Markus Zusak – Nichts weniger als ein Wunder

Beschreibung
Von Millionen Lesern sehnsüchtig erwartet – der große neue Roman vom preisgekrönten Autor des Weltbestsellers „Die Bücherdiebin“.

Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen. Nach einem Weg mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und nach Vergebung.

Schließlich ist es Clay – angetrieben von den Erinnerungen an ihren tragischen Verlust – der beschließt eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst, und seine Familie, zu retten. Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger als ein Wunder.

Johannes Klaußner gibt den Dunbar-Brüdern eine Stimme.

Sprecher
Johannes Klaußner

Länge
16 h 45 m

Meine Meinung
Zugegeben, es ist schon etwas her, dass ich diese Geschichte gehört habe. Meine Notizen dazu sagen: „Viel Klopperei, viel Geplapper“. Hm, ja, auch im Nachhinein betrachtet, kann ich diese Notizen unterschreiben. Denn mich konnte diese Geschichte nicht wirklich erreichen. Vielleicht ist sie auch eher etwas für Jungs, die sich gerne kloppen und Streitereien lieber mit den Fäusten als mit dem Hirn beenden. Ich konnte mit den ständigen Prügeleien nicht so viel anfangen, auch wenn ich mir sie gut vorstellen konnte. 5 Jungs ohne Eltern in einem heruntergekommenen Haus. Nun, vermutlich kann/wird es da so zugehen.

Doch abgesehen von den ständigen Prügeleien gab es hier auch viel – siehe meine Notizen: Geplapper. Ja, ich bezeichne das so. Vermutlich sollten es tiefgründige Gedanken der Teenager darstellen, aber auch das kam bei mir nicht so wirklich an.

Insgesamt empfand ich diese Geschichte ziemlich langatmig. Ich hörte und hörte immer weiter, immer in der Hoffnung, dass es nun doch noch interessanter werden, dass die große Wende in der Story kommen würde. Doch außer der Geschichte der Mutter blieben die Charaktere eher blutleer und die Story recht belanglos. Kein Vergleich zu der Bücherdiebin.

Vermutlich ist dies eher ein Buch für Jungs/Männer.

Johannes Klaußner als Sprecher hat mir gut gefallen, auch wenn er nicht so flüssig gesprochen hat, wie sonst.

Weitere Informationen
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Nell Leyshon – Der Wald

Beschreibung
Nell Leyshons neuer Roman nach dem Überraschungsbestseller „Die Farbe von Milch“.

Polen im Zweiten Weltkrieg: Der kleine Pawel wächst wohlbehütet in einem Haushalt gebildeter Frauen auf. Doch als der Krieg Warschau erreicht und sein Vater sich im Widerstand gegen die Nazis engagiert, ändert sich alles. Angst ist das alles bestimmende Gefühl, Überleben das Einzige, was zählt. Eines Nachts bringt der Vater einen schwer verwundeten englischen Kampfpiloten mit ins Haus, um ihn in Würde sterben zu lassen. Doch der Pilot überlebt und bringt damit die ganze Familie in höchste Gefahr – am Ende bleibt Mutter und Sohn nur die Flucht in den Wald…

Fesselnd und einfühlsam zugleich gelesen von Hörbuchpreisträgerin Laura Maire.

Sprecher
Laura Maire

Meine Meinung in Kürze
Nach „Die Farbe von Milch“ war ich natürlich sehr verwöhnt und wollte einen gleichwertig guten Roman hören. Doch dieser Roman konnte mich nicht gänzlich überzeugen. Er ist zwar vom Thema und von der Message her ebenso gut, doch die Umsetzung hat mich hier nicht überzeugt. Ich fand es ziemlich langatmig und stellenweise auch anstrengend. Letztendlich war ich einfach nur noch froh, als das Hörbuch fertig war.

Laura Maire war natürlich wieder hervorragend.

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Arno Strobel – Toter Schrei (Im Kopf des Mörders 3)

Beschreibung
Kommissar Max Bischoff hat Angst. Um seine Schwester Kirsten, die sich bereits seit Wochen nicht mehr sicher fühlt. Ein Unbekannter beobachtet sie, weiß, wo sie sich aufhält, schickt ihr bedrohliche Nachrichten. Und dann passiert das, was Max immer gefürchtet hat. Der Unbekannte bringt Kirsten in seine Gewalt und will Max zwingen, sich selbst zu opfern. Tut er das nicht, wird Kirsten sterben. Max Bischoff findet sich in der schlimmsten Hölle wieder, die man sich vorstellen kann. Soll er sein eigenes Leben retten oder das seiner Schwester?

Sprecher
Götz Otto

Länge
9 h 22 m

Meine Meinung
Also eines muss man der Story lassen: Sie ist verdammt spannend. Max hat es hier mit einem ganz perfiden Entführer seiner behinderten Schwester zu tun. Zunächst droht er, Kirsten ihre Gliedmaßen Stück für Stück abzuschneiden, dann ein Auge, dann hängt er ihm einen Mord an und dann droht er auch noch, seine Schwester Kirsten in die Luft zu sprengen, wenn er nicht tut, was er ihm befiehlt.  Ich würde meinen, hier ist die extreme Grausamkeitslust mit Arno Strobel eindeutig durchgegangen. Was zu viel ist, ist zu viel. Hier war eigentlich jegliche Grausamkeit, die man sich nur vorstellen kann, vorgekommen. Ich habe oben lange nicht alles aufgezählt. Stellenweise fand ich das schon lächerlich, weil mit jeder Wendung die Story in meinen Ohren unglaubwürdiger wurde.

Die Story ist spannend. Eindeutig. Wenn man einfach nur spannende Unterhaltung möchte, dann ist „Toter Schrei“ genau richtig. Wenn man aber neben der Spannung auch noch Glaubwürdigkeit und Wahrscheinlichkeit möchte, dann sollte man die Finger von diesem Hörbuch lassen.

Götz Otto hat dieses Psychoszenario aber wirklich gut gesprochen.

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Brandon Q. Morris – Mars Nation 1

Beschreibung
Endlich hat es die NASA geschafft: Der erste Mensch hat soeben seinen Fuß auf die Oberfläche unseres Nachbarplaneten gesetzt. Doch die vier Astronauten der Mars-Expedition scheinen von unverschuldetem Unheil verfolgt: das Raumschiff einer privaten Organisation, das kurz nach ihnen eintrifft, havariert im Orbit. Nur sie können jetzt noch helfen und versuchen, zwanzig Leben zu retten. Dabei ahnen sie nichts von der unvorstellbaren Katastrophe, die sich hinter ihrem Rücken anbahnt – und die ihre Existenz grundlegend in Frage stellt.

Sprecher
Mark Bremer

Länge
8 h 56 m

Meine Meinung
Eigentlich ist es eine echt interessante Idee. Kaum hat es die NASA endlich geschafft, auf dem Mars zu landen, kommt auch schon ein Raumschiff einer privaten Organisation mit 20 Personen an Bord in die Nähe vom Mars. Diese wollen allerdings nicht mehr zurück zur Erde, wie die vier Astronauten der NASA. Sie sind auf den Mars gereist, um dort eine neue Welt aufzubauen. Doch kurz vor ihrer Landung haben sie extreme Probleme und können nicht aus eigener Kraft landen. Nur die NASA-Leute können sie noch retten, was diese natürlich tun. Und damit fangen ihre Probleme an.

Was nun folgt ist eine nette Geschichte voller Intrigen und Machtspielchen – ergo nichts anderes, als es auch schon immer auf der Welt passiert. Hm, das fand ich nun nicht sonderlich einfallsreich. Es gab sehr interessante Szenen, doch es gab auch Szenen, bei denen ich wirklich nur noch an das Wort hanebüchen dachte.

Die Charakterzeichnungen fand ich sehr gut, auch haben mir die Schilderungen der Behinderungen durch die Raumanzüge sehr gut gefallen. Lästig,  lästig, wenn man immer nur in voller Montur vor die Tür kann.

Insgesamt hat mich Mars Nation 1 nur mäßig beeindruckt. Es ist sicherlich eine nette Unterhaltung, aber eine unbedingte Hörempfehlung kann ich hier nicht mit gutem Gewissen aussprechen. Dafür ist die Story einfach zu lapidar und gewöhnlich. (Außer dem Handlungsort natürlich.)

Mark Bremer als Sprecher hat sicherlich alles gegeben, doch auch er hat in meinen Ohren hier oftmals wirklich etwas steif geklungen. Habe ihn schon anders erlebt.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Brandon Q. Morris – Mars Nation 1

Nele Neuhaus – Muttertag (Bodenstein & Kirchhoff 9)

Beschreibung
Sie hatten ein Geheimnis. Sie mussten sterben. An einem Sonntag.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.

Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.

Sprecher
Oliver Siebeck

Länge
19 h 47 m

Meine Meinung
Meine „Beziehung“ zu Nele Neuhaus ist schon sehr seltsam. Manche Bücher von ihr faszinieren mich total, andere finde ich – nun, nicht so toll.

Dieses Hörbuch gehört leider mal wieder in die Kategorie – nicht so toll. Ich fand die Story äußerst langatmig. Kaum war mal etwas Spannung und Interessantes da, verzettelte sie sich wieder in unnötige Ausschweifungen, die jegliche Spannungen nahmen. Doch dann wurde es wieder spannend, dann wieder Spannungsabfall. Mein Interesse schwand zunehmends. Insgesamt was das sehr anstrengend zu hören. Viele Passagen hätte man bedenkenlos streichen können, ohne dass etwas an der eigentlichen Handlung gefehlt hätte. Manchmal stimmt eben doch der Spruch: „In der Kürze liegt die Würze“. Bei dieser langen „Kochzeit“ wurde jedoch die Suppe fade und die letztliche Aufklärung hat mich dann auch nicht mehr ganz überzeugt oder besänftigt.

Oliver Siebeck war wieder toll.

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Peter Dempf – Das Gold der Fugger

Beschreibung
Lange stand Agnes‘ Vater als Fuhrwerker in Diensten der Fugger. Eines Tages aber wird ihm vorgeworfen, Gold gestohlen zu haben. Nicht zuletzt, weil ein junger Patriziersohn ihn beschuldigt, reichen den Gerichtsherren drei Münzen als Beweis und als Grund, ihn auf dem Schindanger hinzurichten. Agnes ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt und schwört herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Heimlich schließt sie sich einem Fuggertross an und macht sich unter Lebensgefahr auf den Weg von Augsburg nach Prag…

Sprecher
Carolin Sophie Göbel

Länge
13 h 14 m

Meine Meinung
Diese Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen. Ich bekam kaum bis keine Vorstellung, wie die Landschaften oder die Städte waren. Selbst den Tross, mit dem die Protagonistin von Augsburg nach Prag reiste, konnte ich mir nicht recht vorstellen. Es wurden keinerlei Angaben über die Größe gemacht. So habe ich bis heute nur eine vage Vorstellung von den Wagen, die hier reisten.

Es gab aber auch durchaus einige Passagen, die ich sehr interessant fand. Doch insgesamt fand ich die Story eher mäßig nett. Ganz gut anzuhören, doch nichts, was großartig im Gedächtnis haften bleiben würde.

Da ich von der Familie Fugger eine gänzlich andere Vorstellung hatte, googelte ich natürlich im Anschluss, woher denn meine Vorstellung von den gutherzigen Fuggers kam oder ob ich schlicht den Namen verwechselte. Doch nein, die Fuggerei, die es bis heute in Augsburg gibt, ist eine Ansammlung von Sozialbauten, die auch heute noch von der Familie Fugger unterstützt wird. Und eben genau in dieser Zeit der Entstehung der Sozialsiedlung der Fuggers spielt dieser Roman. Und hier werden die Fuggers als gnadenlose Ausbeuter dargestellt. Hm. Wäre die Story 100 Jahre früher angesiedelt, ok. Aber so – nein, das fand ich nicht sonderlich überzeugend oder passend.

Die Sprecherin hingegen hat mir sehr gut gefallen.

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Yrsa Sigurdardóttir – Das glühende Grab (Dóra Gudmundsdóttir 3)

Beschreibung
Auf den isländischen Westmännerinseln werden bei Ausgrabungen drei Leichen und ein abgetrennter Kopf gefunden. Sie liegen im Keller des Elternhauses von Markús Magnússon, das bei einem Vulkanausbruch vor mehr als dreißig Jahren verschüttet wurde. Da Markús mit Hilfe seiner Anwältin Dóra die Ausgrabung unbedingt verhindern wollte, steht er plötzlich unter Mordverdacht: Hat er als Jugendlicher drei Menschen getötet und verstümmelt? Rechtsanwältin Dóra glaubt an Markús‘ Unschuld und will herausfinden, was wirklich geschehen ist. Doch dann wird eine weitere Leiche entdeckt…

Sprecher
Christiane Marx

Länge
11 h 06 m

Meine Meinung
Also der 3. Teil der Reihe forderte wirklich all meine Geduld. Die ersten sieben Stunden fand ich derart langweilig, dass ich wirklich überlegte, ob ich es nicht abbrechen soll. Gerade als ich dachte: „Ok, 30 Minuten gebe ich dem Hörbuch noch, wenn es dann nicht spannender wird, war es das“ wurde es spannend. Und wie. Ich saß dann bis 1 Uhr in der Nacht gefesselt von der Geschichte auf der Couch.

Und gerade als ich dachte, dass diese Auflösung nun für all die langweiligen Stunden zuvor belohnte, und ich eigentlich nur noch auf das Ende wartete, nahm die Story nochmals eine Wende und alles wurde über den Haufen geworfen. Poh, aber das fand ich dann derart konstruiert und unglaubwürdig, dass ich es echt nicht glauben wollte. Schade drum.

Christiane Marx war hier wieder sehr gut!

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Timo Leibig – Nanos

Beschreibung
Deutschland 2028: Die Bevölkerung ist hörig. Dank Nanoteilchen in Lebensmitteln und im Trinkwasser glauben die Menschen alles, was ihnen die Regierungspartei weismacht. Nur wenige sind „free“, also resistent gegen die manipulativen Nanos – und sammeln sich im Untergrund zu einer Rebellion. Unter ihnen befindet sich der entflohene Sträfling Malek, ein Mann, der nur ein Ziel hat: überleben. Und wer wie er nichts zu verlieren hat, den kümmert auch kein Freiheitskampf – wäre da nicht jenes Versprechen, das er seinem besten Freund auf dem Totenbett gab…

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 26 m

Meine Meinung
Die Geschichte „Nanos“ fand ich eine gute Idee. Eine erschreckende Idee! Denn dank der Nanos, die alle Menschen über die Nahrung zu sich nehmen, werden sie zu hirnlosen Robotern, die der Regierungspartei bedingungslos hörig sind. Selbst vor Denunziation in der eigenen Familie scheuen sie sich nicht. Denn ihre Gefühle sind durch die Nanos gänzlich außer Kraft gesetzt.

Jetzt gibt es aber ein paar vereinzelte Menschen, die gegen die Nanos resistent sind und denen dadurch natürlich extrem auffällt, was im Land alles schief läuft. Schnell ist also eine Untergrundorganisation gebildet, die die Regierung stürzen will.

Und schon ist man mittendrin in einem Kampf zwischen David gegen Goliath. Und dieser Kampf ist zwar ziemlich kurzweilig anzuhören und hat auch sehr spannende Elemente. Doch so wirklich begeistern konnten mich die Schilderungen nicht. Für mich war die Story nach wenigen Tagen schon wieder fast in Vergessenheit geraten, so dass ich eben zum Verfassen dieser Rezension große Teile erneut hören musste, um mich überhaupt genauer erinnern zu können.

Ich kann gar nicht genauer definieren, warum mich die Story nicht so wirklich gepackt hat. Vielleicht waren es die vielen „eiskalten“ Menschen, von denen mir einfach kein einziger wirklich ans Herz gewachsen ist. Ich hatte hier niemanden, mit dem ich richtig mitfiebern konnte, mit dem ich Angst hatte.

Somit bleibt Nanos für mich zwar eine gute Idee für eine Story, doch leider ohne Funkensprung zu meinem Innersten.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Timo Leibig – Nanos

Sonja Schiff – 10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte

Beschreibung
10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte: Arschputzen und Demenz-Patienten betreuen? Das trifft es nicht, findet Sonja Schiff, die aus Überzeugung Altenpflegerin ist. Denn alte Menschen haben schon immer über einen Schatz an Lebenserfahrung und Weisheit verfügt, der das Leben der nachkommenden Generationen bereichern könnte.

Bloß hört ihnen keiner zu. Sie tut es. Sonja Schiff redet jeden Tag mit Menschen, die den Holocaust überlebt haben, die in ihrer Jugend Opernstars waren oder die ihr Schicksal rund um die Welt geführt hat. Jetzt gibt sie weiter, was sie dabei gelernt hat und erzählt, wie manches davon ihr eigenes Leben verändert hat. Unversehens lindert sie dabei die Angst vor dem eigenen Ende als Pflegefall.

Sprecher
Franziska Singer

Länge
5 h 02 m

Meine Meinung
Sonja Schiff erzählt in ihrem Buch durchaus sehr interessante und faszinierende Lebensgeschichten von alten Menschen, die dem Tod wesentlich näher stehen, als dem Leben. Die Lektionen, die sie aus den Gesprächen mit diesen alten Menschen gelernt hat und die sie hier mit uns teilt, sind durchaus sehr ermutigend und interessant.

Doch meiner Meinung nach, hat sie sich hier natürlich die ganz besonderen und vermutlich eher seltenen Fälle heraus gesucht, die meiner Meinung nach aber leider nicht den Großteil der Bevölkerung repräsentieren. Sicher hat jeder Mensch ein für sich gesehen aufregendes und interessantes Leben hinter sich. Doch die wenigstens sind in der privilegierten Lage, sich ein Leben zuhause leisten oder meistern zu können. Geschweige denn, dass es gesundheitlich noch machbar ist, alleine wohnen zu können. Irgendwann kommen die meisten Menschen in ein Pflegeheim, in denen leider einfach keine Zeit ist, sich mit den Patienten zu beschäftigen und ihnen wirklich zuhören zu können. Und das endet dann halt einfach damit, dass man in seinem Bett liegt und darauf wartet, dass man endlich stirbt. Wenn man überhaupt noch in der Lage ist, selbstständig zu denken. Sicherlich will sie mit ihrem Buch genau darauf hinaus, dass wir zu selten zuhören, was uns die Alten zu sagen haben und dass uns dies durchaus  unser eigenes Leben bereichern könnte. Doch wirklich brauchbare Ideen, wie dies in unserer momentanen Gesellschaft möglich sein könnte, hat sie nicht.

Na, sei es wie es ist. Das Anhören dieses Buches fand ich sehr interessant, wenn auch über Strecken etwas zu euphorisch geschildert. Ich freue  mich zwar durchaus auf die Rente, aber sicher nicht auf das Alter oder gar das Sterben. Denn in den meisten Fällen geht es mit Schmerzen einher, die nicht immer ausreichend gedämpft bzw. betäubt werden können.

Nun, Sonja Schiff ist auch nicht als Altenpflegerin in einem Pflegeheim tätig. Sie muss sich nicht um die alltäglichen Belange wie Arschputzen (wie es so treffend in der obigen Beschreibung formuliert ist) oder sich mit Demenzpatienten befassen. Sie berichtet meist von noch recht rüstigen, wenn auch sehr alten Menschen, zu denen sie nach Hause kommt. Zweifelsohne ist ihre Arbeit auch absolut notwendig und hilfreich. Und ich will ihr Buch auch gar nicht schlecht reden. Doch trotzdem gibt es meiner Meinung nach nur einen begrenzten Blick auf das Alter und das Sterben.

Franziska Singer als Sprecherin hat sicherlich zu dem euphorischen Eindruck beigetragen. Denn sie liest dieses Hörbuch derart munter und frisch, dass es eigentlich im Gegensatz zum Gesagten steht. Denn auch wenn es hier um die Lebenserfahrungen von alten Menschen geht, so steht dieser Erfahrung doch ausnahmslos immer der nahe Tod bevor.

Weitere Informationen
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Melanie Raabe – Der Schatten

Beschreibung
Du bringst den Tod. Du weißt es nur noch nicht.

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Mit gutem Grund. Aus freien Stücken.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Katja Bürkle, Melanie Raabe

Länge
10 h 19 m

Meine Meinung
Die Geschichte fängt sehr interessant an. Kaum ist die Journalistin Norah nach Wien gezogen, begegnet ihr auch schon eine Bettlerin, die ihr mitteilt, dass sie am 11. Februar einen Arthur Grimm töten wird. Ja, das ist doch mal eine Ansage. Doch warum sollte sie das tun? Sie kennt keinen Arthur Grimm und jemanden umbringen wird sie ganz sicherlich auch nicht.

Doch dann geschehen seltsame Dinge. Sie hat das Gefühl, dass jemand in ihrer Wohnung war. Sie will zum Arzt, den sie äußerst willkürlich ausgesucht hat und just in diesem Haus hängt ein Firmenschild mit der Aufschrift Arthur Grimm. Die seltsamen Geschehnisse häufen sich und Norah zweifelt immer mehr an ihrem Verstand, bis sie der Sache langsam auf die Schliche kommt.

Was ich zunächst ja wirklich spannend und interessant fand, entwickelte sich zunehmend als eine leider äußerst konstruierte Geschichte. Ich will hier nicht zu viel verraten, doch ich fand das – je weiter die Geschichte fortschritt – immer schwächer. Zwar ganz ok vom Ansatz her, aber die Durchführung konnte mich leider wieder einmal nicht überzeugen.

Die Hauptsprecherin fand ich sehr gut, Melanie Raabe fand ich ganz ok.

Weitere Informationen
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Siehe auch: