Timo Leibig – Nanos

Beschreibung
Deutschland 2028: Die Bevölkerung ist hörig. Dank Nanoteilchen in Lebensmitteln und im Trinkwasser glauben die Menschen alles, was ihnen die Regierungspartei weismacht. Nur wenige sind „free“, also resistent gegen die manipulativen Nanos – und sammeln sich im Untergrund zu einer Rebellion. Unter ihnen befindet sich der entflohene Sträfling Malek, ein Mann, der nur ein Ziel hat: überleben. Und wer wie er nichts zu verlieren hat, den kümmert auch kein Freiheitskampf – wäre da nicht jenes Versprechen, das er seinem besten Freund auf dem Totenbett gab…

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 26 m

Meine Meinung
Die Geschichte „Nanos“ fand ich eine gute Idee. Eine erschreckende Idee! Denn dank der Nanos, die alle Menschen über die Nahrung zu sich nehmen, werden sie zu hirnlosen Robotern, die der Regierungspartei bedingungslos hörig sind. Selbst vor Denunziation in der eigenen Familie scheuen sie sich nicht. Denn ihre Gefühle sind durch die Nanos gänzlich außer Kraft gesetzt.

Jetzt gibt es aber ein paar vereinzelte Menschen, die gegen die Nanos resistent sind und denen dadurch natürlich extrem auffällt, was im Land alles schief läuft. Schnell ist also eine Untergrundorganisation gebildet, die die Regierung stürzen will.

Und schon ist man mittendrin in einem Kampf zwischen David gegen Goliath. Und dieser Kampf ist zwar ziemlich kurzweilig anzuhören und hat auch sehr spannende Elemente. Doch so wirklich begeistern konnten mich die Schilderungen nicht. Für mich war die Story nach wenigen Tagen schon wieder fast in Vergessenheit geraten, so dass ich eben zum Verfassen dieser Rezension große Teile erneut hören musste, um mich überhaupt genauer erinnern zu können.

Ich kann gar nicht genauer definieren, warum mich die Story nicht so wirklich gepackt hat. Vielleicht waren es die vielen „eiskalten“ Menschen, von denen mir einfach kein einziger wirklich ans Herz gewachsen ist. Ich hatte hier niemanden, mit dem ich richtig mitfiebern konnte, mit dem ich Angst hatte.

Somit bleibt Nanos für mich zwar eine gute Idee für eine Story, doch leider ohne Funkensprung zu meinem Innersten.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Timo Leibig – Nanos

Sonja Schiff – 10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte

Beschreibung
10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte: Arschputzen und Demenz-Patienten betreuen? Das trifft es nicht, findet Sonja Schiff, die aus Überzeugung Altenpflegerin ist. Denn alte Menschen haben schon immer über einen Schatz an Lebenserfahrung und Weisheit verfügt, der das Leben der nachkommenden Generationen bereichern könnte.

Bloß hört ihnen keiner zu. Sie tut es. Sonja Schiff redet jeden Tag mit Menschen, die den Holocaust überlebt haben, die in ihrer Jugend Opernstars waren oder die ihr Schicksal rund um die Welt geführt hat. Jetzt gibt sie weiter, was sie dabei gelernt hat und erzählt, wie manches davon ihr eigenes Leben verändert hat. Unversehens lindert sie dabei die Angst vor dem eigenen Ende als Pflegefall.

Sprecher
Franziska Singer

Länge
5 h 02 m

Meine Meinung
Sonja Schiff erzählt in ihrem Buch durchaus sehr interessante und faszinierende Lebensgeschichten von alten Menschen, die dem Tod wesentlich näher stehen, als dem Leben. Die Lektionen, die sie aus den Gesprächen mit diesen alten Menschen gelernt hat und die sie hier mit uns teilt, sind durchaus sehr ermutigend und interessant.

Doch meiner Meinung nach, hat sie sich hier natürlich die ganz besonderen und vermutlich eher seltenen Fälle heraus gesucht, die meiner Meinung nach aber leider nicht den Großteil der Bevölkerung repräsentieren. Sicher hat jeder Mensch ein für sich gesehen aufregendes und interessantes Leben hinter sich. Doch die wenigstens sind in der privilegierten Lage, sich ein Leben zuhause leisten oder meistern zu können. Geschweige denn, dass es gesundheitlich noch machbar ist, alleine wohnen zu können. Irgendwann kommen die meisten Menschen in ein Pflegeheim, in denen leider einfach keine Zeit ist, sich mit den Patienten zu beschäftigen und ihnen wirklich zuhören zu können. Und das endet dann halt einfach damit, dass man in seinem Bett liegt und darauf wartet, dass man endlich stirbt. Wenn man überhaupt noch in der Lage ist, selbstständig zu denken. Sicherlich will sie mit ihrem Buch genau darauf hinaus, dass wir zu selten zuhören, was uns die Alten zu sagen haben und dass uns dies durchaus  unser eigenes Leben bereichern könnte. Doch wirklich brauchbare Ideen, wie dies in unserer momentanen Gesellschaft möglich sein könnte, hat sie nicht.

Na, sei es wie es ist. Das Anhören dieses Buches fand ich sehr interessant, wenn auch über Strecken etwas zu euphorisch geschildert. Ich freue  mich zwar durchaus auf die Rente, aber sicher nicht auf das Alter oder gar das Sterben. Denn in den meisten Fällen geht es mit Schmerzen einher, die nicht immer ausreichend gedämpft bzw. betäubt werden können.

Nun, Sonja Schiff ist auch nicht als Altenpflegerin in einem Pflegeheim tätig. Sie muss sich nicht um die alltäglichen Belange wie Arschputzen (wie es so treffend in der obigen Beschreibung formuliert ist) oder sich mit Demenzpatienten befassen. Sie berichtet meist von noch recht rüstigen, wenn auch sehr alten Menschen, zu denen sie nach Hause kommt. Zweifelsohne ist ihre Arbeit auch absolut notwendig und hilfreich. Und ich will ihr Buch auch gar nicht schlecht reden. Doch trotzdem gibt es meiner Meinung nach nur einen begrenzten Blick auf das Alter und das Sterben.

Franziska Singer als Sprecherin hat sicherlich zu dem euphorischen Eindruck beigetragen. Denn sie liest dieses Hörbuch derart munter und frisch, dass es eigentlich im Gegensatz zum Gesagten steht. Denn auch wenn es hier um die Lebenserfahrungen von alten Menschen geht, so steht dieser Erfahrung doch ausnahmslos immer der nahe Tod bevor.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sonja Schiff – 10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte

Melanie Raabe – Der Schatten

Beschreibung
Du bringst den Tod. Du weißt es nur noch nicht.

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Mit gutem Grund. Aus freien Stücken.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Katja Bürkle, Melanie Raabe

Länge
10 h 19 m

Meine Meinung
Die Geschichte fängt sehr interessant an. Kaum ist die Journalistin Norah nach Wien gezogen, begegnet ihr auch schon eine Bettlerin, die ihr mitteilt, dass sie am 11. Februar einen Arthur Grimm töten wird. Ja, das ist doch mal eine Ansage. Doch warum sollte sie das tun? Sie kennt keinen Arthur Grimm und jemanden umbringen wird sie ganz sicherlich auch nicht.

Doch dann geschehen seltsame Dinge. Sie hat das Gefühl, dass jemand in ihrer Wohnung war. Sie will zum Arzt, den sie äußerst willkürlich ausgesucht hat und just in diesem Haus hängt ein Firmenschild mit der Aufschrift Arthur Grimm. Die seltsamen Geschehnisse häufen sich und Norah zweifelt immer mehr an ihrem Verstand, bis sie der Sache langsam auf die Schliche kommt.

Was ich zunächst ja wirklich spannend und interessant fand, entwickelte sich zunehmend als eine leider äußerst konstruierte Geschichte. Ich will hier nicht zu viel verraten, doch ich fand das – je weiter die Geschichte fortschritt – immer schwächer. Zwar ganz ok vom Ansatz her, aber die Durchführung konnte mich leider wieder einmal nicht überzeugen.

Die Hauptsprecherin fand ich sehr gut, Melanie Raabe fand ich ganz ok.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Melanie Raabe – Der Schatten

Siehe auch:

Thomas Finn – Lost Souls

Beschreibung
Ein neuer hochkarätiger Horror-Thriller aus der Feder von Erfolgsautor Thomas Finn.

Die Archäologin Jessika Raapke ist eben erst mit ihrer Adoptivtochter Leonie nach Hameln gezogen, als man sie bittet, einen unheimlichen Vorfall in der alten Kirche zu untersuchen: Bei Bauarbeiten wurde ein verborgener Sarkophag beschädigt, kurz darauf tötet ein riesiger Rattenschwarm einen der Arbeiter. Jessika findet an dem Sarkophag, der vollkommen leer ist, eine halb zerstörte lateinische Bannschrift mit einem Hinweis auf den sagenumwobenen Rattenfänger.

Während Jessika den historischen Hintergründen der Sage um den Rattenfänger von Hameln auf den Grund geht, ereignen sich überall in Hameln unheimliche Rattenübergriffe. Dann ist Leonie plötzlich verschwunden…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

 

Sprecher
Oliver Rohrbeck

Länge
14 h 39 m

Meine Meinung
Es kribbelt und krabbelt und trippelt und trappelt und es mordet… Tote gibt es hier einige zu vermelden und wie es scheint, waren die Mörder Ratten!

Der Rattenfänger von Hameln, wer kennt die Sage um den übelst betrogenen Pfeifer nicht. Hier wurden sehr interessante Theorien und Spekulationen zu eben dieser Sage zum Besten gegeben. Also vom Informationsgehalt kann ich hier absolut nicht klagen.

Was mich allerdings nicht ganz überzeugen konnte, war der Plot an sich. Ich fand es insgesamt wirklich etwas mau. Vieles war dermaßen vorhersehbar, dann fehlten natürlich auch die üblichen Klischees nicht – im Gegenteil, sie kamen hier wirklich zuhauf vor. Ok, die Ideen, was die Ratten so anstellten und vor allem, wie sie es anstellten, fand ich schon klasse. Aber nach Beenden der Story dachte ich: Hm, ja, nette Unterhaltung mit Ekeleffekt, aber wirklich vom Hocker gerissen hat mich „Lost Souls“ leider nicht.

Oliver Rohrbeck hat mir sehr gut gefallen. Er hat seine Sache wirklich prima gemacht.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Thomas Finn – Lost Souls

Siehe auch:

Barbara Wendelken – Nur wer die Hölle kennt (Martinsfehn-Krimi 4)

Beschreibung
Die fünfzehnjährige Melody schleicht sich heimlich fort, um den Geburtstag ihrer Freundin Simone zu feiern. Als sie heimkommt, steht der Reiterhof ihrer Mutter in Flammen. Ihre Mutter, ihr kleiner Bruder und eine Pferdewirtin kommen ums Leben. Der Brandstifter wird nicht gefasst. Zwanzig Jahre später kehrt sie nach Martinsfehn zurück und ist erneut auf Simones Geburtstag eingeladen. Simone verkündet auf der Feier, dass sie den Brandstifter kennt. Am nächsten Tag ist sie tot. Die Kommissare Nola von Heerden und Renke Nordmann müssen tief in der Vergangenheit graben, um den Täter zu finden.

Sprecher
Jürgen Holdorf

Länge
13 h 09 m

Meine Meinung in Kürze
Bisher haben mir die Krimis von Barbara Wendelken immer sehr gut gefallen. Doch bei diesem hier brauchte ich wirklich sehr viel Geduld. Denn lange passiert einfach nichts. Die Charaktere fand ich so ziemlich alle äußerst unsympathisch, wenig Spannung – nun, das machte es mir wirklich schwer, dabei zu bleiben.

Das Ende fand ich dann zwar doch recht gut, so dass ich es letztendlich nicht bereut habe, so lange durchgehalten zu haben. Doch so wirklich vom Hocker gerissen, hat mich der 4. Teil der Martinsfehn-Reihe leider nicht.

Jürgen Holdorf fand ich wieder klasse.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Barbara Wendelken – Nur wer die Hölle kennt (Martinsfehn-Krimi 4)

Siehe auch: 

Margaret Atwood – Das Herz kommt zuletzt

Beschreibung
Wer wohnt schon gern in seinem Auto? Zumal, wenn marodierende Banden die Stadt beherrschen? Stan und Charmaine, ein nettes, normales Paar, durch die Wirtschaftskrise in Not geraten, werden immer verzweifelter. Eine Anzeige verspricht Rettung: das Positron Project, ein „soziales Experiment“ verspricht ein Leben in Sicherheit und geregelten Verhältnissen. Hastig unterschreiben sie, obwohl die Bedingungen eigenwillig sind – alle Bewohner der streng abgeschiedenen Stadt Consilience wechseln im Monatsturnus zwischen dem Status eines Gefangenen und dem eines Freien.

Zunächst läuft alles bestens – auch wenn Charmaine und Stan, ohne dass der jeweils andere davon weiß, eine sexuelle Obsession für ihre Hauspartner entwickeln – also jene Leute, die ihr schmuckes Heim bewohnen, wenn sie selbst ihren Gefängnismonat absolvieren. Doch dann finden sich Charmaine und Stan durch einen „Buchungsfehler“ in verschiedenen Zyklen wieder, und bald ist viel mehr gefährdet als nur ihre Ehe…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Nils Nelleßen

Länge
12 h 05 m

Meine Meinung
Bisher haben mir die Geschichten von Margaret Atwood ja immer sehr gut gefallen. Doch hier bin ich etwas anderer Meinung. Der Plot an sich ist zwar wieder sehr interessant, die Idee gar genial. Doch trotzdem konnte mich diese Geschichte nicht so wirklich in seinen Bann ziehen. Irgendwie wollte der Funke einfach nicht so richtig überspringen.

Das liegt vermutlich daran, dass ich die Story über Strecken als ziemlich langatmig empfand. Auch fand ich die Protagonistin Charmaine ziemlich naiv und nervig. Ihren Mann empfand ich zwar als einen interessanteren Charakter, doch auch hier wollte die Sympathie nicht so richtig Fahrt aufnehmen.

Die Idee der Geschichte fand ich allerdings schon skurril und durchaus interessant. Man bekommt ein Haus für einen Monat, im nächsten Monat muss man ins Gefängnis und als Gefangene/r sein Leben fristen. Dies im steten  Wechsel, so dass alle Bewohner die Hälfte in Freiheit und die andere Hälfte ihres Lebens in Gefangenschaft verbringen mussten. Das sparte Wohnraum und löste weitere gesellschaftliche Probleme auf einen Schlag. Die totale Überwachung … wenn denn alle nach den Regeln spielen… doch man hätte es ja nicht mit Menschen zu tun, wenn dem eben nicht so ist.

Wie oben bereits erwähnt, ist die Story durchaus interessant, doch mich hat sie leider nicht in Gänze gepackt. Der Sprecher hingegen hat mir sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Margaret Atwood – Das Herz kommt zuletzt

Siehe auch:

Jeffrey Archer – Abels Tochter (Kain und Abel 2)

Beschreibung
Zwei Leben – ein Schicksal

Der Gigantenkampf zwischen Abel Rosnovski und seinem Feind William Lowell Kane, den Jeffrey Archer in „Kain und Abel“ schilderte, setzt sich in der nächsten Generation fort. Florentyna, die Tochter Abels, des legendären „Chicago-Barons“, ist bildschön, hochbegabt, ehrgeizig und die Erbin einer der größten Hotelketten der Welt. Wie ihr Vater geht sie ihren eigenen Weg mit eisernem Willen. Abel liebt sie abgöttisch, und sie vergöttert ihn – aber Florentyna begeht eine Todsünde: sie liebt und heiratet den Sohn seines Todfeindes.

Wunderbar atmosphärisch gelesen von Richard Barenberg!

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
13 h 38 m

Meine Meinung
Den zweiten Teil der Trilogie fand ich bei weitem nicht so gut, wie den ersten Teil. Denn in der ersten Hälfte wird eigentlich komplett Teil 1 nacherzählt, viel Neues erfährt man hier leider nicht. Es wird zwar aus anderen Perspektiven erzählt, doch die Handlung bleibt natürlich dieselbe.

Im zweiten Teil dann wird es spannender, denn hier geht die Geschichte dann eigentlich erst richtig weiter. Florentyna steigt in die Politik ein. Ein spannender Wahlkampf wird einem hier präsentiert, der sich natürlich über die komplette 2. Hälfte des Hörbuches hinzieht. Denn amerikanische Wahlkämpfe ziehen sich ja für gewöhnlich sehr lange hin. Es ist zwar nicht langweilig geschrieben, doch es ist eben wieder ein Wahlkampf, wie man ihn ja nun schon zu genüge in der Clifton-Saga erleben durfte. Nur findet dieser Wahlkampf dieses Mal nicht in Großritannien, sondern in den USA statt.

Im Nachhinein gesehen muss ich leider sagen, dass die Fortsetzung von Kain und Abel lange nicht so gut ist, wie  Teil 1. Hier hatte Jeffrey Archer wirklich etwas zu erzählen. Ich habe das Buch vor zig Jahren gelesen und fand es damals schon klasse. Dass es eine Fortsetzung davon gab, war mir damals nicht bekannt. So könnte man mutmaßen, ob denn hier auf Teufel komm raus eine Trilogie daraus gemacht werden sollte, um an den Erfolg der Clifton-Saga anzuknüpfen. Nun. Das weiß ich natürlich nicht, aber es kommt mir eben so vor. Denn neue Ideen bietet dieser 2. Teil nicht. Und ich bin mir auch sicher, dass ich nach Beendigung der Trilogie sicherlich so schnell kein Buch von Jeffrey Archer mehr anrühren werde. Es ist Schema F, das zwar beim ersten Mal (Clifton-Saga) prima funktioniert und auch wirklich spannend ist, beim zweiten Mal aber einfach schon abgedroschen ist und langweilig wird.

Doch natürlich will ich mir auch den letzten Teil der Trilogie anhören. Denn wie sich Florentyna in ihrer neuen Aufgabe schlagen wird, will ich selbstverständlich trotzdem wissen. Ich hoffe nur, dass uns Jeffrey Archer im dritten Teil mehr Einfallsreichtum präsentiert, als in diesem leider schwachen zweiten Teil.

Richard Barenberg hingegen war auch hier wieder ganz hervorragend in seiner Leistung.

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Verlag Random House Audio oder auch bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Abels Tochter (Kain und Abel 2)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

 

 

 

Frank Schätzing – Die Tyrannei des Schmetterlings

Beschreibung
Füllhorn der Wünsche? Oder Büchse der Pandora?

Frank Schätzing – der neue Thriller als Hörbuch.

Kalifornien, County Sierra, Goldgräberprovinz: Sheriff Luther Opoku hat mit Kleindelikten und illegalem Drogenanbau zu kämpfen. 300 Meilen westlich davon, im Silicon Valley, wetteifern IT Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als eine Biologin in Sierra unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein verschlafenes Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Bald beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen… der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
23 h 49 m

Meine Meinung
Am 23.04.2018 schaute ich per Livestream die Buchvorstellung von Frank Schätzing. Ich war begeistert! Ich fand diese Buchpräsentation wirklich klasse und freute mich wie Bolle auf das neue Buch. Doch… ich hätte es besser bei der Präsentation belassen. Denn eigentlich wurde hier schon alles gesagt.

Zwei Tage später begann ich also voller Vorfreude das neueste Werk von Schätzing. Insgesamt finde ich dieses Hörbuch ja wirklich interessant. Denn es sind viele spannende Gedankenspiele darin enthalten. Und natürlich ist nicht alles komplett abwegig, was sich Schätzing in seinem neuesten Buch erdacht hat.

Doch die Umsetzung muss ich leider sehr bemängeln. Den Anfang fand ich ja noch sehr spannend, doch spätestens ab der Brücke (der Insider weiß, wovon ich rede) wurde die Story zunehmend wirrer und unverständlicher. Ich konnte mir die meisten Ortsbeschreibungen leider fast gar nicht vorstellen. Da halfen auch nicht seine mit Adjektiven überbordenden Endlossätze. Die Szenerie wurde mir persönlich dadurch nicht verständlicher. Somit blieben für mich dann nur vereinzelte Brocken, die ich durchaus sehr bemerkenswert fand. Denn ab und an hat er tatsächlich einen deutlichen Satz zu Papier gebracht, der die stundenlangen vorherigen wirren Sätze ganz einfach erklärte. Doch hauptsächlich fand ich es anstrengend und verwirrend, der Story weiter zu lauschen. Zwischendurch dachte ich sogar an Abbruch.

Insgesamt habe ich zwar kapiert, was der Plot der Story war, doch die Feinheiten, die er so ausgetüftelt zu erklären versuchte, blieben mir leider weitgehend verborgen. Vielleicht ging es ja nur mir so, doch ich möchte bezweifeln, dass sich jemand die Welt, die Schätzing hier beschreibt, wirklich in allen Details vorstellen konnte.

Auch hatte ich so meine liebe Mühe mit den ganzen Personen. Ich konnte – außer zu Luther – keinerlei Beziehungen aufbauen. Manchmal dachte ich sogar, ob er denn nun seine eigenen Protagonisten verwechselt hat? Doch vermutlich habe ich das nur in dem Chaos einfach nicht richtig verstanden.

Was mir persönlich sehr half, überhaupt durchzuhalten, war der Sprecher Sascha Rotermund. Man muss ihn hier wirklich sehr loben, wie er sich gekonnt durch dieses Weltenchaos manövrierte und diesem Werk wenigstens noch ein bisschen Verstand abringen konnte. Ohne ihn hätte ich wohl wirklich frühzeitig abgebrochen.

Tja, so bin ich nun ein weiteres Mal zu dem Schluss gekommen, dass mir „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing bisher am besten gefallen hat. Den „Schwarm“ und „Limit“ fand ich zwar auch sehr gut, doch „Tod und Teufel“ ist mein persönlicher „Long-time-favorit“.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Svealena Kutschke – Stadt aus Rauch

Beschreibung
Wild und wunderbar. Ein Roman von großer Schönheit und Poesie – Taiye Selasi Lucie wird in einer eisigen Winternacht in der Trave geboren, mit einer Gabe, die für die kommenden Generationen Segen und Fluch sein wird. „Stadt aus Rauch“ ist ein faszinierendes Epos einer Familie, auf die die Wirren des 20. Jahrhunderts ihre langen Schatten werfen.

Von großmäuligen Denunzianten und kleinmütigen Helden, von Bürokraten des Verbrechens und Hochstaplern der Kunst, von der Verführung des Faschismus und vom Schweigen derer, die glauben, schuldlos zu sein: Die Tragödie eines ganzen Jahrhunderts spiegelt sich in der eigentümlichen Welt von Lübeck, wo Historie von Seemannsgarn kaum zu unterscheiden ist. Ein mitreißendes literarisches Wagnis.

Sprecher
Sascha Icks

Länge
14 h 18 m

Meine Meinung
Leider habe ich viel zu lange mit meiner Rezension gewartet, um noch in Worte fassen zu können, wie mir diese Geschichte gefallen hat. Ich weiß nur noch, dass ich froh war, als diese düstere Story ihr Ende fand. Mich hat es nicht wirklich begeistert, das weiß ich noch. Meine notierte Bewertung lautet:

Weitere Informationen
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Petra Hammesfahr – Hörig

Beschreibung
Für die Presse war er ein Dämon, für Patrizia die große Liebe. Als Heiko Schramm nach einem schweren Raubüberfall zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, brach für sie die Welt zusammen. Erst viel später akzeptierte sie, was alle zu wissen glauben: Dass Heiko sie nie geliebt und nur benutzt hat. Nun, sieben Jahre später, steht er vor ihrer Tür. Beteuert seine Liebe und bittet sie, mit ihm zu kommen. Während ihre Familie alle Hebel in Bewegung setzt, um sie zu finden, erkennt Patrizia nach und nach die Wahrheit…

Sprecher
Nicole Engeln

Länge
7 h 45 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch zu beschreiben, finde ich ziemlich schwierig. Denn die Protagonistin ist in meinen Augen eine sehr schwache Person, die sich von allen Menschen alles vorschreiben lässt und ihnen immer glaubt, egal was man ihr erzählt. Also eine Person, die sehr wenig Selbstvertrauen hat. Und was ihr über Jahre von ihrem Mann eingebläut wurde, nimmt sie als Rettungsanker, als ihr ehemaliger Geliebter aus dem Knast entlassen wird und zu ihr nach Hause kommt und sie mitnimmt – also entführt. Doch sie wehrt sich nicht. Sie vertraut auf ihren Ehemann, das Genie – einst ihr Psychotherapeut.

Die Gedankengänge von Ed – also dem Ehemann und Psychotherapeut – fand ich stellenweise schon ziemlich anstrengend. Doch so sind vermutlich Psychotherapeuten, das kann ich nicht beurteilen.

Das Hörbuch fand ich zwar recht interessant anzuhören, jedoch konnte es mich trotzdem nicht überzeugen. Es ist recht kurzweilig und sowieso sehr kurz mit seinen knapp 8 Stunden, so dass man es schnell durchgehört hat. Doch eine wirkliche Hörempfehlung möchte ich nicht dafür aussprechen. Petra Hammesfahr hat schon bessere Geschichten erzählt.

Nicole Engeln fand ich ganz ok, wenn auch vielleicht etwas zu streng und somit nicht ganz passend zu der unsicheren Protagonistin.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Petra Hammesfahr – An einem Tag im November

Siehe auch: