rannte mit Zorn um die Wette und betete, dass es noch nicht zu spät sein möge.

Doch die Auflösung der ganzen schrecklichen Ereignisse fand ich dann im Vergleich zum zuvor Gehörten leider sehr mau. Da hätte ich eine bessere Erklärung erwartet, irgendwie einen größeren Knalleffekt. Einen echten Überraschungsmoment. Doch wie gesagt, die Auflösung wurde dann der ganzen grausamen Geschichte zuvor nicht wirklich gerecht.

Bleibt nun die schwierige Entscheidung der Bewertung. Also an Spannung hat das Hörbuch eindeutig 5 Punkte verdient. Doch die wirklich furchtbar schrecklichen Schilderungen der Morde und die etwas lahme Auflösung lassen mich der Story insgesamt „nur“ 4,2 Punkte geben.

Davon abgesehen hat David Nathan als Sprecher auch hier natürlich volle 5 Punkte verdient. Er war wieder durchweg klasse.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephan Ludwig – Zorn: Blut und Strafe (Zorn 8)

Siehe auch: 

Stephen King – Der Outsider

Beschreibung
Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.

Sprecher
David Nathan

Länge
19 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Diesen Stephen King fand ich wieder gehörig gruselig. So wie man ihn kennt. Was hingegen selten ist, dass mich King nicht von Anfang an in seine Geschichte saugt und nicht mehr los lässt. Hier war es aber so.  Es hat wirklich lange gedauert, bis ich die Geschichte super spannend fand.

Nichtsdestotrotz lohnt sich das Anhören allemal.

David Nathan war natürlich wieder grandios.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephen King – Der Outsider.

Siehe auch:

William Shakespeare – Die Bändigung des Weibs

Beschreibung
Shakespeares Komödie versetzt den Zuhörer ins schöne Padua, wo die noch schönere Bianca nur verheiratet wird, wenn ihre aufsässige Schwester Katharina zuerst einen Bräutigam findet. Doch niemand will das „scharfzüng’sche Weib“ freien – außer Petruchio, der meint, einer Frau nur beizukommen, wenn man sie wie einen Falken abrichtet. Sagt’s, tut’s, und schafft es mit allerlei Tricks und psychischer Manipulation, Katharina sich ihm gefügig zu machen. Ob das die Krone der Schöpfung ist? Das zu entscheiden wird den Zuhörerinnen und Zuhörern überlassen…

Sprecher
David Nathan, Simon Jäger

Länge
2 h 8 m

Meine Meinung
Herrlich! Bei diesem Hörspiel habe ich mich wirklich köstlich amüsiert. Zum Einen ist der Plot natürlich sehr witzig und charmant, wenn auch – logischerweise – absolut nicht mehr zeitgemäß. Als überzeugte Emanze sollte man besser die Finger davon lassen, falls man obendrein auch kein Gespür für den Zeitgeist von damals hat. Doch allen anderen, die sich bisher nie an Shakespeare herantrauten oder es einfach noch nie in Betracht zogen, sich ein Shakespeare-Stück anzuhören (so erging es mir), sei gesagt: Es lohnt sich absolut! Es warten 2 Stunden bester Unterhaltung mit viel Witz und Charme auf euch! Ich hätte es selbst nicht vermutet, gebe ich zu – hatte ich mich mit Shakespeare doch noch nie beschäftigt.

Super toll war natürlich auch die Darbietung von Simon Jäger und David Nathan. Man hat den beiden so richtig angemerkt, welch großen Spaß sie selbst bei der Inszenierung dieses Hörspiels hatten.

Selten finde ich Musikeinspielungen bei einem Hörbuch passend. Doch hier hätte dies nicht fehlen dürfen! Immer genau zur richtigen Zeit hörte man die entsprechende Musik – und Gott sei Dank, war entweder Musik oder Text zu hören. Und nicht ständig überlappend, so dass das Verstehen des gesprochenen Wortes schwierig wird. Ja, auch das hat mir richtig gut gefallen.

Was ich persönlich aber überhaupt nicht leiden kann ist, wenn in einem Hörbuch gefurzt, gerülpst, gepupst usw. wird. Da bin ich echt allergisch gegen! Somit war es für mich eine kleine Hürde, in dieses Hörbuch überhaupt  hineinzufinden. Denn es beginnt mit einer Szene eines völlig betrunkenen Bettlers, der sich entsprechend verhält. Aber ein Glück dauert diese Szene nicht lange. Und dann fing der Spaß für mich an. Leider Gottes endet es auch wieder mit einer Szene mit eben diesem Bettler. Aber da ich dazwischen wirklich köstlich amüsiert wurde, hat mich das dann nicht mehr ganz so arg gestört. Und schließlich rundete es die ganze Geschichte ab.

Kurz: Ich fand „Die Bändigung des Weibs“ eine erfrischend andere Geschichte, da sie – klar – aus einer ganz anderen Zeit ist. Die Sprache war toll, ich denke, die Übersetzung genial (wirklich beurteilen kann ich das natürlich nicht, da ich das Original ja nicht kenne) und die Umsetzung einfach großartig.

Somit gibt es für Shakespeare klare 5 Sterne.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei hoerspielbuecher.de Und hier geht es direkt zum Hörbuch: William Shakespeare – Die Bändigung des Weibs / The Taming of the Shrew

Herzlichen Dank an hoerspielbuecher.de für das Rezensionsexemplar!

Stephan Ludwig – Lodernder Hass (Zorn 7)

Beschreibung
Brandgefährlich…

Nach seiner schweren Verletzung im Einsatz arbeitet Hauptkommissar Claudius Zorn vorübergehend im Innendienst. Verändert hat sich aber wenig – sein Kollege und Vorgesetzter Schröder macht die Arbeit, Zorn raucht. Eines Abends erwischt Zorn bei einem Spaziergang einen jugendlichen Brandstifter auf frischer Tat. Staatsanwältin Frieda Borck schickt den jungen Mann zu einem Psychologen, der ihm anbietet, sich einer offenen Therapiegruppe anzuschließen. Als ein Mitglied dieser Gruppe zu Tode kommt und andere Gruppenteilnehmer bedroht werden, nimmt Schröder undercover an den Sitzungen teil. Doch bald ist auch Schröder nicht mehr sicher, und Zorn muss blitzschnell handeln…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
13 h 03 m

Meine Meinung
Nachdem mir der 6. Teil der Reihe nicht ganz so gut gefallen hat, war ich von dem 7. Teil wieder vollauf begeistert. Hier geht es um einen Feuerteufel, der sein Unwesen treibt. Stephan Ludwig hat hier wahrlich gruselige Szenarien entwickelt, die einem das blanke Entsetzen ins Gesicht zeichnen.

Zorn war hier wieder ganz der Alte, auch Schröder und Borck waren mir hier wieder wesentlich sympathischer. Und als Schröder sich dann auch noch als Spitzel in die Therapiegruppe einschleust, schwant einem schon Schlimmes. Und es kommt …

Mehr wird hier nicht verraten. Außer dass der 7. Teil wieder ganz meinem Geschmack entsprach. Kurzweilig, sehr interessant und super spannend bis zum Schluss. So mag ich das.

David Nathan liest hier wieder ganz hervorragend. Ein anderer Sprecher darf für diese Reihe bitte niemals eingesetzt werden.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephan Ludwig – Zorn: Lodernder Hass

Siehe auch: 

Menger, Strohmeyer, Weber – Monster 1983 – Die komplette 3. Staffel

Beschreibung
Amy ist zurück in Harmony Bay – und mit ihr das Monster. Cody weiß, dass seine kleine Tochter eine Gefahr für die gesamte Stadt darstellt, und trotzdem kann er es nicht zulassen, dass irgendjemand ihr etwas antut. Eine echte Zerreißprobe bahnt sich an.

Als sich unter den Einwohnern der kleinen Küstenstadt ein merkwürdiges Virus verbreitet, das die Betroffenen unkontrollierbar macht, scheint der Nachtmahr allerdings nicht mehr die einzige Gefahr zu sein. Sheriff Landers muss handeln, um seine Stadt zu retten – und trifft dabei eine folgenschwere Entscheidung…

Sprecher
David Nathan, Luise Helm, Simon Jäger, Nana Spier, Ekkehardt Belle, Andreas Fröhlich  u. a.

Länge
11 h 07 m

Meine Meinung
Die 3. Staffel von Monster 1983 ist eine phantastische Fortführung der vorherigen beiden Staffeln. Spannend, gruselig, kurzweilig und garantiert gut zum Mitzittern! Es war ein krönender Abschluss einer bombastisch gut produzierten Serie.

Ich könnte mir diese Trilogie übrigens sehr gut als TV-Produktion in Serie vorstellen. Selbst ich würde mich dann mal vor den Fernseher setzen und mir das anschauen.

Zu den vielen Sprechern kann ich mich nur wiederholen. Sie waren einfach allesamt erste Sahne.

Insgesamt kann ich Monster 1983 allen ans Herz legen, die es gerne gruselig, spannend und interessant mit dem nostalgischen Flair der 1980er Jahre mögen. Ich finde an dieser Produktion wirklich absolut nichts, was zu bemängeln wäre.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Menger, Strohmeyer, Weber – Monster 1983: Die komplette 3.  Staffel

Siehe auch:

Monster 1983:

Ghostbox:

Sonstiges:

 

Stephen King, Owen King – Sleeping Beauties

Beschreibung
Alle Frauen im Dornröschenschlaf – und der Männeralbtraum beginnt.

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten.

Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, der abgeschlachtet gehört? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.

Sprecher
David Nathan

Länge
27 h 40 m

Meine Meinung
Was habe ich mich auf dieses Hörbuch gehört. Und was bin ich nun enttäuscht, da ich es nach „gefühlt 100 Stunden“ endlich fertig gehört habe.

Doch eins nach dem anderen.

Den Einstieg in diese Geschichte fand ich schon außergewöhnlich schwierig. Meistens bin ich von Kings Geschichten sofort gefesselt und fühle mich mittendrin im Geschehen. Doch hier fiel mir schon der Einstieg sehr schwer. Es wird geredet und geredet und passiert: Nichts. Okay, dachte ich, dauert dieses Mal halt etwas länger, bis du in die Story findest. Kann ja vorkommen. Ich hörte also weiter.

Kurz vor dem Ende des ersten Drittels (!) empfand ich die Geschichte dann etwas besser, jetzt passierte auch endlich die ein oder andere Begebenheit. Doch die Spannung war immer noch nicht spürbar. Zumindest war aber schon mal meine  Neugierde gekitzelt.

Also weiter mit dem zweiten Drittel. Hier wurde es dann echt strange. Ok, das ist ja nichts ungewöhnliches bei King, strange sind seine Bücher ja alle. Eben das macht seine Geschichten ja auch so außergewöhnlich. Doch zunehmend wurden die Männer immer primitiver, entwickelten sich in Windeseile zurück in eine Entwicklungsstufe, die schon etliche 1000 Jahre zurückliegen dürfte und ergaben sich dem Suff. Ausnahmen bestätigten natürlich die Regel – aber die meisten waren einfach nur noch betrunken und dumm.

Bei den Frauen war es nicht der Alkohol, hier waren es andere Drogen aller Art, insbesondere Aufputschmittel, um bloß nicht einzuschlafen.

Was soll ich denn davon halten? Die eine Hälfte der Menschheit betrunken, die andere auf irgendeinem Trip unterwegs. Gut letzteres wurde nicht ganz so exzessiv beschrieben, wie der männliche Part, doch sehr viel Vernünftiges brachten die völlig übermüdeten und erschöpften Frauen auch nicht mehr zustande – also die wenigen, die überhaupt noch wach waren.

Einzig Evie gab einem Rätsel auf. Denn sie konnte einschlafen und aufwachen wie immer, hatte magische Kräfte, wusste alles – wirklich alles. Da wollte ich schon wissen, was es denn mit ihr auf sich hat. Doch auch hier wurde ich letztendlich enttäuscht – wie ich insgesamt diese Geschichte eine ziemliche Enttäuschung fand.

Diese überbordende Fülle an Klischees fand ich wirklich äußerst anstrengend, die unzähligen Wiederholungen waren mehr als nervig und mit über 27 Stunden war dieses Werk eindeutig um mindestens die Hälfte zu lang.

Ich finde es wirklich sehr, sehr schade. Denn das gewählte Thema hatte sehr viel Potential, um eine wirklich interessante Story daraus zu machen. Stattdessen verpufft hier alles in Staub und Asche und zurück bleibt einzig der Gedanke: Diese über 27 Stunden hätte ich besser nutzen können.

David Nathan war natürlich wieder grandios. Er war der einzige Grund, warum ich dieses „Drama“ überhaupt durchhielt. Ohne ihn hätte ich vermutlich nach der Hälfte resigniert und das Hörbuch gedanklich in den Tiefen der Appalachen begraben.

Und nun komme ich wirklich zum schwierigsten Teil. Wie bewerte ich dieses Hörbuch denn nun? David Nathan bekommt fünf Punkte – keine Frage. Doch die Story? Bei der Geschichte schwanke ich nun zwischen einem und zwei Punkten. Und das kam ja wirklich seit Urzeiten nicht mehr bei mir vor, dass ich einer Geschichte eine derart schlechte Note gab.

Da ich das Thema an sich wirklich gut fand, entscheide ich mich nun letztendlich für zwei Punkte. Sehr schwache zwar, aber doch zwei Punkte. Was für eine Schande. Doch es gab schon früher die eine oder andere Geschichte, dir mir von King nicht gefiel. Das ist zwar eher selten, aber kam schon vor.

Schade finde ich, dass dies die erste Geschichte ist, die Vater und Sohn zusammen geschrieben haben. Owen King schreibt normalerweise unter dem Pseudonym Joe Hill.  Fireman, was ich bis jetzt vom ihm hörte, hatte mir sehr gut gefallen.

Abschließende Gedanken: Wie immer, gilt auch bei diesem Hörbuch, sich seine eigene Meinung zu bilden. Denn ich habe auch durchaus sehr positive Rezensionen dazu gelesen. Mir persönlich ist zwar ein Rätsel, wie diese zustande gekommen sind, aber die Geschmäcker sind verschieden. Und das ist auch gut so.

Mein herzlicher Dank geht an Random House für das Rezensionsexemplar!

Siehe auch:

Achim Zons – Wer die Hunde weckt

wer-die-hunde-wecktBeschreibung
Als der Journalist David Jakubowicz schwer verletzt in einem Autowrack zu sich kommt, wird ihm klar, dass er Opfer eines Anschlags geworden ist. Die CIA-Agentin neben ihm ist tot. Sie hatte brisante Informationen über eine Militäraktion von extremer Skrupellosigkeit: die Bombardierung eines LKW-Konvois im Norden Afghanistans, die weit über 100 Zivilisten das Leben kostete – die meisten von ihnen Kinder. Die Jagd auf die Verantwortlichen führt Jakubowicz bis nach Afghanistan. Geheimdienst und Regierung versuchen, den Fall zu vertuschen, während die Arbeit für Jakubowicz und seine junge Kollegin Emma Bricks lebensgefährlich wird.

Sprecher
David Nathan

Länge
12 h 10 m

Meine Meinung
Nach 3 Monaten kann ich leider, leider keine Rezension mehr zu diesem Hörbuch schreiben. Es hat mir aber gut gefallen, besonders der schon etwas ältere Protagonist, dem seine Gelenke zu schaffen machten. Trotzdem gab er alles, um den Fall komplett aufzuklären und die Verantwortlichen zu entlarven. Wenn ich mich recht entsinne, dann konnte er auch alle möglichen Sprachen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Insgesamt habe ich die Geschichte als kurzweilig und spannend in Erinnerung. Meine notierte Bewertung lautet:

s5g4

Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.

Graham Moore – Die letzten Tage der Nacht

die-letzten-tage-der-nachtBeschreibung
„Eine geniale Reise in die Vergangenheit“ The Washington Post

New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?
Der NEW YORK TIMES-Bestseller jetzt auf deutsch und als Hörbuch!
Graham Moore, der für sein Drehbuch für den Film „Imitation Game“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist mit „Die letzten Tage der Nacht“ ein packender historischer Roman gelungen, der auf wahren Ereignissen beruht.

Sprecher
David Nathan

Länge 
7 h 02 m

Meine Meinung
Eine Geschichte um einen Patentrechtsstreit. Was zunächst als öder Stoff klingt, entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als ein echtes Highlight.  Denn hier geht es um eine große Erfindung: Die Glühbirne. Edison und Westinghouse meinen beide, diese geniale Erfindung zuerst getätigt zu haben.

Doch nicht nur die beiden spielen hier wichtige Rollen, ebenso der vor Ideenreichtum nur so sprudelnde Nikola Tesla bekommt eine wichtige Rolle in diesem Roman. Und selbst Alexander Graham Bell bekommt noch einen glänzenden Auftritt. Man kann also sagen, alle damaligen Größen in Sachen Elektrotechnik tümmeln sich in diesem Buch. Und dann gibt es natürlich den noch unerfahrenen Anwalt von Westinghouse, der im Laufe der Geschichte eine erstaunliche Entwicklung durchlebt.

Überhaupt werden die Charaktere in diesem Buch sehr gut beschrieben, so dass man recht schnell denkt, man kenne sie persönlich, was natürlich die Verbundenheit zum Fortgang der Story sehr positiv beeinflusst.

Wer nun denkt, dass er von Elektrik vermutlich keinen Ton verstehen wird, der sei eines Besseren belehrt. Denn hier wird z. B. der Unterschied zwischen Gleichstrom und Wechselstrom hervorragend einfach erklärt, so dass man selbst als „Unwissender“ alles versteht und der Story mit Leichtigkeit und viel Spannung folgen kann.

Edison gegen Westinghouse. Gleichstrom gegen Wechselstrom. Erfindergeist gegen Profitgier. Eine herrliche Mischung aus historischen Tatsachen und ein wenig Fiktion.

Doch Vorsicht: Hat man das Hörbuch erst einmal angefangen, kann man es nur sehr schwer unterbrechen. Ich hatte ein Glück an einem Sonntag damit angefangen und natürlich auch am selben Tag beendet.

Leider, leider ist das Hörbuch gekürzt. Doch mir ist jetzt nicht aufgefallen, dass etwas gravierendes gefehlt hätte. Mir hat es so wie es ist, sehr gut gefallen. Aber natürlich weiß ich nicht, was alles an vielleicht noch sehr interessanten Fakten gestrichen wurde. Nichtsdestotrotz kommt dieses Hörbuch auf meine Bestenliste.

David Nathan war natürlich wieder grandios. Aber eigentlich muss man das ja gar nicht mehr erwähnen.

s5g5h

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Graham Moore – Die letzten Tage der Nacht

A. J. Kazinski – Todestrank

todestrankBeschreibung
Massenmörder, Psychopathen, Vergewaltiger – die gefährlichsten Straftäter Dänemarks sind in Sikringen untergebracht, der berüchtigtsten Sicherungsstation des Landes. Als der Psychiater der Station tot aufgefunden wird, steht die Polizei vor einem Rätsel. Niemand will etwas gesehen haben, alle hüllen sich in Schweigen. Um den Mord aufzuklären, wird Kommissar Niels Bentzon unter falscher Identität in die Anstalt eingeschleust. Insassen und Personal halten ihn für einen gefährlichen Kriminellen. Undercover beginnt Bentzon mit seinen Ermittlungen. Was als gewagtes Manöver beginnt, entpuppt sich bald als todesmutiges Unterfangen. Am Ende geht es allein ums Überleben.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
13 h 27 m

Meine Meinung
Diese Geschichte ist über weite Strecken sehr interessant und kurzweilig. Angefangen vom 50. Geburtstag des Protagonisten, bei dem ihm wirklich übel mitgespielt wird, bis hin zu seinem Undercoverjob in Sikringen, einer Anstalt, die die gefährlichsten Menschen wegschließt und mit teils fragwürdigen Therapien behandelt.

Dann gibt es noch einen zweiten Erzählstrang um drei Studenten, der im Jahr 1939 spielt. Zunächst kann man diese zwei Stränge überhaupt nicht miteinander verbinden, doch das ändert sich im Laufe der Geschichte.

Sehr interessant fand ich den Part, in dem Niels als Patient in der Anstalt ist. Er trägt ein Hörgerät, doch es ist ein spezielles Hörgerät, mit dem er mit seinem Kollegen Leon kommunizieren kann. Dieser ist ganz in der Nähe, außerhalb der Anstalt. Ich fand es toll beschrieben, wie die beiden selbst in heiklen Situationen kommunizierten.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, sind die letzten ca. 2 Stunden. Denn diese kamen mir schon sehr an den Haaren herbeigezogen vor. Aufgrund von äußerst vagen Vermutungen werden hier Einsätze inszeniert, die so niemals genehmigt werden würden. Naja, es ist halt eine Story, aber ein wenig mehr Beweise und weniger Glücksgriffe hätten mir hier eindeutig besser gefallen.

Doch insgesamt fand ich „Todestrank“ eine kurzweilige Story, die die Reinkarnation zum Thema hat.

s5g4

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: A. J. Kazinski – Todestrank

Siehe auch:

Lisa Genova – Ein guter Tag zum Leben

Ein guter Tag zum LebenBeschreibung
Als Joe erfährt, dass er an der seltenen Krankheit Chorea-Huntington leidet, ist er 44 Jahre alt. Wenn es gut läuft, bleiben ihm noch zehn Jahre. Jahre, in denen er die Kontrolle über seinen Körper mehr und mehr verlieren wird. Wie jedes seiner vier Kinder muss auch Katie befürchten, die Krankheit ihres Vaters geerbt zu haben. Gewissheit könnte ein Gentest bringen. Doch kann sie tatsächlich mit dem Wissen leben, das der Test ans Licht bringt?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan, Marie Bierstedt

Länge
11 h 22 m

Meine Meinung
Mein Leben ohne Gestern“ war das erste Buch, das ich von Lisa Genova gehört hatte. Ich war damals sehr begeistert davon und freute mich natürlich sehr auf ein weiteres Werk aus ihrer Feder.

In diesem Buch hier geht es um die Krankheit „Chorea Huntington“. Gehört hatte ich das zwar schon einmal, wusste aber nicht wirklich, was diese Diagnose bedeutet. Lisa Genova versteht es auch hier ganz wunderbar, medizinischen Laien das Krankheitsbild verständlich zu erklären, verpackt in einem spannenden Roman.

Joe und seine Tochter Katie sind hier die Protagonisten. Zwar spielen die drei anderen  Kinder, seine Frau, seine Freunde und Arbeitskollegen etc. auch eine große Rolle, doch das Hauptaugenmerk liegt auf diesen beiden.

Die Geschichte wurde sehr gefühlsbetont beschrieben. Besonders die Ängste, die Katie über einen langen Zeitraum begleitete, ob sie denn nun einen Test machen soll oder nicht. Und was, wenn sie die Krankheit geerbt hatte? Und genau dieser Part war mir eindeutig viel zu lang. Klar müssen diese Ängste und Gedanken, die einem dann sicherlich im Kopf herumschwirren, ausgiebig beschrieben und von allen Seiten beleuchtet werden. Aber irgendwann ist auch mal gut damit. Für meinen Geschmack war diesem Aspekt übertrieben viel Aufmerksamkeit geschenkt worden, so dass ich schon fast davor war, das Hörbuch abzuschalten. Doch kaum war meine Geduld wirklich bis zum letzten ausgereizt, wurde dieses Thema auch endlich etwas in den Hintergrund geschoben. Ein Glück.

Man wächst mit seinen Aufgaben – so sagt man. Joe wuchs hier an seiner Krankheit. Denn er musste einfach lernen, damit umzugehen und die tödliche Diagnose zu akzeptieren. Mit Hilfe seines liebevollen Umfelds gelang ihm das auch von Tag zu Tag besser. Bewundernswert!

Insgesamt hat mir die Geschichte wieder sehr gut gefallen, sie ist äußerst informativ und auch unterhaltsam. Einzig das oben bemängelte fand ich nicht so gut.

David Nathan und Marie Bierstedt passten hervorragend zu den jeweiligen Personen, so dass ich mit der Sprecherbesetzung sehr zufrieden war.

s5g4

Siehe auch: